BfS: Forschungsvorhaben für 5G und höher (Forschung)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 10.12.2019, 14:43 (vor 1094 Tagen)

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat die öffentliche Ausschreibung des Forschungsvorhabens 3619S82469 gestartet, geplanter Beginn des Vorhabens 01.03.2020, Laufzeit maximal 21 Monate.

Kurzbeschreibung des Vorhabens:

Smart cities: Abschätzung der Gesamtexposition des Menschen durch zusätzliche 5G-Mobilfunktechnologien anhand modellierter Zukunftsszenarien

Die Exposition der Bevölkerung mit den elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks unterliegt durch den technologischen Fortschritt einem ständigen Wandel. Mit Einführung der fünften Mobilfunkgeneration werden langfristig zahlreiche technische Neuerungen im Bereich der Sende- und Empfangstechnik sowie völlig neue Anwendungsfelder und sich damit verändernde Expositionsszenarien erwartet. Es ist davon auszugehen, dass sich zukünftig in den Städten eine deutlich erhöhte Anzahl von Sendeanlagen mit kleinen Sendeleistungen vergleichsweise nah an der exponierten Allgemeinbevölkerung befinden wird. Quantitative Auswirkungen auf die Exposition des Menschen sind derzeit unklar, es wird jedoch erwartet, dass die Streubreite zunehmen wird.

Im Strahlenschutz ist eine hinreichend genaue Beschreibung der zukünftigen Exposition der Allgemeinbevölkerung Voraussetzung für ein proaktives Handeln. Hierzu sollen mithilfe eines interdisziplinären Ansatzes aus Zukunftsforschung, Modellierung und Computersimulationen Expositionsszenarien entwickelt werden, aus denen anschließend eine Vorhersage der zukünftigen Entwicklung der Exposition der Allgemeinbevölkerung mit den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks abgeleitet wird.

In diesem Vorhaben soll der aktuelle Stand der drahtlosen Kommunikationstechnologien einschließlich der fünften Mobilfunkgeneration zusammengetragen und durch eine realistische Abschätzung der zukünftigen Entwicklung (Technik, Ausbau, Nutzung) komplettiert werden. Unter Berücksichtigung aktuell verfügbaren Kartenmaterials (vorzugsweise deutscher Städte) soll ein Computermodell entwickelt werden, das die gegenwärtige Situation widerspiegelt. Mithilfe realistischer Annahmen über die zukünftige Entwicklung sollen mehrere Computerszenarien entwickelt werden, die mögliche zukünftige Entwicklungen des Mobilfunks beinhalten. Die daraus mithilfe von geeigneten Computersimulationen abzuleitenden Expositionsmuster sollen hinsichtlich ihrer Grenzwertausschöpfung und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und übersichtlich verglichen werden. Daraus sollen Aussagen über die voraussichtliche Entwicklung der Exposition der Allgemeinbevölkerung getroffen werden.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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