Schweiz: Neues Wohnprojekt für "Elektrosensible" (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 15.01.2019, 16:44 (vor 781 Tagen)

Gigaherz-Präsident Jakob meldet ein neues Wohnprojekt für "Elektrosensible" in der Schweiz. Es soll in Schmitten (Kanton Freiburg) Platz nehmen, genauer in der Unterdorfstrasse, und 27 Wohnungen umfassen. Quelle seiner Meldung ist ein Bericht im Radio.

Jakob wirbt: "Die Gemeinde Schmitten ist vom öffentlichen Verkehr und von Einkaufs- und Sozialeinrichtungen her bestens erschlossen und bietet auch attraktive Arbeitsplätze."

Was Jakob nicht sagt: Im Umkreis (im Bild gelb) des geplanten Baus, dessen genaue Lage mir nicht bekannt ist, befinden sich schlimmstenfalls in rd. 200 Meter Abstand, bestenfalls in etwa 400 Meter bis 550 Meter Abstand drei große Mobilfunksendeanlagen mit mittlerer Sendeleistung (GSM, UMTS) und großer Sendeleistung (LTE).

Voraussichtliche Bauzone (gelb) und Mobilfunkstandorte (rot) in Schmitten
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Bild: geodata © swisstopo

Jakob schreibt, die Wohnungen seien "speziell abgeschirmt", erst kürzlich beklagte jedoch Münchens letzte "Elektrosensible" unwidersprochen die schwache Wirkung selbst doppelter Schirmung im Gigaherz-Forum. Außerdem müssen die Bewohner ja irgendwann einmal Fenster öffnen oder auf die Straße, um z.B. Einkäufe zu erledigen. Unter diesen Umständen erscheint es außerordentlich fragwürdig, ausgerechnet im Nahbereich von drei mächtigen Mobilfunksendemasten eine Heimstatt für überzeugte "Elektrosensible" zu errichten. Fragwürdig schon deshalb, weil mit hoher Sicherheit allein schon der Anblick der Masten bei den Betroffenen Symptome auslösen wird, völlig unabhängig von der EMF-Immission.

Gemäß der Gemeinde Schmitten ist der Baugesuchsteller die NordBuilding SA, Rue Saint-Pierre 10, 1700 Fribourg (gegründet 2014, Kapital 100'000 CHF). Beantragt wird der Bau von drei Mehrfamilienhäusern. Das Baugesuch kann noch bis 25. Januar bei der Gemeindeverwaltung eingesehen werden. Hinweise auf Wohnungen für "Elektrosensible" gibt es in dieser "amtlichen" Veröffentlichung nicht.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Wohnprojekt


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