HF-dichte Herrenoberbekleidung (Allgemein)
Abschirmgewebe in Herrenoberbekleidung hält ab Ende 2006 Herren laut Hersteller 99,9999 % der Funkfelder eines Handys unauffällig vom Leib.
Kommentar: Unnötig, sollten sich Damen darüber aufregen, dass sie leer ausgehen. Denn der Nutzen der Abschirmung dürfte eher psychologischer Natur sein, weniger praktischer. Bekanntlich senden Handys in Empfangsbereitschaft (in Sakkotaschen getragen) nur selten einen kurzen Impuls aus (je nach Betreiber alle 2 bis 12 Stunden), um nicht aus dem Netz ausgebucht zu werden. Gesendet wird dieser 1 s dauernde Impuls allerdings mit voller Sendeleistung. Im Gesprächsfall aber, wenn das Handy ans Ohr gehalten wird, dringen das Funkfeld nach wie vor ungehindert in den Kopf ein.
Lediglich mit einer Freisprecheinrichtung, bei der das Handy auch während eines Gesprächs am Körper getragen werden kann, ist ein sinnvoller Betrieb gegeben. Wie es scheint, wirkt die Abschirmung nur auf der Futterseite, so dass die Feldausbreitung vom Körper weg ungehindert bleibt. Das ist nicht bedeutungslos, denn anderenfalls würde das Handy versuchen, die Dämpfung der Abschirmung mit maximaler Sendeleistung auszugleichen: dies wäre reinste Energievergeudung nur auf Kosten der Akkulaufzeiten.
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –