66 Mio. Ägypter können sich nicht irren! (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 20.01.2018, 18:26 (vor 610 Tagen) @ H. Lamarr

Der "Alp Öhi", wie er genannt werden möchte, verwandelte eine Woche später den wenig eindrucksvollen letzten Platz in eine eindrucksvolle Zahl, indem er die laut Erhebung rd. 50 Prozent wegen Mobilfunkantennen mehr oder weniger besorgten Schweizer auf einen Absolutwert umrechnete. Heraus kamen bei ihm 4,3 Mio. wegen Mobilfunkantennen Besorgte. Mit dieser Zahl geht Jakob seither hausieren. Um sich und sein Anliegen wichtig zu machen, trägt er bei jeder sich bietenden Gelegenheit vor:

4,3 Millionen können sich nicht irren!

Ägypten hat rd. 94,6 Mio. Einwohner.

43 Prozent der ägyptischen Männer sind davon überzeugt, dass Frauen es mögen, sexuell belästigt zu werden.

84 Prozent der Ägypterinnen sind der Meinung, dass Geschlechtsgenossinnen, die sich "provozierend" anziehen, es verdienten, belästigt zu werden.

90 Prozent der männlichen, aber auch 70 Prozent der weiblichen Befragten [in Ägypten] erklärten, dass Frauen Schläge tolerieren sollten, "um die Familie zusammenzuhalten".

87 Prozent der Ägypterinnen zwischen 15 und 49 Jahren sind beschnitten.

70 Prozent der Ägypter (66,2 Mio.) und 56 Prozent der Ägypterinnen befürworten die weibliche Genitalverstümmelung.

Quelle

Die Gründe, warum Schweizer sich vor harmlosen Mobilfunk-Sendemasten fürchten sind ganz ähnlich zu denen, warum die Beschneidung von Frauen in Ägypten als "normal" betrachtet wird. In der Quelle heißt es dazu:

Noch immer kann mehr als ein Viertel der Ägypterinnen nicht schreiben und lesen, auch deshalb "fallen Frauen noch immer auf die Lügen von Scharlatanen herein", sagt Mahmoud.

Dort also wirken Scharlatane, in der Schweiz wirken selbsternannte Aufklärer.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Instant-Experte, Querulant, Textverständnis, Alarm, Scharlatane


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