Italien schließt Funklöcher im Naturpark "Drei Zinnen" (Allgemein)

Gast, Dienstag, 26.12.2017, 08:30 (vor 786 Tagen)

Auszug Tageszeitung-online vom 25.12.2017

Im Naturpark Drei Zinnen gibt es Zonen ohne Handynetz und ohne Empfang für Funkgeräte der Bergrettung. Um die Rettungskette zu verbessern, werden jetzt Umsetzer errichtet.

von Silke Hinterwaldner

Drei Zinnen, Pragser Wildsee: Das sind die wohl beliebtesten Ausflugsziele im Pustertal. Vor allem im Hochsommer strömen dorthin unzählige an Gästen, und es werden von Jahr zu Jahr mehr.

Solche Menschenansammlungen müssen gut und sicher in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Während am Pragser Wildsee die Autos und das Parken Gemeinde und Land vor große Herausforderungen stellen, ist es am Berg eher die Sicherheit der Wanderer und Kletterer. Das Problem: Im gesamten Gebiet des Naturparkes Drei Zinnen gibt es jede Menge Funklöcher. Das heißt: Ein Bergsteiger in Not hat kaum Handyempfang und kann deshalb keinen Notruf absetzen. Selbst die Funkgeräte der Bergrettung funktionieren mancherorts nicht. Dazu kommt, dass ein Verletzter, der nicht genau beschreiben kann, wo er sich befindet, von der Bergrettung nur schwer geortet werden kann. Das bringt manchmal eine langwierige Suche mit dem Hubschrauber mit sich. ...

Martin Rienzner sagt: „Da das Amt für Naturparke selbst Antragsteller ist, können wir sicher sein, dass hier nichts Unüberlegtes gemacht wird. Die Umsetzer werden so dezent wie möglich sein.“

Jetzt soll es schnell gehen. Spätestens ab Juli 2018 werden wieder zahllose Touristen in die Berge strömen.

Tags:
Funkloch, Italien


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