IEMFA: Internationales Kinderpostamt der Mobilfunkgegner (Allgemein)

spatenpauli @, München, Sonntag, 02.07.2017, 14:16 (vor 473 Tagen)

Die "International Electromagnetic Fields Alliance" (IEMFA) möchte gerne als Dachverband weltweit verstreuter Anti-Mobilfunk-Vereine wahrgenommen werden. Ob überhaupt Bedarf an einer solchen Organisation besteht, sei dahingestellt. Denn bislang wurde nicht bekannt, UNO, WHO, Unicef und andere Gesprächspartner auf Top-Level hätten Gesprächsbedarf mit organisierten Mobilfunkgegnern. Deren Terrain hat üblicherweise nur 300 bis 500 Meter Durchmesser mit einem Sendemast im Zentrum, was weiter weg ist interessiert nur noch die Geschäftemacher der Szene.

Eigenen Angaben zufolge vertritt die IEMFA weltweit 118 Anti-Mobilfunk-Vereine (Stand: 2. Juli 2017). Ich habe die Daten neu geordnet (Bild) und kann ergänzen: Die 118 Vereine verteilen sich auf 26 Länder.

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Die mit Abstand meisten Anti-Mobilfunk-Vereine, nämlich 34, rekrutierte die IEMFA in Nordamerika (USA + Kanada). In Europa dominiert Großbritannien. Eine Erklärung dafür könnte der Wegfall der Sprachhürde in diesen Ländern sein. Die G7 der Länder (5 oder mehr Anti-Mobilfunk-Vereine) habe ich rot hervorgehoben. Die G7 machen deutlich, organisiertes Mobilfunkgegnertum hat sich bevorzugt in den Wohlstandsgesellschaften des Westens breit gemacht. In Afrika, Südamerika und Asien haben die Menschen offenbar andere Sorgen, als Anti-Mobilfunk-Vereine zu gründen und der IEMFA beizutreten. Mit Smartphones wird dort jedoch mindestens ebenso hingebungsvoll hantiert wie hier bei uns. Die auffällige regionale Verteilung lässt den Schluss zu: Organisierte Mobilfunkgegner sind eine Zivilisationserscheinung, oder etwas deutlicher gesagt: eine Zivilisationskrankheit.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Die IEMFA vertritt nominell zwar viele Organisationen, da diese jedoch häufig aus Einzelkämpfern oder nur wenigen Mitstreitern bestehen, ist auch die Bedeutung der IEMFA nur die eines Kinderpostamts, das sehnsüchtig auf einen echten Briefträger wartet, um daraus Anerkennung abzuleiten. Da ohne erkennbare Außenwirkung, dürfte die Existenzberechtigung der IEMFA in der Innenwirkung liegen, z.B. im Verteilen von "Informationen" zwischen den Vereinen in unterschiedlichen Ländern oder im Koordinieren von Anti-Mobilfunk-Aktionen oder im Verbreiten von erfolgreichen Geschäftsideen.

Die deutschen Mitglieder der IEMFA sind, von Diagnose-Funk abgesehen (fehlt unentschuldigt) die üblichen Verdächtigen, die entweder tot oder halbtot sind:
- Bürgerwelle
- Elektrosmog News
- International Society for Electromagnetic Research (besser bekannt als IGEF)
- Kompetenzinitiative
- Pandora Foundation
- Verein für Elektrosensible und Mobilfunkgeschädigte e.V.

Die komplette Liste aller IEMFA angeschlossenen Vereine gibt es <hier>. Die Liste der assoziierten "Wissenschaftler" wird von Franz Adlkofer mit Sitz in München angeführt (in München ist das Labor, in dem Adlkofer einst für Big T. forschte). Wer die IEMFA als Gründervater mit auf dem Gewissen hat ist <auf dieser Seite> nachzulesen, wer das Kinderpostamt derzeit leitet steht <dort>. Die jüngste "News", die gegenwärtig auf der Website zum besten gegeben wird, datiert vom 9. April 2017, was einen am 2. Juli 2017 nicht unbedingt umhaut.

Hintergrund
IEMFA im IZgMF-Forum

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
, Warnke, Kinderpost, Adlkofer, Ko-Ini, Stiftung-Pandora, Ex-Tabaklobbyist, IEMFA


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