Stephen King ächtet in "Puls" Mobiltelefone (Allgemein)
Seit 1. März gibt es das neue Buch des Grusel-Großmeisters Stephen King. Es trägt den vielsagenden Titel "Puls":
Auch in "Puls" verändert sich alles von einem Tag auf den anderen. Das Mobiltelefon, das viele als Fortschritt empfinden, erweist sich als Killerfalle. Irgendein Verrückter irgendwo auf der Welt hat ein tödliches Virus auf die Reise gesandt - es kann nicht mehr gestoppt werden. Das Handy kippt die soziale Ordnung um, führt zum Weltuntergang.
King ächtet das Mobiltelefon. Seine Beschreibung geht weit über den Horror hinaus, sie ist äußerst sozialkritisch. Mobiltelefone seien die "Sklavenketten des 21. Jahrhunderts", heißt es. Sie bewirken einen Rückgang zu primitiven, "vormodernen" Mustern sozialen Lebens. Das mobilfunkgesteuerte Leben verhindert wahre menschliche Begegnungen und zwangsprivatisiert dafür jeden Durchgangsraum, ob Wartehalle, Laden oder öffentlichen Platz. Aber wer will schon alles wissen von seinem Nachbarn im Zugabteil? Seine Fiktion einer Mobilfunkkatastrophe ist spannend und macht nachdenklich. Solche Wirkung hatte ein Horrorroman noch nie. Stephen King, übrigens, der sich als Multimillionär nahezu alles leisten könnte, besitzt kein Handy.
Quelle: http://www.kombas.ch/024be2973e14ca611/024be2978b0df7306.html
Mehr: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3453028600/303-6135888-3991469
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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –