Beraterunwesen: Wer nichts weiß muss stets beraten werden (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 09.11.2016, 13:15 (vor 1444 Tagen)

Externe Berater haben Konjunktur auf allen Ebenen des Politikbetriebes. Selbst ganz unten, wenn z.B. ratlose Räte über Mobilfunk-Standorte mitbestimmen sollen, weil einer, zwei oder drei Wutbürger ihr rein privates Problem auf Kosten aller sozialisiert sehen möchten. Dann schlägt die Stunde der selbsternannten Gutachter in der Anti-Mobilfunk-Szene (z.B. Umweltinstitut München e.V.). Sie haben überall dort leichtes Spiel, wo Fachkompetenz Mangelware ist, denn wer nichts weiß muss alles glauben.

Auch am oberen Ende des Politikbetriebes werden Berater engagiert wenn es an eigenen Ideen hapert, denken lassen ist heute weniger anstößig als früher. Dem Rechnungshof geht diese Bequemlichkeit auf Regierungsebene, der ein zerstörerischer Mechanismus innewohnt, jedoch gegen den Strich:

Nicht nur private Unternehmen, auch die Bundesregierung nimmt die Dienste von Consulting-Firmen in Anspruch. Dabei fließen schon mal Millionen, wie der Fall von McKinsey zur Abschiebeberatung gezeigt hatte.

Diese Praxis hat der Rechnungshof nun kritisiert. Das unabhängige Organ der Finanzkontrolle hat der Bundesregierung vorgeworfen, zu häufig Beratungsunternehmen zu beauftragen. Zudem würde dann immer mit denselben Firmen gearbeitet, hieß es in einem Bericht der Bundesbehörde, über den die "Bild"-Zeitung berichtet hat.

In dem Ausmaß, in dem die Bundesverwaltung Externe in ihre klassischen Führungsaufgaben einbinde, bestehe eine nicht unerhebliche Gefahr, dass sich die Gestaltungskompetenz des verwaltungseigenen Personals zu sehr auf externe Berater verlagere, bemängeln die Rechnungsprüfer. weiter ...

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Umweltinstitut München, Vorsorge, EHS-Phobie, Dissozial, Minimierung, Fachkompetenz, Bundesregierung


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