Wie der BUND unbegründete Elektrosmog-Ängste weckt (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 01.11.2016, 12:24 (vor 1132 Tagen)

Ein Beispiel dafür, wie Pseudoexperten des BUND arglose Bürger ängstigen, brachte im September 2014 die Schwäbische. Es geht um die Elektrifizierung einer Bahnstrecke, an deren Trasse neben Wohnhäusern die Johanniter-Kindertagesstätte „Villa Emma“ liegt. Hier werden Kinder im Alter von neun Monaten bis sechs Jahren betreut.

Hier ein Auszug, die entscheidenden Passagen habe ich markiert:

An die Geräuschkulisse, die durch die vorbeifahrenden Züge entsteht, gewöhne man sich schnell, erzählt Leiterin Simone Geiger. Wie das allerdings nach der Elektrifizierung des Bahn aussehen könnte, darüber hat sich die 43-Jährige noch keine Gedanken gemacht. „Es ist uns sehr wichtig, dass die Kinder sich nicht gestört fühlen, besonders in ihrer Mittagsruhe und bei konzentrierten Arbeiten“, stellt sie klar.

Doch der zunehmende Lärm ist nicht das einzige Problem für die Anwohner. Momentan fahren auf der Strecke von Ulm nach Friedrichshafen noch Dieselloks, deren ungefilterter Ruß sehr gesundheitsschädigend ist. Davon ist die „Villa Emma“ laut Geiger bislang allerdings noch nicht betroffen. Durch die Elektrifizierung soll die Luftverschmutzung verringert werden, doch kommt dann ein anderes Gesundheitsrisiko auf die Anwohner zu. Durch Hochspannungsleitungen entstehen elektromagnetische Felder (EMF), die umgangssprachlich als „Elektrosmog“ bezeichnet werden.

Bislang sind die Auswirkungen des Smogs auf den Menschen noch nicht endgültig erforscht. Er gilt aber gerade für Kinder als ungesund. Die Felder lösen Reizwirkungen im Körper aus. Zum Beispiel kann dadurch die Ausschüttung des Hormons Melatonin gehemmt werden, welches unter anderem die Entstehung von Tumoren verhindert. „Letztendlich kann Elektrosmog also zu Missbildungen, neurologischen Störungen und im schlimmsten Fall sogar zu Krebs führen“, erklärt Günter Tillinger vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Ravensburg. Als Kindergarten-Leiterin Geiger das erfährt, wirkt sie langsam doch beunruhigt. „Das Wohl der Kinder und natürlich der Mitarbeiter ist für uns das Wichtigste. Sollte sich herausstellen, dass die Elektrifizierung gesundheitliche Risiken birgt, würden wir schon im Vorfeld auf die Barrikaden gehen.“

Vor ein paar Jahren noch hielt ich den BUND für einen grundsoliden Kümmerer, der sich um Mensch und Umwelt sorgt. Dieser Eindruck hat sich sehr verändert, seit ich die Aktivitäten des BUND in seinem "Geschäftsfeld" Elektrosmog verfolge. Heute halte ich den BUND auf diesem Gebiet für inkompetent, unseriös und von kommerziell interessierten Gruppen unterwandert. Wie es zu diesem Sinneswandel kam ist hier im Forum an derzeit 474 Stellen dokumentiert.

Günter Tillinger (Jg. 1953) wird vom BUND in Ravensburg als "Umweltberater" geführt. Seine berufliche Qualifikation (Diplom-Agraringenieur, Groß- und Außenhandelskaufmann) hat mit Elektrosmog nichts zu tun. Doch Tillinger ist "Baubiologe" im Dienst des BUND Ravensburg und bietet folgende Dienstleistungen an:

- Beratung am Telefon (kostenlos)
- Einzelberatung vor Ort
- Baubiologische Wohnraumbegehung
- Messung von Elektrosmog

Auf der Website heißt es dazu in selbsterfüllender Prophezeiung und vollendeter Irreführung: "Als Umweltberater bei einem unabhängigen Umweltverband kann er frei von politischen und wirtschaftlichen Interessen arbeiten." Da kann einem schon die Spucke wegbleiben! Der BUND im handfesten Interessenkonflikt: Vorne herum schürt er wo er kann unentgeltlich Ängste gegenüber Elektrosmog, hinten herum verdient er sich an der Ausbeutung dieser Angst ein paar Euros hinzu.

Hintergrund
Die Melatonin-Hypothese. Eine Einführung.
Vorne gratis Angst machen, hinten profitabel Angst nehmen

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Baubiologe, BUND, Interessenkonflikt, Angst, Schwäbische, Irreführung, Ravensburg, Pseudoexperten, Verkaufspsychologie, Tillinger, Elektrosmog-Quelle


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