Wie ist es mit den Phantomsignalen?
Das Geschäftsgebaren von Aa wirkt immer ein wenig unseriös.
"Phantomsignale" gibt es bei JEDEM Spektrumanalyser. Der Techniker bezeichnet sie als sog. "Rauschen", "Harmonische", "Spiegelfrequenzen", "Aliases" bzw. "Spurios". Der Umgang damit ist aber, im Gegensatz zu ihren Bezeichnungen, sehr unproblematisch. Zur Beurteilung von Emissionen sind sie aber ALLESAMT komplett IRRELEVANT.
Beispiel Spiegelfrequenz: Du hast ein Signal bei 1GHz. Zusätzlich erhältst Du automatisch eine Spiegelfrequenz bei 2GHz. Das ist bei JEDEM Spektrumanalyser so. Die Spiegelfrequenz ist aber bei weitem nicht so hoch wie das Originalsignal, daher kann man unterscheiden, was "echt" ist.
Um genau dieses Problem zu VERMEIDEN, sind ja auch die GSM bzw. WLan Frequenzbereich eben NICHT einfach verdoppelt. Beispiel: GSM900 UL geht (gerundet) von 890-915MHz, GSM1800 UL aber von 1725-1780. GSM900 Sender können also KEINE Spiegelfrequenz im Bereich des GSM1800 erzeugen, denn diese liegen genau in der LÜCKE zwischen den UL und DL des GSM1800
Das ist bei WLan etc. dann ebenso angeordnet.
In der Praxis bedeutet es daher, dass die Spiegelfrequenzen vollkommen schnuppe sind, da sie erst mal viel niedriger als das Hauptsignal sind und dann sowieso nur in Bereiche fallen, wo ja eh nichts ist.
Beispiel "Rauschen": JEDER Spektrumanalyser hat einen sog. Rauschlevel. Der ist, je nach verwendeten Filter und Frequenz, mehr oder weniger hoch. Unterhalb dieses Levels ist eine Messung nicht mehr möglich. Grundsätzlich ist dieser Rauschbereich aber erheblich NIEDERIGER als man selbst mit dem besten Breitbandmessgerät überhaupt messen kann (Beim Spectran so um die -90dBm) also sollten sich "diese Leute" mal lieber an die eigene Nase fassen und ein ordentliches Messgerät bauen, anstatt unqualifiziert durch die Gegend zu pöbeln.
Es sei hier auch mal angemerkt, dass man ein Messgerät natürlich auch "absichtlich POSITIV" bedienen muss. Gerade bei einem Spektrumanalyser kann man durch ABSICHTLICH gemachte, schwachsinnige Einstellung viel Mist produzieren. Da ist dann auch ein 50000 Euro Gerät schnell "Müll". Genau DAS wird aber im Dosier ständig gemacht. Die Frage ist also welches "Geschäftgebaren" hier zu verurteilen ist. Ich glaube auch, dass Gigahertz mit dem Dosier ihren Ruf endgültig ruiniert hat. Für die "Profis" ist es eh die bekannteste "Lachnummer" im Netz. Da gibt es mittlerweile sogar eigene "Gigahertz-Witze":
"Oh, mein neuer R&S zeigt Nebenwellen jetzt nochmals um 20dB gedämpft an, cool! Sagt der Azubi: Nebenwelle? Dann ist das doch gar kein Spekki!" etc.
Es ist einfach nur noch peinlich, was da für ein Unsinn drin steht, vom Sprachgebrauch mal ganz abgesehen.
Bzgl. Aaronia:
Ich kann über Aaronia nur positiv bereichten: 1A Service, super Garantiebedingungen, SEHR kompetente Hotline und Beratung. Sicherlich hat sich Aaronia durch den Spectran ja auch stark vom Schmuddel-Klientel der "Baubiologen" (man sieht ja wie es da "ausartet") gelöst und ist jetzt mehr im, nennen wir es mal "Profisektor", bekannt geworden. DA weiss man das Gerät nämlich auch sehr zu schätzen, was die Referenzliste von Aaronia ja wirklich gut demonstriert: BOEING, der BUND, das DLR die Lufthansa oder gar Eurocontrol!!! werden schon wissen warum sie einen Spectran einsetzen.
Die Spectran sind, wie ja auch das IMST Gutachten zeigt, für den Preis wirklich 1A. Man muss natürlich auch die Kirche im Dorf lassen: Es gibt nochmals VIEL bessere Geräte, wenn man sie denn auch zahlen kann. Der im IMTS-Gutachten gezeigte R$S Generator und Analyzer kosten aber so um die 100.000 Euro...