Die kleinen Strolche, heute: Diagnose Depp (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 07.07.2016, 01:33 (vor 1226 Tagen)

Wer hätte das gedacht! Diagnose-Funk gibt öffentlich zu, mit bösen Fragen an Prof. Adlkofer zu versuchen, die Studien um das Reflex-Programm unglaubwürdig zu machen.

Dies ist die Geschichte dieser wundersamen Begebenheit.

Als ich am 27. Juni 2009 schriftlich bei Prof. Franz Adlkofer nachfragte, wie er die jüngste Entwicklung bei der "Reflex"-Replikation sieht, war unser Verhältnis bereits getrübt. Aus Sicht des Ex-Tabaklobbyisten behandelte das IZgMF seinen Erzfeind Prof. Lerchl viel zu freundlich. So beantwortete der "Reflex"-Koordinator zwar meinen Fragenkatalog, brachte jedoch unvermittelt Diagnose-Funk ins Spiel indem er in seinem Antwortschreiben behauptete, Uwe Dinger (Diagnose-Funk) hätte ähnlich lautende Fragen bei ihm eingereicht. Adlkofers Antwort ging nicht exklusiv ans IZgMF, sondern auch an Diagnose-Funk, obwohl keine einzige der beantworteten Fragen auf Diagnose-Funk zurückging, sondern ausschließlich auf das IZgMF. Fragen und Antworten lassen sich <hier> im Original-Wortlaut nachlesen.

Diagnose-Funk bekam von Adlkofer also eine Exklusiv-Story des IZgMF auf unfeine Art zugespielt. Der Anti-Mobilfunk-Verein griff selbstverständlich sofort zu und brachte am 2. Juli 2009 den Beitrag "Keinen Grund an REFLEX zu zweifeln", der ganz ungeniert die Fragen des IZgMF und die Antworten des Ex-Tabaklobbyisten zum Inhalt hatte. Im Vorspann drückte sich Diagnose-Funk um die Wahrheit der Fragestellung herum und schrieb:

An der Universität Wien wurde mit einer beispielslosen Kampagne versucht, dokumentierte Risiken, Erkenntnisse über genschädigende Wirkungen der UMTS-Mobilfunkstrahlung, als gefälscht darzustellen. Wir berichteten vielfältig darüber >>>.
Die beispiellose Kampagne, die die Rücknahme von Publikationen aus der wissenschaftlichen Literatur zum Ziel hatte, scheiterte. Dennoch wird weiterhin versucht, die Studien um das Reflex-Programm unglaubwürdig zu machen, werden neue Fragen aufgeworfen, welche Prof. Franz Adlkofer auf unsere und weitere Anfragen hin beantwortete. Sein Fazit: „Es gibt keinen Grund an der Glaubwürdigkeit der Ergebnisse der REFLEX-Studie und ihrer Nachfolgeuntersuchung zu zweifeln.“

Wie schön: "... unsere und weitere Anfragen ..."! Mit dieser verklemmten Darstellung sollte Diagnose-Funk nicht glücklich werden. Wie hemmungslos der Verein die Fragen des IZgMF als die seinen (und weiterer) ausgab, lässt sich am Original-PDF des Diagnose-Funk-Beitrags vom 2. Juli 2009 erkennen.

Den Beitrag "Keinen Grund an REFLEX zu zweifeln" hat der Verein Diagnose-Funk noch immer auf seiner Website. Doch Irgendeiner in dem Verein fügte irgendwann folgenden Untertitel hinzu:

Mit neuen Fragen wird weiterhin versucht, die Studien um das Reflex-Programm unglaubwürdig zu machen. Adlkofer beantwortet sie.

Screenshot von der Diagnose-Funk-Website, aufgenommen am 7. Juli 2016
[image]

Da muss einem besonders hellen Diagnose-Funker nachträglich in den Sinn gekommen sein, dass die Fragen ja zu 100 Prozent vom bösen IZgMF abgekupfert waren. Also beschloss er, den Leser mit seinem Untertitel auf böse Fragen unbekannter Herkunft einzustimmen, die Adlkofer, edelmütig wie dieser ist, dennoch großmütig beantwortete. So der Plan. Doch dummerweise versäumte unser Diagnose-Funker, den alten Vorspann des Beitrags an die neue Marschrichtung anzupassen. Das ist peinlich. Denn Diagnose-Funk outet sich dort jetzt unbekümmert selbst als einer der bösen Buben, die versuchen, die Studien um das Reflex-Programm unglaubwürdig zu machen:

[...] werden neue Fragen aufgeworfen, welche Prof. Franz Adlkofer auf unsere und weitere Anfragen hin beantwortete.

Meiner Erfahrung nach ist der Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk völlig schmerzfrei, was die unveränderte Beibehaltung fehlerhafter Beiträge angeht. Mit einer Berichtigung zu Lebzeiten der Beteiligten ist daher nicht zu rechnen. In diesem Fall: Gut so.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Anfrage, Diagnose-Funk, Unseriös, Strolche, Adlkofer, Trittbrettfahrer, Ex-Tabaklobbyist, Geschäftsführer, Lobbyverein, Berichtigung, Dinger, Fragenkatalog


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