Träge und überhebliche Mobilfunker abstrafen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 23.04.2016, 16:26 (vor 1307 Tagen)

Einst versuchten ein paar deutsche Mobilfunkgegner den BOS-Funk "Tetra" als veraltete Technik zu stigmatisieren, um die Bevölkerung gegen Tetra-Funk zu mobilisieren. Der Plan scheiterte, von den geplanten rund 4500 Basisstationen an etwa 4.300 Standorten waren Mitte April diesen Jahres 4490 Basisstationen in Betrieb. Damit sind nahezu 99 Prozent der Fläche Deutschlands funkversorgt. Aktuell sind über 630'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Netz registriert.

Da Mobilfunkgegner von Technik wenig verstehen und auch nicht mit Kreativität gesegnet sind, versucht sich jetzt wieder einer mit einem ähnlichen Ansatz in Szene zu setzen. Der schlaue Det antwortet auf die alles andere als neue Feststellung, das Datenaufkommen verdopple sich alle 12 Monate, mit einer aus meiner Sicht reichlich einfältigen Prognose:

Denn nach Angaben der Swisscom verdoppelt sich das mobile Datenvolumen, das Kunden durch Surfen, Streamen und Downloads mit ihren Smartphones generieren, etwa alle zwölf Monate.

Dieser Hinweis belegt, dass die Swisscom und alle anderen Mobilfunkanbieter am Ende der Fahnenstange angelangt sind. Der prognostizierte Anstieg des Datenvolumens hat bereits ein gigantisches Ausmass angenommen, das mit der bisherigen Dynosauriertechnologie schlicht nicht mehr zu bewältigen ist. Mit ihren bereits getätigten Investitionen in diese überholte Technologie, haben sich die Mobilfunker selber in eine Sackgasse manövriert. Der Markt wird nach flexiblen Alternativen verlangen und die trägen und überheblichen Mobilfunker abstrafen.

Als ob die Mobilfunker nicht besser wüssten, was auf sie zukommt und wie sie diese Probleme, die heute Herausforderungen heißen, meistern. Das dumme Prognose-Geschwätz vermeintlich wissender Mobilfunkgegner aus dem Dunstkreis von Diagnose-Funky ist hinlänglich bekannt, da wird von VLC gefaselt, von Glasfaseranschlüssen und von einem wunderbaren Kleinzellennetz in St. Gallen. Als ob die Mobilfunker auf die seichten "Ratschläge" von Dilettanten angewiesen wären. Das sind sie selbstverständlich nicht, denn sie haben qualifizierte Ratgeber, forschen an 5G und 6G und wissen selbstredend auch alles über Miniwatt I und Miniwatt II, womit der eine oder andere technisch ambitionierte Mobilfunkgegner noch heute glaubt, überraschend punkten zu können.

Hintergrund
Datenaufkommen verdoppelt sich alle 12 Monate

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
BOS, TETRA, Kleinzellen, Glasfaser, VLC, St.-Gallen


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