Gärzeit unbequemer Wahrheiten: 60 Jahre (Allgemein)

H. Lamarr, München, (vor 7448 Tagen)

Es wäre so schön einfach, wenn jede von einem Wirtschaftsunternehmen finanzierte Studie bei unbequemen Resultaten einfach still und heimlich aus dem Verkehr gezogen würde (Stichwort: Ecolog-Studie). Aber so ist es nicht. Denn einem Bericht der Münchener Boulevardzeitung tz zufolge gibt die Dresdner Bank ihre Nazi-Schuld jetzt offen zu. Die Bank soll laut einer eigenen Studie an der Verfolgung und Ermordung europäischer Juden wesentlich stärker beteiligt gewesen sein als bislang eingeräumt wurde. So habe seinerzeit der gesamte Vorstand eng mit den Nazis kooperiert.

Schade nur, dass mehr als 60 Jahre vergehen mussten, bis die Bank zu ihren Sünden der Vergangenheit steht. Wenn diese Frist zum Maßstab wird, werden es die meisten von uns nicht mehr erleben, sollten die Großen der Mobilfunkbranche eines Tages zugeben müssen, die vielen warnenden Hinweise zu Beginn dieses Jahrhunderts nicht ernst genug genommen zu haben.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Gärzeit unbequemer Wahrheiten: 60 Jahre

Helmut Breunig, (vor 7448 Tagen) @ H. Lamarr

Denn einem Bericht der Münchener Boulevardzeitung tz zufolge gibt die Dresdner Bank ihre Nazi-Schuld jetzt offen zu.

Welchen Beitrag zur Entschädigung hat die Dresdner Bank wann geleistet?

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Gärzeit unbequemer Wahrheiten: 60 Jahre

H. Lamarr, München, (vor 7448 Tagen) @ Helmut Breunig

Welchen Beitrag zur Entschädigung hat die Dresdner Bank wann geleistet?

Machen Sie sich lieber erst gar keine Hoffnungen auf Entschädigung ...

Seit Jahren beobachten die in Osteuropa lebenden Juden, wie die Deutschen immer mehr Geld für "künstlerische Wettbewerbe" zum "richtigen" Gedenken an den Holocaust ausgeben. Von den Denkmälern und auch von dem Berliner "Mahnmal für die ermordeten Juden Europas" haben sie jedoch nichts. Die kleinen Summen, die sie in den letzten Jahren über sogenannte Versöhnungsstiftungen erhalten haben, sind beschämend gering. Im Durchschnitt sind es einmalige Zahlungen in Höhe von 500 bis 1.000 Mark. Damit sind drei bis vier Jahre Zwangsarbeit abgegolten, oder auch ein zerstörtes Leben im Ghetto oder Konzentrationslager.

Auszug aus: http://www.hagalil.com/archiv/98/02/p-wiedergut.htm

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Gärzeit unbequemer Wahrheiten: 60 Jahre

Helmut Breunig, (vor 7448 Tagen) @ H. Lamarr

Machen Sie sich lieber erst gar keine Hoffnungen auf Entschädigung ...

Nein, wirklich nicht!
So war es auch nicht gemeint.
Aber Ihre Parallele ist doch bemerkenswert.

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