Bürgerschaftswahl HH: BUND-Mobilfunkgegner quälten Politiker (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 20.02.2015, 00:38 (vor 1586 Tagen)

In Hamburg betreibt der BUND einen Arbeitskreis Mobilfunk. Eben dieser hat anlässlich der jüngsten Bürgerschaftswahl (15.02.2015) einigen in der Hansestadt zur Wahl stehenden Parteien acht Fragen gestellt, wie sie mMn nur verknöcherten weltentrückten Mobilfunkgegnern nach kollektivem Hirnen unter Zufuhr etlicher Bierchen/Likörchen einfallen können. Hier die schönsten Kostproben:

Frage 3: Auf der Referenzdatenbank der WHO sind inzwischen mehr bei mehr [sik!] als 40 Studien Risiken zu WLAN nachgewiesen. Zu welchem Standpunkt gelangen Sie, wenn Sie diese Situation einbeziehen?

Frage 6: In der Hamburger Innenstadt sollen überall offene WLAN-Hotspots aufgebaut werden. Dies wird zu einer steigenden Strahlenbelastung für alle Bürger führen, auch für diejenigen, die das WLAN selbst nicht nutzen. Wie sollen Sie das Vorsorgeprinzip gewährleisten?

Frage 7: Bei einer wachsenden Zahl von Mitbürgern stellen die hohen Belastungen durch Hochfrequenzen, Handy, Smartphone, WLAN usw. ein gesundheitliches Problem dar. Wie würden Sie dieses Problem aus politischer Ebene lösen? Würden Sie Schutzzonen oder Schutzgebiete für die sensiblen Menschen einrichten? Würden Sie sich bei den zuständigen Stellen dafür einsetzen, dass EHS als Krankheit anerkannt wird?

Frage 8: Wären Sie bereit, sich im Rahmen der Gesundheitsvorsorge in Hamburg für ein Mobilfunkvorsorgekonzept zur Eindämmung der unkontrolliert zunehmenden Strahlenbelastung einzusetzen?

CDU und SPD haben auf den Fragenkatalog nicht geantwortet. Wahrscheinlich waren diesen beiden Volksparteien die Fragen zu belanglos oder blöd, was ich gut nachvollziehen kann.

Vier Parteien haben geantwortet:

Doch so richtig froh wird der Arbeitskreis um Ellen Kruse über keine der Parteien geworden sein, denn die Antworten waren entweder nichtssagend oder (für mich) unerwartet objektiv. Die "Piraten" gaben z.B. auf Frage 8 die Antwort:

Die wissenschaftliche Datenlage lässt derzeit nicht erkennen, dass ein solches Programm erforderlich wäre.

Gut geantwortet, ihr Störtebekers :waving:.

Die ausgewiesen letzte Anti-Mobilfunk-Partei Deutschlands, die ödp, trat zwar in Hamburg zur Wahl an und erzielte dort immerhin 0,4 Prozent der Stimmen. Der AK Mobilfunk des BUND HH aber hatte die ödp nicht auf dem Schirm, sie bekam die acht Fragen gar nicht erst vorgelegt.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
BUND, Lobbyismus, Hamburg, Arbeitskreis, Aerztekammer


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