Kannibalisierung unter den Mobilfunkern (Allgemein)

H. Lamarr, München, (vor 7476 Tagen)

Auszug aus einer idw-Pressemeldung, die einem kalte Schauer über den Rücken jagt bei dem Gedanken, was sich die Netzbetreiber zur besseren Auslastung ihrer Netze einfallen lassen könnten.

In Deutschland hielten sich bis vor einigen Monaten bei den Mobilfunk-Gesprächsgebühren sehr hohe Preise. Diese resultieren nicht zuletzt aus hohen Subventionen für Endgeräte, die mit immer neuen Ausstattungsmerkmalen den Umsatz der Kunden steigern sollten - eine Fehlkalkulation. Das Angebot von O2 und Tchibo ließ im Herbst 2004 erstmals aufhorchen, inzwischen hat vor allem E-Plus seine Strategie darauf ausgerichtet, einer Vielzahl spezialisierter Mobilfunkanbieter Netzkapazität zur Verfügung zu stellen - E-Plus Geschäftsführer Dirks hat das Wort "Kannibalisierung" in seinem Unternehmen verboten. Prinzipiell sollen virtuelle Netzbetreiber eine Reihe von Nischen bedienen, so sind etwa Fußball-Bundesligavereine, Banken oder Fernsehsender als Mobilfunkanbieter für ihre Stammkundschaft denkbar. Derzeit stehen jedoch vor allem die Billigmarken im Vordergrund. Auch T-Mobile verkauft Netzkapazität an Discounter, etwa an die Mobilcom-Tochter Klarmobil aus Büdelsdorf, während O2 und Vodafone sich sehr zurückhalten bzw. gar nicht beteiligen.

Quelle: Klaus P. Prehm, Pressesprecher der Uni Augsburg, anlässlich der 6. Konferenz Mobile Commerce - Technologien und Anwendungen (MCTA 2006).
http://idw-online.de/pages/de/news144441

Nachricht: Newsletter V. Hartenstein

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Eintrag gesperrt
990 Views

RSS-Feed dieser Diskussion