Adlkofer:UMTS-Studie wegen fehlender Verblindung zurückziehen (Forschung)

Alexander Lerchl @, Sonntag, 10.08.2014, 20:00 (vor 1920 Tagen)

Die UMTS-Studie aus dem Jahr 2008 (Schwarz et al., Int Arch Occup Environ Health) war ja von allen Autoren (bis auf Niels Kuster) zurückgezogen worden. Erstaunlicherweise kann sie immer noch zitiert werden, da die Herausgeber bis heute nicht entsprechend gehandelt haben, da die Retraktion wiederum zurückgezogen wurde.

Interessant ist die Email von Adlkofer (Seiten 3 und 4) an Prof. Schütz, Rektor der Medizinischen Universität Wien, vom 22. Mai 2008, wegen der dort angegebenen Begründung:

"... mit der Rücknahme der UMTS-Publikation* bin ich deshalb einverstanden, weil der Anspruch, dass die Ergebnisse unter Blindbedingungen erhalten wurden, nicht aufrecht erhalten werden kann. Bei zahlreichen Vorträgen habe ich betont, dass die Verblindung bei der Auswertung der Daten die wichtigste Voraussetzung dafür ist, ob die Ergebnisse als glaubwürdig gelten können. Um mir selbst treu zu bleiben, muss ich deshalb anerkennen, dass an der Rücknahme der UMTS-Publikation kein Weg vorbeiführt."

Hat sich daran etwas verändert? Nein, die Codes der Exposition waren von der technischen Assistentin (E. Diem / Elisabeth K.) fein säuberlich ins Laborbuch eingetragen worden, da sie diese durch das Drehen eines Knopfes an der Expositionsapparatur leicht ermitteln konnte, so wie im Handbuch beschrieben.

[Admin: *) Ursprünglichen Schreibfehler berichtigt am 12.08.2014]

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Tags:
UMTS-Studie, Wien, Adlkofer, Laborantin, Wissenschaftsskandal, Kuster, Diem, Laborbuch, Expositionskammer, Verblindung, Rücknahme, IT’IS Foundation


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