40 Verkehrstote wegen telefonierenden Autofahrern (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 11.01.2014, 02:40 (vor 2454 Tagen)

Eine Alarmmeldung des sogenannten "Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein" fand im November 2013 unter anderem Niederschlag bei elektrosmognews.

Hoffnungsvoll heißt es dort:

Weitere Informationen, Medienmitteilungen, Diskussion/Kommentare zum Thema finden Sie unter nachfolgendem Link

Der Link führt zu einem völlig allein gelassenen Beitrag im hese-Forum. Auch nach mehr als zwei Monaten gibt es dort keine Spur von weiteren Informationen, Medienmitteilungen, Diskussionen/Kommentaren.

Woran mag das liegen? Aus meiner Sicht versandete die Alarmmeldung, weil das krampfhafte Dramatisieren selbst belangloser Begebenheiten durch hysterische Mobilfungegner kaum noch Publikum findet, nicht einmal mehr in den eigenen Kreisen. Wer den Text der Meldung unvoreingenommen liest, kann zudem schon nach wenigen Zeilen erkennen, hier ist jemand auf Manipulationskurs.

Den Quatsch systematisch zu analysieren lohnt die Mühe nicht, denn es gibt von der schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) etwas Kompetentes und zudem erlösend Unaufgeregtes aus dem Jahr 2011:

BFU-Faktenblatt 07: Unaufmerksamkeit und Ablenkung (PDF, 17 Seiten, deutsch).

Dieses Faktenblatt macht deutlich, Telefonieren während der Fahrt ist ein beträchtliches Risiko und daher aus gutem Grund in vielen Ländern dem Fahrzeuglenker ohnehin verboten. Von der Dramatik, die der sogenannte Dachverband der Mobilfunkgegner versprüht, ist in der kundig gemachten Broschüre nichts zu spüren, denn Handys am Steuer sind längst nicht die einzige Quelle für Unaufmerksamkeit und Ablenkung.

Die sinnfreien Aktionen dieser schweizerischen Mobilfunkgegner sind mMn ein ständiges Ärgernis. Statt Stuss zu verbreiten hätte der "Dachverband" einmal positiv auffallen können, indem er eine vernünftig formulierte öffentlich zu zeichnende Petition auf die Beine gestellt hätte, vielleicht sogar länderübergreifend. Mit der die Politik aufgefordert wird, mehr gegen das vermeintliche Kavaliersdelikt zu unternehmen, z.B. nach dem Muster der Kampagnen gegen das Rauchen, ergänzt um empfindlich teure Bußgelder. Daraus hätte sich erstmals etwas Positives entwickeln können, wenn die Petition von allen sogenannten Dachverbänden der Szene aktiv gefördert worden wäre und die Vereinsmeier Weisung bekommen hätten zu versuchen, angesehene Mitstreiter ins Boot zu holen (ADAC, pol. Parteien, Kinderschutz, Krankenkassen, Kirchen ...).

Diese Chance wurde vergeben, wie ich meine zugunsten eines blassen Selbstdarstellers.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Zerrbild, Schweiz, Verkehr, Unfall, Manipulationskurs, Alarmmeldung


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