Verstrahlt durch Nachbarn: Budzinski lässt grüßen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 28.08.2013, 11:14 (vor 3449 Tagen)

My Home is my (faradayscher) Käfig!

Nach dieser Devise glaubt Ex-Verwaltungsrichter und Mobilfunktechniklaie Budzinski schon seit Jahren, das Innere von Wohnungen dürfe von extern erzeugten Funkwellen nicht durchdrungen werden. Mit dieser fixen Idee, die im Widerspruch zum deutschen Telekommunikationsgesetz steht, tritt der Mann seither auf Veranstaltungen von Mobilfunkgegnern auf.

Der Gigaherz-Präsident sieht den Sachverhalt leicht anders, immerhin gäbe es für Rundfunk und Mobilfunk staatliche (nicht stattliche) Versorgungsaufträge. Diese aber hätten unmittelbare Nachbarn, die einem die Wohnung "verstrahlten", nicht, und deshalb werde sich Gigaherz "mit aller Kraft" dafür einsetzen, dass für die Verstrahlung durch Nachbarn neue Grenzwerte definiert werden.

Das tapfere Schneiderlein! Es hat wieder eine neue Höhle entdeckt, und das Schwert schon gezogen.

Lieber Hans-Ueli, geh' lieber einen Schritt zur Seite, die Höhle, sie könnte ein Zugtunnel sein.

Überleg' doch mal: Grenzwerte berücksichtigen die biologische Wirkung von EMF auf Lebewesen, egal wer oder was die Emission verursacht. Eine Differenzierung der Emissionsquellen in "staatlich legitimiert" und (fieser) "Nachbar" wird deshalb garantiert niemals kommen, deine Überlegung stimmt vom Grundsatz her nicht. Du kannst dein Schwert also getrost wieder einstecken. Schone deine Kräfte, du wirst sie anderweitig noch gut gebrauchen können.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Faradayscher Käfig, Verwaltungsrichter a. D. Budzinski


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