Verschwörungstheorien: Was Faktenleugner bewegt (Forschung)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 07.05.2013, 22:10 (vor 2410 Tagen)

Auszug aus einem "Spiegel-Artikel" über Verschwörungsfans:

Ablehnung von Wissenschaft ist nicht das Gleiche wie Skepsis [...]. Die Ablehnung passiert ohne Blick auf die Faktenlage. Die Skepsis dagegen fußt auf Fakten und hilft damit letztendlich auch, wissenschaftliche Theorien zu verbessern.

Starke Befürworter des freien Marktes sind eher Klimawandelleugner und lehnen auch andere wissenschaftliche Theorien häufiger ab - das bestätigte die Auswertung. Die Forscher schreiben von einer "Laissez-Faire-Ideologie, die jede wissenschaftliche Entdeckung ablehnt, die behördliche Maßnahmen nach sich ziehen könnte" - etwa das Einführen von CO2-Zertifikaten.

Ein weiteres Ergebnis: Wer Verschwörungstheorien anhing, sah auch den Klimawandel eher als reine Erfindung der Forscher an und tat die wissenschaftlichen Fakten ab. "Das Ergebnis zeigt, dass der generelle Hang, eine beliebige Zahl von Verschwörungstheorien zu glauben, Menschen dafür prädisponiert, vollkommen unabhängige wissenschaftliche Fakten komplett abzulehnen", schließen die Forscher.

Dieses Verhalten aufzubrechen, ist schwierig - das schreiben auch die Psychologen. Schließlich werde jeder Beleg, der gegen die Verschwörungstheorie vorgebracht wird, als Beleg umgewertet, dass die große Verschwörung existiert.

Eine Idee ist daher, sich eher an die Leute zu richten, die noch nicht einer Verschwörungstheorie Glauben schenken, als an jene, die schon restlos überzeugt sind und daher sowieso keine Argumente mehr gelten lassen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Verschwörung, Psychologen, Psychologie, unabhängige Wissenschaft


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