Erkenntnishorizonte der Ideologen (Allgemein)

Lilith, Samstag, 26.01.2013, 15:48 (vor 3602 Tagen) @ Doris

Die Kosten ignorierter Warnsignale - EEA veröffentlicht "Späte Lehren aus frühen Warnungen, Band II"

Man liest dort "Die wichtigsten Empfehlungen", wie zum Beispiel diese:

Komplexität "anzuerkennen" -richtiger wäre: verstehen zu lernen-, ist das Urthema der Wissenschaft. Wären Dinge und Abläufe auf der Welt nicht komplex, dann hätte es nie irgendeiner Forschung bedurft.

Jedoch ist auch Komplexität selbst komplex. Letztlich landet man bei der Frage nach dem Anspruch der Wissenschaft an sich selbst im philosophischen Diskurs.

Ob nun ausgerechnet eine durch bürokratische und lobbyistische Interessen beeinflusste "Europäische Umweltagentur" diesen moderieren sollte? Erbarmen. Lieber nicht. In dieser Welt ist auch heute bereits viel zuviel ideologische Erregtheit am Wirken.

Selten beschreiben Ideologen ihren schmalen und düsteren Erkenntnishorizont so treffend, wie es durch diesen Satz geschieht.

Davor möchte man glatt für einen Moment stille verharren und ehrfürchtig den Hut ziehen.

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Man kann dem britischen Premier Cameron in diesen Tagen durchaus ein Stück weit folgen in seiner Kritik an zu teurer und ineffizienter EU-Bürokratie. Jedenfalls, wenn man solcherart ideologisch gefärbte Bekanntgaben einer "Europäischen Umweltagentur" lesen muss. Es stecken ein rüder Machtanspruch und pure Ideologie dahinter, wenn sich eine aus Steuergeldern finanzierte Organisation anmaßt, "die Wissenschaft" zu irgendetwas aufzufordern.

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Ideologie


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