Ein Volk von Stotterern (Allgemein)

shimra, (vor 7592 Tagen)

Sagt mal, sind bei euch oben die Moderatoren auch kaum mehr in der Lage , einen vollständigen Satz ohne zu stolpern hinzukriegen. - Ich muss mich furchtbar anstrengen , den Inhalt bei Sprechern aus Radio und Fernsehen noch mitzukriegen . Was vor Jahren noch wie Butter rüberkam , müssen wir uns heute durch angestrengte Konzentration und akustische Entzifferung verständlich machen . Falsche Betonung , unnatürlicher Rhytmus im Sprechen , Schrilligkeit
in der Tonlage , abgeflachte Ausdrucksfähigkeit , wie mit der Peitsche angetrieben und alle paar Sätze ein Versprecher, dazu die angespannt fühlbare Ueberdrehtheit und das Peinlichkeitsgefühl der (Ver)Sprecherperson. Das alles macht die akustische Aufnahme von Medieninformation in neuester Zeit zu alles anderem als einem Vergnügen , ganz unabhängig von dessen Inhalt(!!) Ueberdrehte Sprecher, überdrehte Lehrer, überdrehte Schüler ... hält die grosse Masse der Zuhörer diese neuen Umstände vielleicht für trendy , oder verleidet und überfordert sie die Hochtourigkeit bald einmal ?? ( Oder kriegt sie einfach nicht mehr viel mit ?- Bei den Schülern ist die Sache klar , wenn die Lehrer anfangen wie die Radio-und Fernsehsprecher zu vermitteln , hört kein Kind mehr zu ! Das Charisma geht verloren , bei soviel Stress.
shimra

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Ein Volk von Stotterern

H. Lamarr, München, (vor 7591 Tagen) @ shimra

Sagt mal, sind bei euch oben die Moderatoren auch kaum mehr in der Lage , einen vollständigen Satz ohne zu stolpern hinzukriegen.

Ich nehme mal an, dass Sie mit "bei euch oben" Norden, also das Land meinen, dessen Gespickte "bei euch unten" so gerne ihre Kohle zwischen den Bergen verstecken.

Nein, Shimra, Ihre Beobachtung kann ich so nicht bestätigen. Der Bayerische Ministerpräsident und kommende Bundeswirtschaftsminister zum Beispiel hat die angesprochenen Sprachfehler schon vor der Einführung des Mobilfunks gehabt. Andererseits hat der Chef der GFK-Konsumforschung sich kürzlich irritiert darüber gezeigt, wie bierernst die deutschen TV-Sender selbst noch die dritte Nachkommastelle der von der GFK ermittelten Einschaltquoten analysieren und für Entscheidungen heranziehen täten. Da kann einem Moderator schon mal die Luft wegbleiben wenn er sich stotternderweise vor Augen hält, dass er stotternd nicht auf 1,007 %, sondern nur auf 1,006 % Quote kommt.

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Ein Volk von Stotterern

shimra, (vor 7591 Tagen) @ H. Lamarr

Sagt mal, sind bei euch oben die Moderatoren auch kaum mehr in der Lage , einen vollständigen Satz ohne zu stolpern hinzukriegen.


Ich nehme mal an, dass Sie mit "bei euch oben" Norden, also das Land meinen, dessen Gespickte "bei euch unten" so gerne ihre Kohle zwischen den Bergen verstecken.

Nein, Shimra, Ihre Beobachtung kann ich so nicht bestätigen. Der Bayerische Ministerpräsident und kommende Bundeswirtschaftsminister zum Beispiel hat die angesprochenen Sprachfehler schon vor der Einführung des Mobilfunks gehabt. Andererseits hat der Chef der GFK-Konsumforschung sich kürzlich irritiert darüber gezeigt, wie bierernst die deutschen TV-Sender selbst noch die dritte Nachkommastelle der von der GFK ermittelten Einschaltquoten analysieren und für Entscheidungen heranziehen täten. Da kann einem Moderator schon mal die Luft wegbleiben wenn er sich stotternderweise vor Augen hält, dass er stotternd nicht auf 1,007 %, sondern nur auf 1,006 % Quote kommt.

Ich rede aber nicht von Sprachfehlern , aber ernsthaft, fällt euch das nicht auf . Ich mein , dass Kinder , Schüler, grösste Lese- und Verständnisschwierigkeiten haben bei Bestrahlung ist so gut wie erwiesen. Bei uns ist es aber wirklich auch bei den Erwachsenen so , vielleicht seid ihr da oben ( im Norden mein ich ) ja sprachlich noch etwas gewandter und auch durch Mikrowellen nicht so schnell aus dem Konzept zu bringen. -- Ich finde es nur noch sackpeinlich und die Sprecher(innen) machen dann jeweils immer ein Witzli nach dem Versprecher , schliesslich sollte es einem , ist das der Beruf, nicht alle paar Sekunden passieren.
Und wie war das noch bei eurer neuen Kanzlerin, die die Parteien verwechselt hat? - Natürlich , je höher der Druck, je grösser die Chance , aber das artet langsam aus.
shimra

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Ein Volk von Stotterern

H. Lamarr, München, (vor 7590 Tagen) @ shimra

Ich mein , dass Kinder , Schüler, grösste Lese- und Verständnisschwierigkeiten haben bei Bestrahlung ist so gut wie erwiesen.

Wirklich? das ist mir in dieser Deutlichkeit bisher noch nicht begegnet. Wenn Sie zur Bestätigung zufällig eine Internet-Quelle parat haben, dann bitte posten.

... vielleicht seid ihr da oben ( im Norden mein ich ) ja sprachlich noch etwas gewandter und auch durch Mikrowellen nicht so schnell aus dem Konzept zu bringen.

Eher nicht. Goethe ist ja schon tot. Und seither machen sich sprachlich eher Degenerationserscheinungen bemerkbar in der Gestalt von Geiz ist geil oder Deutschlands meiste Kreditkarte oder da werden Sie geholfen - um nur ein paar der popo-leersten Vertreter zu nennen.

Ich finde es nur noch sackpeinlich und die Sprecher(innen) machen dann jeweils immer ein Witzli nach dem Versprecher , schliesslich sollte es einem , ist das der Beruf, nicht alle paar Sekunden passieren.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass wir seit Monaten aus technischen Gründen nur noch ORF1/2 empfangen. Das hat dem sozialen Frieden in der Familie nachweislich gut getan. Den Erwachsenen können die vielen Hiobsbotschaften nicht mehr auf den Magen schlagen, die Werbung verfehlt ihr Ziel (also bleibt uns mehr Geld), die Kinder lesen wieder und sogar die Neons im Aquarium leuchten wieder stärker ;-) Kein Scherz: Kommunikationstechnisch leben wir, von ein paar Ausnahmen abgesehen, wie vor 100 Jahren (als die Dorfnachrichten noch der Knaller waren) - und sind selbst davon überrascht, dass es höchst angenehm ist, kein Zwangsmitglied in der so genannte Informationsgesellschaft mehr zu sein. Probieren Sie's doch auch einmal, Shimra: Lassen Sie die Moderatoren getrost vor sich hinstottern, es ärgert Sie nicht, wenn die Glotze ausgeschaltet bleibt. Wetten, dass Sie in spätestens sieben Tagen stolz auf sich sein werden?!

Und wie war das noch bei eurer neuen Kanzlerin, die die Parteien verwechselt hat? - Natürlich , je höher der Druck, je grösser die Chance , aber das artet langsam aus.

Da war auch noch die liebenswerte Kleinigkeit mit Brutto und Netto. Mit so einem Quatsch muss sich eine Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland aber nicht aufhalten, dafür gibt's bei uns ein Heer von Drei-Wetter-Taft-Consultants. Die machen das dann schon.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Ein Volk von Stotterern

shimra, (vor 7590 Tagen) @ H. Lamarr

Ich mein , dass Kinder , Schüler, grösste Lese- und

Verständnisschwierigkeiten haben bei Bestrahlung ist so gut wie erwiesen.

Wirklich? das ist mir in dieser Deutlichkeit bisher noch nicht begegnet.
Wenn Sie zur Bestätigung zufällig eine Internet-Quelle parat haben, dann
bitte posten.

Ich arbeite mit Kindern und kann täglich die Probe aufs Exempel machen. Dect einschalten - stotterhafter Lesefluss- dect ausschalten - flüssigeres entspanntes Lesen - dect einschalten ...! Es berichten genug Kollegen von gleichen Schwierigkeiten mit ihren Schülern, auch wenn die nicht alle die Möglichkeit haben , den Test zu machen.


Ich finde es nur noch sackpeinlich und die Sprecher(innen) machen dann

jeweils immer ein Witzli nach dem Versprecher , schliesslich sollte es
einem , ist das der Beruf, nicht alle paar Sekunden passieren.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass wir seit Monaten aus technischen
Gründen nur noch ORF1/2 empfangen. Das hat dem sozialen Frieden in der
Familie nachweislich gut getan. Den Erwachsenen können die vielen
Hiobsbotschaften nicht mehr auf den Magen schlagen, die Werbung verfehlt
ihr Ziel (also bleibt uns mehr Geld), die Kinder lesen wieder und sogar
die Neons im Aquarium leuchten wieder stärker ;-) Kein Scherz:
Kommunikationstechnisch leben wir, von ein paar Ausnahmen abgesehen, wie
vor 100 Jahren (als die Dorfnachrichten noch der Knaller waren) - und sind
selbst davon überrascht, dass es höchst angenehm ist, kein Zwangsmitglied
in der so genannte Informationsgesellschaft mehr zu sein. Probieren Sie's
doch auch einmal, Shimra: Lassen Sie die Moderatoren getrost vor sich
hinstottern, es ärgert Sie nicht, wenn die Glotze ausgeschaltet bleibt.
Wetten, dass Sie in spätestens sieben Tagen stolz auf sich sein werden?!


Ist an sich schon eine gute Idee mit dem Abschalten . Medienabstinenz ist in dieser prekären Zeit für mich aber nicht abngesagt , mich intressiert zu sehr, was da überall abgeht und wann die Menschheit endlich gedenkt, aufzuwachen . Sowohl im TV als am Radio kann man doch sehr gut seine Beobachtungen machen, wohin sich die Sache entwickelt . Wenn Sie natürlich nichts davon konsumieren , können Sie meine Wahrnehmungen auch nicht bestätigen .- Es geht nicht darum , ob ich mich ärgere oder nicht , das tue ich nämlich nicht aus Gründen der Bequemlichkeit wegen etwa erschwertem Konsumvergnügen , sondern weil es für mich der Spiegel für die Auswirkungen der Funkbelastung auf unser Hirn ist .
gruss shimra

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