Jounalistenkontaktvermittlung (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 14.02.2012, 13:41 (vor 4445 Tagen) @ H. Lamarr

Eine der beiden neuen Vorständlerinnen ist Barbara Domberger, die jetzt, wie so viele Extrem-EHS vor ihr, den Weg in die Medien gefunden hat.

Der Artikel über Frau Domberger, wie mag er wohl zustande gekommen sein? Wie findet eine Journalistin "einfach so" zu einer überzeugten Elektrosensiblen, die sich auf Urlaub mit ihrem Wohnmobil in einer Schlucht des Wehratals versteckt hält?

Nein, die Journalistin fand nicht zufällig zu Frau Domberger, sie bekam einen Tipp. Der Tippgeber schrieb uns gestern wegen der Kommentare zu dem Artikel an, der Betreff seiner E-Mail, "Warum diese Hetze?", nahm deren Inhalt vorweg. Meine Antwort geriet ziemlich lang, ich wollte, dass der Frager auch einmal die andere Sicht aufs IZgMF zur Kenntnis bekommt. So weit, so gut. Doch heute dann die Enttäuschung: Der Schreiber bedankte sich artig für meine ausführliche Antwort, die ihn positiv überrascht habe. Auch ihm ginge es darum esoterische Märchen und plausible physikalische Annahmen sauber zu trennen. Nur, dazu reichte er dann ausgerechnet den Link auf eine Website über einen "Jungbrunnen", in meinen Augen ist dieses nasse Lebenselixier freilich nichts anderes als frisches gutes Wasser. In München ist ein Kubikmeter davon für 1,48 Euro (netto) zu haben, das ist erheblich preisgünstiger als die Produkte auf der Website des Jounalistenkontaktvermittlers.

Den Namen des Mannes möchte ich nicht preis geben, er ist in der Mobilfunkdebatte kein Zentralgestirn, allerdings auch kein Unbekannter.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
, Stadtrat, Lörrach


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