Nocebo-Effekt: Wenn die Erwartung krank macht (Forschung)

Doris @, Mittwoch, 23.11.2011, 19:28 (vor 2943 Tagen)
bearbeitet von Doris, Mittwoch, 23.11.2011, 19:45

Nocebo-Effekt: Wenn die Erwartung krank macht

In einer aktuellen Studie der Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf und Mainz gelang es, den sogenannten „Nocebo-Effekt“ auf das Schmerzempfinden nachzuweisen. Bislang wurde dieser Effekt von vielen für pure Einbildung gehalten, während sich der Placebo-Effekt schon in etlichen Studien bestätigt hat.

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Link zum Volltext der Studie

Die Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf hat darüber bereits vor einem Jahr in einer Pressemitteilung berichtet.
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passend zu dieser aktuellen Mitteilung:

Generaldirektion Gesundheit & Verbraucher: Kernaussagen für die zukünftige Risikobewertung von EMF

Am 16./17 November 2011 veranstaltete die Europäische Kommission (EC) in Brüssel eine internationale wissenschaftliche Konferenz zum Thema elektromagnetische Felder (EMF) und Gesundheit. Ziel der Veranstaltung war die wissenschaftliche Diskussion über die verbleibenden Unsicherheiten in der Forschung zu EMF und Gesundheit und die Entwicklung von Strategien zur Klärung der noch offenen Fragen. Basierend auf dem Input des Wissenschaftlichen Lenkungsausschusses der Konferenz stellt die Generaldirektion „Gesundheit & Verbraucher“ der EC in ihren Health and Consumer e-News vom 22.11.2011 die folgenden wichtigen Kernaussagen für die künftige Risikobewertung von EMF heraus:

Forschung ist die treibende Kraft für die Risikobewertung.

Die Höhe der Strahlenexposition (Dosimetrie) und die Expositionsabschätzung sind die wesentlichen Quellen von Unsicherheit in der Forschung zu EMF und Gesundheit.

Der Nocebo-Effekt (eine negative Wirkung, die durch die Vorstellung oder Überzeugung, dass etwas schädlich ist, verursacht wird) ist ein wesentlicher Faktor für Elektrohypersensibilität.

Die Epidemiologie (Fall-Kontroll-Studien) ist die wichtigste Quelle für Hinweise zu möglichen gesundheitsschädlichen Auswirkungen von EMF (z. B. Leukämie, Gliome). Allerdings werden diese Befunde bisher nicht durch andere Belege bestätigt.

http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/dyna/enews/enews.cfm?al_id=1198
Auf Anfrage teilten uns die Organisatoren der Konferenz mit, dass die Präsentationen in Kürze online zur Verfügung stehen.

Quelle: WIK-EMF-Brief Nr. 65 vom 23.11.2011


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