Wissenschaftlichem Fehlverhalten entgegenwirken (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 11.09.2005, 22:22 (vor 5974 Tagen)

Wissenschaftlichem Fehlverhalten entgegenwirken

Neuer "Ombudsman der DFG" hat die Arbeit aufgenommen

Autorschaftsstreitigkeiten, Plagiatsvorwürfe, mangelnde Sicherung wissenschaftlicher Daten und Forschungsbehinderung gehören zu den Schattenseiten wissenschaftlichen Arbeitens. Als Anlaufstelle für Fragen guter wissenschaftlicher Praxis hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 1999 das Gremium "Ombudsman der DFG" eingerichtet, das allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern offen steht. Das Gremium hat nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit seine Aufgaben an die drei neu berufenen Mitglieder übergeben.

Der neue Ombudsman besteht aus der Sprecherin, der Biowissenschaftlerin Professor Ulrike Beisiegel, Hamburg, dem Rechtswissenschaftler Professor Wolfgang Löwer, Bonn, und dem Naturwissenschaftler Professor Siegfried Hunklinger, Heidelberg. Das Gremium wird nicht nur die Bearbeitung der stetig wachsenden Zahl von Anrufungen fortführen, sondern auch neue Aufgaben angehen. "Wir wollen die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis noch stärker im Bewusstsein der Wissenschaftsgemeinschaft verankern", sagt Beisiegel über ihre Ziele.

In diesem Zusammenhang wollen die drei Ombudspersonen die Prävention stärken und insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs über die Regeln der Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis informieren und für das Problem sensibilisieren. Die sachliche Richtigkeit aller wissenschaftlichen Ergebnisse und die strikte Ehrlichkeit im Umgang mit den Beiträgen anderer Forscherinnen und Forscher sollte das Wissenschaftssystem prägen. Das Gremium wird auch versuchen, die aktuelle Situation der Ombudstätigkeit in Deutschland zu erfassen und zu dokumentieren. Zusätzlich sollen die Ombudsgremien insgesamt sichtbarer gemacht werden. Beisiegel betont zum Antritt der neuen Tätigkeit: "Bewusste Fälschungen können diese Gremien nicht verhindern. Kritische Begutachtungen und Anzeigen aus den Universitäten und Forschungseinrichtungen sollten sie jedoch weitgehend aufdecken und stark reduzieren."

Quelle und Volltext: Pressemitteilung 52/2005 der DFG

Weiterführende Informationen

Die Internetseite des Ombudsman finden Sie unter
www.rrz.uni-hamburg.de/dfg_ombud/

Die "Empfehlungen zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis" sind abrufbar unter
www.dfg.de/aktuelles_presse/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_0198.pdf

Und: Jeder dritte Forscher am Rande der Legalität

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Wissenschaftliches Fehlverhalten, Beisiegel


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