Die schrecklich nette Seilschaft (Allgemein)

Gast, Montag, 21.03.2011, 07:18 (vor 4340 Tagen)

Im übertragenen Sinn wird eine mehr oder weniger große Gruppe von einander „verbundenen“ Personen eine „Seilschaft“ genannt, meist mit abwertendem Beiklang. Sie fördern sich gegenseitig und häufig unabhängig von Leistung z. B. in ihrer Karriere (in Politik – wie z. B. der sog. Andenpakt in der CDU – und Wirtschaft). Als Seilschaft werden vorzugsweise die Beziehungsgeflechte der anderen, beispielsweise des politischen Gegners, bezeichnet, die nicht durch offene Mitgliedschaft, sondern verborgene Beziehungen verbunden sind.

Die eigenen Verbindungen zwecks Erlangung persönlicher Vorteile werden gerne Netzwerk genannt, die beteiligten Personen Netzwerker und die Tätigkeit netzwerken oder networking. Andererseits gibt es eine wesentliche Unterscheidung: Seilschaft stehe für gegenseitige Unterstützung, unabhängig von einer bestmöglichen Eignung für eine Aufgabe, während Netzwerk auf letztere abziele.

Historisch sorgen Seilschaften etwa nach dem Zusammenbruch politischer Systeme - wie der Monarchie 1918, dem Nationalsozialismus 1945, dem Faschismus in Italien, Spanien und Portugal, dem Kommunismus in Osteuropa oder den zahllosen Diktaturen überall in der Welt - immer wieder für das Wohlergehen ehemaliger Aktivisten unter den veränderten Bedingungen. Im Extremfall werden sie dabei von ausländischen Regierungen bzw. Geheimdiensten unterstützt, etwa die sogenannten Rattenlinien nach dem Zweiten Weltkrieg. Quelle: WIKIPEDIA

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Filz, BUND, ödp, Diagnose-Funk, Vetternwirtschaft, Seilschaft, Verbraucherorganisation, Ko-Ini, Verein, Netzwerk, Knotenpunkt, Mitgliedschaft, Diktatur, Spezlwirtschaft, Rattenlinien


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