Auskunftfreudige Senderkarte in den USA (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 27.12.2010, 19:48 (vor 3832 Tagen) @ H. Lamarr

According to www.antennasearch.com, there are 76 wireless transmission base station towers located within one mile of The White House

Auf die Schnelle konnte ich nicht herausfinden, ob Antennasearch ein kommerzieller Dienst ist oder etwas amtliches wie die EMF-Datenbank der BNetzA. Die Details von Antennasearch erschließen sich einem nicht auf Anhieb. Wenn man die Adresse eines Ortes in den USA eingibt, kommt zunächst eine Liste mit Sendemasten (auch geplanten) und Antennen zum Vorschein, bei meinem Probebesuch blieb die Liste mit den Masten zwar leer, bei den Antennen war aber dann was geboten, wie folgende Meldung zeigt:

Alert! 113 Antennas found within 4.00 miles of Lodi, California, United States

Wieso die Meldung mit "Alarm!" beginnt bleibt allerdings völlig unklar und deutet darauf hin, dass Antennasearch mit seinen 1,957 Mio. Datensätzen ein privatwirtschaftlich angebotener Dienst ist. Auf der Homepage der Seite heißt es, man könne mit den Daten alles mögliche anstellen, etwa um die Netzabdeckung durch den Provider der Wahl zu prüfen oder private/wissenschaftliche Forschung anzustellen, nur der eigene Ideenreichtum setze die Grenze. Immobilienmakler könnten Kunden anhand der Datenbank zum Beispiel je nach Anforderung gut oder schlecht mit Funkdiensten versorgte Immobilien zur Auswahl anbieten.

Wird jetzt einer der 113 Standorte in der Liste angeklickt öffnet sich ein neues Fenster, das eine metergenaue Satellitenaufnahme des Standorts zeigt und in Textform allerlei Informationen zu diesem Standort preisgibt, etwa Betreiber der Antennen, Ansprechpartner, E-Mail-Kontaktadresse, mit der Anlage realisierten Funkdienst (z.B. Mobilfunk), Stationskennung, Standortkoordinaten, Errichtungsdatum, Mastenhöhe, Anzahl Sender, Sendefrequenzen, Sende- und Strahlungsleistung. Das ist deutlich mehr, als die BNetzA den Bundesbürgern zugesteht wobei anzumerken ist, dass von den Amerikanern die oben genannten Informationen keineswegs immer lückenlos gegeben werden. Eines aber hat bei meinem Probesuch immer funktioniert, die metergenaue Anzeige der Stelle, wo der Standort sein sollte. Die Datenbank der Amerikaner eignet sich damit zum genauen Lokalisieren von Senderstandorten, etwas was die BNetzA mit eine künstlich beaufschlagten Ungenauigkeit ihrer Standortanzeige von ungefähr ±80 Meter gezielt verhindern will und mit Datenschutz begründet.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Netzabdeckung, Senderkarte


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