Mobilfunk in Stadtbergen: Keine Immissionskarte (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 29.11.2010, 21:50 (vor 3247 Tagen)

Diesmal hat es nicht geklappt!

Eine Gemeinde in Bayern ging (vorerst) nicht auf das Angebot eines "unabhängigen" Stadortplaners ein (Umweltinstitut München), der diesmal keine Planung für Positivstandorte anbot, sondern - und das ist neu - eine Immissionskarte für das komplette Ortsgebiet. Eine mMn ebenso gute wie überflüssige Idee, etwa so sinnvoll wie eine Karte, aus der die Wahrscheinlichkeit von Meteoreinschlägen in Stadtbergen ersichtlich ist. Da von Sendemasten bei Licht besehen hartnäckigerweise noch immer keine Gefahr ausgehen will, müssen deren Immissionen auch nicht flächendeckend kartiert werden, zumal die Leute mit DECT und W-LAN hauseigene Quellen von Funkfeldern haben, die in der Kartierung nicht enthalten wären. Das Angebot von Herrn Ulrich-Raithel ist deshalb in meinen Augen reine Geldschneiderei, das Geld dafür besser in eine Bücherei oder in einen Kinderspielplatz investiert.

So, und hier nun der Auszug des Artikels aus der Augsburger Allgemeine

Mobilfunk: Keine Kartierung

Stadtbergen. Bereits gebaut wurde der Mobilfunkmast bei Deuringen, um dessen Standort die Stadt Stadtbergen viele Monate gerungen hat. Dennoch bleibt die Strahlenbelastung durch Mobilfunk nach wie vor ein Thema, welches den Stadtrat beschäftigt.

Nun stand ein Vorschlag zur Debatte, den Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut München ausgearbeitet hatte. Dieses hatte die Stadt in den Verhandlungen mit dem Funkbetreiber O2 beraten. Seine Offerte belief sich auf eine Immissionskarte. Mit deren Hilfe könnte die Strahlenbelastung für jedes Haus in Stadtbergen erkannt werden. Auf diese Weise werde die Diskussion über neue Antennenanlagen versachlicht. „Ohne solche Karten sehen die Bürger das Umfeld jeder Antenne als Gefahr“, betonte Ulrich-Raithel.

Bürgermeister Dr. Ludwig Fink verwies darauf, dass Stadtbergen „mit einem Milliwatt meilenweit unter dem gesetzlichen Grenzwert von 10 000 Milliwatt“ liege.

Der Stadtrat einigte sich schließlich in nicht öffentlicher Sitzung, bei der es um die Auftragsvergabe an das Umweltinstitut ging, darauf, erst einmal abzuwarten. Erst wenn die Auswirkungen künftiger neuer Funkverfahren erkennbar sind - so erklärte Fink nach der nicht öffentlichen Entscheidung auf Anfrage, soll noch einmal über die Erstellung einer Immissionskarte diskutiert werden.

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Hintergrund
Maximaler Profit mit minimaler Funkstrahlung

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Umweltinstitut München, Blendwerk, Stadtrat, Immissionskarte


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