Kirchen sind Verbündete der Mobilfunkkritiker (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 06.03.2005, 18:54 (vor 7717 Tagen) @ H. von Medinger

Nimmt man die Forschungsergebnisse von Reflex-, TNO-, Salford Studie oder Naila Studie (u.v.a.m.) ernst und fordert man dann die Kirchen dennoch dazu auf, sich mit dieser, was die Gesundheit der Bevölkerung betrifft, menschenverachtenden Technologie zu arrangieren, dann scheint sich zu bestätigen, daß nur wenige Menschen die Geschichte nutzen, um aus ihr etwas abzuleiten. Wenn der Verfasser darüber einmal nachdenkt, könnte es sein, daß er die Schuldzuweisungen, die er der Diözese Linz wegen ihres Pauschalverbotes macht, als einseitig und unüberlegt erkennt.

Lieber Herr von Medinger, am liebsten würde ich mich mit Ihnen am heiligen Berg zu Andechs mal darüber unterhalten, bei einem leckeren Andechser natürlich, welch schlimme Folgen ungezügelter Alkoholgenuss auch bei Gerstensaft aus klösterlichen Sudkesseln nach sich ziehen kann ;-). Oder bekämpfen Sie etwa die Andechser Mönche bereits ebenso vehement wie uns?

Und was Linz anbelangt, so beantworten Sie mir doch bitte die Frage: Wenn der Kirchtum tabu ist, obwohl es der laut einer Immissionsprognose unstrittig gesundheitsverträglichste Standort gewesen wäre, und wenn deshalb auf irgendeinem niedrigeren Nachbarhaus der Gegend der Mast ersatzweise aufgestellt wird (möglicherweise sind jetzt, weil tiefer gelegen, auch zwei nötig), das würden Sie dann als Erfolg der Linzer Kirchenpolitik sehen wollen? Aus meiner Sicht wäre das eine krasse Fehleinschätzung, denn wegen der Verweigerungshaltung der Kirche stehen die Masten nun tatsächlich dort, wo sie ganz bestimmt mehr Schaden anrichten als oben im Glockenturm.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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