Warum berufliche Exposition höher sein darf (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 28.01.2010, 20:12 (vor 5878 Tagen)

Lange Zeit habe ich mich gewundert, warum bei den Grenzwerten unterschieden wird zwischen Allgemeinbevölkerung und beruflicher Exposition. Die Ärmsten, die beruflich EMF ausgesetzt sind, müssen maximal das 5-fache von dem aushalten (EMF), was Privatleute maximal aushalten müssen.

Wieso ist das so, es erscheint auf den ersten Blick doch völlig daneben und ungerecht?!

Leicht zu finden ist die Begründung für die unterschiedlich hoch bemessene Exposition erstaunlicherweise jedoch nicht, wer mag kann ja mal danach googlen. Allerdings ist die Begründung auch nicht spekatakulär, nur einleuchtend:

Für die Allgemeinbevölkerung gelten deshalb niedrigere Grenzwerte, weil in dieser Personengruppe auch anfälligere Risikogruppen enthalten sind (Alte, Kranke, Kinder), die bei Berufstätigen fehlen. Außerdem ist bei beruflicher Exposition in aller Regel nach höchstens acht Stunden Feierabend und der Körper hat dann 16 Stunden Zeit zur Regeneration an einem unbelasteten oder schwächer belasteten Ort. Bei Privatleuten kann von so einem regelmäßigen Ortswechsel nicht ausgegangen werden, schlimmstenfalls bleibt einer tagaus tagein am selben Fleck.

((Randnotiz: Ist Ihnen aufgefallen, dass ich oben "googlen" anstelle von "suchen" geschrieben habe? Nein? Na prima, dann ist dies ein großer Marketingerfolg für Google! Was aber wenn einer lieber mit "Bing", "Yahoo", "Lycos" oder "Alta Vista" sucht? Schwer vorstellbar, dass Sie mit "bingen" oder "lycosen" etwas anzufangen gewußt hätten. Also werde ich mich nicht länger ahnungslos vor den Google-Karren spannen lassen, auf "googlen" fürderhin verzichten und reumütig zum "suchen" zurückkehren. Manchmal merkt man es gar nicht mehr, dass man hemmungslos Schleichwerbung betreibt. Dies gilt mMn auch für nicht wenige EHS und Sendemastengegner, auch die ziehen, ohne es zu wissen, die Karren anderer.))

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Warum berufliche Exposition höher sein darf

charles ⌂ @, Donnerstag, 28.01.2010, 21:58 (vor 5878 Tagen) @ H. Lamarr

((Randnotiz: Ist Ihnen aufgefallen, dass ich oben "googlen" anstelle von "suchen" geschrieben habe? Nein? Na prima, dann ist dies ein großer Marketingerfolg für Google! Was aber wenn einer lieber mit "Bing", "Yahoo", "Lycos" oder "Alta Vista" sucht? Schwer vorstellbar, dass Sie mit "bingen" oder "lycosen" etwas anzufangen gewußt hätten. Also werde ich mich nicht länger ahnungslos vor den Google-Karren spannen lassen, auf "googlen" fürderhin verzichten und reumütig zum "suchen" zurückkehren. Manchmal merkt man es gar nicht mehr, dass man hemmungslos Schleichwerbung betreibt. Dies gilt mMn auch für nicht wenige EHS und Sendemastengegner, auch die ziehen, ohne es zu wissen, die Karren anderer.))

Ja, das ist der Unterschied zwischen eine Firmanamen und eine Produktnamen.
Ein Neffe von mir ist ein bekannter *Industrial Designer.*
Die Firma Faam (Süsswaren) spendete viel geld an Werbung für ihre Pepermunt, aber hatte wenig Erfolg. Er hatte sein bericht auf die Hinterseite einer Briefmarke geschrieben.
Faam (Hersteller) machter Werbung für *Pepermunt*, aber wenn man das Publikum fragt nach *Pepermunt* antwortten die mit *King* (Produktnamen) der Hersteller Tonnema (völlig unbekannt beim Publikum.
So kennen wir ein Vespa (ein Scooter), ein Cola, ein Pils (Bier), usw, wo der Produktnamen hängen geblieben ist, und wofür es nun mehrere Hersteller gibt.

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Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

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