Expositionsrätsel (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 27.01.2010, 18:51 (vor 5262 Tagen) @ charles

Es kann natürlich sein dass er wartet bis Doris einen Excerpt gemacht hat.:yes:

Vielleicht könnten Sie mir in der Zwischenzeit mal kurz erklären was es mit "passivem Vermeidungsverhalten" (passive avoidance behaviour) und der "Morphologie des Hippocampus" (hippocampal morphology) so auf sich hat, warum gerade dies untersucht wurde. Ich kann damit nämlich so derart wenig anfangen, dass ich noch nicht mal für mich selber sagen kann, ob diese Studie denn nun überhaupt Beachtung verdient oder nicht.

Etwas eigentümlich finde ich die Exposition durch 50 vergebliche Anrufe/Stunde aufs Ratten-Handy. Da bekanntlich der Abstand zur Emissionsquelle im Nahfeld dramatische Bedeutung für die Stärke der Exposition hat, kommt es wohl auf die Käfiggröße an, um abschätzen zu können, wie die Tierchen tatsächlich exponiert wurden. Schlimmer als beim Menschen, der sich ein Handy direkt an den Kopf hält, kann es jedoch nicht gewesen sein. Oder doch? Für eine Ratte ist die Exposition durch ein wenige Zentimeter entferntes Handy keine Teilköper-Exposition mehr, sondern schon Ganzkörper-Exposition - und dafür gelten erheblich niedrigere Grenzwerte. Möglicherweise ist die Exposition also völlig daneben (realitätsfern), nämlich stark gepulstes Handy-Signal mit Ganzkörper-Einwirkung in einer möglicherweise weit über Grenzwert liegenden Stärke.

Halten wir also mal wieder sicherheitshalber fest: Auch diese Studie passt nicht ins Magazin der Sendemastengegner.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Nahfeld, Teilkörperexposition, Ganzkörper-SAR


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