Inkompetente EU-Gutachter? (Forschung)

H. Lamarr @, München, Freitag, 08.01.2010, 22:29 (vor 3618 Tagen)

[Hinweis: Nach Prüfung bzgl. Verbotsbehauptung wieder frei gegeben am 16.12.2011]

Folgende Passage findet sich auf der Website der Stiftung Pandora (Franz Adlkofer u. a.). Es geht dort um das Reflex-Nachfolgeprojekt "Morphorad", dem Gutachter der EU eine beantragte Finanzierungshilfe verweigerten. Prof. Adlkofer lässt in dem Text anklingen, was er von den Gutachtern hält ...

Die externen Gutachter der EU-Kommission schlugen vor, das Projekt, welches sie mit 12,5 von 15 möglichen Punkten bewerteten, zu fördern. Entsprechend ihrem Urteil ist der Forschungsplan wissenschaftlich korrekt und lässt einen signifikanten Fortschritt gegenüber dem heutigen Stand des Wissens erwarten. Das Konsortium betrachten sie als breit angelegt und sehr ausgewogen und die Zuordnung der Aufgaben halten sie für komplementär und gut verteilt. Hellhörig machte uns die Aussage der Gutachter, wenn jemals Erkrankungen des Zentralnervensystems teilweise der Benutzung von Mobiltelefonen zugeschrieben werden sollten, so wird die Quote minimal sein, weil diese Verbindung sonst durch epidemiologische Studien längst aufgedeckt worden wäre. Mit dieser wissenschaftlich unhaltbaren Feststellung ließen sie ernsthafte Zweifel an ihrer Kompetenz aufkommen.

Die Überlegung, dass gesundheitlich relevante Effekte des Mobilfunks, wenn es überhaupt welche geben sollte, klein sein müssen, sonst hätte man längst schon auf ihre Spuren stoßen müssen - diese Überlegung habe ich schon öfters gehört und sie erscheint mir auch plausibel. Und in einem Reuters-Interview am 16. Dezember 2004 sagte Prof. Adlkofer noch selber, er glaube nicht, dass das Risiko - falls vorhanden - groß sei. Jetzt aber sagt er, die Überlegung sei wissenschaftlich unhaltbar. Warum? Was ist daran so falsch?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Alzheimer, Finanzierung, Gutachten, Befangen, Mophorad, Stiftung-Pandora, Inkompetent, Ex-Tabaklobbyist, EU-Geld, Konsortium, Laienöffentlichkeit, Nachfolgeprojekt


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