Handy: 20 Wissenschaftler warnen vor Risiken (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 23.06.2008, 00:37 (vor 4786 Tagen)

20 Wissenschaftler warnen vor Gefahr durch Handys In der Sonntagsausgabe der Zeitung "La Libération" warnen zwanzig internationale Wissenschaftler vor der Gefahr durch Handys, insbesondere für Kinder unter zwölf Jahren. Der Aufruf, der von David Servan-Schreiber, einem Psychiatrieprofessor der Universität Pittsburgh, koordiniert wurde, beinhaltet unter anderem eine Liste mit zehn Empfehlungen. So sollten Kinder unter zwölf Jahren nur im Notfall Handys benutzen, Freisprecheinrichtungen oder Lautsprecher sollten benutzt werden, während das Handy einen Abstand von mindestens einem Meter zum Körper haben sollte. Die Wissenschaftler empfehlen, lieber per SMS zu kommunizieren, weil dadurch die Dauer der Exposition verkürzt wird. Sie weisen daraufhin, dass es keinen gesicherten Beweis für die Schädlichkeit der Mobiltelefone gibt, aber es existiere das Risiko, dass die Geräte bei langfristiger Exposition die Krebsbildung fördern. Zu den Unterzeichnern gehören zum Beispiel Dr. Bernard Asselain, Leiter der Krebsbiostatistik am Institut Curie, Franco Berrino, Direktor der Abteilung für Präventivmedizin am nationalen Krebsinstitut in Mailand, Dr. Thierry Bouillet, Direktor des Instituts für Radiotherapie der Klinik in Bobigny, sowie Jacques Marilleau, ehemaliger Physiker der Atomenergiebehörde Frankreichs. http://www.liberation.fr, http://afp.google.com

Vor diesem Hintergrund erinnert die französische Behörde für Umwelt und Gesundheit (Agence française de sécurité sanitaire de l'environnement et du travail, AFSSET) an ihre Empfehlungen aus dem Jahr 2005. Da weiterhin ungeklärt sei, ob die direkte Exposition des Kopfes in Mobilfunkstrahlung gesundheitliche Auswirkungen zeigt, sollte am Vorsorgeprinzip festgehalten werden, so die AFSSET. Die Behörde empfiehlt zum Beispiel, dass die Provider ihre Kunden über Leistung, SAR-Werte der Geräte etc. informieren und Tipps geben, wie die Strahlung vermindert werden kann. Eltern und Jugendlichen sollten ausführliche Informationen zur Verfügung gestellt, Messprotokolle erstellt, automatisch Freisprechanlagen mitgeliefert, Kinder und Jugendliche nicht durch spezielle Werbekampagnen angesprochen werden etc. http://www.afsset.fr (In Französisch)

Die französiche Académie de Médecine hat den Appell der Wissenschaftler kritisiert. Der Krebsspezialist Thierry Bouillet, ist einer der Ärzte, die Behauptungen der Wissenschaftler zurückweist. Seiner Auffassung nach könne man aufgrund des wissenschaftlichen Kenntnisstandes im Augenblick keine definitive Aussage zu einem Zusammenhang zwischen Mobiltelefonie und Krebs machen. http://www.connexionfrance.com

Quelle: FGF-Infoline vom 20.6.2008

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
FGF, Headset, Freisprecheinrichtung, Pittsburgh


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