Steiermark für strenge Limits bei Handy-Strahlung (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 22.03.2008, 13:58 (vor 5429 Tagen)

Wer glaubt, hier ginge es um Handy-Strahlung, der erlebt eine kleine Osterüberraschung.

Kurios: Die steirischen Grünen sehen in der Unterlassungsklage gegen Dr. Oberfeld den Versuch, einen Kritiker mundtot zu machen. Für mich ist dies, wenn es wirklich so sein sollte, die offene Inkompetenzerklärung der steirischen Grünen. Da wird einmal mehr nur das nachgeplappert, was andere vorplappern. In solchen Fällen hilft eine Grenzbetrachtung mit umgekehrten Vorzeichen. Wie wohl hätten die steirischen Grünen reagiert, wenn statt Oberfeld die Betreiber die besagte Studie gemacht hätten, zuerst kein höheres Krebsrisiko der Anwohner gefunden worden wäre - und dann Oberfeld dahintergekommen wäre, dass überhaupt kein Mast an Ort und Stelle gewesen war. Da müssen wir nicht 3-mal raten. Nein, da wäre der Teufel los! Und die einschlägigen Frontleute würden sich (zu recht) überschlagen und es aller Voraussicht nach nicht bei einer Unterlassungsklage belassen, sondern mit aller Kraft die öffentlich-mediale Hinrichtung der vermeintlichen Übeltäter betreiben. Alles wäre also so wie jetzt, nur eben mit umgekehrten Vorzeichen.

Aus meiner Sicht zeugt es nur von gottgegebener Einfalt, nicht ergebnisoffen den Ausgang der Unterlassungsklage abzuwarten, sondern noch vor der Beweisaufnahme einer der beiden Streitparteien bereits unlautere Motive zu unterstellen. Sollte die Geschichte zugunsten Oberfelds ausgehen, ist die Reaktion der steirischen Grünen vorhersehbar: Wir haben's ja gleich gesagt ... Im umgekehrten Fall gehe ich davon aus, dass betretenes Schweigen einkehrt. Auch dies wäre vorhersehbar, denn dies wäre die gewohnte Reaktion, dann wird eben einfach auf den nächsten Mobilfunk-Medienkracher gewartet, denn bis dahin ist sicherlich Gras über die Sache gewachsen und außerdem: a bisserl was bleibt ja immer hängen, ned wahr.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Oesterreich, Einfalt


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