UMTS-Lizenzen: Kein Rabatt für Telekom (Allgemein)

Kuddel, Dienstag, 04.03.2008, 21:38 (vor 5451 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Dienstag, 04.03.2008, 22:04

Ein vom späteren wirtschaftlichen Erfolg der UMTS-Technologie enttäuschter Aktionär der Telekom meinte, der Bund habe das Unternehmen dazu veranlasst, einen unangemessen hohen Preis zu bezahlen.

Das ist die eine plausible Erklärung.
Eine zweite ist, daß die Telekom bewußt den Preis hochgetrieben hat, um die aufkeimende Konkurenz zu ersticken.
Die Dritte, daß die Spitzenmanager eine Spielkasino-Mentalität haben, aber nicht einmal einen Dreisatz rechnen können.

Auch ohne die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Bund hätte daher "ein ordentlicher und gewissenhafter Vorstand der Telekom" die Lizenzen erworben.

Da würde mich interessieren, wie der "ordentliche und gewissenhafte Vorstand" denn die Investitionen von...
- 8,25 Milliarden für Lizenzen (ca 100Euro pro Bundesbürger incl Greisen und Säuglingen)
- zuzüglich Kosten für Netzaufbau und Unterhalt (sagen wir nochmal 4Mrd)
- zuzüglich Marketingkosten (subventionierte Handy's)
- zuzüglich der laufenden Kapitalkosten (Zinsen) über mehrere Jahre, bis überhaupt Gewinne realisiert werden können (marktreife UMTS Handy's gab's noch gar nicht)
... jemals wieder erwirtschaften wollte ?

Mit Bildchenkram auf 4cm² ?
Man hatte ja noch nicht einmal ein Geschäftsmodell.
Stattdessen es gab Ideenwettbewerbe, wo die potentiellen Kunden selber Anwendungs-Vorschläge manchen sollten.
Mobilcom-Schmidt glaubte an die Jugend, welche für 2,40DM / Minute per UMTS Musik hören sollte.

Die wahren Hintergründe werden auf immer ein Mysterium bleiben...


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