Dr. Stöcker an alle: Dialog mit BUM Gabriel (Allgemein)

Gast, Donnerstag, 17.01.2008, 00:33 (vor 5237 Tagen)

Bundesverband Elektrosmog e.V.
im Haus des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
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Januar 2008

Gemeinsamer Dialog der Mobilfunkkritiker mit Umweltminister Gabriel


Liebe Betroffene, sehr geehrte Initiativen,

Anfang September 2007 hat (laut dem BUND-Bundesarbeitskreis) Umweltminister Gabriel Vertreter der Umwelt-Spitzenverbände nach Bonn eingeladen und mit diesen beschlossen, "eine Initiative zu starten, um alle organisierten bundesdeutschen Mobilfunkkritiker (BIs) in einen gemeinsamen und dauerhaften Dialog mit den politischen und gesellschaftlich verantwortlichen Kräften zu bringen".

Dies hörten wir voll Freude und hoffen auf einen großen Schritt nach vorne, zumal das Bundesumweltministerium in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau vom 3. August 2007 in Rahmen einer Vorsichtsmaßnahme "weg vom Funk und zurück zum Kabel" rät. Außerdem ist auch der Bundesverband Elektrosmog e.V. davon überzeugt, dass wir nur gemeinsam eine Besserung von Umwelt und Gesundheit erreichen können und bemühen uns seit Jahren um einen Verbund der BIs sowie um Gespräche auch mit den Entscheidungsträgern, welche wir auch führen.

Bereits am 25. September 2007 erging eine entsprechende Einladung an 16 bekannte Initiativen durch Prof. Dr.-Ing. Wilfried Kühling, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des BUND. Er schrieb: "Wir sind überzeugt davon, dass derzeit nur in einem offenen Dialog Bewegung in der Mobilfunk-Sache erzielt werden kann. Dabei soll eine gemeinsame Perspektive für Initiativen und Verbände sowie Industrie und Politik entwickelt werden, welcher zukünftige Weg eingeschlagen werden sollte".

Herr Professor Kühling erklärte, dass der BUND mit großer Sorge beobachtet, "dass immer neue Meldungen über die gesundheitlichen Auswirkungen elektro-magnetischer Felder bekannt werden und trotzdem weitere neue Funknetze genehmigt werden". Diese seine Sorge hat uns allerdings erstaunt, da der BUND sowie die weiteren Umweltspitzenverbände (wie Greenpeace, Agenda 21, Verbraucherschutzverbände) die ganzen Jahre über zum Thema Elektrosmog geschwiegen haben, ähnlich wie auch die Kirchen.

Noch im Mai 2007 hat in einer Diskussion um den Wirkmechanismus elektromagnetischer Wellen am Bundesamt für Strahlenschutz Herr Professor Kühling selbst die Vorsitzende unseres Bundesverbandes, Frau Dr. Stöcker, immer wieder unterbrochen und die von ihr vorgetragenen schädlichen Effekte negiert. Wie kam es zu diesem Sinneswandel zwischen Mai und September? Oder haben wir sein Engagement falsch verstanden? Denn Herr Kühling schreibt weiter:

"Als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats und Mitglied des BUND-Bundesvorstandes werde ich mich persönliche in diesem Dialog engagieren. Unser Ziel ist, mit der Vorstellung der Ergebnisse des deutschen Mobilfunk-Forschungs-programmes (DMF) im April 2008 diese Forderung zu erheben und in den Dialog einzutreten."

Nun wissen wir aber bereits, dass bei dem DMF "wissenschaftlich nichts erwiesen wurde" und der Runde Tisch des DMF, dem auch Herr Kühling angehört, schon vor langer Zeit das Ergebnis: "Es besteht kein Handlungsbedarf" vorgeschlagen hat. Lediglich die Wissenschaftler sehen "weiteren Forschungsbedarf". Wie wird sich nun Prof. Kühling, als Vertreter des größten deutschen Umweltverbandes in den Dialog um den Mobilfunk einbringen?

Tatsächlich fand am 27. Oktober in der Nähe von Ingolstadt ein erstes Treffen von Bürgerinitiativen statt, um eine Vernetzung in Bayern vorzubereiten. Es waren einige Vertreter der Bürgerinitiativen anwesend, in der Hauptzahl jedoch Delegierte des BUND sowie der Agenda 21, die das Wort führten und mit großem Engagement darlegten, wie wichtig es sei, einen Verbund aufzubauen. Die BIs kannten sich unter einander. Von den Vertretern der großen Umweltverbände hatte man noch nie gehört; erstaunlich war jetzt ihr Einsatz. Man einigte sich darauf, dass im Februar 2008 ein Verein gegründet werden soll. Das Magazin Focus berichtete von diesem Treffen mit leichter Ironie (Focus 49/2007).

Kommentar: Der Bundesverband Elektrosmog e.V. freut sich über den von Bundesumweltminister Gabriel sowie von Prof. Dr.-Ing. Kühling vorgeschlagenen gemeinsamen Dialog zwischen Mobilfunkkritikern, Umweltverbänden und politisch und gesellschaftlich verantwortlichen Kräften. Allerdings nur dann, sofern die Diskussion der Wahrheit dient, ferner einer raschen Verbesserung von Umwelt und Gesundheit sowie dem Erhalt der Menschheit, des Klimas und des Planeten Erde schlechthin.

Es wird sicher nicht gelingen, die Bürger-Initiativen mit unter eine Schweigehaube zu ziehen. Dazu ist das Leid und mittlerweile der dadurch entstehende Druck an der Basis bereits zu stark. Jeder der sich in diese geplante Pyramide mit einklinkt, sorge bitte unter ständiger Beobachtung und individuellen Engagements für eine Minimierung elektromagnetischer Felder, für die Durchsetzung von Forderungen der Betroffenen und verhindere ein Hinhalten oder Verzögern unserer Problematik durch Fusionierung.

Laut Klimabericht der Vereinten Nationen haben wir nur noch 12 Jahre bis zum Klimakollaps, der Milliarden von Menschen das Leben kosten kann. Unsere Physiker und Techniker sind davon überzeugt, dass Elektrosmog zu einem großen Teil ursächlich an der Erderwärmung mit beteiligt ist. Die Menschen reagieren bereits seit Jahren mit ein4em massiven Anstieg von Zivilisationserkrankungen. Die Zeit läuft.

Dr. Birgit Stöcker,
1. Vorsitzende
Bundesverband Elektrosmog e.V.


Zur Vorbereitung auf den gemeinsamen Dialog empfehlen wir das Buch:
Birgit Stöcker, "Elektrosmog - eine reale Gefahr" ISBN 978-3-8322-6055-2. Es erklärt die verschiedenen Wirkmechanismen elektromagnetischer Felder und erbringt mehrmals den Beweis, dass "wissenschaftlich alles erwiesen ist".

Tags:
Werbung, Stöcker, Brief, Selbsthilfeverein, Agenda 21, Kühling


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