Franz Adlkofer sagte ... (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 04.11.2007, 19:59 (vor 5136 Tagen) @ Raylauncher

So so, unterhalb der Grenzwerte. Welche Grenzwerte sind denn damit gemeint?

Nun, ich gehe davon aus, dass er die Teilköperexposition der Bevölkerung mit max. 2 W/kg gemeint hat.

Mittlerweile sollte doch klar sein, dass die Feldstärken die zu einem positiven Ergebnis in den in vitro-Versuchen führten, deutlich oberhalb der Grenzwerte gemäß der 26. BImSchV bzw. den Empfehlungen von WHO und ICNIRP lagen.

Bei Reflex und der neuen UMTS-Studie von Prof. A. wurden DNS-Schäden ab 0,3 W/kg (GSM) und 0,05 W/kg (UMTS) beobachtet, beides also deutlich unter 2 W/kg. Kundi/Mosgöller sollen ebenfalls deutlich unter Handy-Grenzwert DNS-Schäden gefunden haben, genaueres dazu ist aber noch nicht publiziert worden.

Die Art und Weise, mit denen Franz Prof. A. argumentiert und seine Ergebnisse zu rechtfertigen versucht, erscheint (nicht nur) mir immer dubioser.

Wieso? Wenn Reflex tatsächlich 2-mal erfolgreich repliziert wurde und 1-mal nicht, der Grund für den Misserfolg aber offenbar gefunden ist, dann muss Prof. A. doch nicht versuchen zu rechtfertigen. Uns wurde doch immer erzählt, ein Studienresultat sei ohne erfolgreiche Replikation nicht viel wert. Jetzt wurde offenbar erfolgreich repliziert, sogar 2-mal, und jetzt passt es noch immer nicht? Wie oft muss Reflex denn noch erfolgreich wiederholt werden, damit das Ergebnis auch von Ihnen anerkannt wird?

Schon klar, dass Prof. A. seine Befunde mit in-vivo-Studien nachvollziehen möchte. Denn man muss wissen, dass es bezüglich der Kategorie von Studien und ihrer Gewichtung bei der Beurteilung von Risiken beträchtliche Unterschiede gibt. in vitro hat hierbei das niedrigste Gewicht!

Gut, dann ist Prof. A. ja in der richtigen Richtung unterwegs. Bleibt zu hoffen, dass er von der EU wieder Finanzmittel kriegt. Und was passiert Ihrer Einschätzung nach, wenn er auch bei in vivo fündig wird? Wäre dies ein zwingender Grund für eine schnelle weltweite Grenzwertsenkung (Handy) - oder müsste auch diese Studie dann abermals auf die Replikations-Achterbahn? Könnte doch gut sein, dass diese Fahrten dann insgesamt viel zu lange dauern, um zu verhindern, dass sich eine ganze Generation von Kindern/Jugendlichen - polemisch gesagt - in die vorzeitige Demenz telefonieren. Angesichts des trägen Verfahrensweges wäre dann doch durchaus die Schuldfrage zu stellen, damit wenigstens das Verfahren schnell und grundlegend geändert wird.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
DNA-Schäden, Adlkofer, ATHEM-Projekt, Kundi, Replikation, Mosgöller


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