Wie entwickeln sich ES-Kinder ohne ihre Eltern? (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 06.01.2009, 16:48 (vor 5928 Tagen)

Da das Glühlampenverbot der EU vor allem zugunsten von Energiesparlampen geht, warnt der Schlafforscher Dieter Kunz, Chefarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Berliner Charité, vor möglichen Gesundheitsrisiken. [Hinweis: Das Zitat entstammt diesem Posting, wegen Themenwechsel habe ich einen neuen Strang begonnen]

Da staune ich wieder einmal. Denn seit Jahren sitze ich Abend für Abend über mindestens 5 Stunden hinweg etwa 50 cm neben einer Schreibtischleuchte mit Energiesparlampe (11 W, Typ Osram Dulux S) - und fühle mich dabei pudelwohl. Einschlafprobleme habe ich so häufig wie einen 4er im Lotto und auch Depressionen wollen mich nicht plagen. Offenbar bin ich nicht nur gegen Korn-, NF-, HF- und Lager-Felder resistent, sondern auch noch gegen Energiesparlampen. Leute wie ich müssten für ES-Frauen bevorzugte Partner sein, damit wenigstens die gemeinsamen Kinder bessere Chancen auf unserer gefährlichen Welt haben. Das klingt jetzt nicht ganz ernst (ist es auch nicht), es gibt aber tatsächlich ein paar Familien (Tröster-Cederth, Kind, Griebl), bei denen ES anscheinend "generationsübergreifend" auftritt. Ein interessantes Thema, das meines Wissens hier noch nicht diskutiert worden ist. Denn wenn ich es richtig sehe, dann beginnt die Kette immer bei den Eltern betroffener Kinder und nicht bei den Großeltern. Was den Schluss zulässt, dass die Eltern den Kindern ihre ES "einreden".

Da wäre es wirklich informativ, zu erfahren, wie es denn solchen Kindern ergangen ist, nachdem sie größer und größer wurden und sich mehr und mehr dem Einfluss der Eltern entziehen konnten. Bei meinem letzten Kontakt mit Klaus Tröster schrieb er sinngemäß, dass nur noch seine Ehefrau stark unter ES leide, die anderen Familienmitglieder nicht mehr. Ich meine: auch so eine Entwicklung deutet eher auf eine psychische Stresssituation hin als auf eine physische. Auf jeden Fall wäre es ein nicht unwichtiges Puzzelteil. Denn es heißt doch immer, Kinder reagieren empfindlicher, ES-Kinder aber sind noch viel seltener als ES es ohnehin schon sind. Das passt nicht zusammen, oder?

--
Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Kinder, ES, Depression


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum