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<title>Forum Faktencheck Elektrosmog</title>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/</link>
<description>Faktenchecks von Behauptungen, die von Mobilfunkgegnern und Mobilfunkkritikern aufgestellt werden</description>
<language>de</language>
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<title>Green-Network-Index</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die Mobilfunkbranche möchte weltweit umweltverträglicher (grüner) werden. Zwar gibt es in der Branche bereits zahlreiche Indikatoren und Kennzahlen, doch fehlte bislang eine umfassende oder ganzheitliche Messgröße zur Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit. Glaubt man dem Branchenverband GSMA, ist die Lücke inzwischen geschlossen worden.</strong></span><br />
 <br />
GSMA Intelligence hat im vergangenen Jahr den Green-Network-Index (GNI) entwickelt. Darunter ist eine einzige Kennzahl im Wertebereich 0 bis 100 zu verstehen, welche die allgemeine Umweltverträglichkeit eines Mobilfunknetzwerks zusammenfasst und Entwicklungswege visualisieren will.<br />
       <br />
Dieser branchenweit größte Datensatz zur Umweltverträglichkeit beruht zur Zeit auf den Netzwerken von 46 Ländern mit neun Variablen pro Netzwerk – darunter Ressourcen- und Emissionseffizienz, Nutzung erneuerbarer Energien, Netzwerkleistung und Verfügbarkeit. GSMA will damit Netzwerkbetreibern helfen, Entwicklungsbereiche zu identifizieren, Verbesserungen zu messen, Einblicke zu gewinnen und sich an Standardkennzahlen zu orientieren.<br />
 <br />
<a href="https://www.gsmaintelligence.com/green-index"><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026040121103769cd89cdd052b.jpg" alt="[image]" width="760" height="462" /></a><br />
<strong>Karte des Green-Network-Index auf Länderebene</strong>: Je grüner, desto umweltverträglicher<br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: GSMA Intelligence</span><br />
 <br />
Der GNI versucht, auf der Grundlage der Variablen eine einzige übergreifende Bewertungszahl zwischen 0 und 100 zu liefern. GSMA Intelligence hat dazu die Daten der letzten zwölf Monate sowohl aus den Angaben der Betreiber als auch aus öffentlichen Quellen zusammengetragen. Die erfassten Netzbetreiber machen 32 Prozent der weltweiten Mobilfunkanschlüsse aus und bedienen weltweit fast 4,2 Milliarden Mobilfunkanschlüsse.<br />
 <br />
Die aktuelle (zweite) GNI-Studie ist die bislang umfassendste Initiative der Branche zur Messung der ökologischen Nachhaltigkeit von Telekommunikationsnetzen. Sie erstreckt sich auf 138 Netze in 46 Ländern und liefert über 2'000 Datenpunkte, um den Fortschritt sowohl auf Betreiber- als auch auf Länderebene zu bewerten.</p>
<p>Das Original der oben gezeigten GNI-Karte auf Länderebene ist <a href="https://www.gsmaintelligence.com/green-index"><span class="underline">hier</span></a> zu sehen. Jedem der momentan 46 teilnehmenden (grün markierten) Länder ist ein GNI-Index zwischen 0 und 100  zugeordnet, je höher der Wert ist, desto umweltverträglicher sind die Mobilfunknetze des Landes. Sichtbar wird dieser Index, sobald der Mauszeiger in das gewünschte Land bewegt wird. Deutschland z.B. hat den Wert 67 erreicht, Frankreich 64, die USA 65 und die Volksrepublik China 61. Die Russische Föderation belegt mit 26 derzeit den letzten Platz.</p>
<p>Ob die GSMA mit dem GNI eine belastbare Kenngröße erschaffen hat oder aber Greenwashing betreibt, ist für Außenstehende nicht erkennbar.</p>
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<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 21:36:51 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75509</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Frankreich: Weniger Sendeleistung für Zeichen der Zeit</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die staatliche französische Funknetzagentur ANFR hat die Sendeleistung des Langwellensenders im zentralfranzösischen Allouis weiter reduziert. Seit dem 31. März 2026 wird das Zeitzeichensignal nur noch mit 675 kW ausgestrahlt statt bisher mit 800 kW.</strong></span><br />
 <br />
Der Standort Émetteur d'Allouis ist kein gewöhnlicher Rundfunksender mehr: Seit dem Ende der France-Inter-Ausstrahlung 2016 dient er ausschließlich der Verbreitung der gesetzlichen Zeit via Funk (&quot;Temps légal français&quot;). Das Signal synchronisiert zahlreiche technische Systeme – von Bahninfrastruktur über Stromnetze bis hin zu öffentlichen Uhren.</p>
<p>Technisch bemerkenswert ist vor allem die Größenordnung: Selbst nach der Reduktion arbeitet der Sender noch im Bereich mehrerer hundert Kilowatt. Zum Vergleich: Ähnliche Zeitzeichensender im Ausland kommen mit deutlich geringerer Leistung aus. Hintergrund der aktuellen Maßnahme ist ein länger laufender Optimierungsprozess. Die Sendeleistung wurde bereits mehrfach schrittweise abgesenkt (von über 1 MW auf zunächst 800 kW), begleitet von Tests, die keine relevanten Empfangsprobleme zeigten. Eine fünfwöchige Testphase im Herbst 2024 ermöglichte die kontinuierliche Übertragung mit 675 kW ohne gemeldete kritische Störungen. Diese Ergebnisse wurden in einer zweiten Phase von Mai bis November 2025 bestätigt, die auch den Austausch eines Sendemastes umfasste.</p>
<p>Eine abschließende technische Validierungsphase, die auf Wunsch der Hauptnutzer zwischen Dezember 2025 und März 2026 durchgeführt wurde, beseitigte endgültig die verbleibenden Bedenken. Es wurden keine kritischen Störungen festgestellt, auch nicht nach einer vorübergehenden Rückkehr zur Nennleistung von 800 kW Ende 2025.</p>
<p>Die Entscheidung zur Sendeleistungsreduktion folgt einem klaren Trend: klassische Hochleistungssender werden zunehmend unter Effizienzgesichtspunkten betrieben oder zurückgebaut. Der Fall Allouis zeigt jedoch auch die Trägheit technischer Infrastrukturen. Obwohl moderne Alternativen (z.B. internetbasierte Zeitdienste) längst verfügbar sind, bleibt ein energieintensives, analoges System in Betrieb – offenbar aus Gründen der Robustheit und Kompatibilität mit bestehender Technik. Damit steht Allouis exemplarisch für ein Spannungsfeld, das auch in anderen Bereichen der Funktechnik sichtbar ist: zwischen historisch gewachsenen Systemen mit hoher Reichweite und neuen, effizienteren, aber weniger universellen Lösungen.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: <a href="https://www.anfr.fr/liste-actualites/actualite/a-allouis-la-puissance-de-diffusion-du-temps-legal-francais-revue-a-la-baisse">À Allouis, la puissance de diffusion du temps légal français revue à la baisse</a></p>
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<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 18:04:53 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75506</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Mit &quot;Mental Models&quot; den Strahlenschutz optimieren</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Bislang bestimmen die Informationsgeber, auf welche Weise die Bevölkerung über den Strahlenschutz informiert wird. Die Belange der Informationsnehmer werden dabei nicht systematisch berücksichtigt. Diese Schieflage will das Bundesamt für Strahlenschutz mit einem Forschungsvorhaben korrigieren.</strong></span><br />
 <br />
Ein wesentlicher Bestandteil des Strahlenschutzes ist es, die Öffentlichkeit über Strahlenwirkungen, Strahlenrisiken und ein adäquates Strahlenschutzverhalten zu informieren. Hierfür ist es entscheidend, die Kommunikation an der Art und Weise auszurichten, wie Rezipierende Strahlenthemen kognitiv erfassen und anordnen. Die Gestaltung und Vermittlung von Informationen zu Strahlenthemen, insbesondere deren inhaltliche Strukturierung und Verbindung, erfolgen bislang vor allem auf der Grundlage inhaltlich-fachlicher Einteilung aus Sicht des Strahlenschutzes. Zu Perspektiven aus der Bevölkerung werden dabei Annahmen auf Basis kommunikations- und sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse getroffen und umgesetzt.<br />
Falls die Informationsgestaltung und -vermittlung nicht den tatsächlichen Assoziationen und Relevanzen von Rezipierenden entspricht, kann dies auf deren Seite zu Missverständnissen und Fehlkonzeptionen führen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des Forschungsvorhabens, die auf Strahlung bezogenen Konzeptionen und kognitiven Strukturierungen von Rezipierenden zu erfassen und in Form von Mental Models darzustellen. Mental Models beschreiben die Art und Weise, wie Menschen Gegenstände und Informationen in ihrem Bewusstsein strukturieren. Sie sollen aufzeigen, wie Laien verschiedene Informationen zu (unterschiedlichen) Strahlenthemen anordnen und miteinander verknüpfen würden. Ob die Verknüpfungen richtig oder falsch sind, ist dabei zweitranging. Vielmehr soll das Verständnis von Strahlung auf diese Weise in Form von Mental Models erschlossen und visualisiert werden, um mehr darüber zu erfahren, wie sich Rezipierende das Thema Strahlung kognitiv erschließen.</p>
<p>Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, wie Informationen zum Strahlenschutz (zum Beispiel auf Webseiten von BMUKN und BfS, in Broschüren, Vorträgen, Pressearbeit, etc.) den Wahrnehmungen und Vorstellungen von Rezipierenden entsprechend besser sortiert, strukturiert und gestaltet werden können, um von diesen leichter erfasst und nachvollzogen werden zu können. Sie dienen Akteuren des Strahlenschutzes als wichtige Grundlage für die Informationsarbeit, um von einer Erläuterung von Strahlenschutzthemen „aus Innensicht“ zu einer stärkeren Orientierung an den spezifischen Wahrnehmungen und Denkmustern von Rezipierenden zu gelangen. So wird eine besser an die Perspektiven von Rezipierenden angepasste Strahlenschutzkommunikation ermöglicht.</p>
<p>Basierend auf den Mental Models entwickelt das Vorhaben Handlungsempfehlungen, die vom BfS und dem BMUKN als Orientierung zu einer stärker an den Perspektiven von Rezipierenden orientierten Gestaltung der Kommunikation genutzt werden können.</p>
<p>Grundlage für die Aufgabenwahrnehmung von BMUKN/ BfS ist nach Maßgabe des Strahlenschutzrechts der jeweils aktuelle Stand von Wissenschaft und Technik. Die vom BMUKN/BfS in Auftrag gegebenen Untersuchungen, Studien und Gutachten müssen daher vom vorliegenden Stand von Wissenschaft und Technik auf dem jeweils zu bearbeitenden Aufgabengebiet ausgehen.</p>
<p><strong>Quelle</strong>: Forschungsvorhaben 3626S72251 - &quot;Mental Models von Rezipient*innen - Wie ordnen Zielgruppen von Strahlenschutzinformationen ihr Wissen über Strahlung?&quot;</p>
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<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 10:06:32 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75500</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>So stark werden an Schulen Lehrer &amp; Schüler verstrahlt</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Weltweit haben Wissenschaftler jahrelang gemessen, wie stark Schüler und Lehrer in Schulen hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) ausgesetzt sind. Von frühen Studien zu 3G- und 4G-Netzen bis hin zu neueren Untersuchungen zu 5G haben Forscher Klassenzimmer, WLAN-Verbindungen und sogar ganze Schulgelände überwacht. <a href="https://youtu.be/lAijwVS4nD4">Dieses Video</a> fasst in 3:28 Minuten die Ergebnisse aus mehr als einem Jahrzehnt Forschung zusammen und zeigt, wie die HF-EMF-Exposition in Schulen weltweit untersucht und verstanden wurde. Auf Deutsch umstellen lässt sich das Video mit dem Menüpunkt <em>Audiotrack</em>, sobald man bei YouTube das Zahnradsymbol angeklickt hat.</p>
<p>Für überzeugte Mobilfunkgegner ist das Video leider verboten, denn eingestellt auf YouTube wurde es im November 2025 von der &quot;bösen&quot; Mobilfunkindustrie, genauer gesagt von deren Interessenvertretung Mobile &amp; Wireless Forum (MWF). Wer Gefallen an der komprimierten Informationsvermittlung gefunden hat, sie ist das Gegenteil der überdehnten Informationsvermittlung durch Mobilfunkgegner, findet beim MWF derzeit noch <a href="https://www.youtube.com/@MobileWirelessForum/videos">102 weitere Videos</a> zu konkreten Themen wie Funkbelastung in einem voll besetzten Sportstadion, heben 5G-Basisstationen die Funkbelastung wirklich an oder wie hoch ist die Funkbelastung bei einem Musik-Freiluftfestival. Ein Kontrastprogramm sind die <a href="https://www.youtube.com/channel/UCaUjwaosC-6QsUsNtjGTUvg/videos">derzeit 70 Videos</a> der selbsternannten Verbraucherorganisation Diagnose-Funk, Stuttgart.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 20:56:44 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75495</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>EHS-Forschung: Viele Wellen, kein Fortschritt</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Die Literatur zu Elektrohypersensibilität wächst seit Jahrzehnten – und tritt dennoch auf der Stelle. Eine Auswertung der PubMed-Daten zeigt: Publikationsschübe kommen und gehen, doch belastbare Evidenz bleibt aus. Was wie wissenschaftliche Dynamik aussieht, erweist sich bei näherem Hinsehen als Bewegung ohne klare Richtung.</strong></span><br />
 <br />
Die Studienrecherche in PubMed liefert für Elektrohypersensibilität (EHS) insgesamt rund 200 bis 250 einschlägige Publikationen je nach Suchstrategie und Einschlusskriterien. Für das vorliegende Posting wurde <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=%22electromagnetic%20hypersensitivity%22%20OR%20%22electrohypersensitivity%22%20OR%20%22IEI-EMF%22%20OR%20%22idiopathic%20environmental%20intolerance%20electromagnetic%20fields%22&amp;timeline=expanded">dieser Suchbegriff</a> verwendet, der gegenwärtig zu 235 Treffern führt. Die zeitliche Verteilung dieser Arbeiten zeigt ein charakteristisches Muster: Bis etwa 1995 finden sich nur vereinzelte Beiträge. Ab Ende der 1990er Jahre steigt die Zahl der Veröffentlichungen an, überschreitet ab etwa 2005 regelmäßig die Marke von zehn Publikationen pro Jahr und erreicht in den Jahren 2013 bis 2015 erstmals ein deutliches Hoch.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026032521403269c456507f94d.jpg" class="left" alt="[image]" width="500" height="281" />◄ Grafik: IZgMF<br />
<span style="color:#fff;">.<br />
.</span><br />
In den Folgejahren flacht die Kurve zunächst ab, bevor es ab etwa 2020 zu einer erneuten Zunahme kommt. Besonders hohe Jahreswerte zeigen sich im Jahr 2022 und schließlich ein bisheriger Höchstwert im Jahr 2025 mit 24 Publikationen. Die Phrase &quot;idiopathic environmental intolerance electromagnetic fields&quot; im Suchbegriff führt allerdings zu einigen ungültigen Treffern, gut zu sehen bei PubMed z.B. am Ende der Trefferliste (<a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=%22electromagnetic%20hypersensitivity%22%20OR%20%22electrohypersensitivity%22%20OR%20%22IEI-EMF%22%20OR%20%22idiopathic%20environmental%20intolerance%20electromagnetic%20fields%22&amp;timeline=expanded&amp;page=24">Treffer 231 und 234</a>). Ohne diese Phrase fällt die Anzahl der Treffer von 235 auf 200 und der Verlauf über die Jahre hinweg sieht dann <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=%22electromagnetic%20hypersensitivity%22%20OR%20%22electrohypersensitivity%22%20OR%20%22IEI-EMF%22&amp;page=20&amp;timeline=expanded">etwas anders aus</a>. Insgesamt ergibt sich kein linearer Anstieg, sondern eine wellenförmige Publikationsdynamik mit mehreren Aktivitätsphasen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Mehrheitlich nicht-analytische Studien</span></p>
<p>Die Gesamtmenge der Publikationen zeigt eine klare strukturelle Verteilung nach Studientypen. Ein erheblicher Anteil entfällt auf Reviews, überwiegend in narrativer Form ohne systematische Methodik. Daneben finden sich zahlreiche Kommentare, Letters und Meinungsbeiträge sowie Fallberichte (Case Reports und kleine Fallserien). Demgegenüber sind analytische Studien mit kontrolliertem Design deutlich seltener vertreten. Kontrollierte Expositionsstudien, Fall-Kontroll-Studien oder größere epidemiologische Untersuchungen bilden nur einen vergleichsweise kleinen Teil des Gesamtaufkommens.</p>
<p>Die Literaturbasis ist damit zahlenmäßig keineswegs dünn, sondern umfasst mehrere hundert Einzelarbeiten. Gleichzeitig zeigt sich eine deutliche Schieflage zugunsten nicht-analytischer Publikationsformen: Je subjektiver die Evidenzform, desto zahlreicher die Befunde – je objektiver das Studiendesign, desto dünner die Datenlage. Replikationsstudien sind selten, standardisierte methodische Ansätze die Ausnahme. Eine konsistente Evidenzlinie über mehrere unabhängige, methodisch vergleichbare Studien hinweg ist nicht erkennbar.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Interpretation: Viel Literatur, wenig Verdichtung</span></p>
<p>Der zeitliche Verlauf entspricht dem typischen Muster eines wissenschaftlichen Modethemas – allerdings nicht als einmaliger Peak, sondern als wiederkehrende Aktivitätswellen. Phasen erhöhter Publikationstätigkeit werden nicht durch methodische Durchbrüche getragen, sondern laufen erkennbar aus und werden später erneut aufgegriffen.</p>
<p>Die entscheidende Nagelprobe wären reproduzierbare Effekte unter kontrollierten Bedingungen gewesen – doch diese bleiben aus. In verblindeten Expositionsstudien gelingt es Betroffenen regelmäßig nicht, Felder zuverlässig zu erkennen oder reproduzierbar darauf zu reagieren.</p>
<p>An eben diesem Punkt hätte eine Konsolidierung einsetzen müssen: robuste Studiendesigns, Replikationen, belastbare Effektnachweise. Stattdessen bleibt die Literatur strukturell fragmentiert. Die hohe Anzahl an Reviews ohne entsprechende Primärdatenbasis ist ein Indikator dafür, dass mehr über EHS geschrieben als systematisch dazu geforscht wurde.</p>
<p>Die wiederholten Publikationsschübe – zuletzt in den 2020er Jahren – ändern daran nichts. Sie stehen nicht für einen Erkenntnisfortschritt, sondern für erneute Aufmerksamkeit ohne methodische Verdichtung. In der Wissenschaft ist das ein bekanntes Muster: Aktivität ersetzt Evidenz nicht.</p>
<p>Auffällig ist zudem die Diskrepanz zwischen subjektiver Evidenz und objektivierbarer Datenlage. Fallberichte dokumentieren individuelle Beschwerden, liefern jedoch keine belastbare Grundlage für Kausalzusammenhänge. Ohne kontrollierte Designs bleiben sie wissenschaftlich anekdotisch. Gleichzeitig fehlt es weiterhin an klaren Diagnosekriterien und konsistenten Falldefinitionen. Die Erforschung unspezifischer Umweltbeschwerden ist dabei grundsätzlich legitim – problematisch ist jedoch die vorschnelle kausale Zuschreibung zu HF-EMF.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Selbstgewissheit ohne Evidenz</span></p>
<p>Ein bemerkenswertes Muster zeigt sich zudem im mobilfunkkritischen Spektrum selbst: Akteure mit wissenschaftlichem Hintergrund neigen auffallend häufig dazu, EHS nicht als offene Hypothese, sondern als gegebene Realität zu behandeln. Die Existenz des Phänomens wird implizit oder explizit vorausgesetzt, obwohl gerade in diesem Teilbereich die Evidenzlage besonders schwach ist. Diese Asymmetrie ist erklärungsbedürftig. Sie lässt sich als Folge kognitiver Konsistenz verstehen: Wer von biologischen Wirkungen der HF-EMF überzeugt ist, findet in EHS deren naheliegendste menschliche Manifestation. Zugleich wohnt EHS eine hohe narrative Attraktivität inne – konkrete Betroffene erzeugen mehr Überzeugungskraft als abstrakte Mechanismen. Beides zusammen führt dazu, dass subjektive Evidenz übergewichtet und negative Ergebnisse kontrollierter Studien relativiert werden. Damit entsteht jedoch eine Inkonsistenz: Hohe Evidenzanforderungen werden gegenüber der etablierten Forschung formuliert, während für die eigene Schlüsselhypothese weniger strenge Maßstäbe gelten. Diese Inkonsistenz untergräbt die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit der Position.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Leszczynskis Erfolgsaussichten</span></p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist auch die Position von Dariusz Leszczynski einzuordnen. Leszczynski kritisiert seit Jahren, dass der dominierende Forschungsansatz – insbesondere Provokationsstudien mit verblindeter Exposition – am Kern des Problems vorbeigehe. In mehreren Beiträgen argumentiert er, diese Studien seien methodisch ungeeignet, da sie kurzfristige Reaktionen testen, während EHS von Betroffenen als chronisches Phänomen beschrieben werde. Stattdessen plädiert er dafür, nach objektiven Biomarkern zu suchen, die eine Diagnose ermöglichen könnten.</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026032521591869c45ab615e76.jpg" class="left" alt="[image]" width="500" height="333" />◄ Bild: Microsoft Copilot<br />
<span style="color:#fff;">.<br />
.</span><br />
Diese Kritik ist insofern bemerkenswert, als sie aus dem Feld selbst kommt und indirekt einräumt, dass die bisherige Evidenzstrategie keine überzeugenden Resultate geliefert hat. Gleichzeitig bleibt dieser Ansatz innerhalb der Forschung randständig. Weder hat sich die Forschung systematisch in Richtung Biomarker verschoben, noch existiert eine belastbare Pipeline entsprechender Studien.</p>
<p>Methodisch verschiebt der Ansatz zudem das Problem, anstatt es zu lösen. Die Suche nach Biomarkern setzt voraus, dass es einen konsistenten, reproduzierbaren physiologischen Zustand gibt, der spezifisch mit EHS verknüpft ist. Doch dafür fehlt bislang jede belastbare Vorarbeit.</p>
<p>Die Erfolgsaussichten dieses Ansatzes sind daher nüchtern betrachtet gering. In der biomedizinischen Forschung werden Biomarker typischerweise dann identifiziert, wenn bereits eine robuste Evidenzbasis für eine Erkrankung existiert. Bei EHS verhält es sich umgekehrt: Der Biomarker soll gewissermaßen die Existenz des Phänomens erst absichern. Das ist methodisch ein Umkehrschluss mit geringer Erfolgswahrscheinlichkeit.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Schlussfolgerungen: Ein Phänomen ohne tragfähige Evidenzbasis</span></p>
<p>Aus der Gesamtschau ergibt sich ein klares Bild. EHS ist kein unterforschtes Gebiet, sondern ein überdehntes. Es gibt nicht zu wenig Literatur, sondern zu wenig belastbare Evidenz. Die Forschung hat das Thema wiederholt intensiv aufgegriffen, ohne einen reproduzierbaren, kausalen Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und den berichteten Symptomen nachweisen zu können.</p>
<p>Damit verschiebt sich die Einordnung des Phänomens. EHS bewegt sich nicht im Bereich etablierter umweltmedizinischer Effekte, sondern eher in der Kategorie subjektiver Wahrnehmungsphänomene ohne objektive Korrelate. Der Vergleich mit Wünschelruten, Wasseradern oder Erdstrahlen ist insofern nicht polemisch, sondern strukturell begründet: In allen Fällen existiert ein stabiles subjektives Erleben bei gleichzeitig fehlender experimenteller Bestätigung.</p>
<p>Der entscheidende Unterschied ist lediglich der Kontext. Während Wünschelruten längst im Bereich der Folklore angekommen sind, wird EHS noch mit wissenschaftlichem Anspruch verhandelt. Die PubMed-Daten legen jedoch nahe, dass dieser Anspruch nicht durch entsprechende Evidenz gedeckt ist.</p>
<p>Kurz gesagt: Die Kurve erzählt keine Erfolgsgeschichte der Erkenntnis – sondern die Geschichte wiederkehrender Aufmerksamkeit ohne substanzielle Fortschritte.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 22:01:08 +0000</pubDate>
<category>Elektrosensibilität</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75487</wfw:commentRss><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Pseudowissenschaft ist ein lukratives Geschäft</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Pseudowissenschaft ist ein lukratives Geschäft und verbreitet sich schneller als die echte Wissenschaft, <a href="https://www.nysun.com/article/garbage-in-garbage-out-scientific-publishing-faces-pandemic-like-spread-of-fake-studies?gift=eyJhbGciOiJIUzI1NiJ9.eyJnaWZ0RnJvbSI6InljczVubTZ1anlseiIsImlhdCI6MTc3NDI5OTk4NCwiZXhwIjoxNzc2ODkxOTg0fQ.l2AS90HmPZQ3Z07qHTwoTUtK8-e4p8oPckDWy9rVwQ8">schreibt die New Yorker Zeitung The Sun</a> unter Verweis auf jüngste Forschung von Luís Amaral, Professor für Ingenieurwissenschaften und angewandte Mathematik an der Northwestern University, Illinois, USA. Und am Ende des Artikels  heißt es: Das Fazit der Geschichte lautet: „[...] Für Herrn Leszczynski führt die Krise letztendlich zurück zum individuellen Gewissen in einem System, das Unehrlichkeit rentabel gemacht hat. &quot;Am beunruhigendsten ist die rasante Entwicklung der KI, die es immer schwieriger macht, gefälschte Studien aufzuspüren, zu beweisen und zu entlarven&quot;, sagte er. &quot;Die Büchse der Pandora ist geöffnet, und es gibt kein Zurück. Nur unsere eigene wissenschaftliche Wachsamkeit, Moral und Ethik können helfen, eine große Katastrophe zu vermeiden.&quot; [...]</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 24 Mar 2026 12:16:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75485</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>100 Jahre Berliner Funkturm</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026032320132169c19ee150e14.jpg" class="left" alt="[image]" width="570" height="760" />◄ Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/t4berlin-119722/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=238675">t4berlin</a> auf Pixabay<br />
<span style="color:#fff;">.<br />
.</span><br />
Seit 100 Jahren ragt der Funkturm in den Himmel über Berlin. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres verlieh eine Lichtinszenierung dem fast 150 Meter hohen „Langen Lulatsch“ auf dem Messegelände im Westend einen besonderen Glanz.  </p>
<p>Bis zum eigentlichen Jubiläum ist es noch etwas hin: Eröffnet wurde der Funkturm am 3. September 1926. Zunächst war er ein Sendemast [fürs Radio], 1929 wurde dann das erste Fernsehbild in Deutschland aus dem Berliner Westen ausgestrahlt. Ein bisschen erinnert der Stahlkoloss an den Eiffelturm in Paris, der den Funkturm-Architekten Heinrich Straumer durchaus inspiriert hat.</p>
<p>Der Funkturm hat ein Restaurant in 55 Metern Höhe und eine Aussichtsplattform, auf die es 126 Meter hoch geht. Von dort bietet sich ein weiter Blick über Berlin, der vom vergleichsweise nahen Teufelsberg bis zum Fernsehturm am Alexanderplatz in Mitte reicht.  <a href="https://www.tagesspiegel.de/berlin/jubilaumsjahr-100-jahre-funkturm-glanzender-start-ins-jubilaumsjahr-15384463.html">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75483</link>
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<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 20:22:51 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75483</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Diagnose-Funk entdeckt die Einzelfall-Evidenz</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Ein <a href="https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail?newsid=2340">aktueller Beitrag</a> von Diagnose-Funk zeigt einmal mehr, wie aus einem harmlosen Erfahrungsbericht mit ein wenig rhetorischem Druck eine scheinbar belastbare &quot;wissenschaftliche Bestätigung&quot; gezimmert wird. Grundlage ist <a href="https://www.frontiersin.org/journals/public-health/articles/10.3389/fpubh.2025.1535513/full">ein Artikel</a> im Journal Frontiers in Public Health – und der hat es in sich. Allerdings ganz anders, als Diagnose-Funk es darstellt.</strong></span></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026032121124069bf09c801b65.jpg" alt="[image]" width="700" height="467" /><br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: Microsoft Copilot</span></p>
<p><span style="font-size:large;">Vom Selbstbericht zur Kausalgeschichte</span></p>
<p>Der Autor des Frontiers-Textes beschreibt seinen eigenen Leidensweg und vermutet einen Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern. So weit, so unspektakulär – solche Berichte gibt es viele. Entscheidend ist jedoch: Der Autor selbst relativiert seine Darstellung deutlich. Er spricht von einem nicht-wissenschaftlichen Bericht, von Selbstdiagnose und davon, dass kein Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang vorliegt.</p>
<p>Diagnose-Funk macht daraus etwas völlig anderes. Dort wird aus dem vorsichtigen &quot;Ich vermute&quot; ein klares &quot;wurde krank durch&quot;. Der Konjunktiv verschwindet, die Unsicherheit gleich mit. Übrig bleibt eine lineare Kausalgeschichte: gesund – Exposition – krank. Fertig ist der Beleg der selbsternannten &quot;Verbraucherschutzorganisation&quot;.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Die wundersame Verwandlung der Anekdote</span></p>
<p>Was hier passiert, ist ein Klassiker: Eine Anekdote wird zur Evidenz erhoben. Ein einzelner, unkontrollierter Selbstbericht genügt plötzlich, um als Beispiel für ein allgemeines Phänomen herzuhalten. Methodische Mindeststandards spielen dabei keine Rolle mehr:</p>
<p>Keine Kontrollgruppe, keine Verblindung, keine objektive Expositionsmessung, keine systematische Differentialdiagnostik. Stattdessen: Erinnerung, Interpretation, Schlussfolgerung – alles in Personalunion.</p>
<p>Dass genau diese Konstellation besonders anfällig für Fehlzuschreibungen ist, gehört zum kleinen Einmaleins der Epidemiologie. Bei Diagnose-Funk scheint dieses Kapitel jedoch konsequent übersprungen worden zu sein.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Unsicherheit stört die Erzählung</span></p>
<p>Bemerkenswert ist, was alles nicht vorkommt. Alternative Erklärungen? Fehlanzeige. Psychophysiologische Mechanismen? Kein Thema. Nocebo-Effekte? Offensichtlich entbehrlich.</p>
<p>Das ist kein Versehen, sondern System. Wer eine klare Ursache-Wirkungs-Geschichte erzählen will, kann sich konkurrierende Hypothesen schlecht leisten. Also lässt man sie einfach weg. Das Ergebnis ist eine glatte, eingängige Erzählung – und eine analytisch ausgehöhlte Darstellung.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Peer Review als Gütesiegel</span></p>
<p>Besonders frech ist der Umgang mit dem Publikationsort. Dass der Text in einem peer-reviewten Journal erschienen ist, dient als implizites Qualitätssiegel. Dass es sich inhaltlich um einen ausdrücklich nicht-wissenschaftlichen Erfahrungsbericht handelt, wird dabei zur Randnotiz.</p>
<p>So entsteht der Eindruck, hier liege eine wissenschaftliche Bestätigung vor. Tatsächlich liegt nur ein publizierter Erfahrungsbericht vor – mit allen Einschränkungen, die solche Texte naturgemäß haben.</p>
<p>Am Ende bleibt der Eindruck, dass hier weniger analysiert als erzählt wird. Die Geschichte folgt einem vertrauten Muster: Ein gesunder Mensch wird durch eine äußere Einwirkung krank, erkennt die Ursache und liefert damit implizit den Beleg für ein umstrittenes Phänomen.</p>
<p>Das ist dramaturgisch sauber konstruiert und kommunikativ wirksam. Wissenschaftlich aber trägt es nicht.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></p>
<p>Diagnose-Funk gelingt mit bemerkenswerter Leichtigkeit die Umdeutung eines selbst relativierten Erfahrungsberichts in eine scheinbar belastbare Fallgeschichte. Der Preis dafür ist hoch: methodische Sorgfalt, begriffliche Präzision und die Grenze zwischen Vermutung und Nachweis bleiben auf der Strecke. Oder anders gesagt: Aus &quot;Ich glaube, es könnte sein&quot; wird &quot;Es ist so&quot;. Und an eben dieser Stelle beginnt das Problem.</p>
<p>Das Problem ist kein einzelner Fehler, sondern ein systematischer Kurzschluss. Dieser beginnt dort, wo die Grenze zwischen Erfahrung und Erkenntnis eingerissen wird. Ein subjektiver Bericht – mit allen bekannten Verzerrungen – wird so behandelt, als hätte er denselben Status wie methodisch kontrollierte Forschung. Damit verschiebt sich der Maßstab: Was eigentlich nur Anlass für Hypothesen wäre, erscheint plötzlich als deren Bestätigung. Das hat drei Folgen.</p>
<p>Erstens wird Kausalität behauptet, ohne dass sie gezeigt ist. Aus zeitlicher Abfolge wird Ursache-Wirkung – ein klassischer Fehlschluss, in der Wissenschaft wird er mühsam vermieden und hier im Handumdrehen wieder eingeführt.</p>
<p>Zweitens wird Unsicherheit systematisch entfernt. Einschränkungen, Vorbehalte und alternative Erklärungen verschwinden aus der Darstellung, obwohl sie für die Einordnung zentral wären. Übrig bleibt eine glatte, eindeutige Geschichte – und diese vorgetäuschte Eindeutigkeit ist das Warnsignal.</p>
<p>Drittens entsteht ein Schein von Evidenz. Wer den Text liest, bekommt den Eindruck, es gebe nun eine weitere &quot;Bestätigung&quot; für EHS infolge elektromagnetische Felder. Tatsächlich gibt es nur eine weitere Erzählung. Der Unterschied ist erheblich, wird aber kommunikativ eingeebnet. Das Problem beginnt also dort, wo aus einem Ausgangspunkt für Fragen ein vermeintliches Ergebnis gemacht wird. Und es endet nicht beim einzelnen Artikel, sondern wirkt fort: in der öffentlichen Wahrnehmung, in Debatten und letztlich in politischen Forderungen, die sich auf genau solche &quot;Belege&quot; stützen. Bis zur <a href="https://forum.gigaherz.ch/viewtopic.php?p=87820#p87820">ersten Rezeption</a> durch einen anspruchslosen Gesinnungsfreund in der Schweiz dauerte es nur drei Tage.</p>
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<pubDate>Sat, 21 Mar 2026 21:14:00 +0000</pubDate>
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</item>
<item>
<title>Wie die Ukraine im Krieg ihr Mobilfunknetz absichert</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Russlands Angriffe auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine führen immer wieder zu längeren Stromausfällen. Eine Herausforderung auch für Mobilfunkbetreiber. <a href="https://www.zdfheute.de/politik/ausland/mobilfunk-energie-ukraine-krieg-russland-100.html">zum Beitrag des ZDF ...</a></p>
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<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 15:00:41 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75469</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kritische Analyse des Papers von Melnick und Moskowitz</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Ein neu erschienenes Paper in Environmental Health behauptet, die geltenden Grenzwerte für hochfrequente elektromagnetische Felder (HF-EMF) seien deutlich zu hoch und müssten drastisch gesenkt werden. Grundlage ist jedoch keine neue experimentelle Forschung, sondern eine modellbasierte Risikoabschätzung auf Basis bereits publizierter Tierdaten. Entscheidend für die extrem niedrigen Ergebniswerte sind mehrere Annahmen im Modell.</strong></span><br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Ausgangspunkt: Tierstudien-Review statt neue Studien</span></p>
<p>Das am 14. März 2026 publizierte Paper von Melnick und Moskowitz &quot;Exposure limits to radiofrequency EMF do not account for cancer risk or reproductive toxicity assessed from data in experimental animals&quot; (<a href="https://link.springer.com/article/10.1186/s12940-026-01288-6">Volltext</a>) gibt sich zunächst als neue Risikobewertung. Tatsächlich fußt der Krebs-Teil der Arbeit auf der systematischen Review von Mevissen et al. (2025). Diese Review kam zu dem Ergebnis, dass in Langzeitversuchen mit Ratten Herz-Schwannome (gefäßgebundene Tumoren) sowie Gehirngliome verstärkt auftraten (bei hoher Evidenzlage). Melnick und Moskowitz übernehmen ausdrücklich diese Befunde als Ausgangspunkt: Sie nutzen die von Mevissen et al. ermittelten Benchmark-Dosen (BMD) für die Tumorhäufigkeiten in den NTP- und Ramazzini-Studien, wobei ihr Schwerpunkt auf den Herz-Schwannomen liegt (dort war der Zusammenhang am stärksten ausgeprägt und die Evidenz am höchsten).</p>
<p><span class="underline">Wichtig</span>: M&amp;M führen keine neuen Tierversuche durch und sammeln auch keine neuen Daten. Sie machen also keine neue Evidenzarbeit, sondern führen auf den bestehenden Studien eine modellbasierte Risikoabschätzung durch.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Von der Review zur Grenzwertberechnung</span></p>
<p>Der Kernbeitrag des Papers ist die Mathematik: Aus den BMD-Werten für Tumoren in den Ratten-Studien leiten die Autoren Expositionsgrenzwerte ab.</p>
<p>Ablauf in Kürze: Aus den Daten der beiden großen Tierstudien (NTP 2018 und Ramazzini-Institut 2018) berechnen sie mit einem Benchmark-Dosis-Modell eine Dosis, bei der rechnerisch etwa 1 % zusätzliches Krebsrisiko entstehen würde. Diese Dosis (BMDL01) dividieren sie dann linear durch 10^3 (weil sie ein Risiko von 1:100'000, also 0,00001 bzw. 10⁻⁵, ansetzen). Man erhält so extrem niedrige &quot;gesundheitsschützende&quot; SAR-Werte. Die Autoren kommen auf SAR-Bereiche von wenigen Milliwatt pro Kilogramm: etwa 0,8 mW/kg bis 5 mW/kg (Ganzkörper) bei einem Krebsrisiko von 1×10⁻⁵.</p>
<p>Zum Vergleich: Der aktuelle Grenzwert der ICNIRP/FCC für die Allgemeinbevölkerung beträgt 0,08 W/kg = 80 mW/kg. Das heißt, die berechneten &quot;sicheren&quot; Werte liegen um Größenordnungen darunter. Diese Rechnung ist formal korrekt durchgeführt, der Unterschied entsteht aber fast ausschließlich durch einen letzten Rechenschritt (siehe unten).<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Der entscheidende Schritt: Modellannahme</span></p>
<p>Der große Abstand zwischen den berechneten mW-Werten und den bestehenden Werten entsteht durch eine zentrale Annahme: Eine lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung ohne Schwelle. Die Autoren nehmen an, dass das Krebsrisiko sich proportional weiter verringert, wenn die Dosis weit unter die getesteten Werte fällt. Anders gesagt: Wenn 1 W/kg z.B. 1 % Risiko gibt, dann soll 0,01 W/kg 0,01 % Risiko ergeben.</p>
<p><span class="underline">Wichtig ist hier</span>: Für sehr niedrige Expositionen gibt es keine Messdaten. Die an diesen Bereich angelehnte lineare Fortsetzung ist eine Modellannahme, kein empirisch belegter Effekt. Melnick &amp; Moskowitz formulieren selbst, sie wüssten keinen etablierten nicht-linearen Wirkmechanismus und nutzten deshalb &quot;linear low-dose extrapolation&quot;. Das ist methodisch eine policy choice, keine Beobachtung. Je nach Wahl dieser Extrapolationsregel würden ganz andere Grenzwerte herauskommen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Starke Abhängigkeit von wenigen Tierstudien</span></p>
<p>Die gesamte quantitative Analyse beruht letztlich nur auf den beiden genannten Tierstudien (NTP und Ramazzini). Beide wurden zwar hochrangig veröffentlicht, sind aber auch umstritten. Kritiker weisen etwa darauf hin, dass in der NTP-Studie Tiere der Kontrollgruppe deutlich früher verstarben als die bestrahlten Tiere (nur 28 % der Kontrollratten erreichten den Versuchs-Endpunkt gegenüber 50–68 % in den Expositionsgruppen). Da Ratten oft erst im hohen Alter Tumore entwickeln, könnte eine verkürzte Überlebenszeit in der Kontrollgruppe zu künstlich niedrigerer Tumorrate geführt haben.</p>
<p>Ähnliche Fragen wurden an die Ramazzini-Studie (Falcioni et al. 2018) gestellt: Dort wurden die Ratten zwar über ihr ganzes Leben mit vergleichsweise schwachen Basisstationssignalen (GSM 1,8 GHz, bis 0,1 W/kg) exponiert, dennoch fanden sich erhöhte Herz-Schwannom-Raten bei den höchsten Expositionsdosen.</p>
<p>In jedem Fall gilt: Wenn nur diese wenigen Tierstudien die Grundlage einer Risikoabschätzung sind, dann bestimmt ihre Interpretation das Ergebnis. Sind die Daten oder ihre Auswertung fehlerhaft oder ungewöhnlich, überträgt sich das direkt auf die modellierten Grenzwerte.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fertilitätsanalyse: Mehrdeutige Datenlage</span></p>
<p>Der zweite Teil des Papers leitet von Tierdaten auch Grenzwerte für mögliche Auswirkungen auf die männliche Fruchtbarkeit ab. Als Basis dient eine von Cordelli et al. publizierte Metaanalyse (WHO-Review 2024), die eine lineare Beziehung zwischen SAR und Fortpflanzungsparametern annimmt. Dort wurde ein lineares Wirkungsmaß von 0,03 pro W/kg ermittelt (d.h. 3 % Wirkung pro W/kg).</p>
<p>M&amp;M übernehmen diesen Wert und wenden dann klassische Sicherheitsfaktoren an: 10× für Tier-auf-Mensch-Übertragung, 10× für Unterschiede innerhalb der Menschen, und 3× falls nur ein LOAEL (nicht NOAEL) vorliegt. Nach diesen Uncertainty-Factor-Regeln kommt man auf den Gesamtfaktor 300. Dividiert man die Basiswirkung (1 W/kg → 3 % Effekt) durch 300, erhält man etwa 3,3 mW/kg als schützenden Wert. Ließe man die 3× weg (wenn man annähme, 1 W/kg wäre kein LOAEL), käme man auf 10 mW/kg. Dies steht im Paper: &quot;exposure limit value of 3.3 or 10 mW/kg… 8- to 24-times lower than ICNIRP/FCC limits&quot;.</p>
<p>Auch dieser Rechenschritt ist formal korrekt. Ob er aber sinnvoll ist, hängt stark von der Qualität der zugrunde liegenden Studien ab. Tatsächlich warnten Cordelli et al., dass ihre Ausgangsdaten heterogen sind und die Effekte häufig klein sind. Insofern ist das Ergebnis (3–10 mW/kg) mit großer Unsicherheit behaftet und vollends von den getroffenen Annahmen abhängig.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fazit</span></p>
<p>Das Paper von Melnick und Moskowitz liefert keine neuen experimentellen Befunde zum Thema HF-EMF. Es kombiniert vielmehr bestehende Tierdaten (insbesondere aus der Mevissen-Review sowie den NTP- und Ramazzini-Studien) mit einem toxikologischen Risikomodell.</p>
<p>Die sehr niedrigen Zahlen für &quot;schützende&quot; SAR ergeben sich dabei hauptsächlich aus bestimmten Modellannahmen, vor allem der linearen Extrapolation ins Niedrigdosisgebiet. Sie zeigen in erster Linie: Je nach Wahl der Annahmen kann man aus denselben Daten völlig andere Grenzwerte ableiten. Das Paper illustriert damit, wie extrem unterschiedlich die Ergebnisse ausfallen können, betont aber nicht überzeugend, dass die bestehenden Grenzwerte nun wirklich falsch seien.</p>
<p>Letztlich ist die Arbeit mehr ein Gedankenexperiment (&quot;Was würde passieren, wenn wir sehr vorsichtig extrapolieren?&quot;) als ein Beleg für tatsächlich überhöhte Grenzwerte. Sie eignet sich, um zu diskutieren, wie stark Ergebnisse von der Wahl des Modells abhängen. Einen endgültigen Beweis dafür, dass die aktuellen Grenzwerte um Größenordnungen zu hoch sind, liefert sie aber nicht.</p>
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<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 20:16:52 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75466</wfw:commentRss><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Website Ärzte &amp; Mobilfunk in Agonie</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Jahrelang dümpelte die 2014 zum Leben erwachte Website <a href="http://www.aerzte-und-mobilfunk.eu">www.aerzte-und-mobilfunk.eu</a> ungepflegt im www. Erst vor ein paar Monaten kam etwas Leben in die Bude, indem seither mit Content-Rotation hohle Sprüche aus schier unglaublich alten Zitatsammlungen eingespielt werden. Nach geschätzt nur 20 Sprüchen aus der Altsteinzeit des Mobilfunkprotests begann die Rotation schon wieder von vorne.</p>
<p>Vor einer Woche sah die Website noch so aus ...</p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026031515173469b6cd8e48458.jpg" alt="[image]" width="600" height="490" /><br />
 <br />
... heute vorübergehend dann so:<br />
 <br />
<img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026031515182669b6cdc2ac6b1.jpg" alt="[image]" width="600" height="449" /></p>
<p>Wie unschwer zu erkennen ist, hat sich der Betreiber der Website mit Hostinger einen neuen Hoster geangelt. Hostinger wurde 2004 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Litauen. Eine Website hostet der Anbieter schon ab 2,49 Euro im Monat.</p>
<p>Inzwischen scheint der Umzug der Website abgeschlossen zu sein, denn auf meinem Monitor sieht sie wieder so aus wie vor einer Woche. Leider. Denn der Content, den die Site stellenweise nach wie vor auftischt, hat sein Mindesthaltbarkeitsdatum schon vor vielen Jahren überschritten. Der Umzug zu dem Discounter deutet nun darauf hin, dass <a href="http://www.aerzte-und-mobilfunk.eu">www.aerzte-und-mobilfunk.eu</a> dem Vorbild <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=60028">www.esmog-augsburg.de</a> nacheifert und ebenfalls als Negativdenkmal für ein Zeugnis aus untergegangenen Zeiten wahrgenommen werden möchte.</p>
<p>Aber: Nicht alles, was die Website bringt, hat einen Bart. Es gibt noch andere Besonderheiten.  So wird am 2. Februar 2026, also taufrisch, der Artikel &quot;Das Leitmedium&quot; angeboten. Wer das Angebot annimmt, erfährt: <em>Der folgende Beitrag greift zentrale Gedanken aus dem Artikel „Das Leitmedium“ auf und stellt sie in einen medizinisch-biologischen Zusammenhang.</em> Über die Primärquelle des Artikels erfährt der Leser nichts. Diese Quelle aber war leicht zu finden. Der Artikel erschien ursprünglich 2024 auf <a href="https://www.manova.news/artikel/das-leitmedium?utm_source=chatgpt.com">dieser Website</a>, Autorin ist Anke Kern. Augenscheinlich möchte Dr. med. Markus Kern, Betreiber der Website aerzte-und-mobilfunk.eu, den Lesern des Artikels auf seiner Website vorenthalten, dass dieser von seiner Ehefrau verfasst wurde. Mutmaßlich deshalb, weil es schon befremdlich wirkt, wenn die Ehefrau etwas schreibt, was der Ehemann öffentlich in einen medizinisch-biologischen Zusammenhang bringt. Ich z.B. könnte mir bei so einer Konstruktion vorstellen, dass dabei die Ergebnisoffenheit auf der Strecke bleibt. Gleichwohl wäre es mMn ehrlicher gewesen, Ross und Reiter beim Namen zu nennen.</p>
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<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 15:52:59 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75465</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Seminar &quot;Emerging Technologies &amp; Health&quot;</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das internationale Seminar <a href="https://inis.si/seminarji/2026-seminar-en/">Emerging Technologies &amp; Health</a> findet am 27. März 2026 im Hauptsaal A der Slowenischen Handelskammer (GZS), Dimičeva ulica 13, Ljubljana, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt rd. 354 EUR inkl. MwSt. und umfasst die Teilnahme an der Veranstaltung, weitere Materialien, Erfrischungen während der Pause sowie eine Teilnahmebescheinigung. Worum es geht, verrät im Großen und Ganzen der Waschzettel des Seminars:</p>
<p><em>In welchem Umfang sind wir elektromagnetischen Feldern (EMF) ausgesetzt? Wie verändert sich unsere elektromagnetische Umgebung durch die Einführung neuer Funktechniken, insbesondere 5G und darüber hinaus? Gibt es Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die Umwelt?</em></p>
<p><em>Experten auf diesem Gebiet werden die neuesten Messverfahren und -geräte vorstellen, die zur Bewertung der EMF-Exposition durch neue Technologien eingesetzt werden.</em></p>
<p><em>Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Ergebnissen des kürzlich abgeschlossenen EU-Forschungsprojekts Seawave sowie einiger anderer laufender EU-Projekte (Etain, Goliat, NextGem) im Rahmen des Europäischen Forschungsclusters zu EMF und Gesundheit (Clue-H), an dem mehr als 70 europäische Forschungseinrichtungen in vier Forschungskonsortien beteiligt sind, mit zusätzlichen Beiträgen von Wissenschaftlern aus den USA, Korea und Japan. Die Ergebnisse sollen die bestehenden Wissenslücken hinsichtlich der Auswirkungen von HF-EMF auf Gesundheit und Umwelt schließen. Sie werden entscheidend dazu beitragen, einen sicheren Aufbau und eine sichere Nutzung künftiger Funknetzwerke (5G und darüber hinaus) zu gewährleisten, die den Bürgern und der Gesellschaft zugutekommen, beispielsweise in den Bereichen Gesundheit, Verkehr, E-Government, Smart Cities und Industrie 4.0.</em></p>
<p><em>Das Hauptziel des Seminars ist es, einen Überblick über die neuesten Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von 5G/6G-Funknetzen und anderen neuen Techniken auf Umwelt und Gesundheit zu geben. Darüber hinaus wird ein besonderer Schwerpunkt auf bestimmte Fachgebiete gelegt, beispielsweise die Analyse der EMF-Exposition aufgrund des zunehmenden Einsatzes von Drohnen bei Überwachungs- und Militäroperationen, von Elektrofahrzeugen und privaten Funknetzen in der intelligenten Industrie 4.0.</em></p>
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<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 14:38:13 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75464</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Konsensbeschluss 2025 des WBF verschollen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am 4. November 2004 präsentierte der Wissenschaftliche Beirat Funk (WBF), Österreich, nach systematischer Sichtung und Bewertung der Studienlage zu Mobilfunk und Gesundheit, seinen ersten zusammenfassenden Befund (Konsensbeschluss). In den Folgejahren legte der WBF jeweils im November seinem Auftraggeber die aktuelle Bewertung der Studienlage vor. Augenscheinlich reibungslos klappte dies zuletzt 2023, danach geriet Sand ins Getriebe. Denn 2024 blieb die Veröffentlichung des Beschlusses zum gewohnten Termin aus, sie wurde im <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74450">Februar 2025 nachgeholt</a>. Der Beschluss des Jahres 2025 aber wurde bis heute nicht veröffentlicht und meine Nachfrage nach dem Verbleib bei dem Vorsitzenden des WBF, Prof. Gerald Haidinger, blieb unbeantwortet.</p>
<p>Eine Erklärung für die Unstetigkeit ist <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75108"><span class="underline">hier</span></a> zu finden. Der neue Dienstherr des WBF hat den Beirat zwar <a href="https://www.bmwkms.gv.at/themen/telekommunikation-post/funk-mobilfunk/mobilfunk-gesundheit/Wissenschaftlicher-Beirat-Funk/expertenforum.html">auf seine Website</a> eingepflegt, gegenwärtig jedoch nur rückblickend ab 2024 und davor, jüngere Einträge fehlen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75463</link>
<guid>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75463</guid>
<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 14:13:04 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75463</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Phonegate Alert vs. iPhone 12: wilder Papiertiger</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Anti-Mobilfunk-Vereine leben vom Dramatisieren und von der Übertreibung. Das lässt sich an den Vereinen in Deutschland und der Schweiz mühelos beobachten. Dass französische Anti-Mobilfunk-Vereine nicht seriöser unterwegs sind, demonstriert der Verein Alerte Phonegate mit seinen krachenden Medienmeldungen. Wir schauen uns das mal an einem Beispiel an.</strong></p>
<p>Kein Monat vergeht, ohne dass Alerte Phonegate sich mit einer Medienmitteilung in Englisch, Französisch und Spanisch als Fels in der Brandung inszeniert. Wobei die Brandung stets von irgendwelchen vermeintlich erschütternden Begebenheiten in der Mobilfunkdebatte ausgeht. Die <a href="https://phonegatealert.org/en/iphone-12-sar-report-transparency-victory-phonegate-alert/">jüngste Medienmeldung</a> der Franzosen datiert vom 2. März 2026 und startet mit einer Siegesmeldung:  </p>
<p><span style="color:#399;"><em><strong>Under legal pressure from Alerte Phonegate, the French National Frequency Agency (ANFR) has finally been forced to release the full test report for Apple’s iPhone 12. This technical document, completed in July 2022 by the German laboratory Cetecom Advanced, details the non-compliant Specific Absorption Rate (SAR) “limb” measurements (5.615 W/kg) that led to the phone’s withdrawal in 2023. Until now, it had remained confidential.</strong></em></span></p>
<p>[<em><span class="underline">Übersetzung</span>: Aufgrund des rechtlichen Drucks von Alerte Phonegate sah sich die französische Funknetzagentur ANFR schließlich gezwungen, den vollständigen Testbericht für das iPhone 12 von Apple zu veröffentlichen. Dieses technische Dokument, das im Juli 2022 vom deutschen Labor Cetecom Advanced fertiggestellt wurde, enthält detaillierte Angaben zu den nicht konformen Messwerten der spezifischen Absorptionsrate (SAR) an den Gliedmaßen (5,615 W/kg), die 2023 zum Verkaufsverbot des Telefons geführt haben. Bis jetzt war der Testbericht vertraulich geblieben.</em>]</p>
<p>Weiter heißt es in der aufgeregten Medienmitteilung, es habe länger als 1'500 Tage gedauert, seit das Smartphone im November 2021 für den Test beschafft wurde, bis die Agentur das 63-seitige Dokument veröffentlichte. Diese Veröffentlichung sei ohne offizielle Mitteilung seitens der ANFR erfolgt, das entsprechende Dokument sei Ende letzter Woche heimlich in die öffentliche Datenbank der ANFR eingepflegt worden.</p>
<p>Als Beweis, dass der fragliche Testbericht jetzt tatsächlich frei verfügbar ist, liefert Phonegate Alert in seiner Medienmitteilung den folgenden Link mit:</p>
<p><a href="https://phonegatealert.org/wp-content/uploads/2026/03/NAN-COM054210042-02_1-1800_21-269-02-Rapport-Membres-non-conformes-07-2022.pdf"><strong>👉 Click here to view the full iPhone 12 test report (July 2022)</strong></a></p>
<p>Soweit der Sachverhalt, wie ihn Alerte Phonegate schildert.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Fiktion &amp; Realität</span></p>
<p>ANFR ist in Frankreich für die staatliche Überwachung des Marktes HF-emittierender Gerätschaft zuständig, die Behörde prüft daher seit 2012 mit Stichproben, ob Smartphones die erlaubte Strahlenbelastung von Anwendern einhalten. Regelmäßig stellt ANFR dabei Grenzwertüberschreitungen fest. So war es faktisch ein Routinefall, als sich die Agentur 2023 das iPhone 12 vorknöpfte und feststellte, dass von drei Grenzwerten einer überschritten wurde. Mit Apple ging den Franzosen jedoch nicht wie sonst ein weitgehend unbekannter Anbieter aus Fernost ins Netz, sondern erstmals ein weltbekannter Hersteller von Premium-Smartphones. Das sorgte weltweit für Medienrummel. Mehr dazu <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=73409"><span class="underline">hier</span></a>.</p>
<p>Apple wehrte sich gegen das Testergebnis und machte geltend, dass beim Testen die im iPhone 12 eingebaute Schutzschaltung &quot;Body Detect&quot; nicht hinreichend berücksichtigt wurde. Diese Funktion soll die Sendeleistug des Smartphones automatisch reduzieren, sobald sie erkennt, dass das Gerät nicht z.B. auf einem Tisch liegt, sondern von einem Menschen in der Hand gehalten wird. Nach längerem hin und her bestand ANFR jedoch weiter auf der Grenzwertüberschreitung und erhielt dafür auch die Rückendeckung der EU-Kommission. Details zu dieser spannenden Auseinandersetzung sind <a href="https://izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=74996"><span class="underline">hier</span></a> zu finden.</p>
<p>Alerte Phonegate erkennt in der Schutzschaltung &quot;Body Detect&quot; ein betrügerisches Manöver von Apple, um SAR-Messwerte zu manipulieren. Sichtbar wird diese überzogene Interpretation der Fakten in einer <a href="https://phonegatealert.org/en/sar-fraud-phonegate-referral-minister-economy-dgccrf/">weiteren Medienmitteilung</a> des Vereins. Mit Forderungen nach einer Untersuchung der Regulierungsvorgänge rund um &quot;Body Detect&quot;, mit einer Misstrauensbekundung gegenüber ANFR und der Forderung nach einem vorsorglichen Rückruf von Smartphones mit ähnlichen Schutzschaltungen wie &quot;Body Detect&quot;, falls deren Hersteller die Schritte zur Deaktivierung der Schutzschaltung nicht preisgeben wollten, überspannte Alerte Phonegate jedoch den Bogen. Die EU-Kommission ließ dem Verein im Februar 2026 mitteilen, dass sie nicht länger bereit sei, mit ihm die Causa &quot;Body Detect&quot; weiter zu erörtern. Alerte Phonegate reagierte auch auf diese rote Karte <a href="https://phonegatealert.org/en/european-commission-closes-door-phonegate-scandal/">mit noch einer Medienmitteilung</a>.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Vier Testberichte, statt einem</span></p>
<p>ANFR veröffentlicht seit Beginn seiner SAR-Messungen die Testergebnisse von Grenzwertsündern <a href="https://data.anfr.fr/visualisation/table/?refine.conformite_=Non+Conforme">auf dieser Webseite</a>. Die Berichte sind in der Tabelle dort nicht leicht zu finden, da die Tabelle groß ist und die Links zu den Testberichten in der letzten Spalte stehen. Um die Links sichtbar zu machen, muss man entweder der Abbildungsmaßstab auf weniger als 50 % reduzieren oder den unscheinbaren waagerechten Scrollbalken am unteren Bildrand finden und nach rechts schieben.</p>
<p>Die Testberichte sind alle vom selben Testlabor nach dem gleichen Schema angefertigt, berücksichtigen inhaltlich jedoch spezifische technische Angaben des jeweils gemessenen Smartphones. Momentan zeigt die Tabelle 75 Zeilen mit den Angaben nicht konformer Smartphones. Bei gegenwärtig acht Smartphones fehlt ohne Begründung der Link zum Testbericht. Betroffen sind je 1 Gerät der Marken TP Link, Leagoo, Allview, Sony, Hotway, Lenovo, Crosscall und Dogee. Alerte Phonegate kümmert sich um keinen dieser acht Fälle, sondern setzt alles auf die Karte Apple.</p>
<p>Das Apple iPhone 12 taucht in der Tabelle 2-Mal auf, einmal mit dem Zusatz 5G und einmal ohne. Die beiden Links zu den Testberichten sind jedoch identisch und führen in ein <a href="https://www.anfr.fr/das/COM054210042/">Verzeichnis COM054210042</a>, das nicht etwa den einen Testbericht von 2022 enthält, den Alerte Phonegate verlinkt, sondern vier Testberichte (PDF-Format) unterschiedlichen Datums. Da ANFR an dieser Stelle jedoch das Datum nennt, an dem das PDF ins Verzeichnis eingefügt wurde, ist die Zuordnung zum Testzeitpunkt erst nach Sichtung möglich. Der Testbericht, den auch Alerte Phonegate verlinkt, ist im Verzeichnis der mit Datum 2026-02-25:</p>
<p>1-6460_23-30-03...<span style="color:#fff;">_________'_</span>2023-09-28<br />
NAN-COM054210042-01...<span style="color:#fff;">_____</span>2022-02-18<br />
NAN-COM054210042-02...<span style="color:#fff;">_____</span>2026-02-25<br />
NAN-COM054210042-03...<span style="color:#fff;">_____</span>2025-12-17</p>
<p>Anscheinend wurde 2026 nur der eine Testbericht hinzugefügt, den Alerte Phonegate so inständig über 1'500 Tage hinweg erwartet hat. Was an diesem Testbericht substanziell anders ist, als bei den anderen Testberichten, die seit 2022 in dem Verzeichnis lagern, hat sich mir nicht erschlossen. Auch ChatGPT konnte zwischen den drei NAN-Testberichten keinen substanziellen Unterschied feststellen. Lediglich der Testbericht 1-6460_23-30-03... ist anders, er enthält Dinge, die in den NAN-Berichten entweder gar nicht oder nur eingeschränkt vorkommen. Deshalb ist es unverständlich, warum Alerte Phonegate nicht diesen Bericht intensiver prüfen möchte, sondern den belanglosen Bericht NAN-COM054210042-02..., nur weil dieser von ANFR so lange zurückgehalten wurde. Unklar ist, warum Alerte Phonegate sich dann nicht an dem ähnlichen Bericht NAN-COM054210042-03... erquickte, der schon im Dezember 2025 veröffentlicht wurde.</p>
<p>Insgesamt wirkt das Gezeter reichlich konstruiert, das Alerte Phonegate um den angeblichen iPhone-12-Skandal veranstaltet. Marc Arazi, Präsident des Vereins, scheint hier einen Feldzug aus persönlichen Motiven zu führen. Konnte er 2023 noch auf Unterstützung aus der Anti-Mobilfunk-Szene zählen, steht er mittlerweile ziemlich allein da und weist Parallelen zu dem ehemaligen Gigaherz-Präsidenten Hans-U. Jakob auf. Auch Jakob hat Themen wie die &quot;Mogelpackung Anlagegrenzwerte&quot;, die er unbeirrt seit Jahrzehnten vertritt, denen aber niemand sonst folgen möchte. Auch der Drang, sich mitzuteilen, ist ihnen gemeinsam sowie der Umstand, beruflich mit Funktechnik nicht das geringste zu tun zu haben: Jakob war Elektriker, Arazi hat Medizin studiert, ob er je praktiziert hat, geht im Dunst des Internets unter.</p>
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<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 22:24:05 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75462</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Meinungsfreiheit in Gefahr (LG Hamburg)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es erinnert mich sehr stark an mein Verfahren vor dem LG Hamburg (Kratochvil vs. Lerchl): wissenschaftliche Evidenz zählt nicht, richterliche &quot;Einschätzung&quot; dagegen sehr wohl.</p>
<p>Zitat: <span style="font-size:large;"><strong>Umstrittenes Gerichtsverfahren Drosten/Wiesendanger</strong></span></p>
<p><span style="font-size:large;"><strong>Fürchtet das Hamburger Landgericht die Öffentlichkeit?</strong></span></p>
<p>Die mündliche Hauptverhandlung im äußerungsrechtlichen Streit Drosten/Wiesendanger vom Freitag, den 27.02.2026 am Landgericht Hamburg konnte von vielen interessierten Personen, welche teilweise sehr lange Anreisezeiten aus ganz Deutschland auf sich genommen haben, nicht verfolgt werden, obwohl die Sitzung öffentlich war. Einen detaillierten Bericht sowie eine fundierte Dokumentation der Ereignisse rund um diesen Gerichtsprozess durch eine anwesende Journalistin finden Sie <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HB09BIwlnDc">hier</a>:</p>
<p><br />
Auf Grund des Verdachts eines Verstoßes gegen das Prinzip der Öffentlichkeit gem. 169 GVG im vorliegenden Verfahren hat eine Hamburger Rechtsanwältin eine Dienst- bzw. Fachaufsichtsbeschwerde bei der Präsidentin des Landgerichts Hamburg eingereicht (siehe Schreiben im Anhang).</p>
<p>In etlichen Kommentaren zu diesem Gerichtsverfahren war bereits von einem „Justizskandal“ die Rede, u.a. <a href="https://www.kettner-edelmetalle.de/news/drosten-gegen-wiesendanger-hamburger-landgericht-sperrt-offentlichkeit-weitgehend-aus-03-03-2026">hier</a>:</p>
<p><br />
Ich selbst habe im Rahmen mehrerer Interviews Stellung zu den Ereignissen rund um dieses Gerichtsverfahren genommen, u.a. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=zafomzl9kTc">hier</a>:</p>
<p>(ab 10.03., 18:00 Uhr abzurufen).</p>
<p> </p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Roland Wiesendanger&quot;</p>
<p>Zitat Ende</p>
<p>Ich gehöre zu den Erstunterzeichnern des Dokuments, welches den Ursprung der Corona-Pandemie in einem Labor verortete.</p>
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<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 18:53:07 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75455</wfw:commentRss><dc:creator>Alexander Lerchl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Obacht, den Schweizern nicht ins Netz gehen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Schon ein Kurztrip ans Nordufer des Bodensees kann für EU-Bürger unerwartet teuer werden. Denn weil die Schweiz nicht in der EU ist, gilt für sie nicht das EU-Roaming, mit dem EU-Bürger überall in der EU mobil surfen und telefonieren können wie zuhause. Tückisch: Um in ein schweizerisches Mobilfunknetz eingebucht zu werden, muss man nicht die Grenze zur Schweiz überschreiten, denn die Netze der eidgenössischen Netzbetreiber reichen weit z.B. auf deutsches Staatsgebiet. In umgekehrter Richtung sollen die Netze deutscher Betreiber weitaus weniger weit in die Schweiz reichen. Wer jetzt nicht aufpasst und die Welcome-SMS aus der Schweiz ignoriert, kann in wenigen Minuten bis zu 50 Euro an Roaming-Gebühren verlieren. Schweizerische Betreiber nehmen auf diese Weise im Jahr etwa 45 Mio. CHF ein. <a href="https://www.schwaebische.de/regional/baden-wuerttemberg/ahnungslose-urlauber-gehen-in-die-falle-sie-kennen-die-problematik-gar-nicht-4394873">mehr ...</a></p>
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<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 21:00:13 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75447</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>EU-Forschung zeigt weiterhin niedrige 5G-Exposition</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#666;"><strong>Ein europäischer Forschungsverbund hat in mehreren groß angelegten Messkampagnen untersucht, wie sich die Einführung von 5G auf die Exposition der Bevölkerung gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) auswirkt. Das Ergebnis fällt wenig spektakulär aus: Die gemessenen Werte liegen deutlich unter den geltenden Grenzwerten. Auffällig ist allerdings eine deutliche Diskrepanz zwischen gemessener und wahrgenommener Exposition. Viele Menschen gehen davon aus, dass 5G ihre Belastung deutlich erhöht – eine Annahme, die durch Messdaten bislang nicht gestützt wird.</strong></span> <br />
 <br />
Der <a href="https://seawave-project.eu/seawave-project.eu/ftpuser/CLUE-H_Second_Policy_Brief_Structure_New_v4.pdf"><span class="underline">10-seitige Bericht</span></a> ist ein „Policy Brief“ des europäischen Forschungsclusters Clue-H, in dem mehrere EU-Projekte (u. a. Goliat, Etain, SeaWave und NextGem) ihre Ergebnisse zusammenführen. Ein Policy Brief ist keine wissenschaftliche Originalarbeit, sondern ein kurz gefasstes Hintergrundpapier für politische Entscheidungsträger. Es fasst vorhandene Forschung zusammen und leitet daraus Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung ab.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Vier Expositionsarten</span></p>
<p>Die Autoren unterscheiden vier typische Situationen, in denen Menschen HF-EMF ausgesetzt sein können.</p>
<p>Zum einen gibt es die <span class="underline">unfreiwillige Downlink-Exposition</span> durch Basisstationen. Diese ist unabhängig davon, ob jemand sein Smartphone nutzt oder nicht, und betrifft typischerweise den ganzen Körper. Zweitens kann <span class="underline">induzierte Downlink-Exposition</span> auftreten: Wenn Nutzer Daten übertragen, richtet die Basisstation gezielt Funkstrahlen auf sie aus (Beamforming). Dadurch können in der unmittelbaren Umgebung der Nutzer kurzfristig höhere Feldstärken auftreten.</p>
<p>Die <span class="underline">induzierte Uplink-Exposition</span> entsteht durch das eigene Gerät, etwa bei Telefonaten oder Datenuploads. Da das Gerät nahe am Körper betrieben wird, kann diese Quelle lokal die wichtigste Expositionskomponente sein. Schließlich gibt es <span class="underline">unfreiwillige Uplink-Exposition</span>, etwa in Zügen, Einkaufszentren oder Stadien, wenn viele Geräte gleichzeitig senden. </p>
<p>Die Systematik ist wissenschaftlich sinnvoll, weil sie verdeutlicht: „Mobilfunkexposition“ ist kein einheitliches Phänomen, sondern das Ergebnis mehrerer gleichzeitig wirkender Quellen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Wandel der Expositionsmuster</span></p>
<p>Historisch dominierte in frühen Mobilfunksystemen (1G) die Exposition durch die eigenen Geräte. Mobiltelefone sendeten mit relativ hoher Leistung und wurden meist direkt am Kopf verwendet.</p>
<p>Mit der Entwicklung zu 2G, 3G und später 4G änderte sich dieses Muster. Verbesserte Leistungsregelung reduzierte die durchschnittliche Sendeleistung der Geräte, während gleichzeitig mehr Basisstationen aufgebaut wurden. Dadurch nahm der relative Anteil der Downlink-Signale an der Gesamtexposition zu.</p>
<p>Bei 5G bleibt dieses Grundmuster bestehen. Neu sind jedoch massive Mimo-Antennen und dynamisches Beamforming. Dadurch schwanken Feldstärken stärker über kurze Zeiträume und Distanzen, weil Signale gezielt auf aktive Nutzer gerichtet werden.</p>
<p>Im Millimeterwellenbereich (FR2), der in Europa bislang nur sehr begrenzt genutzt wird, beschränkt sich die Absorption überwiegend auf oberflächliche Gewebe wie Haut und Augen. </p>
<p>Bemerkenswert ist, dass der Bericht die technischen Veränderungen der Netzinfrastruktur – etwa Beamforming, Massive Mimo oder neue Frequenzbereiche – ausführlich beschreibt, diese Veränderungen jedoch ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Expositionsmessung und -modellierung diskutiert, nicht als Hinweis auf mögliche Gesundheitsrisiken.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Messkampagnen in Europa</span></p>
<p><img src="https://www.izgmf.de/scripts/forum/images/uploaded/2026030713224469ac26a411d22.jpg" class="left" alt="[image]" width="600" height="335" />◄ <span style="font-size:smaller;">Mittlere Leistungsflussdichte (mW/m²), gemessen in verschiedenen Frequenzbändern mit dem Messgerät ExpoM-RF4. Die Grafik ist nach Ländern und nach Szenario der Datenübertragung gegliedert.</span><br />
<span style="font-size:smaller;">Bild: Veludo et al, 2025</span><br />
<span style="color:#fff;">.<br />
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Mehrere Projekte des Clue-H-Clusters führten Messungen in zahlreichen Ländern durch.</p>
<p>Im Projekt <span class="underline">Goliat</span> wurden Expositionen entlang definierter Routen in zehn europäischen Staaten gemessen. Dabei zeigte sich unter anderem, dass die mittlere Exposition in ländlichen Gebieten etwa 80 % niedriger ist als in Städten. In allen Szenarien lagen die Werte deutlich unter den regulatorischen Grenzwerten. </p>
<p>Das Projekt <span class="underline">Etain</span> untersuchte den Zusammenhang zwischen Netzqualität und Sendeleistung von Smartphones. Gute Signalqualität führt typischerweise zu geringerer Sendeleistung des Geräts – und damit zu geringerer persönlicher Exposition. Gleichzeitig kann die Umgebungsbelastung durch stärkere Basisstationssignale etwas höher sein. </p>
<p>Im Projekt <span class="underline">SeaWave</span> zeigte sich, dass die relative Bedeutung von Uplink- und Downlink-Anteilen stark vom Umfeld abhängt. In ländlichen Gebieten dominiert eher der Uplink des eigenen Geräts, während in Städten Downlink-Signale stärker ins Gewicht fallen. </p>
<p>Das Projekt <span class="underline">NextGem</span> untersuchte außerdem erste 5G-Installationen im Millimeterwellenbereich. Auch dort lagen die gemessenen Werte deutlich unter den Icnirp-Grenzwerten. Außerhalb eines gezielten Funkstrahls sinkt die Exposition rasch auf sehr niedrige Werte. </p>
<p>Der vielleicht wichtigste Befund dieser Messkampagnen: Ein deutlicher Anstieg der Umwelt-Exposition durch die Einführung von 5G ließ sich bislang nicht nachweisen.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Wahrnehmung und Realität</span></p>
<p>Parallel zu den Messungen wurde eine Befragung von rund 10'000 Personen in zehn europäischen Ländern durchgeführt. Die Mehrheit der Befragten erwartet, dass 5G ihre tägliche HF-EMF-Exposition erhöht. Besonders häufig wird angenommen, Videotelefonie über 5G führe zu höheren Belastungen als über 4G oder W-Lan. Messdaten liefern dafür jedoch keinen überzeugenden Beleg. In einigen Nutzungsszenarien lag die Sendeleistung von 5G-Geräten sogar niedriger als bei 4G. </p>
<p>Der Bericht spricht hier diplomatisch von „Misconceptions“, also Fehlvorstellungen in der Bevölkerung.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Politische Schlussfolgerungen</span></p>
<p>Die Autoren kommen zu mehreren Kernaussagen:</p>
<p>– Umwelt-Expositionen liegen deutlich unter den geltenden Grenzwerten.<br />
– Ein Anstieg der Umwelt-Exposition durch 5G konnte bislang nicht nachgewiesen werden.<br />
– Die individuelle Gesamtbelastung hängt stark vom Nutzungsverhalten ab.<br />
– Gute Netzabdeckung kann die persönliche Exposition sogar verringern, weil Geräte mit geringerer Leistung senden müssen. </p>
<p>Trotz dieser Befunde formuliert der Policy Brief mehrere vorsichtige Empfehlungen, etwa eine kontinuierliche Expositionsüberwachung und bessere Risikokommunikation.</p>
<p>Hier zeigt sich der politische Charakter des Dokuments: Obwohl die Messdaten keine Hinweise auf gesundheitliche Risiken liefern, vermeiden die Autoren eine eindeutige Entwarnung. Stattdessen wird argumentiert, Unsicherheiten ließen sich nie vollständig ausschließen, weshalb Monitoring und Kommunikationsmaßnahmen fortgeführt werden sollten.<br />
 <br />
<span style="font-size:large;">Ein nüchterner Befund</span></p>
<p>Unter dem Strich bestätigt der Bericht im Wesentlichen das, was auch frühere Messprogramme gezeigt haben: Die HF-EMF-Exposition der Bevölkerung durch Mobilfunk bleibt weit unterhalb der Grenzwerte. Das eigentlich auffällige Ergebnis liegt daher weniger in den Messdaten als in der Wahrnehmungslücke: Während Messungen keinen deutlichen Expositionsanstieg durch 5G erkennen lassen, erwartet ein erheblicher Teil der Bevölkerung genau das Gegenteil.</p>
<p>Die eigentliche Herausforderung für Politik und Behörden besteht deshalb weniger in der Exposition selbst als in der Kommunikation darüber.</p>
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<pubDate>Sat, 07 Mar 2026 13:31:15 +0000</pubDate>
<category>Forschung</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75442</wfw:commentRss><dc:creator>KI</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Verstrahlt: BeVoMed-Jahresbericht 2024 veröffentlicht</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wird man z.B. beim Röntgen unbeabsichtigt zu viel Strahlung ausgesetzt, gilt das als sogenanntes bedeutsames Vorkommnis in der Medizin (kurz BeVoMed). Solche Zwischenfälle müssen gemeldet werden. Das BfS als zentrale Stelle im Meldesystem hat nun den <a href="https://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2026021659066/1/BfS-75-26.pdf">Jahresbericht 2024</a> mit Zahlen und Analysen veröffentlicht. Dem Bericht zufolge gab es bereinigt 205 Meldungen über bedeutsame Vorkommnisse. Alle ausgewerteten Meldungen beziehen sich ausschließlich auf medizinische Expositionen; zu Expositionen von untersuchten Personen bei nichtmedizinischen Anwendungen erfolgte keine Meldung. Vier Meldungen handelten von Vorkommnissen mit beinahe eingetretener unbeabsichtigter Expositionen, zwei davon aus der Strahlentherapie und zwei aus der Intervention.</p>
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<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 22:33:08 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75441</wfw:commentRss><dc:creator>H. Lamarr</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Schweiz: Neuregelung für Mobilfunk-Repeater</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:large;">Neue Regeln für einen störungsfreien Betrieb von Mobilfunk-Verstärkern</span></p>
<p>Trotz der sehr guten Mobilfunkversorgung in der Schweiz kann das Mobilfunksignal in Innenräumen weniger stark sein. Gründe dafür sind häufig bauliche Gegebenheiten. Die Folge: Viele Menschen haben zu Hause, im Büro oder in Geschäftsräumen mit einem schwachen oder fehlenden Empfang zu kämpfen, was sowohl die tägliche Kommunikation als auch die Funktion vernetzter Geräte beeinträchtigt. Ein Mobilfunk-Verstärker, auch Repeater genannt, kann Abhilfe schaffen, indem er das bestehende Signal verstärkt. Allerdings können unsachgemäss eingesetzte Repeater die Funkkommunikation erheblich stören. Seit dem 1. Januar 2026 dürfen deshalb ausschliesslich Mobilfunkanbieterinnen mit einer Konzession zur Nutzung von Mobilfunkfrequenzen solche Geräte installieren und betreiben. <a href="https://www.bakom.admin.ch/de/neue-regeln-fuer-einen-stoerungsfreien-einsatz-von-mobilfunk-verstaerkern">weiter ...</a></p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 22:04:27 +0000</pubDate>
<category>Technik</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75440</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Heißluftballon kollidiert in 280 m Höhe mit Funkmast</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts für schwache Nerven. In Texas bleibt ein Heißluftballon in schwindelerregender Höhe an einem Funkmast hängen. Die beiden Passagiere haben unglaubliches Glück, dass der Korb nicht abstürzte. <a href="https://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/In-280-Meter-Hoehe-Heissluftballon-haengt-in-Fetzen-an-Mast-id30421173.html">Drohnenaufnahmen zeigen</a> die waghalsige Rettung 280 Meter über dem Erdboden. In den hiesigen Medien heißt es, der Ballon sei an einem Mobilfunkmast hängen geblieben. Dies dürfte nur die halbe Wahrheit sein, denn Mobilfunk benötigt derart hohe Masten nicht. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um einen Funkmast mit diversen Funkdiensten in unterschiedlicher Montagehöhe, darunter auch Mobilfunk.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=75437</link>
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<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 14:46:56 +0000</pubDate>
<category>Allgemein</category><wfw:commentRss>https://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=rss&amp;replies=75437</wfw:commentRss><dc:creator>Gast</dc:creator>
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