Wann und wie wird man Elektronsensibel? (Allgemein)

KlaKla, Samstag, 28.10.2006, 15:44 (vor 5386 Tagen)

verschonen von Aufklärung mit der Angst, weil Thema verfehlt.

verfasst von charles

Wenn man an 200-2.000 uW/m2 ausgesetzt ist, und man erfüllt an verschiedene Anforderungen, kann man elektrosensibel werden.

Elektrosensible aber können schon ab 1 uW/m2 Reaktionen bekommen.

Die Wattage der Sender tut nichts zur Sache.
Auch den Abstand zur Sendemast tut nichts zur Sache.
Nur die gesamte Leistungsflussdichte innerhalb der Wohnung ist hier entscheidend.

Unterhalb von 2.000 uW/m2 haben Sendemasten auf *gesunde* Menschen keine krankmachende Einfluss.

Unterhalb von 200 uW/m2 haben Sendemasten eine katalysierende und beschleunigende Wirkung auf *ungesunde* Menschen, wobei ich Personen verstehe, die etwas im Körper haben was auf die EMV reagieren kann, und wobei latent anwesende Krankheitskeimen zur volle Entwicklung kommen können.

Die Schwelle, wobei alle Menschen von EMV betroffen werden, egal ob sie gesund oder ungesund sind, liegt bei etwa 10.000 uW/m2.
Dann treten ganz andere Krankheiten auf.

Diese Werte stammen aus die tägliche Praxis.

Bei der ETH Studie hat es sich auch gezeigt, dass von den 117 Probanten es 4 Personen gegeben hat, welche während und nachher ernsthafte tagenlange Gesundheitsbeschwerden gegeben hat, und dies nach nur 45 Minuten Exposition.
Das macht 4 auf 117 = 3.4 %.
Umgerechnet auf Deutschland kommen wir dann auf 2 Millionen Menschen!
Und nur von UMTS; GSM und der Rest nicht mitgerechnet.

---
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

--
Meine Meinungsäußerung

Wann und wie wird man Elektronsensibel?

KlaKla, Samstag, 28.10.2006, 15:57 (vor 5386 Tagen) @ KlaKla

Wenn man an 200-2.000 uW/m2 ausgesetzt ist, und man erfüllt an verschiedene Anforderungen, kann man elektrosensibel werden.

Welche verschiedene Anforderungen meinen Sie?

Elektrosensible aber können schon ab 1 uW/m2 Reaktionen bekommen.
Unterhalb von 2.000 uW/m2 haben Sendemasten auf *gesunde* Menschen keine krankmachende Einfluss.
Unterhalb von 200 uW/m2 haben Sendemasten eine katalysierende und beschleunigende Wirkung auf *ungesunde* Menschen, wobei ich Personen verstehe, die etwas im Körper haben was auf die EMV reagieren kann, und wobei latent anwesende Krankheitskeimen zur volle Entwicklung kommen können.
Die Schwelle, wobei alle Menschen von EMV betroffen werden, egal ob sie gesund oder ungesund sind, liegt bei etwa 10.000 uW/m2. Dann treten ganz andere Krankheiten auf.

Worauf stützen Sie Ihre Aussagen?
Und welche Krankheiten treten dann auf?

Diese Werte stammen aus die tägliche Praxis.

Sie sind doch gar kein Arzt, daher frage ich mich, was Sie damit sagen wollen, diese Werte stammen aus der täglichen Praxis?

--
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Wann und wie wird man Elektronsensibel?

charles ⌂ @, Samstag, 28.10.2006, 19:15 (vor 5386 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von charles, Samstag, 28.10.2006, 19:46

> > Wenn man an 200-2.000 uW/m2 ausgesetzt ist, und man erfüllt an verschiedene Anforderungen, kann man elektrosensibel werden.

[quote]Welche verschiedene Anforderungen meinen Sie?[/quote]

[quote][quote]Elektrosensible aber können schon ab 1 uW/m2 Reaktionen bekommen.
Unterhalb von 2.000 uW/m2 haben Sendemasten auf *gesunde* Menschen keine krankmachende Einfluss.[/quote][/quote]
[quote]Unterhalb von 200 uW/m2 haben Sendemasten eine katalysierende und beschleunigende Wirkung auf *ungesunde* Menschen, wobei ich Personen verstehe, die etwas im Körper haben was auf die EMV reagieren kann, und wobei latent anwesende Krankheitskeimen zur volle Entwicklung kommen können.[/quote]
[quote][quote]Die Schwelle, wobei alle Menschen von EMV betroffen werden, egal ob sie gesund oder ungesund sind, liegt bei etwa 10.000 uW/m2. Dann treten ganz andere Krankheiten auf.[/quote][/quote]

[quote]Worauf stützen Sie Ihre Aussagen?
Und welche Krankheiten treten dann auf?[/quote]

[quote]Diese Werte stammen aus die tägliche Praxis.
Sie sind doch gar kein Arzt, daher frage ich mich, was Sie damit sagen wollen, diese Werte stammen aus der täglichen Praxis?
[/quote]

Mit Anforderungen meine ich ein geschädigtes Immunsystem.
Dafür kann es viele Gründe geben.

Meine Aussagen sind basiert auf viele baubiologische Hausuntersuchungen, wobei auch oft andere Ursachen der Elektrosmog-Familie gefunden wurden als nur Sendemasten. Man darf z.B. die statische Magnetfelder (Betten) nicht unterschätzen.

Mit Gesundheitsbeschwerden durch Elektrosmog meine ich die Beschwerden die zwar ernsthaft und sehr belastend sein können, aber die man wieder grossenteils mindern kann, wenn man in der Lage ist in eine strahlungsarme Umgebung zu verbleiben, und zur gleicher Zeit auch das Immunsystem zu verbessern, z.B. durch Detoxifikation von Schwermetalle wie Quecksilber.

Mit andere Krankheiten meine ich z.B. Krebs, Tumore, etc.
Und diese sind fast nicht zu heilen wenn man in eine strahlungsreiche Umgebung verbleibt, egal welche Methode verfolgt wird.
Da wirkt die HF STrahlung als ein richtiger Katalysator und Beschleuniger.

Und nein, ich bin keine Artzt.
Aber bedenke das die meiste Studien getätigt werden um die Unschädlichkeit von EMV zu beweisen.
Niemand will eine Studie wo man untersucht wie und wobei Elektrosensible reagieren.
Obwohl das Wirkungsmechanismus von EMV auf die Gesundheit schon für 90 % wissenschaftlich bekannt ist, will man es nicht anerkennen.
Die Telecom Industrie hat immer bei den Forschern einen Fuss zwischen den Tür.
Elektrosensible darf es noch nicht geben. Auch die ETH Forscher leugnen Elektrosensible.
Und die Behörden versuchen auch bestens dies zu vermeiden, da sonst viele Schadenersatzklagen kommen werden.

Bedenke, dass bei der ETH Studie von den 117 Probanten es 4 Personen gegeben hat, die während und nachher ernsthafte tagenlang andauernde Gesundheitsbeschwerden gemeldet haben, bei nur 45 Minuten UMTS Exposition.
4 auf 117 macht doch 3.4 %.
Umgerechnet auf Deutschland bringt das etwa 2 Millionen Menschen!
Und nur bei UMTS; GSM und anderes drahtloses Gewalt nicht mitgerechnet.

Ausserdem muss auch erwähnt werden dass Elektrosensible auf ganz winzige, fast nicht messbare, Elektrosmog reagieren können.
Dies wiederspricht die Meinung von viele Technikern, dass das Wattage zu gering sei um etwas auslösen zu können.
Also die Empfindlichkeit vom viele Elektrosensible ist sehr unterschiedlich und manchmal unvorstellbar geringfügig.
Dies hat mit dem biologische Fenster zu tun.
Eine stark strahlende GSM Antenne tut nichts, aber ein bestimmtes winziges DECT Signal weit weg wird reagierend erfahren, und ein stärkeres anderes DECT Signal auch wieder nicht.

Ich habe dies alles durch messen und beobachten festgestellt.
Es ist natürlich kein wissenschaftliches Beweis, aber dies sind die erfahrene Fakten, die man nicht leugnen kann.

Ich will nur betonen, dass es für viele Umstehende schwer zu verstehen ist, dass es Personen gibt, die höchst empfindlich sind für verschiedene Formen von Elektrosmog.
Es gibt Personen die es z.B. bei Metro oder Ikea sehr schwer haben.
Man soll dafür Verständnis haben.

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Charles Claessens
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Wann und wie wird man Elektronsensibel?

KlaKla, Sonntag, 29.10.2006, 09:35 (vor 5385 Tagen) @ charles

Wenn man an 200-2.000 uW/m2 ausgesetzt ist, und man erfüllt an verschiedene Anforderungen, kann man elektrosensibel werden. Mit Anforderungen meine ich ein geschädigtes Immunsystem. Dafür kann es viele Gründe geben.

Hab ich das jetzt richtig verstanden, Sie meinen, dass Menschen die Vorbelastet sind durch Schwermetallbelastung bevorzugt an Elektrosensibilität leiden? Dann treten Krankheitsymptome wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen etc. schon ab einer HF-Belastung von 1 µW/m² auf?

Die Schwelle, wobei alle Menschen von EMV betroffen werden, egal ob sie gesund oder ungesund sind, liegt bei etwa 10.000 uW/m2. Dann treten ganz andere Krankheiten auf.

Mit andere Krankheiten meine ich z.B. Krebs, Tumore, etc. Und diese sind fast nicht zu heilen wenn man in eine strahlungsreiche Umgebung verbleibt, egal welche Methode verfolgt wird. Da wirkt die HF STrahlung als ein richtiger Katalysator und Beschleuniger.

Dem zu Folge müssten doch die Statistik der Krebs und Tumorerkrankungen signifikant steigen seit Einführung dieser Technik.

Es wäre wichtig, zu erfahren wie stark sind die Menschen tatsächlich belastet, an Orten wo sie sich dauerhaft aufhalten. Frau Waldmann-Selsam könnte entsprechende Daten liefern. Und Baubiologen könnten auch entsprechende Daten liefern. Ich erinnere an die Aktion vom IZgMF "Top 10 der Funkfeldbelastung - mehr Details". Soweit ich informiert bin, wurden nicht genügend Daten beim IZgMF zusammengetragen um diesen Sachverhalt weiter zu verfolgen.

Meine Erklärung, warum Mobilfunkkritiker/Baubiologen diese Aktion nicht unterstützt, könnte darin liegen, dass man Angst vor dem Ergebnis hat. Zum Beispiel, es gibt nicht viele Orte wo sich Menschen dauerhaft aufhalten und =/> 10 mW/m² strahlen belastet sind. Ein Beitrag je nach Ergebnis könnte für Baubiologen Geschäfts schädigend sein und manche Mobilfunkkritiker müssten ihre Argumentation ändern.


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Schmetterling @, Sonntag, 29.10.2006, 10:37 (vor 5385 Tagen) @ KlaKla

Dem zu Folge müssten doch die Statistik der Krebs- und Tumorerkrankungen signifikant steigen seit Einführung dieser Technik.

Punkt 1: Wo bekommt man Daten her, die nicht schon Jahre alt sind? (man sollte noch bedenken, dass Krebs ca.3-5 Jahre braucht, ehe er ausbricht)

Punkt 2: Wieviel Prozent der Bevölkerung sind "stärker" belastet? Grob geschätzt?... um Antennenansammlungen in der Stadt, um starke, weitreichende Antennen auf dem Land, in Verbindung mit Hochspannungsmasten...(wie ist das z.B. mit Steinbach-Hallenberg?)...Angenommen, bei 10 Prozent der Bevölkerung steigt die Krebshäufigkeit um 50 Prozent, wissen Sie wie signifikant das ist? (nämlich fast nicht)...Herr Hahn hat das sehr gut erläutert.

Punkt 3: Wie wollen Sie beweisen dass Mobilfunk die Ursache ist?

Und Baubiologen könnten auch entsprechende Daten liefern.

Würden Sie denen irgendwas glauben, wenn die hier was reinschreiben? Ich befürchte sehr, diesen Bonus haben Sie sich verscherzt.


der Schmetterling


Ach ja...Ich habe nachfolgende Frage so ähnlich im Nachbarforum gestellt. Es kamen nette Antworten, die aber folgendes nicht vollständig klären konnten:

Warum werden keine "ordentlichen Studien" gemacht, die in eine Situation, wie sie in Schlüchtern herrscht, Klärung bringt?
Dazu sollte gehören:
-ärztliche Untersuchung aller relevant erscheinenden Parameter bei den Anwohnern
-jeweils tagelange (nicht nur stunden- und minutenlange) De- und Exposition
-mit der gleichen "Strahlenbelastung" wie sie hier vorherrscht (sowohl im NF als auch im HF Bereich)
Bei der Studie sollten Ärzte mitwirken aber auch Messtechniker, Fachleute für HF u.a.

Einen schönen Sonntag wünsche ich.

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Fragen

KlaKla, Sonntag, 29.10.2006, 13:37 (vor 5385 Tagen) @ Schmetterling

Waldmann-Selsam und Baubiologen könnten entsprechende Daten liefern.

Würden Sie denen irgendwas glauben, wenn die hier was reinschreiben?

Wenn Waldmann-Selsam oder Baubiologe xy in Wohnung xy eine Leistungsflussdichte von xy gemessen hat in einer Entferung zur Antenne..., müsste auch ich dies als gegeben hinnehmen. Es geht in erster Linie darum, Fakten zusammen zu tragen. Nicht nur für mich sondern für interessierte Leser. Die Interpretation der Daten ist eine andere Sache.

Ich befürchte sehr, diesen Bonus haben Sie sich verscherzt.

Wodurch??

Warum werden keine "ordentlichen Studien" gemacht, die in eine Situation, wie sie in Schlüchtern herrscht, Klärung bringt?
Dazu sollte gehören:
-ärztliche Untersuchung aller relevant erscheinenden Parameter bei den Anwohnern
-jeweils tagelange (nicht nur stunden- und minutenlange) De- und Exposition
-mit der gleichen "Strahlenbelastung" wie sie hier vorherrscht (sowohl im NF als auch im HF Bereich)
Bei der Studie sollten Ärzte mitwirken aber auch Messtechniker, Fachleute für HF u.a.

Die Frage ist schon interessant, aber die Frage sollten Sie auch da stellen, wo dies bzgl. entsprechende Entscheidungen getroffen werden, beim Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (DMFp), BfS. Wenn Sie dann Ihre Frage und die Antwort vom DMFp, BfS hier einstellen, hätten ihre Frage einen echten Mehrwert für alle Leser hier.

--
Meine Meinungsäußerung

Frage

M. Hahn, Sonntag, 29.10.2006, 16:33 (vor 5385 Tagen) @ Schmetterling

(man sollte noch bedenken, dass Krebs ca.3-5 Jahre braucht, ehe er ausbricht)

Schmetterling, auf welcher Blüte haben Sie denn diese Zahl eingesammelt?

Frage

Schmetterling @, Montag, 30.10.2006, 08:55 (vor 5384 Tagen) @ M. Hahn

(man sollte noch bedenken, dass Krebs ca.3-5 Jahre braucht, ehe er

ausbricht)

Schmetterling, auf welcher Blüte haben Sie denn diese Zahl eingesammelt?

Ich gebe zu, das ist sehr unglücklich formuliert.
Diese Zahlen habe ich irgendwo gelesen...ich suche nach der Quelle.
"Ausbrechen" ist nicht das passende Wort; besser wäre gewesen "von der Entstehung bis zur Diagnose" und ich habe fatalerweise das Wort "durchschnittlich" vergessen zu schreiben. Und, da die individuellen Unterschiede sehr groß sind, verzerrt das den Sinn sehr.

Oder haben Sie bessere Zahlen? Ich lasse mich (sehr!)gerne belehren, da ich an der ganzen Diskussion lernen möchte. Sonst wäre die aufgewendete Zeit für mich verlorene Zeit.


Gruß vom Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Frage

M. Hahn, Mittwoch, 01.11.2006, 15:45 (vor 5382 Tagen) @ Schmetterling

(man sollte noch bedenken, dass Krebs ca.3-5 Jahre braucht, ehe er ausbricht)

> Schmetterling, auf welcher Blüte haben Sie denn diese Zahl eingesammelt?

Ich gebe zu, das ist sehr unglücklich formuliert. Diese Zahlen habe ich irgendwo gelesen...ich suche nach der Quelle. "Ausbrechen" ist nicht das passende Wort; besser wäre gewesen "von der Entstehung bis zur Diagnose" und ich habe fatalerweise das Wort "durchschnittlich" vergessen zu schreiben. Und, da die individuellen Unterschiede sehr groß sind, verzerrt das den Sinn sehr.

Oder haben Sie bessere Zahlen? Ich lasse mich (sehr!)gerne belehren, da ich an der ganzen Diskussion lernen möchte. Sonst wäre die aufgewendete Zeit für mich verlorene Zeit.

*********************************************************************************************************
Für ionisierende Strahlung spricht man von Latenzzeiten von 10-15 Jahren.
Zitat Prof. Kaul (vormaliger Präsident des BfS):
Die Häufigkeit solider Tumoren nimmt nach einer Latenzzeit von 10 - 15 Jahren auch 30 - 45 Jahre nach Exposition zu.
D.h. viele Fälle treten sogar nach einer NOCH viel längeren Zeit (Jahrzehnte danach) auf. Ein klar erkennbares Maximum, woraus ein Mittelwert der Latenzzeit ablesbar wäre, fehlt anscheinend.
Kaul schreibt dazu: Strahlung ist im wesentlichen ein initiierendes Agens, Promotion und Progression sind durch andere, stark altersabhängige Faktoren bestimmt.
Ausnahme: Leukämie.
Hier ist die Latenzzeit kurz. Nochmal Zitat Kaul:
Leukämien treten bereits nach einer Latenzzeit von etwa 2 Jahren nach Be-
strahlung auf. Die Häufigkeit erreicht etwa 5 - 15 Jahre nach Exposition ein Maximum und verringert sich anschliessend wieder.

Die Zitate sind einem Vortrag entnommen, den Sie hier (3. Link von oben)
neben etlichem anderen Interessanten finden

Wie immer ohne Gewähr finden Sie natürlich auch bei Wikipedia (z.B. "Strahlenrisiko") Infos zum Thema.

Lange Latenzzeiten scheint es auch bei Asbest zu geben. Hier lässt sich aber wie es scheint, ein Mittelwert für die Latenzzeit besser angeben.
Zumeist ist von 35 Jahren (Schwankungsbreite 10-60 Jahre) die Rede.
Ähnliches
hier
Oder hier.

Beim Hautkrebs wird das mittlere Erkrankungsalter mit 60 Jahren angegeben (Quelle: Breitbart et a.l. "Hautkrebs-Screening in Schleswig-Holstein", Vortrag auf der Jahrestagung des Fachverbands für Strahlenschutz e.V. 2004). Das mittlere Alter für Sonnenbrände liegt deutlich davor, die meisten holt man sich vermutlich schon im Kindesalter. "Die Haut vergisst nie" sagen die Dermatologen.

Sicherlich gibt es auch kanzerogene Noxen, deren (Minimum der) Latenzzeit wiederum kürzer, vielleicht auch noch kürzer als die der stahleninduzierten Leukämien ist.

Ich will es dabei belassen. Das Feld der Tumorentstehung -ein komplexer und mitnichten in einem Schritt ablaufender Prozess- können wir getrost den Biologen überlassen, die Ermittlung von Latenzzeiten diesen gemeinsam mit den Epidemiologen. Beides ist nicht mein Gebiet. Ihres offenbar auch nicht. Mir ging es nur darum: Es gibt weder "den Krebs" noch gibt es "die Latenzzeit", außer natürlich auf Seite 1 der BILD. Niemandem ist genützt, wenn man so ohne Kenntnis mal rasch was daher erzählt.

M. Hahn

P.S.:
Bei der Suche nach Hautkrebs habe ich auf der Seite des Schwedischen Spaßvogels Örjan Hallberg noch eine lustige Sache gefunden.
Hallberg will uns bekanntlich weismachen, dass Hautkrebs von Radiosendern kommt. Sein berühmter Artikel trägt den Titel "It´s not a sunshine story". Nun hat er auf seiner Seite neuerdings sogar einen Artikel (na ja, was man so Artikel nennt) dazu, der NICHT aus seiner eigenen oder Olle Johanssons Feder stammt. Das macht neugierig.

Der Artikel heißt:
UVR-Induced Vitamin D:
The Elephant Sitting In The Living Room—Part V Is FM Broadcast Radiation Causing An Increase In Melanoma?
by Patricia E. Reykdal and Donald L. Smith

Die Lektüre ist wirklich kurzweilig und heiter, ich will hier aber nicht alle Bonbons bringen.
Nur die Quintessenz:
Hopefully, this information will cause all entities that sincerely want to reduce the incidence of CMM (das ist Cutaneous Malignant Melanoma, also der Hautkrebs M.H.) to stop blaming this increase on UVR and instead, call for a thorough investigation of the role played by FM broadcast radiation.

Zu deutsch:
Hoffentlich werden alle Stellen, die wirklich das Auftreten des Hautkrebses bekämpfen wollen, durch diese Information dazu veranlasst,
- aufzuhören, die UV-Strahlung dafür verantwortlich zu machen
- sich einzusetzen für eine ernsthafte Untersuchung der Rolle, die die UKW-Rundfunksender beim Hautkrebs spielen
.

Zu den Autoren heißt es am Ende des Artikels:
Patricia E. Reykdal owns and operates four tanning salons in Tucson, Ariz., and her husband, Donald L. Smith, is director of research of the Non-Ionizing Radiation Research Institute.

Also: Frau Reykdal besitzt vier Bräunungssalons in Arizona und der Coautor, Ihr Mann, ist Forschungsdirektor des "Forschungsinstituts für Nichtionisierende Strahlung".

Selten so gelacht. Bräunungsalon in Arizona...

noch ein paar Fragen

Schmetterling @, Donnerstag, 02.11.2006, 18:36 (vor 5381 Tagen) @ M. Hahn

Danke Herr Hahn für die sehr informative Antwort.

Für ionisierende Strahlung spricht man von Latenzzeiten von 10-15 Jahren.

Gut.
Für Hautkrebs 60 Jahre minus der (frühen) Lebensjahre ohne Sonnenbrand. Ganz grob gesagt > 15 Jahre. ok?
(also Mix: nichtionisierende/ und etwas ionisierende Strahlung...richtig?)

BITTE alles mit Fragezeichen sehen; ich habe nur "laut geschrieben"...

Dazu die Fragen:
Wie wertvoll und aussagekräftig ist mit diesem Hintergrund die Interphone- Studie?
Wo findet man die möglichst aktuellsten Daten über Zu- oder Abnahme von Krebserkrankungen u. Zu- oder Abnahme der Todesursache Krebs. (Ich weiß, es ist nicht Ihr Gebiet...aber vielleicht wissen Sie ja...)
Angenommen, man würde dem Mobilfunk eine Erhöhung der Krebshäufigkeit anlasten wollen, wäre das eigentlich schon aktuell? (Nein?) Da würde das Maxima ja erst in einigen Jahren sichtbar sein...oder???

Herr Hahn, bevor Sie kriteln...dies sind hypothetische Fragen nach einem Glas Wein und mir ist sehr wohl(!) bewußt, dass Krebs durch sehr(!) viele Faktoren beeinflusst werden kann u. man die Ursache nur in einigen Fällen sicher bestimmen kann...Trotzdem interessieren mich Tendenzen.

schönen Gruß vom Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

noch ein paar Fragen

M. Hahn, Donnerstag, 02.11.2006, 22:39 (vor 5380 Tagen) @ Schmetterling

Schmetterling, ich will nicht schlauer tun als ich bin, leider kann ich Ihnen zu der ganzen Krebs-Zeiten-Frage nix bringen, was Sie sich nicht auch selbst ergoogeln könnten. Allenfalls ein paar Tipps zum Schneller-Was-Finden beim Googeln. Da aber Vorsicht: Welche Tipps gebe ich Ihnen, welche schweige ich tot...? Selbst Herr Jakob weiß nicht, wer mich für diese Wühlarbeit bezahlt.

Wenn eifriger Handygebrauch das Risiko für Hirntumoren erhöht, und
wenn die solcherart induzierten/begünstigten Tumoren eine minimale Latenzzeit von mehr als, sagen wir mal 10 Jahren haben...
(und wer könnte beides wirklich ausschließen?)
dann können wir natürlich auch mit der Interphonestudie nicht die alles abschließende Antwort haben. Das ist sicher klar. Aber dennoch ist INTERPHONE ein wichtiger Beitrag.
Ich sehe allerdings kein Riesenthema in der Frage, bin der Ansicht, dass WENN es da ein Risiko gibt, es eher klein, in der Größenordnung der übrigen Lebensrisiken ist. Meine Vermutung, nicht mehr.
Ich habe mir das mal etwas unernst für mich ausgerechnet.
Die genannte schwedische Studie war (glaube ich) von 2001, und zwar ein Review des Schwedischen Strahlenschutzinstitutes SSI. Jedenfalls ergoogelbar. Fragen Sie mich jetzt bitte nicht wieso die Schweden vor 6 Jahren mit den "maximal 20%" so sicher sein konnten. Vielleicht steht es in dem Text, ich weiß es nicht mehr.

Jetzt noch ein Glas Wein (statistisch soll ein Glas Wein ab und zu.....) und dann gute Nacht.
M. Hahn

noch ein paar Fragen

Schmetterling @, Samstag, 04.11.2006, 13:36 (vor 5379 Tagen) @ M. Hahn

Wenn eifriger Handygebrauch das Risiko für Hirntumoren erhöht, und wenn die solcherart induzierten/begünstigten Tumoren eine minimale Latenzzeit von mehr als, sagen wir mal 10 Jahren haben... (und wer könnte beides wirklich ausschließen?)...

dann, Herr Hahn, hat die Interphone-Studie für mich den gleichen Stellenwert wie ein beliebtes Kinderspiel, als wenn ich mich auf eine schöne grüne Wiese setze, eine Margerite in die Hand nehme, Blütenblätter abzupfe und dabei vor mich hinmurmele:" Schädlich, nicht schädlich, schädlich..."

dann können wir natürlich auch mit der Interphonestudie nicht die alles abschließende Antwort haben. Das ist sicher klar. Aber dennoch ist INTERPHONE ein wichtiger Beitrag.

Warum ist sie ein wichtiger Beitrag? Denn wenn die Antwort auf die Hauptfrage auf nicht gesichert vorhandenes Wissen, der Länge der Latenzzeit, aufbaut...*grübel*

Ich sehe allerdings kein Riesenthema in der Frage, bin der Ansicht, dass WENN es da ein Risiko gibt, es eher klein, in der Größenordnung der übrigen Lebensrisiken ist.

Wie hoch das Risiko ist, lasse ich mal außen vor. (Ich habe vor Imaginärem keine Angst.) Was mir zu denken gibt, ist die Tatsache, dass die so groß angelegte Interphone- Studie folgendermaßen propagiert wird:
"Beruhigende Studienergebnisse für Handynutzer..."(IZMF)

Jetzt noch ein Glas Wein (statistisch soll ein Glas Wein ab und zu.....) und dann gute Nacht.

:-)

schöne Grüße
der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

noch ein paar Fragen

M. Hahn, Samstag, 04.11.2006, 13:59 (vor 5379 Tagen) @ Schmetterling

Warum ist sie ein wichtiger Beitrag? Denn wenn die Antwort auf die Hauptfrage auf nicht gesichert vorhandenes Wissen, der Länge der Latenzzeit, aufbaut...*grübel*

Das erzählen Sie mal denen, die sich immer darüber beklagen, dass die Risiken neuer Technologien immer erst viel zu spät, nämlich hinterher untersucht werden.

Was mir zu denken gibt, ist die Tatsache, dass die so groß angelegte Interphone- Studie folgendermaßen propagiert wird: "Beruhigende Studienergebnisse für Handynutzer..."(IZMF)

Wieso denken Sie überhaupt darüber nach, was eine Industrievereinigung zum Thema Risiken Ihrer Produkte zu melden hat? Was soll dabei überraschendes herauskommen?

Danke für die anregende Diskussion

Hahn grüßt Schmetterling

noch ein paar Fragen

Schmetterling @, Sonntag, 05.11.2006, 07:54 (vor 5378 Tagen) @ M. Hahn

Warum ist sie ein wichtiger Beitrag? Denn wenn die Antwort auf die

Hauptfrage auf nicht gesichert vorhandenes Wissen, der Länge der
Latenzzeit, aufbaut...*grübel*

Das erzählen Sie mal denen, die sich immer darüber beklagen, dass die
Risiken neuer Technologien immer erst viel zu spät, nämlich hinterher
untersucht werden.

Da muss ich Sie fragen, ob denn die "Macher" des Studiendesigns(Interphone-Studie) nicht gewusst haben, wie lange die Latenzzeit ist...
Oder, besser, wahrscheinlicher, dass sie wissen, wie lange die Latenzzeit ist...:-);-)
Warum werden statt "Totgeborener Kinder" keine ordentlichen, aussagekräftigen Studien gemacht?

Was mir zu denken gibt, ist die Tatsache, dass die so groß

angelegte Interphone- Studie folgendermaßen propagiert wird: "Beruhigende
Studienergebnisse für Handynutzer..."(IZMF)

Wieso denken Sie überhaupt darüber nach, was eine Industrievereinigung zum
Thema Risiken Ihrer Produkte zu melden hat? Was soll dabei überraschendes
herauskommen?


Sie wissen, dass das IZMF eine Industrievereinigung ist. Ich weiß es. Wenn so eine Meldung in der Zeitung steht, ist nicht dazugeschrieben "Dies ist die Meinung einer einzelnen Gruppe, die an Ihnen verdienen will." So wie man es in manchen Zeitschriften zumindestens an dem kleinen Wörtchen "Anzeige" erlesen kann.
Und, weil jeder, der Zeitung liest, der festen Überzeugung ist, da stände die Wahrheit. Vor allem dann, wenn sich der Artikel einen wissenschaftlichen Anstrich gibt und die Unterschrift Prof. Dr. lautet.


einen schönen Sonntag wünscht
der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

schlechter Journalismus od. interessen gesteuert

KlaKla, Sonntag, 05.11.2006, 10:33 (vor 5378 Tagen) @ Schmetterling

Sie wissen, dass das IZMF eine Industrievereinigung ist. Ich weiß es. Wenn so eine Meldung in der Zeitung steht, ist nicht dazugeschrieben "Dies ist die Meinung einer einzelnen Gruppe, die an Ihnen verdienen will." So wie man es in manchen Zeitschriften zumindestens an dem kleinen Wörtchen "Anzeige" erlesen kann.


Hallo Schmetterling,

was Sie hier anmerken, hab ich auch schon gesehen und ich denke es ist schlechter Journalismus oder Interessen gesteuert. Je nach dem, welche Quelle man nimmt.
Vergleichen sie mal, was das IZMF als Pressmeldung raus gibt und was 3network.de davon veröffentlicht.
3network.de hat den Text eins zu eins übernommen und den Hinweis, dass IZMF ist ein Lobbyverein der Mobilfunker einfach weg gelassen. Wenn ich bedenkt womit 3network.de Geld verdienen erklärt es mir auch warum die kein Interesse daran haben darauf hin zu weisen.

Verwandter Thread
Einfluss der Mobilfunker

--
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unabhängige Berichterstattung ???

Schmetterling @, Donnerstag, 09.11.2006, 11:47 (vor 5374 Tagen) @ KlaKla

Weil die Medien eine unglaubliche Macht darstellen, das Volk zu lenken... wohin auch immer...

Der Artikel hat oberflächlich betrachtet nur am Rand mit Mobilfunk zu tun.
Genauer betrachtet behandelt er eine Kernfrage.

Die Journalisten Frankreichs suchen einen Weg
http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2006/nr44-vom-31102006/die-journalisten-frankreichs-suchen-einen-weg/


der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Fragen

charles ⌂ @, Sonntag, 29.10.2006, 19:56 (vor 5385 Tagen) @ Schmetterling

Ach ja...Ich habe nachfolgende Frage so ähnlich im Nachbarforum gestellt.
Es kamen nette Antworten, die aber folgendes nicht vollständig klären konnten:

Warum werden keine "ordentlichen Studien" gemacht, die in eine Situation, wie sie in Schlüchtern herrscht, Klärung bringt?
Dazu sollte gehören:
-ärztliche Untersuchung aller relevant erscheinenden Parameter bei den Anwohnern
-jeweils tagelange (nicht nur stunden- und minutenlange) De- und Exposition
-mit der gleichen "Strahlenbelastung" wie sie hier vorherrscht (sowohl im NF als auch im HF Bereich)
Bei der Studie sollten Ärzte mitwirken aber auch Messtechniker, Fachleute für HF u.a.


Hallo Schmetterling,

wenn ich richtig informiert bin hat man schon eine zweijährige Studie angefangen.
In Rheinland-Pfalz-Hessen organisiert der Bund zusammen mit dem Verband Baubiologie diese Untersuchung, wobei eine Dosis-Wirkungsporojekt zu den Risiken von Mobilfunkbasisstationen schon angefangen hat, und wobei also mehrere Elemente der Elektrosmog mituntersucht werden.
Mehr Informationen bei mobilfunksymposium@bund-rlp.de

Charles Claessens
Mitglied Verband Baubiologie.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Wann und wie wird man Elektronsensibel?

caro, Sonntag, 29.10.2006, 18:27 (vor 5385 Tagen) @ KlaKla

Wenn man an 200-2.000 uW/m2 ausgesetzt ist, und man erfüllt an

verschiedene Anforderungen, kann man elektrosensibel werden. Mit Anforderungen meine ich ein geschädigtes Immunsystem. Dafür kann es viele Gründe geben.

Hab ich das jetzt richtig verstanden, Sie meinen, dass Menschen die Vorbelastet sind durch Schwermetallbelastung bevorzugt an Elektrosensibilität leiden? Dann treten Krankheitsymptome wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen etc. schon ab einer HF-Belastung von 1 µW/m2. Dem zu Folge müssten doch die Statistik der Krebs und Tumorerkrankungen signifikant steigen seit Einführung dieser Technik.

Es hiess, dass HF-Strahlung als Beschleuniger für Tumore wirkt. Das haben mir übrigens Ärzte einer Uni-Klinik bestätigt. Sie rieten einer schwer krebskranken Nachbarin dringend zum Wegziehen, weil Mobilfunk-Strahlung auch weit unterhalb der "Grenzwerte" das Krebswachstum stark beschleunige.
Und was die Statistik angeht: Innerhalb der letzten 10 Jahre ist die Zahl der Hirntumor-Erkrankungen in Europa beispielsweise um 40% gestiegen. Zufall?

Tags:
Hirntumor

Wann und wie wird man Elektronsensibel?

KlaKla, Sonntag, 29.10.2006, 20:04 (vor 5384 Tagen) @ caro

Und was die Statistik angeht: Innerhalb der letzten 10 Jahre ist die Zahl der Hirntumor-Erkrankungen in Europa beispielsweise um 40% gestiegen.
Zufall?

Hochinteressant, können Sie eine Quelle angeben?

--
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Wann und wie wird man Elektronsensibel?

caro, Montag, 30.10.2006, 09:50 (vor 5384 Tagen) @ KlaKla

Die Agentur 'Reuters Health' meldete:

Die Zahl der Hirntumor-Fälle ist in den USA und in Europa in den letzten 20 Jahren um bis zu 40 % angestiegen.

Diese Zahlen wurden am 14. und 15. März 2003 auf der '2. Internationalen Konferenz für Neuro-Onkologie' in Padua von Dr. Alba Brandes bekannt gegeben.

Männliche, besser situierte Intellektuelle und Angestellte (White-Collar-Workers) zwischen 20 und 40 Jahren seien am stärksten betroffen.

Wann und wie wird man Elektronsensibel?

Bernhard, Montag, 30.10.2006, 11:36 (vor 5384 Tagen) @ caro

Männliche, besser situierte Intellektuelle und Angestellte (White-Collar-Workers) zwischen 20 und 40 Jahren seien am stärksten betroffen.

Das stützt aber keineswegs die Behauptung, drahtloses Fernsprechen wäre dafür ursächlich.

Bernhard

Wann und wie wird man Elektronsensibel?

caro, Montag, 30.10.2006, 15:38 (vor 5384 Tagen) @ Bernhard

Lieber Bernhard, das hat auch niemand behauptet - weder ich noch reuters.Wenn Sie das also bitte mal genau nachlesen wollen... Es ist ein sehr deutlicher Anstieg, gleichzeitig gibt es Verdachtsmomente, dass "drahtloses Fernsprechen" mitverantwortlich sein könnte - und das beides zusammen sollte Anlass zur Vorsorge sein. Im Übrigen ist es interessant, dass besonders "besser situierte Intellektuelle und Angestellte" betroffen sein sollen - die nutzen nämlich dienstlich auch viel das Handy.

Je klüger, desto Festnetz

H. Lamarr @, München, Montag, 30.10.2006, 21:34 (vor 5383 Tagen) @ caro

Im Übrigen ist es interessant, dass besonders "besser situierte Intellektuelle und Angestellte" betroffen sein sollen - die nutzen nämlich dienstlich auch viel das Handy.

Ich meine irgendwo in einer Studie gelesen zu haben, dass die Lust mit dem Handy zu telefonieren, mit steigendem Bildungsgrad abnimmt (aber fragen Sie mich jetzt bloß nicht nach der Quelle).

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Wann und wie wird man Elektronsensibel?

KlaKla, Montag, 30.10.2006, 12:24 (vor 5384 Tagen) @ caro

Die Agentur 'Reuters Health' meldete:
Die Zahl der Hirntumor-Fälle ist in den USA und in Europa in den letzten 20 Jahren um bis zu 40 % angestiegen.

Das ist so eine Antwort, die mich zweifeln lässt. Anfangs schieben Sie noch in Europa nun kommt aber die USA dazu. Und nun sind es 20 statt 10 Jahren.
Sie schummeln. Und genau das trägt nicht dazu bei, dass man den Aussagen der Mobilfunkgegnern bedingungslos Glauben schenken kann.

--
Meine Meinungsäußerung

Tags:
Behauptung, Glaubwürdigkeit

Wann und wie wird man Elektronsensibel?

caro, Montag, 30.10.2006, 15:29 (vor 5384 Tagen) @ KlaKla

Klakla, bitte lassen Sie doch diese Pauschalierungen, mit denen Sie schnell bei der Hand sind. Ich habe mich nicht korrekt erinnert, das hat mit Schummeln nix zu tun.
Entscheiden Sie einfach selbst, ob Sie einer seriösen Agentur wie Reuters Glauben schenken wollen oder nicht.

Wann und wie wird man Elektronsensibel?

KlaKla, Montag, 30.10.2006, 16:38 (vor 5384 Tagen) @ caro

Klakla, bitte lassen Sie doch diese Pauschalierungen, mit denen Sie schnell bei der Hand sind.
Ich habe mich nicht korrekt erinnert, das hat mit Schummeln nix zu tun.

Ok, ich nehme den Satz, "Sie schummeln." zurück.
Gefällt ihnen die direkte Aussage, Sie verbreiten eine Falschmeldung besser?

--
Meine Meinungsäußerung

Quellen für Argumente

helmut @, Nürnberg, Montag, 30.10.2006, 17:01 (vor 5384 Tagen) @ caro

Klakla, bitte lassen Sie doch diese Pauschalierungen, mit denen Sie schnell bei der Hand sind. Ich habe mich nicht korrekt erinnert, das hat mit Schummeln nix zu tun.
Entscheiden Sie einfach selbst, ob Sie einer seriösen Agentur wie Reuters Glauben schenken wollen oder nicht.

Hallo caro,

KLaKLa hat schon irgendwie Recht.
Um bei Pauschalierungen zu bleiben: Woher nehmen Mobilfunkkritiker ihre Argumente?
So gut wie immer aus den Medien und durch zitieren einzelner "Wissenschaftler" oder "Gurus".
Ob Reuters seriös ist oder nicht, die haben hier auch nur die Aussage eines Einzelnen oder einiger Wenige zitiert.

Medien "zitieren" meist nur, sie bringen keine eigenen Erkenntnisse.

Argumente, die in der und der Zeitung oder bei der Bürgerwelle stehen, werden doch nicht dadurch wahr oder besser, weil sie in den Medien stehen.

Gerade bei den mobilfunkkritischen Artikeln wird doch nur substanzlose heiße Luft geschrieben.
"Only bad news are good news"

Markanterweise werden Berichte, die "verharmlosen", von den Mobilfunkkritikern sofort in den Boden gestampft, wenn aber irgendeine "Null", nach dem eigenen Mund schreibt, wird sie hoch und heilig gelobt.

MfG
Helmut

Achtung: Zimtsterne können töten!

Und welche Sau treiben die Medien morgen durch´s Dorf?

Tags:
, Medien

Quellen für Argumente

H. Lamarr @, München, Montag, 30.10.2006, 21:28 (vor 5383 Tagen) @ helmut

Markanterweise werden Berichte, die "verharmlosen", von den Mobilfunkkritikern sofort in den Boden gestampft, wenn aber irgendeine "Null", nach dem eigenen Mund schreibt, wird sie hoch und heilig gelobt.

Markanterweise werden Berichte, die nicht "verharmlosen", von den Mobilfunkbefürwortern sofort in den Boden gestampft, wenn aber irgendeine "Null", nach dem eigenen Mund schreibt, wird sie hoch und heilig gelobt.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Quellen für Argumente

caro, Dienstag, 31.10.2006, 12:23 (vor 5383 Tagen) @ helmut

Und wo informieren Sie sich so über das Zeitgeschehen, Politk etc.? Denken Sie mal drüber nach. Pauschale Medienkritik ist immer sehr einfach - "die Medien" halt. Kommt immer gut an. Haben Sie Ihre Tageszeitung, Ihr Radio und Ihren Fernseher dann konsequenterweise abgemeldet?
Im Übrigen werden sämtliche Hinweise auf mögliche Risiken von Mobilfunkbefürwortern genauso in den "Boden gestampft".

Quellen für Argumente

helmut @, Nürnberg, Dienstag, 31.10.2006, 21:34 (vor 5382 Tagen) @ caro

Und wo informieren Sie sich so über das Zeitgeschehen, Politk etc.? Denken Sie mal drüber nach. Pauschale Medienkritik ist immer sehr einfach - "die Medien" halt. Kommt immer gut an. Haben Sie Ihre Tageszeitung, Ihr Radio und Ihren Fernseher dann konsequenterweise abgemeldet?
Im Übrigen werden sämtliche Hinweise auf mögliche Risiken von Mobilfunkbefürwortern genauso in den "Boden gestampft".

Hallo caro,

sehen Sie sich doch mal etwas um, was meist als "Quellenangabe" gilt: Bürgerwelle Newsletter, Hartenstein Newsletter, Zeitungsartikel xy, Fernsehbericht xy usw usw.

Die Leute füttern die Lokalzeitung von Hintertupfing oder den Sender RTL-Lokal u.ä. mit ihrem Bürgerwellewissen und zitieren dann genau diese Berichte. "Darüber hat diese Zeitung oder dieser TV-Sender auch berichtet". Eine Beweisführung, die sich im Kreis dreht.

Quellenangaben sind für mich die Angabe des Ursprungs, nicht der Mündung ins Meer. Also die wissenschaftliche Veröffentlichung und nicht der Zeitungsbericht darüber.

Man braucht nicht die Tageszeitung oder das Radio- oder Fernsehen abmelden. Man sollte jedoch etwas kritisch hinterfragen und nicht alles nur konsumieren. Statt RTL, SAT1 und andere "Soapsender" ziehe ich mir lieber "die Dritten", Phoenix und ähnliche rein. Meine Tageszeitung dient mir vor allem um mich über das örtliche Geschehen zu informieren. Sich informieren bedeutet nicht, alles blindlings zu glauben!

MfG
Helmut

--
In der Mobilfunk-BI und
"In der Abendsonne kann selbst ein kleiner Zwerg große Schatten werfen" (frei nach Volker Pispers)


Meine Kommentare sind stets als persönliche Meinungsäußerung aufzufassen

Themawechsel Informationsquellen

KlaKla, Mittwoch, 01.11.2006, 07:03 (vor 5382 Tagen) @ helmut

Sie ändern das Thema und so öffne ich einen neuen Thread.
Informationsquellen der Mobilfunkkritiker

--
Meine Meinungsäußerung

Quellen für Argumente

caro, Dienstag, 31.10.2006, 13:54 (vor 5383 Tagen) @ helmut

"Um eine eventuelle Gefahr durch Mobilfunk zu belegen, bedarf es weiterer Studien. Bisher ist noch nicht wissenschaftlich bewiesen, dass Mobilfunk schädlich ist." - Diese Sätze werden in der Presse gebetsmühlenartig wiederholt, entbehren jedoch jeglicher Grundlage. Eine Untersuchung des Wissenschaftlers Henry C. Lai von der University of Washington kam zu folgendem Ergebnis: "Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien fand Effekte durch Mobilfunkstrahlung." Die Studie hat 308 nach bestimmten Kriterien bewerteten wissenschaftliche Arbeiten, die von 1994 bis März 2006 veröffentlicht wurden, untersucht. Von diesen Arbeiten wurde bei 56 Prozent ‚Effekte' gefunden. Werden die Arbeiten danach untersucht, wer die Gelder dafür bereitgestellt hat, verschieben sich die Ergebnisse: 147 von 215 Studien, die nicht von der Industrie gefördert wurden, berichten von Auswirkungen auf die Untersuchungsobjekte oder Probanden - das sind 68 Prozent. Dagegen wiesen von den 93 von der Industrie geförderten Studien nur 27, also 29 Prozent, auf Effekte hin. Die gefundenen Effekte sind genetische Veränderungen, molekulare Veränderungen in den Zellen, Tumore, Veränderungen im Nervensystem, im Verhalten, Wirkungen auf das Immunsystem, auf Hormone, den Stoffwechsel, die Fortpflanzung und das Herz-Kreislaufsystem.

Quellen für Argumente

H. Lamarr @, München, Dienstag, 31.10.2006, 14:42 (vor 5383 Tagen) @ caro

"Um eine eventuelle Gefahr durch Mobilfunk zu belegen, bedarf es weiterer Studien. Bisher ist noch nicht wissenschaftlich bewiesen, dass Mobilfunk schädlich ist." - Diese Sätze werden in der Presse gebetsmühlenartig wiederholt, entbehren jedoch jeglicher Grundlage.

Nein, das stimmt so nicht, caro. Der Beweis im wissenschaftlichen Sinne ist tatsächlich noch nicht erbracht worden. Dies ist keine Frage der Meinung, sondern der Definition von Beweis. Auch die anerkannt kritischen Institute wie Ecolog, Öko, Nova reden nicht von Beweisen, sondern von mehr oder weniger starken Hinweisen.

Eine Untersuchung des Wissenschaftlers Henry C. Lai von der University of Washington kam zu folgendem Ergebnis: "Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien fand Effekte durch Mobilfunkstrahlung."

Ja, das habe ich auch gelesen. Das Problem dürfte sein, dass Henry Lai kein neutraler Wissenschaftler ist, sondern ganz klar den Kritikern zugeordnet werden kann. Damit stellt sich die Frage, wie genau die Einordnung der Studien vorgenommen wurde und ob das Gegenteil von Lai, z. B. Silny, bei seiner Einordnung derselben Studien zum gleichen Ergebnis kommt. Nicht dass ich Lai hier mies machen möchte, aber einen gewissen Argwohn gegen spektakuläre Meldungen - egal von welcher Seite - kriege ich seit geraumer Zeit nicht mehr los. Ich denke wir müssen auch unseren eigenen Leuten gegnüber ein gesundes Misstrauen entgegenbringen, um nicht vor Karren gespannt zu werden.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Lai, Karren

Threads zum Risiko Hirntumor

KlaKla, Dienstag, 31.10.2006, 08:07 (vor 5383 Tagen) @ caro

Die Agentur 'Reuters Health' meldete: Die Zahl der Hirntumor-Fälle ist in den USA und in Europa in den letzten 20 Jahren um bis zu 40 % angestiegen.


Hab da noch was passendes gefunden.

Verwandte Threads
Neue Studie: 3-fach höheres Hirntumorrisiko auf dem Land
Forschung & Handy: Kopftumorrisiko 240 % höher
Forschung: Tumorrisiko für Teenager am größten

--
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Threads zum Risiko Hirntumor

M. Hahn, Freitag, 03.11.2006, 16:50 (vor 5380 Tagen) @ KlaKla

Die Agentur 'Reuters Health' meldete: Die Zahl der Hirntumor-Fälle ist in den USA und in Europa in den letzten 20 Jahren um bis zu 40 % angestiegen.

Einen Blumenstrauß für den, der mir zu dieser Padua-Konferenz, speziell zu dieser Zahl mehr Substanz bringen kann, als die Pressemeldung.

Hab da noch was passendes gefunden.

Habe da auch was passendes gefunden.
Hirntumor in Australien und der Welt
Tabelle 10 "ASR (A)" ist die auf Australische Bevölkerung altersstandradisierte Erkrankungsrate in diesem Land
Tabelle 11 bringt Vergleichszahlen aus der übrigen Welt.

Das hat mich ermutigt, einmal bei der International Agency for research on Cancer (IARC) vorbeizuschauen. Dort sind jede Menge Zahlen, Tabellen, Grafiken in dieser Art abfragbar. Wen´s interessiert, der kann ja z.B. mal oben auf "CI5 I-VIII (Detailed)" klicken, sodann links anklicken: Trends-summary rate", anschließend bei "Cancer" die Kategorie "Brain, Central nervous system (C-70-C72)" anwählen, und ein Land seiner Wahl ("Population" ) hernehmen. Dann noch männlich oder weiblich wählen und Klick auf "execute". Das bringt die Grafik für die alterstandardisierte Rate über alle Altersklassen im Zeitverlauf.

Tabellen sind auch anwählbar. Weil die Zahlen aber leider nur für die Vergangenheit angegeben werden, kann man sich diese über die Zwischenablage rauskopieren und anschließend für 25 Dollar bei Örjan Hallberg daraus die Zukunft vorherberechnen lassen.
Viel Spaß.

M. Hahn

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Hallberg

Threads zum Risiko Hirntumor

RDW, Freitag, 03.11.2006, 17:53 (vor 5380 Tagen) @ M. Hahn

Die Agentur 'Reuters Health' meldete: Die Zahl der Hirntumor-Fälle ist in den USA und in Europa in den letzten 20 Jahren um bis zu 40 % angestiegen.

Einen Blumenstrauß für den, der mir zu dieser Padua-Konferenz, speziell zu dieser Zahl mehr Substanz bringen kann, als die Pressemeldung.


Ach, Herr Hahn, wen interessiert denn die Substanz, wenn nur die Schluß-Aussage "stimmt"? So etwas belastet doch nur und erschwert die klare Meinungsbildung....

Ich kann auch etwas beisteuern zu dieser Kaffeesatzleserei, schauen wir dazu doch einmal auf ein Diagramm aus einer richtigen Referenz:
Trends in acoustic neuroma and cellular phones: Is there a link?, Nelson et al. Neurology 2006; 66: 284-285
Bezieht sich zwar nur auf Großbritannien, ist aber als Beispiel gut genug.
[image]

Was kann man da nicht alles hinein interpretieren, wenn man will:
"Risiko für Akustikusneurinome von 1980 bis 1995 auf das Dreifache gestiegen!", oder
"Risiko für Akustikusneurinome steigt innerhalb von 2 Jahren um 50 Prozent!", oder
"Risiko für Akustikusneurinome von 1996 bis 2001 um 25 Prozent gefallen!"

Alles richtig, aber dennoch irreführend. Es zählt das Gesamtbild, und das lassen viele "Experten" oder Presseartikel gerne einfach weg. Und dass dieses Diagramm in mobilfunkkritischen Kreisen wohl eher selten herumgereicht wird, dürfte auch verständlich sein.

RDW

P.S.: Über die auch von gewissen Doktoren gerne in ihrem Sinne genutzte "Verwechslung" von Fallzahl und Häufigkeit brauche ich mich ja nicht weiter auszulassen...

Ein wenig mehr Respekt

KlaKla, Freitag, 03.11.2006, 19:11 (vor 5380 Tagen) @ RDW

Ach, Herr Hahn, wen interessiert denn die Substanz, wenn nur die Schluß-Aussage "stimmt"? So etwas belastet doch nur und erschwert die klare Meinungsbildung....

Ich kann auch etwas beisteuern zu dieser Kaffeesatzleserei, ...

Herr RDW,

wenn Sie das Bedürfnis haben, hier zu posten, dürfen Sie dies aber bitte mit ein wenig mehr Respekt.
Texte wie oben (in rot) vergiften nur das Klima. Das nächste mal kommt eine Abmahnung.

Der Moderator KlaKla

--
Meine Meinungsäußerung

Ein wenig mehr Respekt

RDW, Freitag, 03.11.2006, 20:25 (vor 5379 Tagen) @ KlaKla

Texte wie oben (in rot) vergiften nur das Klima. Das nächste mal kommt eine Abmahnung.

Ich ziehe den Hut vor Ihrem regulatorischen Durchsetzungbedürfnis. Also werde ich das nächste Mal, falls es das gibt und es mir noch gestattet wird, meine Gedanken in eine weichgespülte Form umformulieren, ohne meine Meinung allzusehr in den Hintergrund zu drängen.
Denn diese ganze Elektrosmog-Diskussion lebt ja mehr von Meinungen denn von Fakten, wobei es genau diesen gegenüber leider auch oft genug an Respekt von jenen mangelt, welche in ihrem Umfeld den Weichspülvorgang bereits beherrschen.

RDW

Meinung

KlaKla, Samstag, 04.11.2006, 10:39 (vor 5379 Tagen) @ RDW

Denn diese ganze Elektrosmog-Diskussion lebt ja mehr von Meinungen denn von Fakten,

Eine Meinung entsteht durch Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Nicht nur aus Fakten, die zum Teil geimpft von der Industrie dem Bürger bereit gestellt werden. Es ist die vorherrschende Meinung der Mobilfunkgegner und die wissenschaftlichen Hinweise auf Gesundheitgefahr die den Betreibern und politischen Volksvertretern Schwierigkeiten bereiten. Nicht jeder Bürger schätzt das Risiko so ein wie es ihm von Seiten der Industrie und der Politik über die unterschiedlichen Medien verkauft wird. Die Bürger entscheiden selbst, welche Informationsquellen sie benutzt um ihre Meinung zu bilden oder eine Meinung eines Dritten annehmen.

Ihre Seite (Pro Mobilfunk) hat das Vertrauen einiger Bürger verloren, weil sie zum Beispiel so agieren, wie Sie agieren. Sie gewinnen das Vertrauen nicht, indem Sie uns ihre Fakten aus ihren Kreisen in dem von ihnen gewählten Ton nur so um die Ohren schlagen. Keiner lässt sich gerne sagen, dass er ein Trottel ist, nur weil er eine andere Meinung hat als sein Gegenüber. Es gibt keine falsche oder richtige Meinung.

wobei es genau diesen gegenüber leider auch oft genug an Respekt von jenen mangelt, welche in ihrem Umfeld den Weichspülvorgang bereits beherrschen.

Wenn und was meinen Sie damit konkret?

Verwandter Thread
Einfluss der Mobilfunker

--
Meine Meinungsäußerung

Meinung

RDW, Samstag, 04.11.2006, 16:48 (vor 5379 Tagen) @ KlaKla

Denn diese ganze Elektrosmog-Diskussion lebt ja mehr von Meinungen denn von Fakten,

Eine Meinung entsteht durch Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Nicht nur aus Fakten, die zum Teil geimpft von der Industrie dem Bürger bereit gestellt werden. Es ist die vorherrschende Meinung der Mobilfunkgegner und die wissenschaftlichen Hinweise auf Gesundheitgefahr die den Betreibern und politischen Volksvertretern Schwierigkeiten bereiten. Nicht jeder Bürger schätzt das Risiko so ein wie es ihm von Seiten der Industrie und der Politik über die unterschiedlichen Medien verkauft wird. Die Bürger entscheiden selbst, welche Informationsquellen sie benutzt um ihre Meinung zu bilden oder eine Meinung eines Dritten annehmen.

Der "Normalbürger" bezieht das, war er als Information empfindet in erster Linie aus den Medien. Und die haben bekannterweise anderes im Sinn, als objektive Informationen unbewertet bereitzustellen. Bezogen auf die Forschung können Sie daraus bestenfalls entnehmen, WAS gemacht wird, aber sicher nicht das nackte Ergebnis. Entsprechend verfärbt ist die Risikobeurteilung der Menschen, diese beruht dann nämlich auf punktuellen, von anderen ausgesuchten Themen mit selektiven Inhalten und bereits oft vorgegebenen Bewertungen.

Ihre Seite (Pro Mobilfunk) hat das Vertrauen einiger Bürger verloren, weil sie zum Beispiel so agieren, wie Sie agieren. Sie gewinnen das Vertrauen nicht, indem Sie uns ihre Fakten aus ihren Kreisen in dem von ihnen gewählten Ton nur so um die Ohren schlagen. Keiner lässt sich gerne sagen, dass er ein Trottel ist, nur weil er eine andere Meinung hat als sein Gegenüber. Es gibt keine falsche oder richtige Meinung.

Verwechseln Sie bitte nicht die Verhaltensweisen bei Antenneninstallationen, wo die linke Hand der Betreiber oft nicht weiß was die rechte tut oder gesagt hat, mit der Darstellung des wissenschaftlichen Erkenntnisstandes. Dieser ist nämlich davon unabhängig, ob sich Teile der Bevölkerung auf den Mobilfunk fokussieren und hinter allem und jedem eine Einflussnahme einer Industrie vermuten, die sich erst seit vergleichsweise kurzer Zeit mit einem Teil des Anwendungs- und Frequenzspektrums befasst.
Davon abgesehen bleiben Fakten Fakten, egal aus welchen Kreisen und wie sie bekanntgegeben werden. Man kann bei vielen aktiven Mobilfunkkritikern allerdings einen sehr selektiv-nachlässigen Umgang damit beobachten, der oft genug in einer erstaunlichen Resistenz gegenüber der Realität mündet, verbunden mit einem manchmal naiv anmutenden Vertrauen in Referenzen zweiter und dritter Wahl. Sofern man Presseartikel oder z. B. Ausarbeitungen anonymer oder in ihrer Qualifikation unbekannter Mitmenschen überhaupt als Referenz betrachten kann.
Das Aufbringen von Respekt solchen Menschen gegenüber hat dann folglich seine Grenzen, jedenfalls bei mir, und wenn die Angesprochenen aufgrund von Äusserlichkeiten die eigentlichen Inhalte ignorieren, so ist das deren eigenes Problem. Ich persönlich unterschiede im Internet zudem sehr deutlich zwischen Inhalten von Foren mit einem meist sehr kleinen Kreis von teils anonymen Aktiven sowie deren persönlichen Ansichten & Formulierungskünsten und den Inhalten von in Einzelregie und mit Aufwand gepflegten Homepages. Letztere sind im Idealfall sorgfältig recherchiert und neutral formuliert, auch wenn ich diesen Eindruck bei den meisten Informationsquellen der Mobilfunkkritiker gerade nicht habe. Vielleicht kommt bei diesen auch daher oft ein mangelndes Unterscheidungsvermögen oder -interesse im oben beschriebenen Sinn mit der Folgerung "Alles ist Meinung", doch auch das ist ein persönliches Problem der Betreffenden und ändert nichts an den Gegebenheiten. Meinungen ändern sich, aber die Fakten bleiben.

wobei es genau diesen gegenüber leider auch oft genug an Respekt von jenen mangelt, welche in ihrem Umfeld den Weichspülvorgang bereits beherrschen.

Wenn und was meinen Sie damit konkret?


Fast täglich liest man in Foren, auf Homepages und in den Medien schön und eingängig formulierte Darstellungen, kompetent und nach viel Nächstenliebe klingend, doch voll inhaltlicher Fehler, einseitiger Darstellungen und teilweise auch Lügen. Manche ihrer Urheber wissen es vielleicht selbst nicht bessser, dann sind es eben nur Irrtümer, doch andere mit einer teils jahrelangen Vergangenheit sollten schon etwas umfassender informiert sein und sich nicht so verhalten, als ob sie einäugig und mit selektivem Gedächtnisschwund durchs Leben wandeln. Von den mit der Angst Geschäftstreibenden will ich erst gar nicht reden und kann jedem nur den Tipp geben, bei der Kritik an der vermeintlichen Macht der "Mobilfunkmafia" auch einmal den persönlichen finanziellen oder sozialen Gewinn so mancher "Warner" anzuschauen, die dafür unermüdlich durch die Lande tingeln und deren Namen in Mobilfunkkritikerkreisen bekannter sind als die tatsächlichen Inhalte der ICNIRP-Richtlinien. Das erklärt so manche Motivation und Verhaltensweise.

RDW

P.S.: Hiermit schliesse ich diese Diskussion für mich ab, denn vor die Wahl gestellt ob ich meine Zeit lieber für Meinungsäusserungen oder etwas anderes aufwende, entscheide ich mich eher für das Letztere.

Tags:
Mobilfunkmafia

Wann und wie wird man Elektronsensibel?

Bernhard, Sonntag, 29.10.2006, 13:02 (vor 5385 Tagen) @ KlaKla

Wie man elektrosensibel wird?

Es handelt sich dabei um eine somatoforme Störung, die sich, individuell auf verschiedene Inhalte fixieren kann, in diesem Fall sind eben elektrische Vorgänge. Das Umfeld dürfte wohl einen großen Einfluss darauf haben, warum der Erkrankte ausgerechnet Elektrizität zum Inhalt nimmt.
Ein vergleichbare Erscheinung wäre das Chronic fatigue Syndrom oder MCS.
Die von den Betroffenen angegebenen körperlichen Beschwerden sind auch gleich.

Als mögliche Ursachen sind erbliche Faktoren denkbar, ebenso wie längere Einwirkungen von Belastungen in Beruf und Familie, also Stresskomponenten. Die dauernd erhöhten Pegel von Stresshormonen und die damit verbundenen verstärkten Kreislaufaktivitäten münden schließlich in die angegeben Symptome. Der Betroffene verstärkt dies dann durch ständige Selbstbeobachtung, das eigene Körperempfinden gerät immer weiter in Schieflage.
Oft können oder wollen die Betroffenen den schädigenden Stressumständen gar nicht entfliehen und suchen die Ursachen außerhalb: Elektrizität!
Hier finden sie auch eine kleine Gruppe von ähnlich Eingestellten, die sie in ihrer Fehlhaltung bestärken, der exogene Einfluss schafft nun den Rest zum Verhängnis.

Bernhard

Tags:
Somatoforme Störung

Wann und wie wird man Elektronsensibel?

caro, Sonntag, 29.10.2006, 18:33 (vor 5385 Tagen) @ Bernhard

"Störung", "Fehlhaltung", sehr interessant.
Sind Sie Psychologe oder Hobby-Psychologe?

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