Sendemastbekämpfer ▼ (Allgemein)

Doris @, Freitag, 29.09.2006, 11:33 (vor 4818 Tagen)

Grundsätzlich habe er, Müller, nichts gegen die Mobilfunktechnologie, sofern die jeweiligen Standorte und die Strahlungsstärke der Masten für Menschen nicht schädlich seien. Aber das sei weder wissenschaftlich bewiesen noch widerlegt. Müller kündigt an: "Bis man uns nicht überzeugt hat, dass der Mast absolut ungefährlich ist, werden wir keine Ruhe geben."

Obiges Zitat ist aus dem neuesten Beitrag "Widerstandsnester" entnommen.

Genau so einen Satz kann ich nicht mehr hören.

Kann man "grundsätzlich nichts gegen die Mobilfunktechnologie" haben, aber bei den Masten erst sicher gehen will, dass sie ungfährlich sind?
. Gerne lasse ich mich da aufklären. Vielleicht sehe ich das auch falsch.

Nach wie vor steigen die Handyminuten von Jahr zu Jahr (siehe Bericht "Festnetz wächst stärker als Mobilfunk) und wie sollen all diese Handywünsche erfüllt werden. Wie stellen sich das die BIs vor? Ist es überhaupt noch möglich, die Standorte so zu wählen, dass alle Telefonwünsche erfüllt werden können, aber niemand den MAsten vor seiner Haustür stehen hat oder aber ungünstig in einem Hauptstrahl sitzt? ALle kämpfen nur gegen die MAsten, aber wer kämpft gegen die geliebte Funktechnik? Offensichtlich niemand, sonst würde die nicht ständig ansteigen.

Es würde mich sehr interessieren, ob Herr Müller aus Kempten und all die Personen um ihn herum, die sich um ihre Gesundheit Gedanken machen, ob die alle kein DECT-Telefon zuhause stehen haben und ob diese ganzen BIs wirklich immer wissen, wovon sie überhaupt reden. Diese Thematik ist so komplex und es werden m.M.n. oft aufgrund von Unwissenheit viele unsinnige und nicht machbare Forderungen gestellt.

Dieses Mal keine freundlichen sondern recht frustrierte Grüße

Doris

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=entry&id=8585

Tags:
Sendemastgegner, Kempten, Widerstandsnest, Protest

Sendemastbekämpfer

Schmetterling @, Freitag, 29.09.2006, 16:01 (vor 4818 Tagen) @ Doris

(sehr) frustriert geht es weiter:

...weil selbst hier auf einer "anti"(???) Seite so beschwichtigende, nichtssagende, verharmlosende, relativierende, aussagelose Texte/ Links stehen

wie

http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=8549

http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=8430&page=1&category=0&order=last_answer&descasc=DESC

http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=8482&page=1&category=0&order=last_answer&descasc=DESC

http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=8423&page=2&category=0&order=last_answer&descasc=DESC


und so weiter und so fort...

und Hochgebirgstäler sind immer noch besser als nichts... wenn es einen nicht aus seinem Lebensumfeld so schlimm herausreißen würde...


der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Kritikerbekämpfer

H. Lamarr @, München, Freitag, 29.09.2006, 19:49 (vor 4818 Tagen) @ Schmetterling

(sehr) frustriert geht es weiter:

...weil selbst hier auf einer "anti"(???) Seite so beschwichtigende, nichtssagende, verharmlosende, relativierende, aussagelose Texte/ Links stehen

Schmetterling, wie Sie wissen hindert Sie in diesem Forum niemand daran, aus Ihrer Sicht wichtigere Medienberichte oder andere Diskussionsanstöße einzustellen. Eine Zensur müssen Sie nicht fürchten, denn allein die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit jedem Mobilfunkthema gibt diesem Forum hier die Existenzberechtigung. Das Recht "frei Schnautze" zu schreiben, das ich Ihnen einräume, hat auch jeder andere registrierte User dieses Forums, auch z. B. Dr. Scheiner - und ich selbst werde es mir von Ihnen sicher nicht nehmen lassen. Wenn Ihnen hier etwas gegen den Strich geht, dann argumentieren Sie bitte an Ort und Stelle dagegen und prüfen Sie auf diesem Weg, wie weit Sie kommen und wie belastbar Ihr Standpunkt ist. Meiner Meinung nach immer noch besser als sich gegenseitig dienstbeflissen Honig ums Maul zu schmieren und in frustrierter Stagnation zu versinken.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Zensur

Kritiker(???)bekämpfer(???)

Schmetterling @, Freitag, 29.09.2006, 21:28 (vor 4818 Tagen) @ H. Lamarr

:no:
Sie argumentieren am Thema vorbei...

Gestern hatte ich ein Gespräch mit einem Nachbarn. Seine Mutter ist schwer krank. Der Mobilfunk ist bestimmt nicht die Ursache. Aber, die Mutter kann im Schlafzimmer nicht mehr schlafen u. zieht nachts ins Wohnzimmer. Ich sag zu ihm: "Habt ihr denn wenigstens Schnurtelefone?" "Nein unsere Anlage ist neu, teuer und geht durchs ganze Haus. Und sie ist nicht schädlich, hat uns der Verkäufer gesagt...Das mit der Schädlichkeit ist doch nur dummes Gerede. Ich habe das erst gestern in der Zeitung gelesen. Eine ganz neue Studie gibt es da, sagt er". Und dann noch: "Warte mal. Ich hole Dir noch einen Ausdruck aus dem Internet. Da steht das auch, dass nichts bewiesen ist."

Und, Spatenpauli, 3 x dürfen Sie raten welcher Forenbeitrag von welcher Internetseite da ausgedruckt war...

:crying:

der Schmetterling

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Kritikerbekämpfer

H. Lamarr @, München, Freitag, 29.09.2006, 22:35 (vor 4818 Tagen) @ Schmetterling

:no:
Sie argumentieren am Thema vorbei...

Hmmm - meine Wahrnehmung ist eine andere.

"Warte mal. Ich hole Dir noch einen Ausdruck aus dem Internet. Da steht das auch, dass nichts bewiesen ist."

Und, Spatenpauli, 3 x dürfen Sie raten welcher Forenbeitrag von welcher Internetseite da ausgedruckt war...

Meiner Meinung nach hat Ihr Nachbar das völlig richtig erfasst: "Da steht das auch, dass nichts bewiesen ist." Mit dieser Feststellung habe ich keine Probleme, gäbe es Beweise, müssten wir hier schon längst nicht mehr so viel herumstreiten. Aber diese Beweise gibt es eben nicht, jedenfalls nicht in wissenschaftlich anerkannter Weise, sondern eben nur jede Menge Hinweise und Gegenhinweise. Aber das wissen Sie ja alles längst selber.

Gestern habe ich hier im Radio einen Bericht darüber gehört, dass es gegenwärtig sowieso besonders viele Schlafstörungen geben soll, also nicht nur bei der Mutter Ihres Nachbarn. Und in dem Beitrag wurde auch gleich die Ursache genannt, nicht DECT, sondern eine besondere Konstellation von Uranus mit einem der anderen großen Gesteinsbrocken unseres Sonnensystems. Nun halte ich von Astrologie freilich ebensoviel wie von heiligen Kühen, nämlich nichts. Deshalb würde ich lieber der Nachbarin ein Schnurtelefon ins Haus stellen aber DECT nicht abschalten und schauen, was passiert. Keine Besserung? Dann DECT abschalten und wieder beobachten. Erst wenn auf diese Weise einigermaßen glaubhaft das DEC-Telefon als Übeltäter ausgemacht wurde, und der Versuch - alles ohne Wissen der Mutter natürlich - in mehreren Zyklen stets das gleiche Resultat erbracht hat, dann würde ich die Feststellung treffen: Ihre Nachbarin ist anscheinend elektrosensibel und veträgt die DECT-Funkfelder nicht. Das ist zwar dann noch immer eine reichlich lainenhaft gestellte Diagnose, aber immerhin wäre die Dame dann für weitere Tests mit höheren Ansprüchen qualifiziert. Weil das DECT postwendend im Schrott oder bei eBay landet, sollte der gute Schlaf der Dame gewährleistet und damit wieder alles halbwegs in Butter sein.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Sendemastbekämpfer

H. Lamarr @, München, Freitag, 29.09.2006, 23:26 (vor 4818 Tagen) @ Doris

Kann man "grundsätzlich nichts gegen die Mobilfunktechnologie" haben, aber bei den Masten erst sicher gehen will, dass sie ungfährlich sind?

Sie werden's nicht glauben, Doris, aber ich beantworte Ihre fiktive Frage mit Ja.

Begründung: Meiner Erfahrung nach unterschätzen Menschen völlig das Risikopotenzial von Handys und überschätzen das von Basisstationen (BTS) umso mehr (siehe auch hier). Das niedliche, putzig kleine Handy wird nicht als Gefahr wahrgenommen, der häßliche wuchtige Sendemast mit den Antennen dagegen schon.

Kurz bevor er das Handtuch geschmissen hat, sagte mir einmal Jörg Wichmann, (Gründer von Elektrosmognews) vor Jahren: Das Problem sind die Handys - nicht die Masten. Damals dachte ich noch, dass er sich wohl einen zuviel hinter die Binde gegossen hat oder dass die Mobilfunker ihn übern Tisch gezogen haben, aber inzwischen sehe ich das genauso. Die Masten sind mMn nur in den Fällen problematisch, wo Menschen auf relativ kurze Distanz, sagen wir mal innerhalb von 100 Metern, im Hauptstrahl oder einer starken Nebenkeule leben müssen. Das trifft auf die Mehrzahl der Leute definitiv nicht zu. Dass dennoch selbst gegen Masten am Horizont protestiert wird liegt wohl an der diffusen Informationslage, bei der allein sicher ist, dass nichts sicher ist.

Um sich eine eigene Meinung bilden zu können, müssten die Leute enorm viel Zeit investieren. Da ist es bequemer und effektiver, vorfabrizierte Meinungen zu übernehmen. Und hier kommen jetzt wir als "alte" Kritiker ins Spiel. Wenn wir völlig undifferenziert den Mobilfunkteufel BTS an die Wand malen, dann laufen uns zwar die Ahnungslosen gerne nach, einen Gefallen tun wir ihnen aber nicht. Und zwar deshalb nicht, weil wir das Problem der Leute mit ihren Masten in aller Regel nicht lösen können. Die überwiegende Mehrzahl aller Kritiker stellt nach einiger Zeit im Wirkungsbereich einer BTS fest, dass ihnen absolut nichts passiert - und päng - weg sind sie. Das spricht übrigens auch gegen die Vermutung, dass etliche zwar krank werden, dies aber nicht auf die BTS zurückführen. Denn wer als Besorgter neu mit einem Masten leben muss, der achtet bestimmt genau auf gesundheitliche Störungen. Die aber stellen sich offenkundig nach ein paar Monaten oder Jahren (noch) nicht ein. Wäre es anders, hätte z. B. die Petition gegen W-LAN in Flugzeugen etliche tausend Stimmen mehr gehabt und wäre nicht mit knapp 700 Stimmen abgestraft worden. So bleibt derzeit nur die winzig kleine Gruppe der Elektrosensiblen, die möglicherweise tatsächlich unter den Feldern von BTS, DECT und W-LAN leiden, während der Rest der Bevölkerung davon nichts mitkriegt und sich mMn mit den Handys viel mehr antut, als mit einer BTS irgendwo in Sichtweite.

Kurz gesagt: Dem Handy ordnen die Leute viel Nutzen zu, einer BTS dagegen lediglich Bedrohung. Gegen Masten zu sein ist daher einfach, gegen Handys zu sein ist sehr schwer. Den Zusammenhang zwischen Handy und BTS haben bestimmt noch nicht alle kapiert, noch viel weniger den Zusammenhang mit Leistungsflussdichte und Abstand zum Sender. Die Angst vor einer BTS hat viel mit ihrer Bauform und Größe zu tun und beruht daher bei den meisten auf irrealen Annahmen. Die Informationen von Seiten der Kritiker sind leider nur allzuoft dazu angetan, diese Angst zu schüren, anstatt undramatisch aber kritisch über den Stand der Erkenntnisse zu berichten. Vor allem müssten wir viel stärker auf das unterschätzte Risiko Handy eingehen, wer das kapiert hat und nicht mobil telefoniert, braucht auch keine Masten, das würde sich dann von ganz alleine regeln.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
, Meinung, Sendemastgegner

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