Und wieder die "Russischen Eier" (Allgemein)

Franz, Freitag, 14.07.2006, 10:17 (vor 5668 Tagen)

Mobilfunk - Reger Andrang beim Informationsabend der Bürgerinitiative gegen den geplanten Sendemast

Mittelstadt macht mobil

VON ANDREA GLITZ

REUTLINGEN-MITTELSTADT. >Wir werden alles daran setzen, die Strahlenbelastung zu minimieren und uns gegen den Wildwuchs im Land und in Mittelstadt wehren.« Bernd Rein, Mitbegründer der >Bürgerinitiative gegen Mobilfunksendemast Mittelstadt« gab am Mittwochabend im voll besetzten Mittelstädter Kleintierzüchterheim die Marschrichtung vor. ...

... Auch er hatte jede Menge Beispiele über die Auswirkung hochfrequenter Strahlung im Gepäck: von EEG-Veränderungen bis hin zum Ei, das russische Forscher zwischen zwei Handys gestellt haben. Nach 65 Minuten Bestrahlung sei das Eiweiß hart, weiß Ruoff. ... Quelle: http://www.gea.de/detail/612868

Für alle, die immer noch der Eier-Ente nachlaufen und diese in eigenen Versuchen mit DECT-Telefonen, Handys, oder durch das Aufhängen des Hühnereis in den Hauptstrahl der nachbarlichen Mobilfunkantenne "replizieren" wollen, hier noch ein paar Infos:

... After spreading like wildfire for a few days, this story is generally now regarded as being a great hoax, based on an article first appearing in Gelf Magazine. You decide for yourself before cooking eggs with a cell phone. Quelle: http://www.googirama.com/mobile/news/phone-radiation-cooks-eggs-153.html

... Das Eiweiß des Hühnereis gerinnt bei 60 °C; es flockt aus. Diese Gerinnung kann nicht wieder rückgängig gemacht werden; man spricht deshalb auch von einer Denaturierung des Eiweiß. Auch wir Menschen haben in unserem Blut Eiweiß. Dieses gerinnt aber schon bei einer Temperatur von etwa 45 °C; deshalb ist hohes Fieber so gefährlich. ... Quelle: http://www.peraugym.at/chemie/ref/down/ostern.pdf

... Zur Denaturierung kommt es auch bei der Koagulation mit Hochfrequenzstrom in der Medizin. Durch ein Erhöhen der Gewebetemperatur auf 50-80°C kommt es zu einer Gerinnung der Gewebeproteine und der Bindegewebsfasern. Dieses Verfahren wird in der Regel zur Blutstillung mit bipolaren oder monopolaren Greifern oder mit Platten- Kugel oder Walzenelektroden bewerkstelligt. ...

... Auch beim Fieber denaturieren die Proteine eines Organismus. Solange das Fieber nicht allzu lange anhält, ist dieser Vorgang reversibel, nach etwa sechs Stunden kann es allerdings Probleme bei der Wiederherstellung der nativen Struktur geben. Die Proteine eines Organismus erreichen ihr Aktivitätsmaximum nämlich meist bei einer Temperatur von 35 bis 40 °C. Zu hohes Fieber kann die Enzyme deswegen derart beeinflussen, dass die Versorgung des Körpers nicht mehr in geeignetem Maße möglich ist. Bestimmte Moleküle wie Chaperone und Hitzeschockproteine helfen beim Erhalt und der Wiederherstellung der Struktur. ... Quelle: Wikipedia: Denaturierung

Wem es gelingt, sein Hühnerei auf diese Weise von Zimmertemperatur auf 60 °C oder wenigstens auf 45 °C zu erwärmen, der wird mit Recht den Nobelpreis bekommen.

Noch ein letzter Geheimtipp: Vielleicht funktioniert es auf dem Balkon, in der prallen Sonne. ;-)

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Hoax, Reutlingen, Eiertest, Ruoff

Und wieder die "Russischen Eier"

KlaKla, Freitag, 14.07.2006, 12:51 (vor 5668 Tagen) @ Franz
bearbeitet von KlaKla, Freitag, 14.07.2006, 13:47

Mobilfunk - Reger Andrang beim Informationsabend der Bürgerinitiative gegen den geplanten Sendemast


Wäre es nicht an der Zeit, den Herren Jürgen Groschupp, Dipl.-Ing. Dietrich Ruoff Baubiologe (IBN) und unabhängiger Sachverständiger, Bernd Rein eine E-Mail zu kommen zu lassen, mit einigen Threads aus diesem Forum? Nur zu ihrer Information. Damit sie sich nicht lächerlich machen. So kann die Distanzierung von Dr. Scheiner auch noch etwas positives bewirken.

--
Meine Meinungsäußerung

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Sachverständiger

Und wieder die "Russischen Eier"

Doris @, Freitag, 14.07.2006, 13:38 (vor 5668 Tagen) @ KlaKla

Wäre es nicht an der Zeit, den Herren Jürgen Groschupp, Dipl.-Ing. Dietrich Ruoff Baubiologe (IBN) und unabhängiger Sachverständiger, Bernd Rein eine E-Mail zu kommen zu lassen, mit einigen Threads aus diesem Forum? Nur zu ihrer Information. Damit sie sich nicht lächerlich machen. So kann die Distanzierung von Dr. Schreiner auch noch etwas positives bewirken.

Sie sind mir mit Ihrem Beitrag zuvorgekommen. Gerade habe ich ein ausführliches Mail geschrieben an den Mann, der mit unserer BI zusammenarbeitet und der eine sehr gute Homepage pflegt, auf der auch Veranstaltungen und "ERfolge" unserer BI mit aufgenommen werden. Da habe ich auch angeregt, wie sinnvoll es wäre, wenn die Mobilfunkkritiker sich untereinander mehr austauschen würden. Denn es kann nicht einer allein alles recherchieren, dazu muss man einfach zusammenarbeiten. Das mit den russischen Eiern ist nur ein Beispiel, wer weiß, wieviele solche Sachen im Internet herumgeistern. Und während sich Herr Wölfle und sein Forum bisher aus der "Selbstzerfleischung unter den Mobilfunkkritikern" herausgehalten hat, wurde die Veranstaltung in Reutlingen und die Aussage von Dr. Ruoff nun aufgenommen. Das zeigt doch übrigens auch, dass es für die ARbeit der Mobilfunkkritiker weitaus schädlicher ist, wenn weiterhin solch ein Unsinn verbreitet wird, als die Tatsache, dass ein Mobilfunkkritiker sich öffentlich von der ARbeit und Vorgehensweise von Dr. Scheiner distanziert. Für mich ist das eine weitere Bestätigung meiner Meinung zu diesem Thema, dass ich das komplette Tun und Handeln von Herrn Tischer zu diesem Thema nach wie vor gutheiße.
Was ich jedoch auch nicht begreife, ist, dass so eine Geschichte herhalten muss, um eine Beweisführung erbringen zu wollen. Dazu würde ich schon erwarten, dass man so einer Aussage genauer nachgeht. Also, es gibt m.E. schon seriösere Beispiele, die die Leute zum Nachdenken bringen, ohne dass unseriöse Panikmache betrieben wird.
Ich behaupte hier, dass jeder, der der Sache kritisch gegenübersteht, eine ganz starke Reduzierung der eigenen häuslichen Belastung erreichen kann, indem er sein DECT-Telefon und seine Mikrowelle rausschmeißt. Und da diese beiden Sachen in fast jedem Haushalt stehen, wäre da schon einiges erreicht. Werte, die in unmittelbarer Nähe dieser beiden Teile gemessen werden, die sind überzeugender als "russische Eier". Und hier könnte auch ein großer Erfolg erzielt werden. Denn viele Leute leben in der trügerischen Sicherheit, dass sie keiner Belastung ausgesetzt sind, wenn sie nicht gerade freie Sicht auf eine Mobilfunkantenne haben, ihrer eigenen massiven Belastungsquellen messen sie oft keinerlei Bedeutung bei.

mfg
Doris N.

Und wieder die "Russischen Eier"

H. Lamarr @, München, Freitag, 14.07.2006, 23:56 (vor 5667 Tagen) @ KlaKla

Wäre es nicht an der Zeit, den Herren Jürgen Groschupp, Dipl.-Ing. Dietrich Ruoff Baubiologe (IBN) und unabhängiger Sachverständiger, Bernd Rein eine E-Mail zu kommen zu lassen ...

Erledigt

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Und wieder die "Russischen Eier" - !

DRuoff, Sonntag, 16.07.2006, 02:08 (vor 5666 Tagen) @ H. Lamarr

Wäre es nicht an der Zeit, den Herren Jürgen Groschupp, Dipl.-Ing. Dietrich Ruoff Baubiologe (IBN) und unabhängiger Sachverständiger, Bernd Rein eine E-Mail zu kommen zu lassen ...

Erledigt

Ist angekommen - eines zur Klarstellung der Berichterstattung:

Wir hatten an diesem Abend nur auf den Versuch bzw. seine Verbreitung hingewiesen (incl. russischer Quelladresse!) und die Zuhörer zum Nachdenken aufgefordert, nicht aber behauptet das wäre so. Es gibt ja genügend (berufsmässige) Handylangtelefonierer! Im Zeitungsbericht wurde daraus eine journalistisch prägnante Formulierung - leider! Aber das kennt jeder, der schon nach Vorträgen zitiert wurde.

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, Klarstellung, Groschupp, Ruoff

Klarstellung

KlaKla, Sonntag, 16.07.2006, 08:40 (vor 5666 Tagen) @ DRuoff

Ist angekommen - eines zur Klarstellung der Berichterstattung:

Wir hatten an diesem Abend nur auf den Versuch bzw. seine Verbreitung hingewiesen (incl. russischer Quelladresse!) und die Zuhörer zum Nachdenken aufgefordert, nicht aber behauptet das wäre so. Es gibt ja genügend berufsmässige) Handylangtelefonierer! Im Zeitungsbericht wurde daraus eine journalistisch prägnante Formulierung - leider! Aber das kennt jeder, der schon nach Vorträgen zitiert wurde.

Danke für die Klarstellung.

--
Meine Meinungsäußerung

Klarstellung

Doris @, Sonntag, 16.07.2006, 12:58 (vor 5666 Tagen) @ KlaKla

Ist angekommen - eines zur Klarstellung der Berichterstattung:

Wir hatten an diesem Abend nur auf den Versuch bzw. seine Verbreitung hingewiesen (incl. russischer Quelladresse!) und die Zuhörer zum Nachdenken aufgefordert, nicht aber behauptet das wäre so. Es gibt ja genügend berufsmässige) Handylangtelefonierer! Im Zeitungsbericht wurde daraus eine journalistisch prägnante Formulierung - leider! Aber das kennt jeder, der schon nach Vorträgen zitiert wurde.


Danke für die Klarstellung.

Das macht für mich einen seriösen Mobilfunkkritiker aus. Ein seriöser Referent ist dankbar, wenn man ihn auf solche "faulen Eier" aufmerksam macht und fühlt sich nicht angegriffen. Dass es "journalisitisch prägnante Formulierungen" gibt, das ist auch nicht abzustreiten. Diese Erfahrung haben wir in unseren eigenen Reihen auch schon gemacht, so manches mussten wir da wieder geraderücken.

mfg
Doris

"Russischen Eier" an die Hauswand

helmut @, Nürnberg, Sonntag, 16.07.2006, 10:36 (vor 5666 Tagen) @ DRuoff

.... Dipl.-Ing. Dietrich Ruoff Baubiologe (IBN) und unabhängiger Sachverständiger, ....

Ist angekommen - eines zur Klarstellung der Berichterstattung:

Wir hatten an diesem Abend nur auf den Versuch bzw. seine Verbreitung hingewiesen (incl. russischer Quelladresse!) und die Zuhörer zum Nachdenken aufgefordert, nicht aber behauptet das wäre so. Es gibt ja genügend (berufsmässige) Handylangtelefonierer! Im Zeitungsbericht wurde daraus eine journalistisch prägnante Formulierung - leider! Aber das kennt jeder, der schon nach Vorträgen zitiert wurde. <<

Ach nein, wieder mal falsch verstanden und zitiert worden. Welch faule Ausrede. Den Zuschauer zum Nachdenken aufgefordert.
-Und wenn er dann Eier an die Hauswand des Hausbesitzers wirft, erstaunt tun.-

Was bedeutet eigentlich der Titel "unabhängiger Sachverständiger" oder wie in Ihren Kreisen auch üblich "freier unabhängiger Sachverständiger"


Ich kenne eigentlich nur "amtlich anerkannte und vereidigte Sachverständige".


Der Dipl. Ing. dürfte ja echt sein. Interessant wäre, auf welchem Fachgebiet.

MfG
Helmut

--
In der Mobilfunk-BI und
"In der Abendsonne kann selbst ein kleiner Zwerg große Schatten werfen" (frei nach Volker Pispers)


Meine Kommentare sind stets als persönliche Meinungsäußerung aufzufassen

Das Ganze ist nur noch peinlich.

Franz, Samstag, 15.07.2006, 07:33 (vor 5667 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von Franz, Samstag, 15.07.2006, 12:38

Wäre es nicht an der Zeit, den Herren Jürgen Groschupp, Dipl.-Ing. Dietrich Ruoff Baubiologe (IBN) und unabhängiger Sachverständiger, Bernd Rein eine E-Mail zu kommen zu lassen, mit einigen Threads aus diesem Forum? Nur zu ihrer Information. Damit sie sich nicht lächerlich machen. So kann die Distanzierung von Dr. Schreiner auch noch etwas positives bewirken.

Ich habe meine Dokumentation zu Dr. Scheiner an meine Emailkartei und an die einschlägigen Newsletter mit Bitte um Veröffentlichung geschickt.

Auch die Bürgerwelle hat mein Schreiben bekommen. Dennoch wurde im neuesten Bürgerwellen-Newsletter vom 14.07. wieder die Eier-Ente verbreitet.
... Auch er hatte jede Menge Beispiele über die Auswirkung hochfrequenter Strahlung im Gepäck: von EEG-Veränderungen bis hin zum Ei, das russische Forscher zwischen zwei Handys gestellt haben. Nach 65 Minuten Bestrahlung sei das Eiweiß hart, weiß Ruoff. ...

Ich höre schon die Spatzen von allen Dächern singen: (wahrscheinlich noch die nächsten 20 Jahre)
"Mobilfunkkritiker, das sind doch diese Verrückten, die ihre Eier mit Handys kochen. :lol3: :-D "

Leider kann ich darüber nicht lachen.
Das Ganze ist nur noch peinlich.

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Sachverständiger

Das Ganze ist nur noch peinlich.

Helmut Breunig, Samstag, 15.07.2006, 08:00 (vor 5667 Tagen) @ Franz
bearbeitet von KlaKla, Samstag, 15.07.2006, 10:36

Ich habe meine Dokumentation zu Dr. Scheiner an meine Emailkartei und an die einschlägigen Newsletter mit Bitte um Veröffentlichung geschickt.

Wir warten!

Auch die Bürgerwelle hat mein Schreiben bekommen. Dennoch wurde im neuesten Bürgerwellen-Newsletter vom 14.07. wieder die Eier-Ente verbreitet.
... Auch er hatte jede Menge Beispiele über die Auswirkung hochfrequenter Strahlung im Gepäck: von EEG-Veränderungen bis hin zum Ei, das russische Forscher zwischen zwei Handys gestellt haben. Nach 65 Minuten Bestrahlung sei das Eiweiß hart, weiß Ruoff. ...

Haben Sie Herrn Ruoff direkt Ihren Einwand mitgeteilt?
Kann Ihnen seine E-Mail-Adresse gerne zukommen lassen.

Das Ganze ist nur noch peinlich.

KlaKla, Samstag, 15.07.2006, 11:44 (vor 5667 Tagen) @ Franz

Ich habe meine Dokumentation zu Dr. Scheiner an meine Emailkartei und an die einschlägigen Newsletter mit Bitte um Veröffentlichung geschickt.

Auch die Bürgerwelle e.V. hat mein Schreiben bekommen. Dennoch wurde im neuesten Bürgerwellen-Newsletter vom 14.07. wieder die Eier-Ente verbreitet.
... Auch er hatte jede Menge Beispiele über die Auswirkung hochfrequenter Strahlung im Gepäck: von EEG-Veränderungen bis hin zum Ei, das russische Forscher zwischen zwei Handys gestellt haben. Nach 65 Minuten Bestrahlung sei das Eiweiß hart, weiß Ruoff. ...

Nun, das die Bürgerwelle deine Dokumentation zu Dr. Scheiner nicht bringt, ist für mich ein deutliches Zeichen.
Sie enthalten damit dem Leser Informationen vor und manipulieren das Meinungsbild in ihrem Interesse. Ich finde das sehr ungeschickt, denn wer einen Internetzugang hat, kann sich auch anderweitig Informieren und dann wirft es kein gutes Licht auf die Bürgerwelle.

Aber um auf die Eierstudie zurück zu kommen, die BW hat eine Internet Meldung (jetzt nur noch gegen Geld zu lesen) weiter verbreitet, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Eierstudie um eine ENTE handelt. Das bestätigt meine Meinung bzgl. der Manipulation. Ich als Leser würde mich von der BW verarscht fühlen, dass hätte Konsequenzen.
Entweder sie bringen eine Klarstellung bzgl. der Eierstudie und sie stellen das ausfiltern von kritischen Beiträgen ab oder ich bestelle den Newsletter ab und trete aus dem Verein Bürgerwelle e.V. aus.

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Meine Meinungsäußerung

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, Bürgerwelle, Zensur, Manipulation, Eiertest

Das Ganze ist nur noch peinlich.

H. Lamarr @, München, Samstag, 15.07.2006, 22:14 (vor 5666 Tagen) @ KlaKla

... ich bestelle den Newsletter ab und trete aus dem Verein Bürgerwelle e.V. aus.

Da schau' mal einer an, der Klaus outet sich als Mitglied der Bürgerwelle. Hätte ich nicht gedacht!

Warum sollte die BW den Eiertest als Zeitungsente betrachten?!

a) Wenn im RDW-Forum am Eiertest gesägt wird, adelt ihn dies für diverse Kritiker.
b) Keine namhafte Kritikerorganisation (außer Franz/izgmf :-D ) hat sich bislang öffentlich vom Eiertest distanziert.
c) Experimentell wurde der Eiertest noch nicht widerlegt.
d) Dem Design des Eiertests ist eine gewisse Plausibilität nicht abzusprechen.

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Replikation der Eierstudie in Sicht

H. Lamarr @, München, Freitag, 14.07.2006, 14:35 (vor 5668 Tagen) @ Franz

Wem es gelingt, sein Hühnerei auf diese Weise von Zimmertemperatur auf 60 °C oder wenigstens auf 45 °C zu erwärmen, der wird mit Recht den Nobelpreis bekommen.

Nobel, nobel Franz! Ich habe soeben bei einer Messtechnikfirma nachgefragt, ob die mit uns gemeinsam den Eiertest nach allen Regeln der Kunst nachvollziehen täten - und der zuständige Supportmann hat auch schon zugestimmt. Wenn jetzt auch noch die PR-Abteilung der Firma nickt, werden wir voraussichtlich schon im Laufe der nächsten Woche den Eiertest "replizieren". Mit sauberer Dokumentation, versteht sich!

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Vorschlag

Replikation der Eierstudie gebongt

H. Lamarr @, München, Dienstag, 18.07.2006, 12:30 (vor 5664 Tagen) @ H. Lamarr

Ich habe soeben bei einer Messtechnikfirma nachgefragt, ob die mit uns gemeinsam den Eiertest nach allen Regeln der Kunst nachvollziehen täten ...

Und jetzt liegt die Antwort vor: Die Sache kann steigen! Der genaue Termin steht noch nicht fest, ich hoffe wir bekommen es innerhalb der nächsten 14 Tage gebacken.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Replikation der Eierstudie gebongt

charles ⌂ @, Dienstag, 18.07.2006, 17:25 (vor 5663 Tagen) @ H. Lamarr

Und jetzt liegt die Antwort vor: Die Sache kann steigen! Der genaue Termin steht noch nicht fest, ich hoffe wir bekommen es innerhalb der nächsten 14 Tage gebacken.

Ich schrieb schon, dass der Test schon längst in die Niederlande wiederhohlt wurde, mit negativem Resultat nach 60 Minuten.
[image]

Nicht klar ist welch Art von Handys die Russen verwendet haben.
In Frankreich hat Next-up mal auf der Strasse Handys vermessen und sogar bei einem 174 V/m konstatiert.
24_06_2006_Risiko_Mobilfunk.PDF

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

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Eier

Replikation der Eierstudie gebongt

H. Lamarr @, München, Dienstag, 18.07.2006, 18:20 (vor 5663 Tagen) @ charles

Ich schrieb schon, dass der Test schon längst in die Niederlande wiederhohlt wurde, mit negativem Resultat nach 60 Minuten.

Hmmm, habe auf Ihrer Website unter NEWS nachgeschaut, aber nichts gefunden. Wir werden den Test mit GSM 900 und GSM 1800 machen - ohne Drehteller, versteht sich -, um ja nichts anbrennen zu lassen.

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Die Physik hinter dem "Russischen Ei"

Gerold, Freitag, 14.07.2006, 23:21 (vor 5667 Tagen) @ Franz

http://www.rense.com/general72/cellcook.htm


[image]

Die Phsyik die (zumindest theoretisch) dahintersteckt ist für mich nachvollziehbar:

Zwei Handys senden mit voller Leistung auf ein Ei mit selbstgebastelten Gewinnantennen. Wie aus dem Text hervorgeht, erwärmen sich die Eier, also ist die Eiweißgerinnung eindeutig thermisch bedingt.
Wichtig dabei ist nur, dass die Wärmeenergie dem Ei schneller zugeführt wird, als das Ei sie wieder an die Umgebung abgibt.
Energie= Leistung x Zeit, also wird sich das Ei erwärmen, und wenn es eine Woche dauert.

Lust auf eine Reproduktion?
Wer den Versuchsaufbau optimieren möchte, sollte also den Wärmeenergieverlust seines Eies minimieren und es in Glaswolle oder Styropor einpacken.

Viel interessanter finde ich Studien von biologisch wirksamen athermischen Effekten an lebenden Objekten, analog zur Reflex-Studie.

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Hoax, Eiertest

Die Physik hinter dem "Russischen Ei"

H. Lamarr @, München, Samstag, 15.07.2006, 00:09 (vor 5667 Tagen) @ Gerold

Zwei Handys senden mit voller Leistung auf ein Ei mit selbstgebastelten Gewinnantennen.

Müsste man diese Gewinnantennen im Foto nicht erkennen können?

Wer den Versuchsaufbau optimieren möchte, sollte also den Wärmeenergieverlust seines Eies minimieren und es in Glaswolle oder Styropor einpacken.

Okay, gute Idee, das würden wir bestimmt noch hinkriegen. Auch dirigieren auf PL = 5 mit Messung der tatsächlichen Sendeleistung und Test mit GSM900 (2 W) und zusätzlich GSM1800 (1 W, aber näher an Mikrowellenherdfrequenz) würden wir berücksichtigen. Nur die Gewinnantennen machen mir Kummer, die würde ich lieber weglassen, zumal der Test ohne manipulierte Handys authentischer ist.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Die Physik hinter dem "Russischen Ei"

Gerold, Samstag, 15.07.2006, 11:41 (vor 5667 Tagen) @ H. Lamarr

Müsste man diese Gewinnantennen im Foto nicht erkennen können?

Stimmt, da habe ich wohl etwas verwechselt. "Strahlungsarme" Handys (eigentlich ist dieser Ausdruck irreführend) senden zum Kopf hin (Tastaturseite) möglichst wenig Leistung ab, haben also bereits eine eingebaute Gewinnantenne.

Okay, gute Idee, das würden wir bestimmt noch hinkriegen. Auch dirigieren auf PL = 5 mit Messung der tatsächlichen Sendeleistung und Test mit GSM900 (2 W) und zusätzlich GSM1800 (1 W, aber näher an Mikrowellenherdfrequenz)

Ein weit verbreiteter Irrtum: Die Mikrowellenherdfrequenz von 2,45 GHz ist nicht die Resonanzfrequenz des Wassers, die liegt bei etwa 20 GHz. Doch 20GHz wäre viel zu kurzwellig um in das Kochgut einzudringen, deshalb dieser technische Kompromiss.

würden wir berücksichtigen. Nur die Gewinnantennen machen mir Kummer, die würde ich lieber weglassen, zumal der Test ohne manipulierte Handys authentischer ist.

Es müsste doch auch mit einem Handy funktionieren, wenn es auch länger dauert?

Der Worst-Case wird immer worster

H. Lamarr @, München, Samstag, 15.07.2006, 22:43 (vor 5666 Tagen) @ Gerold

Stimmt, da habe ich wohl etwas verwechselt. "Strahlungsarme" Handys (eigentlich ist dieser Ausdruck irreführend) senden zum Kopf hin (Tastaturseite) möglichst wenig Leistung ab, haben also bereits eine eingebaute Gewinnantenne.

Ja wenn das so ist, dann haben die beiden Russkis noch nicht einmal den Worst-Case genommen: Gemäß Foto sind dem Ei die Tastaturseiten der Handys zugewandt. Wir würden die Handys also umdrehen, um auch in diesem Punkt den ungünstigsten Fall zu haben.

Es müsste doch auch mit einem Handy funktionieren, wenn es auch länger dauert?

Lieber nicht! Wir möchten mit dem Test den Kritikern beweisen, dass die "Eierstudie" tatsächlich getürkt ist. Wenn wir uns dabei zu weit vom Original entfernen, leidet die Glaubwürdigkeit der "Replikation" - sofern das Ei nicht hart wird.

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Die Physik hinter dem "Russischen Ei"

Raylauncher @, Samstag, 15.07.2006, 23:15 (vor 5666 Tagen) @ Gerold

Lust auf eine Reproduktion?
Wer den Versuchsaufbau optimieren möchte, sollte also den Wärmeenergieverlust seines Eies minimieren und es in Glaswolle oder Styropor einpacken.

Damit kriegen Sie das nie hin. Doch könnte es so gehen:
Sie stecken das Ei in eine Thermoskanne mit versilbertem doppelwandigem evakuiertem Glaskolben. Da hinein müssen dann auch die zwei Handys im Gesprächszustand. Und dann heißt es warten, warten, warten. Hoffentlich sind nicht die Akkus leer, bis sich eine nennenswerte Erwärmung einstellt, die dann allerdings zu 90% von der Verlustwärme der Handys herrührt.
Ich gebe zu, besonders praxisbezogen ist die Geschichte nicht, denn wer telefoniert schon aus einer Thermoskanne ...

Raylauncher

Babyfresser essen keine russischen Eier

H. Lamarr @, München, Samstag, 15.07.2006, 00:27 (vor 5667 Tagen) @ Franz

Schon gewußt? In China ist Kannibalismus erlaubt, Säuglinge und Föten werden dort zu Mahlzeiten verarbeitet. Einfach grauenvoll!

Das einzig gute an der Geschichte der Babyfresser ist, dass sie nicht stimmt! Wer aber setzt solche entsetzlichen Meldungen in die Welt und wozu? Spiegel-Redakteur Frank Patalong ist der Sache nachgegangen und auf Falun Gong gestoßen. Diese Sekte hat aufgrund zahlreicher dokumentierter Menschenrechtsverletzungen gegenüber ihren Mitgliedern und vehementer Verfolgung in China gute Gründe für eine China-feindliche Haltung.

Das Rätsel um die vermeintlichen Babyfresser wäre damit plausibel gelöst. Wie aber steht es ums Motiv, den Eiertest unbeirrt in diversen Medien weiter zu verbreiten?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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