Reset für die SaferPhone-Initiative (Allgemein)

e=mc2, Dienstag, 20.09.2022, 21:07 (vor 79 Tagen)

Spannende Wende bei Safer Phone:

MEDIENMITTEILUNG VOM 20.09.2022
Das Initiativkomitee der SaferPhone-Initiative hat entschieden, die Trägerstruktur für die Initiative neu aufzubauen, damit der Fokus auf dem Inhalt der Initiative liegen kann.
In den vergangenen Tagen tauchten verschiedene Fragen zur Trägerorganisation Frequencia der SaferPhone-Initiative auf. Dabei wurden ältee Texte zitiert, die als nicht wissenschaftlich und als verschwörungstheoretisch beurteilt werden können.

Das Initiativkomitee wird als Trägerorganisation einen Verein gründen, dem Mitglieder des Initiativ- und Unterstützungskomitees angehören können. Diese neue Trägerorganisation übernimmt von Frequencia die Aufgabe, die Initiative erfolgreich durch das Sammelstadium zu führen. Diese Neuaufstellung soll eine inhaltliche Diskussion der Initiative ermöglichen.

Das Initiativkomitee ist überzeugt, dass es mit seinem Initiativtext einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um die Telekommunikation in der Schweiz leistet. Mit einer möglichst tiefen Strahlenbelastung, kurzen Funkdistanzen, einem guten Kabelnetz und dessen Förderung durch Bund und Kantone schlägt es breit akzeptierte Grundsätze zur zukunftsfähigen Weiterentwicklung des Festnetzes und Mobilfunk vor.

Reset für die SaferPhone-Initiative, aber kein Total-Reset

H. Lamarr @, München, Dienstag, 20.09.2022, 23:37 (vor 79 Tagen) @ e=mc2

Das Initiativkomitee wird als Trägerorganisation einen Verein gründen, dem Mitglieder des Initiativ- und Unterstützungskomitees angehören können. Diese neue Trägerorganisation übernimmt von Frequencia die Aufgabe, die Initiative erfolgreich durch das Sammelstadium zu führen. Diese Neuaufstellung soll eine inhaltliche Diskussion der Initiative ermöglichen.

:surprised:

In der Wirtschaft würde der Vorgang wohl als feindliche Übernahme eines Unternehmens eingestuft werden.

Ob die Distanzierung des Initiativkomitees gegenüber Frequencia nur aus taktischen Gründen erfolgte oder tiefer reicht, ist momentan nicht auszumachen, da die Website von Frequencia noch immer ziemlich desolat ist. Was Frequencia in die Schusslinie brachte ist hier nachzulesen.

Ob die abrupte Trennung von Frequencia überhaupt ausreicht, zu "einer inhaltlichen Diskussion der Initiative" zurück zu finden, sei zudem dahin gestellt. Denn zwei der drei Vorstände von Frequencia sind zugleich Mitglieder des Initiativkomitees. Und diese beiden werfen ein schräges Licht auf das Initiativkomitee: Peter Schlegel unterliegt als Baubiologe einem kommerziellen Interessenkonflikt und Marcel Hofmann engagiert sich seit 2009 für eine pseudowissenschaftliche Gruppierung, die sich "World Foundation for Natural Science" nennt und in Verbindung zu der Gruppierung "Universale Kirche" steht.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

World Foundation for Natural [Junk] Science

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 03.11.2022, 23:15 (vor 35 Tagen) @ H. Lamarr

Marcel Hofmann engagiert sich seit 2009 für eine pseudowissenschaftliche Gruppierung, die sich "World Foundation for Natural Science" nennt und in Verbindung zu der Gruppierung "Universale Kirche" steht.

Wem diese seltsamen Stiftung, auf die sich Marcel Hofmann eingelassen hat, nun rein gar nichts sagt, dem fällt es wie Schuppen aus den Haaren, liest er das 10-seitige "Fact Sheet", das die Stiftung im Mai 2009 herausgab. Da ist für jeden etwas dabei, versprochen. Für Fans von Verschwörungserzählungen z.B. eine atemberaubende Geschichte (angeblich aus George L. Carlos Giftküche) über das Verschwindenlassen von alarmierenden Forschungsergebnissen mit gleich zwei US-Präsidenten als Helfershelfer. Großes Kino für Kleinkarierte.

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World Foundation for Natural [Junk] Science

Gustav, Freitag, 04.11.2022, 13:58 (vor 34 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Gustav, Freitag, 04.11.2022, 15:51

Wem diese seltsamen Stiftung, auf die sich Marcel Hofmann eingelassen hat, nun rein gar nichts sagt, dem fällt es wie Schuppen aus den Haaren, liest er das 10-seitige "Fact Sheet", das die Stiftung im Mai 2009 herausgab. Da ist für jeden etwas dabei, versprochen. Für Fans von Verschwörungserzählungen z.B. eine atemberaubende Geschichte (angeblich aus George L. Carlos Giftküche) über das Verschwindenlassen von alarmierenden Forschungsergebnissen mit gleich zwei US-Präsidenten als Helfershelfer. Großes Kino für Kleinkarierte.

90% der Autoren des "Literaturnachweis" hätte ich aufzählen könne, ohne dass ich vorher einen Blick darauf geworfen habe.

Carlo (Selbstreferenzierung), Johansson, Hardell, Salford - die üblichen bekannten Personen der Szene welche man nicht ernst nehmen kann.

Saferphone-Initiative & Fall Berset: Zufall oder Intrige?

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 21.09.2022, 12:59 (vor 78 Tagen) @ e=mc2

Spannende Wende bei Safer Phone

In meiner Schublade für potenzielle Skandale habe ich noch etwas gefunden, was für die Saferphone-Initiative ziemlich ambivalent werden könnte.

Es geht um diese Geschichte mit Alain Berset und seinem privaten Einspruch gegen einen Funkmasten in der Nähe seines Hauses.

Publik wurde diese aufsehenerregende Geschichte am 24. August 2022 mit einem Bericht in "Blick", der auf einer Recherche der Mobilfunkgegnerin Chantal Blanc beruht.

20 Tage später startete am 13. September 2022 die Sammlung der Saferphone-Initiative.

Am 16. September 2022 brachte watson.ch die beiden Vorgänge in Zusammenhang und schrieb:

[...] Einen besseren Start hätte sich die Safer-Phone-Initiative nicht wünschen können. Ende August machte der Blick publik, dass Bundesrat Alain Berset sich privat an seinem Wohnort gegen den Bau einer 5G-Antenne wehrte. Mit Erfolg. [...]

Und wo schlummert nun der potenzielle Skandal?

Berset wehrte sich mit seiner Eingabe bereits im April 2018 gegen den geplanten Funkmast. Die Öffentlichkeit erfuhr davon länger als vier Jahre nichts. Erst kurz vor dem Start der Saferphone-Initiative wurden Bersets gesundheitlichen Bedenken gegen Funkwellen bekannt.

Dies kann Zufall sein. Ebenso gut könnte Chantal Blanc die für Berset peinliche Geschichte schon vor Jahren recherchiert und so lange zurück gehalten haben, bis eine Veröffentlichung die bestmögliche Wirkung entfalten konnte. Zum Skandal würde dies, wäre es zwischen Blanc und Frequencia so abgesprochen worden.

Ob der Verdacht einer Intrige zutrifft ließe sich ziemlich einfach feststellen, indem bei der Gemeinde Belfaux nachgeforscht wird, wann genau Chantal Blanc Zugang zu den Funkmast-Einsprüchen aus dem Jahr 2018 beantragt und bekommen hat. Da Belfaux jenseits des Röstigrabens liegt, müsste die Korrespondenz jedoch auf französisch geschehen und das ist mir, der Sprache nicht mächtig, zu umständlich. Bekam Blanc erst 2022 Zugang ist der Verdacht gegenstandslos, wusste sie hingegen schon 2020 oder noch früher von Bersets Einsprache, wird es für sie brenzlig. Schwierig bis unmöglich dürfte es dann sein, eine Absprache zwischen Blanc und Frequencia zu belegen.

In Deutschland gelang es in einem ähnlich gelagerten Fall einen Bundespolitiker erfolgreich abzuschießen. Anfang 2012 äußerte sich der FDP-Politiker Rainer Brüderle auf einer Parteiveranstaltung gegenüber einer Journalistin anerkennend über deren Dekolletee. Die Journalistin schwieg dazu gut ein Jahr lang. Als Brüderle anlässlich der Bundestagswahl 2013 jedoch zum Spitzenkandidaten seiner Partei gewählt wurde, packte sie im "Stern" aus und stieß damit eine ausufernde Sexismusdebatte in Deutschland an. Bei der Wahl im September 2013 stürzte die FDP von zuvor 14,6 Prozent (2009) auf 4,8 Prozent ab.

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Saferphone-Initiative & Fall Berset: Zufall oder Intrige?

Gustav, Mittwoch, 21.09.2022, 14:23 (vor 78 Tagen) @ H. Lamarr

Ob der Verdacht einer Intrige zutrifft ließe sich ziemlich einfach feststellen, indem bei der Gemeinde Belfaux nachgeforscht wird, wann genau Chantal Blanc Zugang zu den Funkmast-Einsprüchen aus dem Jahr 2018 beantragt und bekommen hat. Da Belfaux jenseits des Röstigrabens liegt, müsste die Korrespondenz jedoch auf französisch geschehen und das ist mir, der Sprache nicht mächtig, zu umständlich. Bekam Blanc erst 2022 Zugang ist der Verdacht gegenstandslos, wusste sie hingegen schon 2020 oder noch früher von Bersets Einsprache, wird es für sie brenzlig. Schwierig bis unmöglich dürfte es dann sein, eine Absprache zwischen Blanc und Frequencia zu belegen.

Da würde ich mir keine grossen Sorgen manchen. Der Kanton Freiburg ist ein offiziell zweisprachiger Kanton, Amtssprachen sind Französisch und Deutsch. 29% seiner Bewohner sprechen Deutsch.

Freiburg, der Kanton an der Sprachgrenze

Ich würde es einfach mal auf Deutsch probieren.

Saferphone-Initiative & Fall Berset: Zufall oder Intrige?

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 21.09.2022, 20:52 (vor 78 Tagen) @ Gustav

Da würde ich mir keine grossen Sorgen manchen. Der Kanton Freiburg ist ein offiziell zweisprachiger Kanton, Amtssprachen sind Französisch und Deutsch. 29% seiner Bewohner sprechen Deutsch.

Freiburg, der Kanton an der Sprachgrenze

Ich würde es einfach mal auf Deutsch probieren.

Da sehe ich schwarz, "Gustav". In Belfaux sprechen weniger als 10 Prozent der Bevölkerung deutsch, Amtssprache in dieser Gemeinde ist deshalb französisch, auch die Website der Gemeinde gibt es ausschließlich auf französisch. Danke für ihr Vertrauen, aber diese Recherche überlasse ich gerne besser Qualifizierten.

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Fall Berset: Erste Hinweise gab es schon im März 2019

H. Lamarr @, München, Freitag, 14.10.2022, 01:33 (vor 56 Tagen) @ H. Lamarr

Berset wehrte sich mit seiner Eingabe bereits im April 2018 gegen den geplanten Funkmast. Die Öffentlichkeit erfuhr davon länger als vier Jahre nichts. Erst kurz vor dem Start der Saferphone-Initiative wurden Bersets gesundheitlichen Bedenken gegen Funkwellen bekannt.

Dies kann Zufall sein. Ebenso gut könnte Chantal Blanc die für Berset peinliche Geschichte schon vor Jahren recherchiert und so lange zurück gehalten haben, bis eine Veröffentlichung die bestmögliche Wirkung entfalten konnte. Zum Skandal würde dies, wäre es zwischen Blanc und Frequencia so abgesprochen worden.

[image]Der französischsprachige Schweizer Fernsehsender RTS berichtete bereits am 3. März 2019 in der Sendung "Mise au point" über den Fall Berset in Belfaux und stellte am 4. März auf Facebook die Frage:

Le conseiller fédéral Alain Berset a-t-il signé l'opposition à une antenne swisscom dans son village de Belfaux ?

[Hat Bundesrat Alain Berset die Einsprache gegen eine Swisscom-Antenne in seinem Dorf Belfaux unterzeichnet?]

Chantal Blanc fand vor 7 Wochen den Facebook-Eintrag von RTS "excellent"! Gut möglich, der alte RTS-Bericht war für Blanc der Anstoß, mit drei Jahren Verspätung in Belfaux zu recherchieren und die schon ziemlich verwelkte Story mit Hilfe von "Blick" noch einmal, diesmal aber ganz groß rauszubringen.

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Saferphone-Initiative: WeCollect sammelt weiter

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 22.09.2022, 13:17 (vor 77 Tagen) @ e=mc2

Gestern (Mittwoch) twitterte Daniel Graf von wecollect.ch:

Wir haben auf ⁦@wecollectCH die Sammlung für #SaferPhone am Dienstag unterbrochen, um klar zu machen, dass wir uns von Äusserungen distanzieren, die auf Verschwörungstheorien basieren. Die Texte waren uns beim Start der Initiative nicht bekannt.

Hmmm, die Texte waren nicht bekannt? Wer genauer hingeschaut hätte, hätte sie lesen können.

Heute (Donnerstag) fügte Graf hinzu:

Auch in der Anti-AKW- & der Anti-Gentech-Bewegung waren «Schwurbler:innen» aktiv. Sie blieben am Rand, weil Aktivist:innen mit fundierten Argumenten im Zentrum der Bewegungen standen. Beim Thema Mobilfunk droht diese fragile Balance zu kippen.

Aus meiner Sicht hat es die beschworene "fragile Balance" nie gegeben, die Anti-Mobilfunk-Szene wurde von Anfang an von pseudowissenschaftlichen (pseudotechnischen) Schwurblern wie die Chefs von Gigaherz.ch und Bürgerwelle Schweiz dominiert.

Soeben auf der Website von WeCollect nachgeschaut: Die Sammlung für die Saferphone-Initiative geht dort weiter als wäre nichts gewesen. Momentaner Stand: 2957 Unterschriften.

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Saferphone-Initiative: WeCollect sammelt weiter

H. Lamarr @, München, Sonntag, 25.09.2022, 14:50 (vor 74 Tagen) @ H. Lamarr

Soeben auf der Website von WeCollect nachgeschaut: Die Sammlung für die Saferphone-Initiative geht dort weiter als wäre nichts gewesen. Momentaner Stand: 2957 Unterschriften.

Stand jetzt: 3000 Unterschriften.

Aber: Das sind eigentlich keine Unterschriften, sondern nur die Anmeldungen zum handschriftlichen Leisten der tatsächlichen Unterschriften. Dazu bietet WeCollect jedem Teilnehmer einen individualisierten Downloadlink für seinen persönlichen Unterschriftenbogen an, den der Teilnehmer herunterladen, per Hand fertig ausfüllen, falten und zusammenkleben muss und dann unfrankiert in einen Briefkasten werfen darf. Die Prozedur ist nötig, da Initiativen und Referenden in der Schweiz ausschließlich handschriftlich auf Papier unterstützt werden können. Unter den angeblich 3000 Teilnehmern der Saferphone-Initiative auf WeCollect bin allerdings auch ich, den Online-Zählerstand darf man daher nicht allzu ernst nehmen. Da ich bei meiner Teilnahme keinen Wohnort in der Schweiz nennen konnte und deshalb meine Münchener Adresse eingetragen habe, bekam ich zwar noch eine Mail von WeCollect mit dem Downloadlink für meinen persönlichen Unterschriftenbogen, der Link aber funktioniert nicht und führt lediglich zu einem Serverfehler. Ich erzähle dies, um deutlich zu machen, ein Missbrauch von WeCollect ist nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen wie es scheint.

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WeCollect sammelt weiter - oder doch nicht?

Gustav, Montag, 26.09.2022, 14:42 (vor 73 Tagen) @ H. Lamarr

Soeben auf der Website von WeCollect nachgeschaut: Die Sammlung für die Saferphone-Initiative geht dort weiter als wäre nichts gewesen. Momentaner Stand: 2957 Unterschriften.

Ganz so eindeutig sehe ich das nicht. Auf der Hauptseite https://wecollect.ch/projekte ist die Initiative nicht mehr aufgeführt. Gut möglich, dass die Betreiber es technisch einfach nicht hinbekommen, die Webseite zu ändern - kam ja bisher noch nie vor, dass die Sammlung für ein Projekt eingestellt wurde.

Ich kann die Unterschriftenbögen übrigens einfach öffnen, runter laden und ausdrucken.

[image]

https://wecollect.ch/media/saferphone-initiative-f2.pdf

Saferphone-Initiative: WeCollect sammelt nicht mehr

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 08.12.2022, 19:09 (vor 2 Stunden, 46 Minuten) @ H. Lamarr

Gestern (Mittwoch) twitterte Daniel Graf von wecollect.ch:

Wir haben auf ⁦@wecollectCH die Sammlung für #SaferPhone am Dienstag unterbrochen, um klar zu machen, dass wir uns von Äusserungen distanzieren, die auf Verschwörungstheorien basieren. Die Texte waren uns beim Start der Initiative nicht bekannt.

Am Abend des 7. Dezember reagierte auch Daniel Graf von WeCollect und teilte per Mail allen mit, die Saferphone auf seiner Plattform unterstützt haben, dass die Initiative zurückgezogen wurde. Graf verweist zudem auf einen Blog-Eintrag, der deutlich macht: Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegenüber Frequencia (Nähe zu Verschwörungstheorien) pausierte WeCollect die Unterstützung der Initiative, weil Frequencia-Vorstandsmitglied Marcel Hofmann auf Fragen des Nachrichtenportals Watson nur ausweichend antwortete.

Gemäß ihrer archivierten Webseite für Saferphone stoppte WeCollect die Sammlung am 6. oder 7. Dezember beim Stand von 2930 Unterstützern. Dieser Zählerstand aber gibt Rätsel auf, denn bei meiner jüngsten Sichtung am 23. November 2022 zeigte die Seite schon 3155 Unterstützer an.

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SaferPhone zieht die Initiative zurück

hans, Dienstag, 06.12.2022, 15:10 (vor 2 Tagen) @ e=mc2

MEDIENMITTEILUNG VOM 06.12.2022
Das Komitee der Volksinitiative SaferPhone zieht die Initiative zurück. Der Initiativtext und die grundsätzlichen Forderungen bleiben wichtig, doch der geplante Reset mit einer neuen Trägerschaft ist nicht gelungen.
Zur Mitteilung

Speziell: Unter „Medienkontakt“ sind zwei Handynummern angegeben. Vermutlich nur Notfallhandys :confused:

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Hunde die bellen beissen nicht. Wuff.
Ein Gnadenschuss wäre eine schnelle und menschliche Lösung (Zitat Eva Weber, München)

SaferPhone zieht die Initiative zurück

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 07.12.2022, 00:24 (vor 1 Tag, 21 Stunden, 31 Min.) @ hans

MEDIENMITTEILUNG VOM 06.12.2022
Das Komitee der Volksinitiative SaferPhone zieht die Initiative zurück.

Vernünftig. Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende. Mit diesem Schritt bleiben der Initiative einige weitere Negativ-Schlagzeilen erspart.

Der Initiativtext und die grundsätzlichen Forderungen bleiben wichtig ...

Sehe ich nicht so. Die Initiative adressierte von Anfang an das falsche Ziel (siehe unten). Ob sich den politischen Unterstützern infame Absicht, technisches Unverständnis oder nur hemmungslose Selbstüberschätzung unterstellen lässt, darüber ließe sich diskutieren.

Speziell: Unter „Medienkontakt“ sind zwei Handynummern angegeben. Vermutlich nur Notfallhandys :confused:

Aus meiner Sicht, Hans, irrst du dich. Niemand hat es bislang weltweit gewagt, politisch gegen Smartphones Front zu machen. Dies wäre ehrlich, jedoch politischer Selbstmord. Und deshalb wandte sich auch die Saferphone-Initiatve brav gegen Funkmasten und nicht gegen Mobiltelefone. Gegen Funkmasten Front zu machen gilt derzeit als schick und ist politisch salonfähig. Fachlich aber ist es dumm. Dass Funkmasten dennoch seit drei Jahrzehnten als gefährlicher Zankapfel gelten und Mobiltelefone so unangetastet wie heilige Kühe bleiben, ist meiner Einschätzung nach der eigentliche und große Erfolg (oder Skandal) der Anti-Mobilfunk-Szene. Nahezu alle Geschäftemacher, deren Geschäftsmodelle auf irrationalen Ängsten gegenüber E-Smog beruhen, profitieren von dieser grandios umfassenden Verdrehung der wissenschaftlichen Faktenlage. Denn wenn von EMF überhaupt ein Gesundheitsrisiko ausgeht, dann nicht von den Funkmasten, sondern von den Mobiltelefonen. Seit Beginn der Mobilfunkdebatte pfeifen die Spatzen diesen wissenschaftlich gut belegten Sachverhalt von den Dächern. Doch wer hört schon auf Spatzen, wenn's ums Geschäft geht oder um Wählerstimmen ...

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SaferPhone zieht die Initiative zurück

KlaKla, Donnerstag, 08.12.2022, 06:12 (vor 15 Stunden, 43 Minuten) @ hans

MEDIENMITTEILUNG VOM 06.12.2022
Das Komitee der Volksinitiative SaferPhone zieht die Initiative zurück.

Was passiert in so einem Fall mit den eingesammelten Spenden?

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Meine Meinungsäußerung

SaferPhone zieht die Initiative zurück

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 08.12.2022, 10:42 (vor 11 Stunden, 13 Minuten) @ hans

MEDIENMITTEILUNG VOM 06.12.2022
Das Komitee der Volksinitiative SaferPhone zieht die Initiative zurück.

Zwei Tage später: Die Bundeskanzlei der Schweiz hat das Zurückziehen der Initiative bislang nicht dokumentiert, aus amtlicher Sicht ist die Initiative noch immer lebendig. Möglicherweise hat das Komitee zwar die Öffentlichkeit von seinem Entschluss informiert, nicht aber die Bundeskanzlei.

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– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

SaferPhone zieht die Initiative zurück

Gustav, Donnerstag, 08.12.2022, 11:07 (vor 10 Stunden, 48 Minuten) @ H. Lamarr

Zwei Tage später: Die Bundeskanzlei der Schweiz hat das Zurückziehen der Initiative bislang nicht dokumentiert, aus amtlicher Sicht ist die Initiative noch immer lebendig. Möglicherweise hat das Komitee zwar die Öffentlichkeit von seinem Entschluss informiert, nicht aber die Bundeskanzlei.

Wenn man sich die Liste der zurückgezogenen Volksinitiativen ansieht dann stellt man fest, dass sich nur die allerwenigsten Initiativkomitees die Mühe machen und ihre Initiative aktiv zurück ziehen. Man lässt einfach die Sammelfrist ungenutzt verstreichen, das macht weniger Arbeit. In diesem Fall sind die Mitglieder des Initiativkomitees vielleicht sogar so zerstritten, dass sie nicht einmal die nötige Mehrheit für den Rückzug zustande bringen.

Fast alle aufgelisteten Initiativen wurden zurückgezogen, nachdem sie erfolgreich Zustande gekommen sind und der Gesetzgeber die Anliegen der Initiative auf andere Weise befriedigen konnte.

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