Deutschland: Über 4'000 Petitionen gegen 5G? (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 23.12.2021, 19:28 (vor 278 Tagen)

Durchsucht man die Petitionsplattform Open-Petition nach dem Begriff "5G", wirft die Suche mehr als 4'000 Treffer aus. Und die Trefferliste erweckt den Eindruck, allein in Deutschland hätte es ebenso viele Petitionen gegen 5G gegeben. Doch der Schein trügt.

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Die Trefferliste zeigt pro Seite maximal zehn Treffer an. Dies ergibt bei zehn Seiten, so viele waren es heute bei meiner Abfrage, höchstens 100 Petitionen gegen 5G. Ob sich unter den Treffern auch Irrläufer befinden (keine Petition) habe ich nicht geprüft.

Am Beginn der Trefferliste wird jedoch angezeigt "Ungefähr 4,020 Ergebnisse". Diese irreführende Angabe kommt zustande, weil Open-Petition für seine Suche die Google-Suchfunktion verwendet. Diese aber zeigt grundsätzlich am Beginn der Trefferliste eine maßlos übertriebene Anzahl von Treffern an. Die Ursache dafür kenne ich nicht, möglicherweise zählt Google nicht nur die Anzahl der Sites, sondern auch wie häufig der Suchbegriff darauf zu finden ist.

Bei der Original Google-Suche hilft ein einfacher Trick, die tatsächliche Anzahl der Treffer zu erfahren. Dazu muss man nur am Fuß der Trefferliste die letzte Seite der Trefferliste aufsuchen. Bei langen Listen mit mehr als zehn Seiten muss man diesen Schritt ggf. mehrfach wiederholen. Zeigt der Bildschirm dann die letzte Seite, gibt Google oben im Kopf der Seite die tatsächliche Anzahl der gefundenen Sites preis. Dieser Trick funktioniert jedoch nicht, wenn ein Websitebetreiber die Google-Suche mit einem Code-Sniplet auf seiner Site eingebunden hat. Dann muss man selber rechnen: Anzahl der Treffer pro Seite x Anzahl der Seiten der Trefferliste. Im konkreten Fall waren es zufällig 10 x 10 Treffer, was selbst ABC-Schützen vor keine unlösbaren Probleme stellen dürfte.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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Petitionen gegen 5G: Viel Lärm um nichts

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 23.12.2021, 20:24 (vor 278 Tagen) @ H. Lamarr

Durchsucht man die Petitionsplattform Open-Petition nach dem Begriff "5G", wirft die Suche mehr als 4'000 Treffer aus. Und die Trefferliste erweckt den Eindruck, allein in Deutschland hätte es ebenso viele Petitionen gegen 5G gegeben. Doch der Schein trügt.

Die gebündelte Präsentation der Petitionen ermöglicht es, sich mit wenigen Klicks einen groben Überblick zu verschaffen, wie es um die wundersame Welt der 5G-Petenten bestellt ist. Ich habe mir nur die ersten zehn Treffer auf meiner Trefferliste angesehen, das Ergebnis dürfte die Anti-Mobilfunk-Szene desillusionieren und das Getue des Vereins Diagnose-Funk um derartige Petitionen Lügen strafen:

Kein 5G Ausbau in Münster ohne Unbedenklichkeitsnachweis und Technikfolgeabschätzung: 266 Unterstützer aus Münster. Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

Kein 5G in NRW! 12'173 Unterstützer. Der Petition wurde nicht entsprochen

Macht 5G & Co krank? Wie krank macht es? 50 Unterstützer. Ergebnis unbekannt

Kein 5G in Aachen ! 702 Unterstützer aus Aachen. Ergebnis unbekannt

► Doublette (Petition Münster)

Kreative fordern: Stoppt 5G In Deutschland und im All: 8'649 Unterstützer. Ergebnis unbekannt

Stoppt die neue Mobilfunktechnologie 5G: 15'641 Unterstützer. Petent hat Petition nicht beim Empfänger eingereicht

5G in der Wetterau verhindern: 5'131 Unterstützer. Petitionsempfänger hat nicht reagiert

5G freie Zone Stadt Freiburg / für den Erhalt einer gesunden und zukunftsfähigen Lebenswelt: 1'358 Unterstützer aus Freiburg. Ergebnis unbekannt

► Irrläufer

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Unbedenklichkeit

Petitionen gegen 5G sind die Linkschleuder für Diagnose-Funk

KlaKla, Freitag, 24.12.2021, 08:53 (vor 277 Tagen) @ H. Lamarr

Sinn und Zweck diesen Petitionen ist es auf den privaten Lobbyverein Diagnose-Funk aus Stuttgart, aufmerksam zu machen. Die vielen kleinen und großen Stopfgänse zeichnen und legen Petitionen auf. Sie befolgen den Rat der Anstifter und blasen den Popanz auf. Siehe u.a. die Petition "AUSBAU DES 5G-MOBILFUNKNETZES IN HAMBURG STOPPEN". Gerade mal 1.358 Hamburger haben diese Petition mit gezeichnet. Hamburg hatte 2019 eine Einwohnerzahl von 1,841 Millionen. Eingereicht wurde die Petition vom BUND-Hamburg. Und dazu gehört der Baubiologe Mumm und die Rentnerin Ellen Kruse. Selbst Kruse sollte mittlerweile klar sein, dass sie mit ihrem Aktionismus lediglich ihr Ego befriedigt. Sie pflegt ein außergewöhnliches Hobby.

Petitionen werden benutzt um billigst Werbung zu platzieren und Links für Diagnose-Funk zu erwirken. Sie wollen die einzig wahren Vertreter der Bürgerschaft sein. Und da diese Akteure immer noch nicht in entschiedenen Gremien hocken, machen sie diese madig und die lieben Stopfgänse stimmen in die Hetze mit ein. Einen kritischen, öffentlichen Dialog scheuen sie, dass übernehmen übereifrige Stopfgänse, D-F könnten an Glanz verlieren.

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5G lässt Lungenalveolen platzen: Mein Gott, Traugott!

H. Lamarr @, München, Freitag, 24.12.2021, 16:02 (vor 277 Tagen) @ KlaKla

Sinn und Zweck diesen Petitionen ist es auf den privaten Lobbyverein Diagnose-Funk aus Stuttgart, aufmerksam zu machen.

Das scheinen die Stuttgarter auch dringend nötig zu haben. Die Petitionen bei Open-Petition geben ja auch Auskunft, woher die Unterstützer kamen. Wer nun glaubt, viele kamen von Diagnose-Funk, der irrt sich. Die zehn von mir ausgewerteten Petitionen (wegen einer Doublette und eines Irrläufers sind es tatsächlich nur acht) zeigen Diagnose-Funk nicht als sprudelnde Quelle, sondern als tropfenden Wasserhahn:

Bei 3 Petitionen kamen 0 Prozent der Unterstützer von Diagnose-Funk
Bei 2 Petitionen kamen 1 Prozent der Unterstützer von Diagnose-Funk
Bei 3 Petitionen kamen 2 Prozent der Unterstützer von Diagnose-Funk

Das sind überraschend schwache Beiträge, die der großspurig auftretende Verein beisteuern konnte. Wobei zu beachten ist, dass bei allen Petitionen die Herkunft des größten Teils der Unterstützer unbekannt ist. Da können auch Anhänger von Diagnose-Funk mit drin sein, die aber nicht von der Website der Stuttgarter aus zu Open-Petition abgesprungen sind.

Richtig gruselig wird es, wenn bei dieser Petition die beiden Sprungbretter Diagnose-Funk und traugott-ickeroth.com gleichauf liegen. Der Stuss, den der Betreiber der unbekannten Website absondert ist so atemberaubend, dass er sich zu Beginn vorsorglich rechtlich absichert und den Schwarzen Peter dem Leser zuschiebt:

Folgende Informationen© unterliegen meiner Meinungsfreiheit und sind bitte nachzuprüfen; ich bürge nicht für die Richtigkeit. Ich versuche aber nach bestem Wissen und Gewissen, die umwälzenden Ereignisse in etwa chronologisch zusammenzuführen. Der wichtigste Punkt hierbei ist zu verstehen, daß es „Corona“ in dem Sinne nicht gibt. Es ist eine leichte Erkältung, welche jedes Jahr auftritt und auch entsprechende Todesopfer, bei jenen mit eingeschränktem Immunsystem, fordert (hier). Die Toten in Wuhan, welches Merkel September 2019 besuchte (hier) (merkwürdig), gehen auf 5G zurück. Die Aussendung der elektromagnetischen Krankheitssignatur durch gepulste Mikrowellen war (absichtlich?) zu stark; die Lungenalveolen platzten und die Erkrankten spuckten Blut. Um dies zu verheimlichen, wurden sie direkt kremiert. [...]

Diese offensichtliche Idiotie steuerte zur besagten Petition ebenso viele Unterstützer bei wie Diagnose-Funk. Den Stuttgartern sollte dieser gleichstarke Mitstreiter im Nörgeln gegen 5G eigentlich hochnot peinlich sein, eine Distanzierung von Ickeroth suchte ich soeben bei Diagnose-Funk jedoch vergeblich. Darin sehe ich einen groben taktischen Fehler, denn damit schwimmen die Stuttgarter im selben Sumpfwasserteich wie der spinnerte Verschwörungstheoretiker, der, wie sollte es auch anders sein, mit abseitigen Büchern im Geschäft mit der Angst mitmischt.

Für Diagnose-Funk sind die goldenen Jahre vorbei, in denen die Stuttgarter das Monopol hatten, an Mobilfunk herumzunögeln. Die neu herbeigeeilten Mitstreiter von den Fakultäten der Querfront machen dem Verein mit Sicherheit schwer zu schaffen, wird er durch deren gütige Mitwirkung doch noch unglaubwürdiger, als er ohnehin schon ist. Wäre Diagnose-Funk eine an der Börse gehandelte Aktiengesellschaft, mein Tipp wäre: verkaufen.

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Nichts ist zu blöde, um dumme Stopfgänse zu verführen

KlaKla, Samstag, 25.12.2021, 09:15 (vor 276 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Samstag, 25.12.2021, 09:44

... Der wichtigste Punkt hierbei ist zu verstehen, daß es „Corona“ in dem Sinne nicht gibt. Es ist eine leichte Erkältung, welche jedes Jahr auftritt und auch entsprechende Todesopfer, bei jenen mit eingeschränktem Immunsystem, fordert (hier). Die Toten in Wuhan, welches Merkel September 2019 besuchte (hier) (merkwürdig), gehen auf 5G zurück. Die Aussendung der elektromagnetischen Krankheitssignatur durch gepulste Mikrowellen war (absichtlich?) zu stark; die Lungenalveolen platzten und die Erkrankten spuckten Blut. Um dies zu verheimlichen, wurden sie direkt kremiert. [...]


Kommentar:
Der Gemeinsame Nenner ist mMn die Sympathie für Rudolf Steiner und die Esoterik. Auf die absurde Verlautbarung dieses Traugotts macht auch Maranius J. Stienen (Diplom-Pädagogik, Heilpraktiker/in (Psychotherapie), Ki./Jgdl. Psychotherapeut, Erlaubnis zur Psychotherapie nach Heilpraktikergesetz) in seiner Petition gegen 5G für Aachen aufmerksam. Ein studierter Lehrer, der frühzeitig erkannte, mit Familienaufstellung nach Hellinger kann man auch ohne Kassenärztlicher Zulassung gut Geld verdienen. Denn jeden Morgen steht ein Dummer auf, man muss ihn nur finden. Warum also nicht auch eine Petition auflegen. :wink:

Es ist schon erschreckend, was einem Angeboten wird auf der Suche nach einer Psychotherapie. Methoden des Schamanismus, Energetischen Psychotherapie nach Dietrich Klinghardt etc.

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5G lässt Lungenalveolen platzen: Mein Gott, Traugott!

H. Lamarr @, München, Montag, 27.12.2021, 14:49 (vor 274 Tagen) @ H. Lamarr

Richtig gruselig wird es, wenn bei dieser Petition die beiden Sprungbretter Diagnose-Funk und traugott-ickeroth.com gleichauf liegen.

Mehr über Traugott Ickeroth weiß Psiram.

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