Klaus & Klaus: Scheidsteger interviewt Buchner (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 16.09.2021, 20:58 (vor 80 Tagen)

Die sogenannte Kompetenzinitiative (Ko-Ini) feiert sich selbst, indem Filmemacher Klaus Scheidsteger seinen Vereinskollegen Klaus Buchner 42 Minuten lang interviewt. Und wie üblich trägt die autoritätsversessene Ko-Ini in der Ankündigung dick auf, um dem netten, stets etwas unbeholfen wirkenden Ruheständler Buchner, der vorzeitig aus den EU-Parlament ausgeschieden ist und für die ÖDP nicht mehr zur kommenden Bundestagswahl antritt, wenigstens "Renommee" anzudichten:

Der renommierte Physiker und Politiker Klaus Buchner im Gespräch mit Klaus Scheidsteger. Unter anderem zur 5G / Mobilfunk-Politik: „Politikerinnen und Politiker sollten endlich wissenschaftliche Erkenntnisse wahrnehmen“.

Das Gespräch in München u.a. zu folgenden Themen: Über den eigenen wissenschaftlichen Werdegang und die Arbeiten als Physiker, das Engagement für Umwelt und Gesundheit, die Brisanz der Mobilfunk-Frage im internationalen und nationalen Kontext, zur 5G-Politik und zu technischen Alternativen.

Was ist von dem Interview zu erwarten? Nun, eben das, was zustande kommt, wenn ein beseelter Mobilfunkgegner einem anderen beseelten Mobilfunkgegner Bälle zuspielt und befremdliche Antworten ergriffen schauend und beifällig nickend entgegen nimmt, statt kritisch nachzuhaken. Gefällige Interviews dieser Art sind z.B. in der Trutherszene an der Tagesordnung, sie dienen der Selbstinszenierung der Gesprächspartner und dem Verbreiten alternativer Fakten. Und bei dem einen oder anderen dieser schrägen Formate muss der Befragte angeblich vorab dafür zahlen, damit ihm die gekauften Fragen vor laufender Kamera gestellt werden.

Hintergrund
Was machen eigentlich Klaus & Klaus?
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YouTube, Buchner, Ko-Ini, Illusion, Scheidsteger, Interview, FakeNews, Trutherszene, Alternativmedien, Echokammer

Warum die Ko-Ini nur eine sogenannte Kompetenzinitiative ist

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 16.09.2021, 23:37 (vor 80 Tagen) @ H. Lamarr

Die sogenannte Kompetenzinitiative (Ko-Ini) feiert sich selbst, indem Filmemacher Klaus Scheidsteger seinen Vereinskollegen Klaus Buchner 42 Minuten lang interviewt.

Ich schreibe grundsätzlich "sogenannte Kompetenzinitiative", weil ich die Ko-Ini für inkompetent halte. Das ist nicht missgünstig nur so dahergesagt, sondern eine begründete Meinung, für die sich etliche Belege hier im Forum recherchieren lassen. Und dieser Belegsammlung hat die Ko-Ini freundlicherweise einen weiteren Beleg hinzugefügt.

Im Mittelpunkt steht wieder Klaus Buchner. Weil er derzeit im Vorstand der Ko-Ini sitzt, durfte er, angeblich anlässlich eines Symposiums, das die Ko-Ini im Herbst 2019 im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz veranstaltete, ein kurzes Videostatement über Icnirp zum Besten geben. Das 140-Sekunden-Statement, filmisch mutmaßlich fabriziert von Klaus Scheidsteger, stellte die Ko-Ini im Mai 2021 auf YouTube ein, und, weil es so schön ist, packte sie es auch auf ihre Website.

Über den Inhalt des Videos gibt es nicht viel zu sagen, da Buchner stockend nur das an Fakten zu berichten weiß, was ohnehin bekannt ist, und der Rest, weil belanglose persönliche Meinung, nicht der Rede wert ist. Zu den vielsagenden aber doch lässlichen Sünden im Video zähle ich Buchners Umdeutung des "C" im Akronym Icnip (auf deutsch richtig "Kommission", falsch "Komitee") und die Kastration des "wissenschaftlichen Sekretariats" von Icnirp im BfS zu einer Schreibstube ("Sekretariat").

Ein dicker Hund ist hingegen, was ab Sekunde 23 ins Bild eingeblendet wird (siehe auch Screenshot):

Prof. Dr. Klaus Buchner
Mitglied des Europarates

[image]

Wer immer auch bei der Ko-Ini für diese Einblendung verantwortlich ist, er hat Mist gebaut. Denn Buchner war nie Mitglied des Europarats, er war Mitglied des Europaparlaments! Diese peinliche Verwechslung ist schon schlimm, noch schlimmer ist, dass sie bis heute anscheinend niemandem aufgefallen ist, weder Buchner, noch der Ko-Ini, noch einem der bislang 84 Betrachter des YouTube-Videos. Das ist u.a. das Tückische an Inkompetenz, sie versperrt den Betroffenen den Blick auf ihre eigenen Defizite.

Mitglieder beim Europarat sind nicht natürliche Personen, sondern europäische Staaten. Buchner kann also per se nicht Mitglied dieses Rates sein. Personen gibt es beim Europarat nur im Ministerkomitee, in dem die Mitgliedstaaten durch ihre Außenminister bzw. deren Ständige Vertreter im Range eines Botschafters vertreten sind, sowie in der Parlamentarischen Versammlung, in welche die Parlamente der Mitgliedstaaten Vertreter entsenden (Quelle). Aber: Da noch nie ein ÖDPler im Bundestag saß, kann auch keiner in den Europarat entsandt worden sein. Wem das als Beweis noch nicht genügt, der Website des Europarats (Council of Europe) ist ein Klaus Buchner gänzlich unbekannt.

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Falschmeldung, Buchner, Irreführung, Faktencheck, Europarat

Klaus & Klaus: Stuss im Minutentakt

H. Lamarr @, München, Freitag, 17.09.2021, 15:22 (vor 79 Tagen) @ H. Lamarr

Ich schreibe grundsätzlich "sogenannte Kompetenzinitiative", weil ich die Ko-Ini für inkompetent halte. Das ist nicht missgünstig nur so dahergesagt, sondern eine begründete Meinung, für die sich etliche Belege hier im Forum recherchieren lassen. Und dieser Belegsammlung hat die Ko-Ini freundlicherweise einen weiteren Beleg hinzugefügt.

Scheidsteger und Buchner sitzen derzeit beide im Vorstand der "Kompetenzinitiative". Jeder für sich ist schon gut im Munkeln & Raunen, gemeinsam aber sind sie ein infernalisches Duo, oder wohlwollender gesagt ein bezauberndes Dreamteam der organisierten Mobilfunkgegner.

Wir sind jetzt wieder im jüngst veröffentlichten Interview des Dreamteams bei Minute 16:35. Es geht einmal mehr um Icnirp und Buchner weiß Bemerkenswertes zu erzählen:

[...] Aber was im jetzigen Zusammenhang vielleicht wichtiger ist war der politische Einfluss dieser Leute. Also, zunächst einmal, seit langer Zeit ist immer der Leiter, die Leiterin des Bundesamts für Strahlenschutz in München gleichzeitig ein hoher Funktionär von Icnirp. Zurzeit ist die Leiterin des Bundesamtes in München die Frau Dr. Ziegelberger. Sie ist gleichzeitig wissenschaftliche Sekretärin von Icnirp, von dieser Lobbygruppe – und bei Rüdiger Matthes war es ähnlich. Interessant ist, dass diese Leute auch hohe Positionen in der Regierung hatten. Und zwar genau in der kritischen Zeit um 1996, als unsere Grenzwerte definiert worden sind. [...]

Soso, Frau Dr. Ziegelberger ist also Leiterin (Präsidentin) des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Da hat sich der eine Klaus um zwei Hierarchieebenen vertan, denn Präsidentin ist noch immer Dr. Inge Paulini. Ziegelberger leitet nicht das Amt, sondern das EMF-Kompetenzzentrum im BfS, das in der Abteilung WE (Wirkungen und Risiken ionisierender und nichtionisierender Strahlung) unter der Leitung von Dr. Michaela Kreuzer eine von fünf Arbeitsgruppen bildet. Alles nachzuprüfen im Organigramm des BfS, dessen Schriftgröße für Buchner (80) vielleicht etwas zu klein war.

Und was sagt der andere Klaus zur sachlichen Entgleisung seines Namensvetters? Nichts. Scheidsteger fragt nicht nach, korrigiert nicht, nickt nur beifällig. Für Klaus & Klaus ist die wichtigste deutsche Fachbehörde im Strahlenschutz offenkundig unerforschtes Terrain.

Was Buchner völlig verdreht wiedergibt ist die bekannte Tatsache, dass seit Gründung des Vereins Icnirp (1992) dessen Sitz im Bundesamt für Strahlenschutz ist, genauer in der BfS-Außenstelle Neuherberg bei München. Gemäß Jürgen Bernhardt hat nicht viel gefehlt und der Vereinssitz wäre in Frankreich gelandet. Icnirp wurde und wird vom BfS in Neuherberg ein Büroraum mietfrei zur Verfügung gestellt. Direkte finanzielle Unterstützung von Seiten des BfS gab und gibt es darüber hinaus nicht, so werden die Postgebühren, Homepage, etc. von Icnirp selbst getragen. Frau Dr. Gunde Ziegelberger ist als wissenschaftliche Sekretärin für Icnirp tätig. Diese rein ehrenamtliche Tätigkeit wird von Icnirp nicht vergütet. Ihre Reisekosten zu den ein bis zwei Kommissionstreffen pro Jahr werden von der Vereinskasse übernommen. Ziegelberger hat das Ehrenamt von ihrem Vorgänger beim BfS Rüdiger Matthes übernommen, als dieser 2015 in den Ruhestand ging.

Buchners Behauptung, die Leiterin des BfS sei traditionsgemäß auch hohe Funktionärin bei Icnirp ist somit grundfalsch und beruht allein auf seiner Verwechslung der beruflichen Position von Ziegelberger im Amt. Das hätte auch Scheidsteger auffallen müssen, dass die Präsidentin des BfS nicht zugleich wissenschaftliche Sekretärin Icnirps sein kann.

Nach all der Desinformation, die Buchner in den wenigen oben zitierten Sätzen verbreitet, habe ich kein Verlangen mehr, seiner mir völlig neuen Behauptung nachzugehen, "diese Leute" (gemeint sind mutmaßlich damalige Icnirp-Kommissionsmitglieder) hätten "hohe Positionen in der Regierung" gehabt. Auch das ist mMn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit purer Blödsinn oder bestenfalls eine groteske Verdrehung von Tatsachen.

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Klaus & Klaus: Stuss im Minutentakt

H. Lamarr @, München, Freitag, 17.09.2021, 23:09 (vor 79 Tagen) @ H. Lamarr

Was Buchner völlig verdreht wiedergibt ...

Was dem Joachim recht ist, sollte dem Klaus zugebilligt sein:

"Also Entschuldigung: Das darf ich mal so locker formulieren, ich bin ja jetzt Rentner und muss nicht mehr auf jedes Wort achten.“

Ex-Bundespräsiden Joachim Gauck nach einer Verbaltattacke gegen Impfgegner

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Klaus & Klaus: Bricht Funkstrahlung Wasserstoffbrücken auf?

H. Lamarr @, München, Dienstag, 21.09.2021, 00:59 (vor 76 Tagen) @ H. Lamarr


Ab Minute 11:26 kritisiert Prof. Klaus Buchner Prof. Harald Lesch. Buchner behauptet:

"[Lesch habe] z.B. ausdrücklich gesagt, diese Strahlung kann nicht schaden, weil nur Strahlung schaden kann, die chemische Verbindung aufbrechen kann. Das ist natürlich Unsinn, weil die biologischen Moleküle zum Teil durch ihre Form wirken und die Form wird über Wasserstoffbrücken gehalten. Die Wasserstoffbrücken brechen auf durch Funkstrahlung, das ist in Versuchen bestens nachgewiesen."

Da ich kein Physiker bin habe ich mir erlaubt, auf der Dialogplattform von "Deutschland spricht über 5G" zu fragen, was an Buchners Ausführungen dran ist. Bekanntlich recherchiert dort das Dialogbüro Antworten auf knifflige Fragen bei Experten vom Fach. Nach drei Tagen bekam ich Auskunft.

Harald Lesch produziert TV-Sendungen wie am Fließband. Und weil Klaus Buchner die beanstandete Sendung Leschs nicht näher benennt, ist es nicht ganz einfach, die zutreffende zu finden. Möglicherweise kritisiert Buchner die Sendung 5G und Corona – haben wir etwas übersehen? Dort spricht Lesch bei Minute 9:26 allerdings selbst Wasserstoffbrückenbindungen kurz an.

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Aus dem Kinderpostamt: Ein Populist entwertet Lesch

KlaKla, Dienstag, 21.09.2021, 06:57 (vor 75 Tagen) @ H. Lamarr

Mag sein, dass man mit 80 nicht mehr gut hören und sehen kann. Aber dank Internet, Hör.- und Sehhilfe kann man sich selbst ein Bild davon machen, wer hier Unsinn redet. Als Rentner muss Buchner seiner Meinung nach ja nicht mehr jedes Wort auf die Goldwaage legen. :tock: Herr lass Hirn regnen!

Es hat schon seinen Grund, warum Buchner auf einen Filmemacher aus der Echokammer zurückgreift. Seriös Medien nehmen von Buchner keine Notiz und bei der ödp scheint er nicht mal mehr tauglich für Wahlwerbung zu sein. ;-)

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Meine Meinungsäußerung

Ein Populist versucht Lesch zu entwerten

H. Lamarr @, München, Dienstag, 21.09.2021, 13:55 (vor 75 Tagen) @ KlaKla

Mensch Meier, was bist du heute wieder giftig ... :-)!

Wenn Klaus gegen Mobilfunk vom Leder zieht, kann man ihm auch sachlich in die Parade fahren. Bei einem seiner Videos habe ich mal nur ein paar Minuten ausgewertet und daraus sind folgende Faktenchecks entstanden ...

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Danach haben mich die Kräfte verlassen. Denn wenn auf einen der von Wissenschaftskabarettist Vince Ebert geprägte Sinnspruch zutrifft, ein Esoteriker (Mobilfunkgegner) könne in fünf Minuten mehr Quatsch erzählen, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann, dann ist das mMn Klaus Buchner. Dabei bin ich nicht mal Wissenschaftler.

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Als Rentner muss Buchner seiner Meinung nach ja nicht mehr jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Nein, das war nicht Buchner, der das sagte, sondern Joachim Gauck.

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