Wir üben Desinformieren (5): Icnirp ist nicht reformierbar (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 09.04.2021, 14:22 (vor 68 Tagen)

Im Gigaherz-Forum lässt Teilnehmer "Beobachter" die kleine Gemeinde seiner Mitverschwörer wissen:

"Die ICNIRP ist nicht reformierbar, da ihr Statut es verhindert, dass jemals ein mobilfunkkritischer Wissenschaftler als Mitglied aufgenommen wird."
https://stiftung-pandora.eu/wp-content/downloads/151015_mf-forschung-im-wuergegriff.pdf

Was für ein Traumtänzer! Oder: Was für ein Desinformant!

Ist doch der Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk keinen Deut besser.

"Diagnose-Funk ist nicht reformierbar, da die Statuten des Vereins es verhindern, dass jemals ein Mobilfunkkritiker-Kritiker als Mitglied aufgenommen wird."

Der Verein hat sich dazu in der aktuellen Satzung (2019) folgende Hürden einfallen lassen, um unerwünschte Mitglieder vor der Tür zu halten:

Die Mitgliedschaft steht allen natürlichen und juristischen Personen offen, die sich zum Vereinszweck bekennen und regelmäßige Mitgliedsbeiträge entrichten.

Über die Aufnahme neuer Mitglieder kann der Vorstand aufgrund schriftlicher Beitrittserklärung entscheiden. Ablehnungen von Beitrittsgesuchen sind nicht zu begründen.

Fördermitglieder haben das Recht an Mitgliederversammlungen teilzunehmen, ein Stimmrecht steht ihnen nicht zu.

In einer älteren Satzung (2012) hatte der Verein noch eine weitere Klausel gegen unliebsame Mitglieder eingebaut:

Dem Verein sollen nicht mehr als 80 stimmberechtigte Mitglieder angehören.

Nachdem diese Klausel im IZgMF-Forum für Entrüstung sorgte und der Verdacht geäußert wurde, diese Mitgliederbegrenzung sei vereinsrechtlich wahrscheinlich nicht haltbar, hat Diagnose-Funk den Passus beim nächsten Update der Satzung verschwinden lassen und ersatzweise andere Sperrklauseln eingerichtet.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Schopenhauer, Diagnose:Funk, Fördermitglied, Lobbyorganisation, Vorwurf, closed club

Diagnose:Funk: Ein Blick in die Satzung …

Trebron, Freitag, 09.04.2021, 20:47 (vor 68 Tagen) @ H. Lamarr

Darf ich ergänzen? Die Satzung von d:f ist vom zuständigen Amtgsericht geprüft und für rechtlich i.O. befunden worden. Folglich darf der „eingetragene Verein“, da gemeinnützig, steuer-wirksame Spendenbescheinigungen ausstellen.
Dass laut Satzung nur solche Personen Mitglied werden dürfen, die den Vereinszweck unterstützen, ist nicht zu kritisieren. Das ist bei jedem Hühnerzüchter-Verein genauso.
Der Vereinszweck ist „Zweck des Vereins ist die Aufklärung und Information der Allgemeinheit zum Schutz der Bevölkerung vor elektromagnetischen Feldern.“ Soweit könnte absolut jeder dem Verein beitreten, der das Informieren der Allgemeinheit unterstützen möchte. Egal, ob diese Information wissenschaftlich begründet ist oder rein esoterisch oder verschwörungsgläubig daher kommt. Oder letztlich der Geschäftemacherei dient.
Kritisch darf man aber diese drei Punkte sehen:

  • Der Vorstand braucht Ablehnungen von Beitrittsgesuchen nicht zu begründen. Er kann also absolut alle Beitrittsgesuche einfach ablehnen. Der Vorstand könnte so erreichen, dass der Verein nur eine Handvoll stimmberechtigter Mitglieder umfasst. Also eine Art Familienbetrieb von z.B. zehn Leuten gleicher Gesinnung. Alle anderen sind Fördermitglieder, die fleißig spenden dürfen, aber keinen Einblick in den Verein haben und keine Mitwirkungsmöglichkeit.
  • Diagnose:Funk arbeitet wenig transparent. Jahresberichte, Kassenberichte, Infos über die Zahl der stimmberechtigten Mitglieder kann ich im Netz nicht finden. Das erinnert irgendwie an Organisationen, die als Verein reines Spendensammeln betreiben. Wovon die Funktionäre gut leben können und nur wenig von den Spenden dem Vereinszweck dient.
  • Die aktuelle Satzung gibt nach meinem Verständnis an mehreren Stellen her, dass Vorständler neben dem ehrenamtlichen Part auch Tätigkeiten gegen Entgelt ausüben können.

Ob dass den Spendern bewusst ist?
Also ich würde dem Verein nix spenden …

Tags:
Spenden, Spendenaufruf, Verein, Satzung, Funktionär, Fördermitglied, Intransparent

Frequencia sucht auch Geldgeber

KlaKla, Samstag, 10.04.2021, 08:13 (vor 67 Tagen) @ Trebron

Auch der Schweizer Verein Frequencia von Uwe Dinger (ehemaliger Geschäftsführer von Diagnose:Funk) und Tamlin Schibler-Ulmann bieten Fördermitgliedschaft an.

Ihre Unterstützung zählt

Sie wollen Teil einer Bewegung werden, die den Menschen im digitalen Zeitalter ins Zentrum stellt? Ihre Spende, ob einmalig oder als dauerhafter Förderbeitrag, hilft uns entscheidend, dass wir unsere Projekte umsetzen können. Zur Registration als Fördermitglied können Sie das untenstehende Spendenformular oder das Anmeldeformular nutzen. Wir finanzieren unser Engagement für Mensch und Umwelt ausschliesslich über Privatpersonen und Stiftungen, denn Unabhängigkeit ist uns ein zentrales Anliegen.

Kommentar: Genauso intransparent wie die üblichen Mobilfunk kritischen Vereine. Wer seinen Lebensunterhalt nicht mit "ehrlicher" Arbeit verdienen kann, gründet einen Mobilfunk kritischen Verein bittet um Spenden und Fördermitgliedschaften. Es scheint ja immer noch genügend Dumme zu geben, die da mitspielen und ihren Geldbeutel öffnen. :hungry:

Anderen was vorwerfen ist ja so schön einfach und kommt an bei denen, die ihr Hirn an der Garderobe abgaben, als sie eine Mobilfunk kritische Veranstaltung besuchten. Dumm, dass sie dieses später nicht mehr abholten. Sehr gut für krude Geschäftemacher. ;-)

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Meine Meinungsäußerung

Diagnose-Funk: Declaration of Interests (DOI)

H. Lamarr @, München, Samstag, 10.04.2021, 12:39 (vor 67 Tagen) @ Trebron

Darf ich ergänzen?

Selbstverständlich, nur zu ...

- Die aktuelle Satzung gibt nach meinem Verständnis an mehreren Stellen her, dass Vorständler neben dem ehrenamtlichen Part auch Tätigkeiten gegen Entgelt ausüben können.

Peter Hensinger ist zwar sparsamer Schwabe, auf Einkünfte durch DF aber nicht angewiesen. Er hat mit Doris eine Immobilien-Millionärin geheiratet und kann es sich daher mutmaßlich sogar leisten, DF zu sponsern.

Über das Vermögen und die Einkünfte Jörn Gutbier ist nichts bekannt. Als Architekt tritt er nur noch in einschlägigen Werbeportalen in Erscheinung und seine Website, auf der er sich als Architekt und Baubiologe empfiehlt, ist äußerst kümmerlich, kein Vergleich mit der DF-Website. "Diese Seite wird zur Zeit neu aufgebaut", ist dort zu lesen, wobei "zur Zeit" großzügig zu sehen ist, der Text steht nunmehr schon im vierten Jahr an Ort und Stelle. Die verlassene Website lässt den Schluss zu, sie ist für Gutbier nicht wichtig. Als ehrenamtlicher Stadtrat in Herrenberg wird er ebenfalls nicht reich geworden sein. Sichtbar tätig, und dies reichlich, ist Gutbier allein als Vertreter von DF. Also ist anzunehmen, dass er seinen Lebensunterhalt – wie immer auch – hauptsächlich mittelbar oder unmittelbar mit dieser Tätigkeit bestreitet. Denkbar wären z.B. Honorare für Auftritte als Referent und Zuwendungen von DF oder von "Sponsoren" (z.B. Baubiologenverbände). Wenn es so ist, kann der Herrenberger die Karten auch nicht auf den Tisch legen, denn seine Glaubwürdigkeit wäre dahin. Andererseits ist anzunehmen: Wäre es anders, hätte er längst mit einer Transparenzinitiative seinen Kritikern den Wind aus den Segeln genommen.

Auch über die Einkünfte des IZgMF wird gerne spekuliert. Wir werden seit mindestens 15 Jahren verdächtigt, von der Mobilfunkindustrie bezahlt zu werden. Im Gegensatz zu Gutbier haben wir dies jedoch stets als haltlose Behauptung bestritten, wir haben zu keiner Zeit materielle oder immaterielle Zuwendungen von der Industrie bekommen. Sie wurden uns nicht einmal angeboten, damit wir sie ablehnen konnten :-). Vor elf Jahren habe ich sogar öffentlich eine Erklärung zu unseren Interessenkonflikten (DOI) abgegeben nach dem Muster der DOI von Wissenschaftlern. Damals hatten wir vorgeschlagen, auch auffallend aktive Mobilfunkgegner sollten wenigstens mit so einer Selbstdeklaration einen Hauch von Transparenz zeigen und verkünden, ob sie einem Interessenkonflikt unterliegen oder nicht. Kein einziger der üblichen Verdächtigen hat den Vorschlag aufgegriffen. Ich erwähne das, um deutlich zu machen, dass der fehlende Wille der Szene zu Transparenz uns notgedrungen zum Spekulieren bringt. Wer sich darüber entrüstet, darf dies gerne tun – wenn er zuvor eine DOI publiziert hat. Alles andere ist Spiegelfechterei.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Hensinger, Glaubwürdigkeit, Gutbier, Honorar, Intransparent, DoI, Interessenerklärung

Wir üben Desinformieren (5): Icnirp ist nicht reformierbar

e=mc2, Freitag, 09.04.2021, 22:36 (vor 68 Tagen) @ H. Lamarr

"Die ICNIRP ist nicht reformierbar, da ihr Statut es verhindert, dass jemals ein mobilfunkkritischer Wissenschaftler als Mitglied aufgenommen wird."

https://stiftung-pandora.eu/wp-

Die Pandora Stiftung ist ja selber gar nicht transparent über ihre Finanzierung. Wer weiss, vielleicht steckt da immer noch die Tabakindustrie dahinter, die ihren ehemaligen Lobbyisten in den Ablenkungskampf schicken?

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