Dariusz Leszczynski: Offener Brief an Icnirp (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 16.10.2020, 21:39 (vor 367 Tagen)

Dariusz Leszczynski, streitbarer finnischer Wissenschaftler im Ruhestand, stichelt weiter gegen die 2020 vorgelegten neuen Icnirp-Empfehlungen zu HF-EMF. Diesmal greift auch Leszczynski zum Mittel des Offenen Briefes.

In der deutschsprachigen Anti-Mobilfunk-Szene wird dieses Druckmittel in inflationärem Ausmaß hemmungslos für die Verbreitung von Banalitäten und zur persönlichen Genugtuung der Autoren missbraucht. Aus meiner Sicht ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das Druckmittel an der Basis der Anti-Mobilfunk-Szene so abgegriffen ist, dass sich der Druck nicht mehr gegen den Empfänger, sondern gegen den oder die Autoren entlädt.

Auf internationalem Parkett ist die "Open Message" hingegen noch nicht so abgenutzt.

Leszczynski richtet seinen Offenen Brief an den amtierenden Icnirp-Vorsitzenden Rodney Croft und dessen Stellvertreter Eric van Rongen.

Hinweis: Das englische Original des Offenen Briefes wurde wie üblich mit deepl.com (kostenlose Version) ins Deutsche übersetzt, diesmal jedoch wegen der großen Textmenge nur rudimentär nachbearbeitet.

Lieber Eric und Rodney,

Im Frühjahr 2020 hat die ICNIRP eine Revision der Sicherheitsrichtlinien von 1998 für die Exposition gegenüber HF-EMF veröffentlicht.

Die Botschaft, die von dieser Revision der Richtlinien ausgeht, ist laut und deutlich. Nach Ansicht der ICNIRP bieten die ICNIRP-Richtlinien 2020 Gesundheitssicherheit für alle Anwender, die HF EMF ausgesetzt sind, unabhängig vom Alter, unabhängig vom Gesundheitszustand, unabhängig davon, ob die Exposition akut oder chronisch ist, und die ein Leben lang hält:

"...Richtlinien zur Begrenzung der Exposition gegenüber EMF, die ein hohes Maß an Schutz für alle Menschen vor nachgewiesenen gesundheitsschädigenden Wirkungen sowohl kurz- als auch langfristiger, kontinuierlicher und diskontinuierlicher hochfrequenter EMF-Exposition bieten".

Ich bin, wie viele Anwender der drahtlosen Technologie, neugierig, was die Erklärung für die folgenden Zusicherungen ist:

1. Die ICNIRP versichert, dass jeder Anwender vollständig geschützt ist, aber gleichzeitig gibt es keine ausreichende Forschung über die Altersabhängigkeit und die Abhängigkeit des Gesundheitszustands von der Exposition gegenüber HF-EMF. Wie ICNIRP sicherstellen kann, dass die in die Richtlinien eingebauten Reduktionsfaktoren korrekt sind, wenn es keine derartige experimentelle Forschung gibt und die Sicherheit, die die Richtlinien bieten, lediglich eine Annahme ist. Wie der Benutzer, der im jungen Alter von 5-6 Jahren mit der Benutzung eines Mobiltelefons beginnt und es in den nächsten 80+ Jahren benutzen wird, mit Jahren mit unterschiedlichem Gesundheitszustand, verursacht durch Krankheiten und durch das Altern, kann eine vollständige Sicherheit gewährleistet werden, wenn Forschungsarbeiten fehlen und Zusicherungen nur auf Annahmen beruhen.

2. Es gibt eine Gruppe von vier epidemiologischen Studien, die zeigen, dass der eifrige Gebrauch von Mobiltelefonen über einen langen Zeitraum das Risiko erhöht, ein Gliom zu entwickeln. Die Begriffe "eifriger" Gebrauch und "langer Zeitraum", die in diesen Studien eine täglich 30-minütige Nutzung von Mobiltelefonen über einen Zeitraum von 10 Jahren bedeuteten, sind bereits überholt, da regelmäßige Nutzer dazu neigen, Mobiltelefone täglich und über einen längeren Zeitraum im Laufe ihres Lebens länger zu benutzen. Die in einigen dieser Studien behaupteten Zusicherungen, dass die Gesundheit des so genannten regelmässigen Benutzers nicht beeinträchtigt wird, waren nie gültig, da der "regelmässige Benutzer" als Person definiert wurde, die über einen Zeitraum von 6 Monaten einen Telefonanruf pro Woche tätigt. ICNIRP hat in den Leitlinien 2020 die Ergebnisse dieser vier epidemiologischen Studien disqualifiziert, wegen der dänischen Kohortenstudie und wegen des Fehlens eines deutlichen Anstiegs der Gesamtzahl der Hirnkrebsfälle in den letzten 20-30 Jahren. ICNIRP war sich jedoch bewusst, dass die dänische Kohorte ernsthafte Qualitätsprobleme hat. Auch wenn die Hirnkrebsfälle nur in einer kleinen Untergruppe einer empfindlicheren Population auftreten, wird der Anstieg der Hirnkrebsfälle bei den globalen Hirnkrebstrends wahrscheinlich übersehen. Darüber hinaus hat eine kürzlich durchgeführte Studie, in der die Lage von Hirnkrebs auf der Seite des Gehirns untersucht wurde, die die gleiche Seite ist, auf der die Benutzer ihre Mobiltelefone nutzen, eine klare Korrelation gezeigt. Die Frage ist, warum ICNIRP willkürlich die Ergebnisse der vier epidemiologischen Fall-Kontroll-Studien disqualifiziert hat, die durch die Studie zur Lokalisierung von Hirnkrebs unterstützt wurden und die einen Anstieg des Hirnkrebsrisikos bei eifrigen und Langzeitnutzern gezeigt haben.

3. Warum ICNIRP, wie in meiner ausführlichen Diskussion mit Rodney Croft herauskam, sich gegen Forschungen zur Empfindlichkeit gegenüber EMF ausspricht, die physiologische und biochemische Methoden anwenden würden. Es ist sehr wahrscheinlich, wenn nicht sogar sicher, dass es eine Subpopulation von Anwendern gibt, die empfindlicher auf EMF-Expositionen reagieren als der Rest der Bevölkerung. Dies könnte bedeuten, dass diese empfindlichen Personen auf Strahlungsniveaus reagieren könnten, die für den Rest der Bevölkerung als sicher gelten, wie in den ICNIRP-Richtlinien behauptet wird. Diese Subpopulation lässt sich mit den bisher verwendeten Provokationsstudien mit psychologischen Methoden nicht feststellen. Es ist klar, dass die bisher durchgeführten psychologischen Provokationsstudien einen großen Fehler aufweisen - die Wissenschaftler wissen nicht, ob die teilnehmenden Freiwilligen eine zutreffende Selbstdiagnose ihrer Empfindlichkeit gegenüber EMF-Expositionen gestellt haben. Daher sind alle Behauptungen falsch, angeblich empfindliche, selbst diagnostizierte Freiwillige seien nicht in der Lage, Expositionen korrekt zu identifizieren, weshalb es keine Empfindlichkeit gäbe. Dieser unangemessene Forschungsansatz sollte durch Studien ersetzt werden, die einige Aspekte des psychologischen Provokationsansatzes mit umfangreichen Probenahmen für physiologische und biochemische Tests kombinieren. Warum wendet sich ICNIRP gegen solche Studien mit der Behauptung, dass psychologische Provokationsstudien, die bekanntermaßen höchst unzulänglich sind, nicht auf das Vorhandensein einer Empfindlichkeit gegenüber EMF hinweisen, so dass keine Notwendigkeit besteht, die Forschung mit der Prüfung physiologischer und biochemischer Marker fortzusetzen?

4. Es gibt Fragen bezüglich des wissenschaftlichen Beweises, den die ICNIRP zur Rechtfertigung der Sicherheitsrichtlinien für die derzeit eingesetzte 5G-Technologie herangezogen hat. Mehrere Übersichtsartikel (Wu et al. IEEE Microwave Mag 2015, 16:65-84; Simko & Mattsson, Int. J. Umwelt. Res. Public Health 2019, 16, 3406; Leszczynski, Rev Environ Health 2020, AOP, doi: 10.1515/reveh-2020-0056), die entweder im Auftrag der Telekommunikationsindustrie oder von unabhängigen Wissenschaftlern verfasst wurden, haben festgestellt, dass nur sehr wenige Untersuchungen über die biologischen und gesundheitlichen Auswirkungen durchgeführt wurden, die nicht ausreichen, um die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Millimeterwellen für den Menschen zu bestimmen. Gleichzeitig hat Rodney Croft in seinem Interview mit den Nachrichtenmedien "The Feed" in Australien am 16. Juni 2020 Folgendes erklärt

"Es gibt keinen Schaden im Zusammenhang mit 5G"

"Es stimmt zwar, dass die Anzahl der Studien, die sich speziell mit 5G befassen, sehr begrenzt ist, aber aus wissenschaftlicher Sicht ist das einfach nicht relevant.

Bitte erklären Sie diese äußerst rätselhafte Aussage und lassen Sie mich bitte wissen, welche wissenschaftlichen Studien von ICNIRP anlässlich der Vorbereitung der Richtlinien verwendet wurden, die die Sicherheit der menschlichen Gesundheit gewährleisten, während die dazu erforderliche wissenschaftliche Forschung gar nicht durchgeführt wurde.

Ich hoffe auf eine rasche Antwort, in der erklärt wird, warum ICNIRP wissenschaftliche Beweise willkürlich ignoriert, und ich danke Ihnen für Ihre Zeit,

Dariusz Leszczynski

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Tags:
EHS, Handy, Wissenschaftler, Leszczynski, Provokationsstudie, ICNIRP-Kritiker, Polarisierung, Millimeterwellen, Offener Brief

Dariusz Leszczynski: Offener Brief an Icnirp

e=mc2, Samstag, 17.10.2020, 09:37 (vor 367 Tagen) @ H. Lamarr

Dariusz Leszczynski bedient sich nicht nur der Mittel von Aktivisten, sondern auch deren schwammigen und inkonsistenten Art der Argumentation. Auf der einen Seite behauptet er, dass epidemiologische Studien bei 30-minütiger Benutzung über 10 Jahre das Risiko für Gliome erhöht, und dass eine solche Nutzung mittlerweile sehr häufig sei. Ja er versteift sich sogar zur Behauptung, dass schon ein einziger täglicher Anruf während sechs Monaten ein erhöhtes Risiko darstellen könnte. Auf der anderen Seite haben die Erkrankungsraten von Gliomen in den letzten Jahren nicht zugenommen, was er damit erklärt, dass solche Zeitreihenanalysen kleine Risiken verpassen könnten, welche nur bestimmte Subgruppen von Tumoren oder Personen betreffen könnte. Das ist zwar korrekt, aber offensichtlich inkonsistent mit den oben zitierten epidemiologischen Resultaten, geschweige denn mit einem erhöhten Risiko durch eine kurzfristige Nutzung. Es gibt mittlerweile viele Publikationen, die diese offensichtliche Inkonsistenz zwischen Zeitreihenanalysen und einigen wenigen epidemiologischen Studien aufgezeigt haben. Dariusz Leszczynski kennt die eigentlich.
Dariusz Leszczynski wiederholt diese inkonsistenten Argumentationen nun schon seit 10 Jahren ohne auch nur den Ansatz einer Lernkurve zu zeigen. Er hat seine Resistenz gegenüber wissenschaftlicher Argumentation diesbezüglich nun schon mehrfach unter Beweis gestellt. Insofern wäre es erstaunlich, wenn sich ICNIRP die Mühe einer Antwort machen würde. Sein Argumentationsmuster ist hinlänglich bekannt. Jeder einzelne Satz ist mehr oder weniger korrekt, aber gesamthaft macht es keinen Sinn. Genau so funktionieren Verschwörungstheorien. Die geheimen Mächte im Hintergrund sind bei Dariusz Leszczynski die Telekomindustrie und ICNIRP.:yes:

Dariusz Leszczynski: Offener Brief an Icnirp

Dariusz Leszczynski, Montag, 19.10.2020, 19:07 (vor 365 Tagen) @ e=mc2

Either the e=mc2 does not understand English or does not understand what I said (I never said such nonsense (google-translaetd): he claims that epidemiological studies increased the risk of gliomas when used for 30 minutes over 10 years, and that such use is now very common). The rest of my letter to ICNIRP was omitted by e=mc2, clearly this person did not know how to counter my correct arguments. Logic of e=mc2, when says that all sentences in my letter are correct (!) but the whole letter is not (?), makes me wonder what e=mc3 logic uses.

Dariusz Leszczynski: Offener Brief an Icnirp versandet

H. Lamarr @, München, Dienstag, 20.10.2020, 20:09 (vor 363 Tagen) @ H. Lamarr

Dariusz Leszczynski, streitbarer finnischer Wissenschaftler im Ruhestand, stichelt weiter gegen die 2020 vorgelegten neuen Icnirp-Empfehlungen zu HF-EMF. Diesmal greift auch Leszczynski zum Mittel des Offenen Briefes.

Nachdem Dariusz auf seinen Offenen Brief vom 6. Oktober 2020 keine Antwort bekam, fragte er am 14. Oktober bei den beiden Empfängern nach, ob er noch mit Antwort rechnen dürfe. Schon am nächsten Tag reagierte der Icnirp-Vorsitzende:

Lieber Dariusz,

danke für Ihre E-Mail. Wenn Sie Fragen an Icnirp haben, möchte ich Sie bitten, diese über die Icnirp-Webseite (https://www.icnirp.org/en/contact/contact/index.html) einzureichen. Wenn Sie hingegen Fragen haben, die an einzelne Wissenschaftler gerichtet sind, wäre es am besten, sich direkt an diese Wissenschaftler zu wenden, da Icnirp nicht im Namen einzelner Wissenschaftler antworten kann.

Mit freundlichen Grüssen
Professor Rodney Croft

Postwendend antwortete noch am selben Tag Dariusz Leszczynski:

Lieber Rodney,

meine Fragen stehen in meinem Offenen Brief und sind klar an dich und Eric gerichtet. Es ist doch nicht etwa ein Problem für euch beide, auf meinen Offenen Brief zu antworten?

Vielen Dank
Dariusz

In seinem Blog denkt Dariusz laut darüber nach, seine Korrespondenz mit Rodney Croft sei wie erwartet verlaufen. Es sehe ganz so aus, dass Icnirp nicht im Namen einzelner Wissenschaftler antworten könne und dass einzelne Wissenschaftler anscheinend nicht im Namen von Icnirp antworten dürften. Das Warten auf eine Antwort könnte daher einige Zeit dauern, feixt der Finne. Um nichts unversucht zu lassen, habe er versucht, seinen Offenen Brief auf der genannten Webseite Icnirp noch einmal zu überreichen. Das aber sei unerwartet schwierig gewesen, denn da die zulässige Zeichenmenge einer Botschaft begrenzt sei, war es ihm unmöglich, seinen Offenen Brief Icnirp am Stück zuzusenden.

Ziemlich ratlos fragt sich Dariusz, wie die Sache jetzt wohl weiter gehen wird.

Kommentar: Wahrscheinlich hat Dariusz zu hoch gepokert. Auch wenn der Umgangston zwischen ihm und Rodney Croft freundlich wirkt, so sind die beiden doch in gegnerischen Lagern zu verorten. Deshalb muss es Croft als Provokation sehen, wenn der Finne versucht, ihn und Eric van Rongen mit einem üppigen Fragenkatalog in Zugzwang zu bringen, sich öffentlich zu rechtfertigen. Einen öffentlichen Schlagabtausch aber wird es mit Icnirp grundsätzlich nicht geben. Dies teilte mir schon 2012 Rüdiger Matthes mit, seinerzeit Icnirp-Vorsitzender, und ich kann keinerlei Anzeichen erkennen, dass sich an dieser restriktiven Kommunikationsstrategie des Vereins etwas geändert hat. Wahrscheinlich wäre es klüger gewesen, hätte Dariusz einen persönlichen Brief geschrieben und keinen Offenen Brief. Denn die Spielregeln seiner Kommunikation bestimmt allein Icnirp und nicht Dariusz. Vielleicht ist es von Dariusz auch etwas vermessen, Icnirp jahrelang hartnäckig zu kritisieren und trotzdem sogar noch auf das Druckmittel Offener Brief eine individuelle substanzielle Auskunft des Icnirp-Vorsitzenden zu erwarten. Im üblichen Geschäftsverkehr ist bei solchen Konstellationen das Ausbleiben jeglicher Antwort eher der Normalfall als die Ausnahme. Auch gut möglich: Dariusz hat das alles clever einkalkuliert und ging von Anfang an davon aus, Icnirp werde zur Sache nicht antworten. Denn allein schon dieser Umstand bringt für Dariusz' Anhänger die Wippe aus der Balance: Dariusz sitzt als vermeintlicher Gewinner oben, Icnirp als vermeintlicher Verlierer unten :-).

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Dariusz Leszczynski: Offener Brief an Icnirp versandet

Dariusz Leszczynski, Mittwoch, 21.10.2020, 17:53 (vor 363 Tagen) @ H. Lamarr

Good and logical arguments. However, no matter whether it is open letter or personal letter, Rodney Croft will not respond. My gamble is that since Rodney does not, and I tried, respond to personal messages then, maybe, he will respond to publicly available open letter. I think it is bad PR for ICNIRP and/or its Chair to ignore inquiries, no matter who sends them.

Dariusz Leszczynski: Offener Brief an Icnirp versandet

KlaKla, Donnerstag, 22.10.2020, 07:17 (vor 362 Tagen) @ Dariusz Leszczynski

Übersetzung:
Gute und logische Argumente. Unabhängig davon, ob es sich um einen offenen oder einen persönlichen Brief handelt, wird Rodney Croft nicht antworten. Mein Glücksspiel ist, dass Rodney, da ich nicht auf persönliche Nachrichten antworte und ich es versucht habe, möglicherweise auf öffentlich zugängliche offene Briefe reagiert. Ich denke, es ist eine schlechte PR für ICNIRP und / oder seinen Vorsitzenden, Anfragen zu ignorieren, egal wer sie sendet.

Ich als Laie bin da anderer Meinung. Funkgegner versuchen seit Jahren mit offenen Briefen Druck auszuüben um lautstarke Mitläufer für sich zu gewinnen. Man hätte viel zu tun, jeden einzelnen individuell aufzuklären. Es zeugt mVn von schlechtem Stil wenn Wissenschaftler diesem Instrumente benutzen, nur weil sie, allem Anschein nach, am Ende sind mit ihrem Latein. Sind es am Ende doch nur die, die eh nichts mehr zu verlieren haben. Sie scheinen die Deutungshoheit gepachtet zu haben und sie lieben das Rampenlicht.

Offene Briefe
Offener Brief an Bundesregierung
Diagnose-Funk spielt sich gegenüber BfS auf
Offener Brief zur Installation von 5G in Eisenach
Smart Meter: Offener Brief an den Deutschen Bundesrat
Ärztearbeitskreis Stuttgart verbreitet alte Falschmeldung
230 Wissenschaftler warnen - offener Brief an Dr. Karmenu Vella

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Meine Meinungsäußerung

Dariusz Leszczynski: Offener Brief an Icnirp versandet

e=mc2, Donnerstag, 22.10.2020, 07:55 (vor 362 Tagen) @ KlaKla

Wäre ICNIRP, wie von Funkgegner unterstellt, tatsächlich von der Industrie beeinflusst, hätte ICNIRP wohl auch die Ressourcen um auf solche offenen Briefe und Unterstellungen zu reagieren. Langfristig ist es dem Ruf von ICNIRP abträglich, wenn solche Behauptungen unwidersprochen im öffentlichen Raum bzw. sozialen Medien stehen bleiben. Es ist aus den Kommunikationswissenschaften hinlänglich bekannt, dass Fake News, welche immer wiederholt werden, mit der Zeit als akzeptiert gelten. ICNIRP hat aber keine Lobbyagentur im Hintergrund, sondern besteht aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich ehrenamtlich für diese Tätigkeit zur Verfügung stellen. Da bleibt wohl kaum noch Zeit sich, um sich auch noch um solche offenen Briefe und andere Anschuldigungen zu kümmern.

Die Funkgegner haben sich auf ICNIRP eingeschossen und vertreten die irrige Meinung, dass ICNIRP eine wissenschaftliche Extremposition vertritt. Die Realität ist aber eine andere. Die vielen Expertenberichte aus verschiedenen Ländern in verschiedenen Gruppenzusammensetzungen kommen alle zu ähnlichen Schlussfolgerungen und unterscheiden sich nur in Formulierungsdetails. Es ist dabei keinesfalls so, dass ICNIRP als Meinungsvorreiter in Erscheinung tritt.

Tags:
ICNIRP, Fake News, ICNIRP-Entwertung, Spendenbericht

Dariusz Leszczynski: Offener Brief an Icnirp versandet

Dariusz Leszczynski, Montag, 26.10.2020, 15:59 (vor 358 Tagen) @ e=mc2

Great (sarcasm) pep talk excusing ICNIRP of anything and everything... Poor ICNIRP, has no energy and finances to respond... OMG...

Dariusz Leszczynski: Offener Brief an Icnirp versandet

H. Lamarr @, München, Montag, 26.10.2020, 17:15 (vor 358 Tagen) @ Dariusz Leszczynski

Great (sarcasm) pep talk excusing ICNIRP of anything and everything... Poor ICNIRP, has no energy and finances to respond... OMG...

Third Newtonian axiom: Actio = Reactio :-)

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Public consultation on Icnirp guidelines without Dariusz

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 29.10.2020, 15:53 (vor 355 Tagen) @ Dariusz Leszczynski

Hi Dariusz,

In 2018, you surprisingly did not take part in the public consultation process on the new Icnirp guidelines, at least not by giving your name. Would you like to briefly explain why not? In my opinion, participation would have been perfect for expressing criticism and making suggestions for improvement.

Best regards,

Hedy


[Hi Dariusz,

du hast 2018 am öffentlichen Konsultationsverfahren zu den neuen Icnrip-Richtlinien überraschenderweise nicht teilgenommen, zumindest nicht mit Namensnennung. Möchtest du kurz erklären, warum nicht? Eine Teilnahme wäre aus meiner Sicht doch perfekt gewesen, um Kritik zu äußern und Verbesserungsvorschläge zu machen.

Beste Grüße

Hedy]

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Dariusz Leszczynski: Offener Brief an Icnirp

Dariusz Leszczynski, Donnerstag, 29.10.2020, 12:26 (vor 355 Tagen) @ H. Lamarr

Rodney Croft kündigt Antwort an Dariusz an

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 29.10.2020, 15:35 (vor 355 Tagen) @ Dariusz Leszczynski

Response from ICNIRP is coming...
https://betweenrockandhardplace.wordpress.com/2020/10/29/part-3-positive-news-on-an-open-message-to-icnirps-eric-van-rongen-and-rodney-croft/

Am 28. Oktober 2020 startet Dariusz Leszczynski einen letzten Versuch, doch noch Antwort von Icnirp auf seine Fragen zu bekommen. Mit Erfolg. Heute, am 29. Oktober schrieb ihm Rodney Croft:

Lieber Dariusz,

gerne antworte ich auf deine E-Mails, vorausgesetzt, du veröffentlichst meine Antwort unverändert an derselben Stelle, an der du deinen ursprünglichen offenen Brief publiziert hast. Meine Antwort würde sowohl einen [persönlichen] Kommentar zu deiner Anfrage enthalten als auch eine wissenschaftliche Stellungnahme zu deinen Fragen. Wäre das für dich in Ordnung?

Mit freundlichen Grüßen

Rodney

Na klar ist das für Dariusz in Ordnung! Der finnische Icnirp-Kritiker sieht in der Nachricht eine sehr positive Entwicklung. Denn ganz gleich, welche Aussagen Rodney Croft wissenschaftlich und persönlich treffen werde, sie werden künftig für jedermann aktenkundig sein.

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Rodney Crofts Antwort stellt D. Leszczynski nicht zufrieden

Dariusz Leszczynski, Donnerstag, 05.11.2020, 20:35 (vor 347 Tagen) @ H. Lamarr

Please, Comment on BRHP and disseminate!
#RodneyCroft responds to #OpenMessage from #DariuszLeszczynski in tivializing and unscientific manner - #stonewalling at its best.

https://betweenrockandhardplace.wordpress.com/2020/11/05/part-4-rodney-crofts-response-to-an-open-message-to-icnirps-eric-van-rongen-and-rodney-croft/

[Admin: Postingtitel an Postinginhalt angepasst, 05.11.2020, 23:58 Uhr]

Kritische Kommentare zu Rodney Crofts Antworten

H. Lamarr @, München, Sonntag, 08.11.2020, 16:48 (vor 345 Tagen) @ Dariusz Leszczynski

Stand heute und jetzt gibt es zu Rodney Crofts Antworten auf Dariusz' Blog zwölf Kommentare, die ausnahmslos an Crofts Antworten kein gutes Haar lassen. Unter den Kommentaren sind drei bekannte Teilnehmer der Mobilfunkdebatte, nämlich Henry Lai, Joel M. Moskowitz und Don Maisch (sowie Dariusz selbst). Unter den übrigen Kommentatoren sind "Elektrosensible" überrepräsentiert vertreten.

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Antwort von Rodney Croft an Dariusz Leszczynski (deutsch)

H. Lamarr @, München, Freitag, 06.11.2020, 01:58 (vor 347 Tagen) @ H. Lamarr

Am 5. November antwortete Rodney Croft (amtierender Icnirp-Vorsitzender) privat auf Dariusz Leszczynskis Offen Brief (siehe Startposting). Eine deutsche Fassung der umfangreichen Antwort will ich nach und nach (fünf Postings) in diesen Teilstrang einstellen. Für die Übersetzung verwende ich deepl.com (kostenlose Version) und bearbeite den Text nach. Verbindlich ist allein das englische Original, das Dariusz seit 6. November <hier> anbietet.

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Rodney Croft (I): Vorbemerkungen

H. Lamarr @, München, Freitag, 06.11.2020, 02:13 (vor 347 Tagen) @ H. Lamarr

Lieber Dariusz,

in Bezug auf Ihre fortgesetzten Bitten um Beantwortung einiger Aussagen und Fragen, die Sie in Ihrem Blog veröffentlicht haben, lesen Sie bitte weiter unten nach [hier nicht enthalten, sondern erst ab Teil II; Anm. Postingautor]. In Übereinstimmung mit dem, was Sie in Ihrer E-Mail zugesagt haben, kommentiere ich zunächst die Art und Weise Ihres Offenen Briefes und antwortet dann auf die eigentlichen Fragen/Kommentare.

Ein etwas irritierender "Offener Brief"

Nachdem ich auf Umwegen von Ihrem Offenen Brief erfahren hatte (ich lese Ihren Blog nicht, und Ihre E-Mails haben bislang meinen Spam-Filter nicht passiert), habe ich [in meiner Funktion als Icnirp-Vorsitzender; Anm. Postingautor] beschlossen, nicht zu antworten. Aus diesen Gründen:

1. die gestellten Fragen sind für die Adressaten unpassend.
2. die "Fragen" werden nicht in angemessener Weise gestellt.

Mit dem ersten Punkt meine ich z.B., dass Sie Dr. van Rongen bitten, sich zu einer privaten Diskussion zu äußern, die 2018 jedoch Sie und ich in einer Kaffeepause geführt haben. Oder, dass ich persönlich Auskunft geben soll, was ICNIRP von Ihren Aussagen hält (was ich nicht tun kann, selbst wenn ich es wollte, weil ICNIRP Ihren Offenen Brief nicht in Betracht gezogen und daher unkommentiert gelassen hat).

Der zweite Punkt ist ebenfalls wichtig, weil auf Fragen nur dann geantwortet werden kann, wenn sie vernünftig gestellt werden. Wir alle haben schon von Fangfragen gehört wie dieser: "Haben Sie aufgehört, Ihre Frau zu schlagen?" Eine adäquate Antwort ist nicht möglich, da die Frage mindestens zwei Unterstellungen kombiniert ("Sie haben Ihre Frau früher schon geschlagen" sowie "Sie schlagen Ihre Frau womöglich noch immer"), und die Fangfrage offen lässt, wie die beiden Unterstellungen miteinander verbunden werden sollen. Leider waren Ihre Fragen ähnlich aufgeladen, so dass Antworten keinen sinnvollen Bedeutungsgehalt haben können – vielleicht wollen Sie mit solchen Fragen nicht aufklären, sondern eher Meinungsmache betreiben, ich weiß es nicht. So oder so hilft es Ihrer Leserschaft nicht, Antworten zu erhalten, die nicht informativ sind. Hätten Sie einfach nur Fragen gestellt, z.B. ob ICNIRP bestimmte epidemiologische Studien willkürlich verworfen hat, dann wäre ich natürlich in der Lage gewesen, diese zu beantworten. Aber Sie haben sich entschieden, dies nicht zu tun, und haben stattdessen eine Reihe von Aussagen vorgelegt, die Ihrer Meinung nach in die Antworten auf Ihre Fragen einfließen sollten. Da Sie es versäumt haben, nur Fragen zu stellen, sondern Fragen mit höchst umstrittenen Aussagen vermischt haben, haben Sie im Endeffekt jede Möglichkeit für eine Antwort ausgeschlossen. Ich möchte darauf hinweisen, dass ICNIRP über ein Online-Formular für Kommentare und Fragen verfügt. Dort haben wir eigens separate Abschnitte für Kommentare und Fragen eingerichtet, um den Leuten zu helfen, nicht den gleichen Fehler zu machen.

Ich werde jedoch versuchen, wo es machbar ist, zu klären, welchen Standpunkt ich als Wissenschaftler in Bezug auf das vertrete, was Sie in Ihrem Offenen Brief geschrieben haben. Ich schreibe dies weder im Namen von Dr. van Rongen noch im Namen von ICNIRP.

Wird fortgesetzt ...

Link zum englischen Originaltext

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Tags:
Druck, Leszczynski, Brief, Croft

Rodney Croft (II): Antwort auf Frage 1

H. Lamarr @, München, Samstag, 07.11.2020, 20:45 (vor 345 Tagen) @ H. Lamarr

Beantwortung der Aussagen/Fragen

Ich habe meine Antworten mit der Nummerierung Ihres offenen Briefes versehen, zusammen mit dem Präfix 'DL' (z.B. 'DL-1') und die 'Frage', die Sie gestellt haben, kursiv gesetzt.

[DL: Zur besseren Übersichtlichkeit sind die Fragen jetzt als D. Leszczynski-1, -2, -3, -4 und die Antworten als R. Croft-1, -2, -3, -4 gekennzeichnet.]

D. Leszczynski-1: ICNIRP versichert, jeder Benutzer eines Mobiltelefons sei vollkommen geschützt, aber gleichzeitig gibt es keine ausreichenden Untersuchungen inwieweit sich die Altersabhängigkeit und der Gesundheitszustand unter HF-EMF-Exposition auswirken. Wie will ICNIRP gewährleisten, dass die in den Richtlinien enthaltenen Sicherheitsfaktoren korrekt sind, wenn es keine diesbezügliche experimentelle Forschung gibt und die mit den Richtlinien gebotene Sicherheit lediglich eine Annahme ist? Wie kann einem Benutzer, der im zarten Alter von 5 bis 6 Jahren mit der Benutzung eines Mobiltelefons beginnt und es in den nächsten 80+ Jahren benutzen wird, trotz eines im Laufe der Jahre wechselhaften Gesundheitszustands, verursacht durch Krankheiten und durch das Altern, unbedingte Sicherheit zugesagt werden, wenn Forschungsarbeiten fehlen und Zusicherungen nur auf Annahmen beruhen?

R. Croft-1: Sie verwechseln hier zwei Aspekte, nämlich die Annahme, dass es keine ausreichende Forschung zur Beurteilung der Sicherheit gibt, mit der Frage, wie die Sicherheit gewährleistet werden kann. Ersters deutet darauf hin, dass Sie der Ansicht sind, die Wissenschaft müsse, um über ein spezifisches Szenario Bescheid zu wissen (z.B. ob eine Exposition mit 902,34 MHz über 72 Sekunden hinweg eine nachteilige Auswirkung auf die Gesundheit eines 53,24-jährigen Mannes hat), Forschung mit eben diesem spezifischen Szenario durchgeführt haben. Dies ist natürlich ein Missverständnis darüber, wie Wissenschaft funktioniert. Was benötigt wird, um zu bestimmen, ob diese spezifische Exposition für diese spezifische Person zu gesundheitsschädigenden Wirkungen führt, ist hinreichendes Wissen über den Zusammenhang zwischen der Exposition und der menschlichen Gesundheit. Dazu ist möglicherweise überhaupt kein Versuch mit einer spezifischen Frequenz, einer spezifischen Expositionsdauer oder einem spezifischen Alter erforderlich.

Die Frage ist also, gibt es ausreichende wissenschaftliche Kenntnisse, um zu dem Schluss zu kommen, die für 5G relevante physikalische Einwirkung (hochfrequente elektromagnetische Felder; HF-EMF) könne Menschen nachteilig beeinflussen. Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir wissen, welche Wirkungen HF-EMF haben, wie diese mit der Frequenz und der Dauer der EMF-Exposition zusammenhängen und ob es unterschiedliche Wirkungen einer HF-EMF-Exposition auf Menschen gibt, abhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht und Gebrechen. Die Wissenschaft weiß sehr viel über die Beziehung zwischen HF-EMF-Exposition und menschlicher Gesundheit, einschließlich der Rollen der zuvor beschriebenen Faktoren. Wir können dieses Wissen nutzen, um zu verallgemeinern, was in unbekannten Situationen geschehen wird – immerhin ist die Verallgemeinerung auf der Grundlage mehrerer Instanzen der Modus Operandi der Wissenschaft. In Bezug auf 5G besteht der Hauptunterschied zur Exposition durch 4G darin, dass "einige" 5G-Anwendungen höhere Frequenzen als 4G verwenden (z.B. 26 GHz, im Gegensatz zu einigen wenigen GHz). Wenn die Wissenschaft also verstanden hat, wie die Wirkung von HF-EMF auf den Körper in Abhängigkeit von der Frequenz ist, dann hat sie auch verstanden, wie die Situation bei 26 GHz ist. Das heißt, die Wissenschaft braucht die vergangenen 50+ Jahre der Forschung nicht speziell bei 26, 26.1, 26.11, 26.111 usw. GHz zu wiederholen. Hätte die Wissenschaft jedoch festgestellt, dass der gegenwärtige Wissensstand nicht ausreicht, um auf andere Szenarien zu verallgemeinern (z.B. dass die Forschung über das HF-EMF-Spektrum sich verallgemeinert nicht auf 120 oder 650 MHz-Exposition anwenden lässt), dann könnte dies ein guter Grund sein, dieses hypothetische Rätsel weiter zu untersuchen. Doch das ist nicht der Fall, und es ist sicherlich angemessen, daraus zu schließen, dass die Wissenschaft [schon heute Anm. Postingautor] ein sehr gutes Verständnis der Beziehung zwischen der HF-EMF von 5G und der menschlichen Gesundheit hat.

Wird fortgesetzt ...

Link zum englischen Originaltext

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Tags:
Unterstellung, Wissenschaft, Willkür, Leszczynski, Croft, Kontroverse

Rodney Croft (III): Antwort auf Frage 2

H. Lamarr @, München, Samstag, 07.11.2020, 20:48 (vor 345 Tagen) @ H. Lamarr

D. Leszczynski-2: Die Frage ist, warum ICNIRP willkürlich die Ergebnisse von vier epidemiologischen Fall-Kontroll-Studien, unterstützt durch eine Hirntumor-Lokalisierungsstudie, disqualifiziert hat? Diese Arbeiten haben einen Anstieg des Hirntumorrisikos bei eifrigen und Langzeitnutzern gezeigt.

R. Croft-2: Da ich nun schon seit einigen Jahren mit ICNIRP zusammenarbeite, habe ich keinen Fall von willkürlicher Disqualifizierung von Forschung gesehen. Wie Sie zweifellos wissen, kann die Wissenschaft sehr komplex sein, und selbst wenn ein Forscher viel Mühe aufwendet, um eine bestimmte Frage zu beantworten, folgt daraus nicht, dass seine Forschungsergebnisse der Förderung des Wissens dienlich sind. Es ist zum Beispiel nicht ungewöhnlich, dass methodische Fehler wie eine unangemessene Datenanalyse oder das Versäumnis auftritt, zufällige Schwankungen durch geeignete Statistiken zu berücksichtigen. Es kommt auch häufig vor, dass Daten zwar in dem Sinne gültig sind, dass sie ein zutreffendes Abbild der Wirklichkeit liefern, dass aber die Interpretation der Daten falsch ist, z.B. wenn Messungen eines Zusammenhangs zur Ableitung von Kausalzusammenhängen verwendet oder Daten selektiv interpretiert wurden. Infolgedessen dürfen Wissenschaftler Studien manchmal aus gutem Grund beiseite legen. Zuweilen können auch Ergebnisse von Studien verwendet werden, deren Autoren zu ganz anderen Schlussfolgerungen gelangt sind. Solche Entscheidungen erfordern eine sorgfältige Abwägung der Beweise und der Papers, und genau das habe ich innerhalb ICNIRP gesehen. Es überrascht mich daher, dass Sie ICNIRP der Willkür bezichtigen, zugleich darf ich feststellen, Beweise zur Untermauerung Ihrer Beschuldigung haben Sie nicht vorgelegt.

Wird fortgesetzt ...

Link zum englischen Originaltext

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Unterstellung, Wissenschaft, Willkür, Leszczynski, Croft, Kontroverse

Rodney Croft (IV): Antwort auf Frage 3

H. Lamarr @, München, Sonntag, 08.11.2020, 15:14 (vor 345 Tagen) @ H. Lamarr

D. Leszczynski-3: Warum ist ICNIRP, wie sich in meiner ausführlichen Diskussion mit Rodney Croft herausstellte, gegen Forschung zur Elektrosensibilität, wenn diese physiologische und biochemische Methoden anwenden würde?

R. Croft-3: Dies ist eine bizarre (und völlig falsche) Anschuldigung auf mehreren Ebenen. Um es klar zu sagen, ich bin nicht der Meinung, dass Physiologie und/oder Biochemie im Hinblick auf die idiopathische Umweltunverträglichkeit, die der EMF-Forschung (IEI-EMF) zugeschrieben wird, abgelehnt werden sollten. Und: Ich habe ICNIRP noch nie darüber diskutieren hören, welche Forschungsansätze für die Auseinandersetzung mit IEI-EMF verwendet werden sollten, habe keine Ahnung, was die Mitglieder darüber denken, und wäre daher niemals in der Lage gewesen, dies überhaupt mit Ihnen zu diskutieren. Ihre Behauptung ist lediglich ein Hirngespinst Ihrer Phantasie.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass sich die von Ihnen erwähnte "ausführliche Diskussion" auf ein Kaffee-Gespräch bezieht, das wir führten, als Sie an einem Diskussionsforum teilnahmen, das ich als Leiter des Australian Centre for Electromagnetic Bioeffects Research im November 2018 in Australien veranstaltete. Ich erinnere mich, Sie begründeten Ihre Bitte um ein Gespräch damit, dass Sie meine Ansichten zu einem IEI-EMF-Forschungsprogramm hören wollten, welches Sie für wichtig hielten, und ich erklärte mich bereit, Ihnen Auskunft zu geben. Dieses Treffen hatte zum Inhalt, dass Sie Ihre Ideen vorstellten und ich Ihnen erklären musste, warum Ihre Vorschläge nicht offene Fragen beantworten würden, von denen Sie jedoch glaubten, dass sie es tun würden. Offenbar waren Ihnen die Schwachstellen in Ihren Vorschlägen nicht bewusst. Meine Kritik bezog sich auf Ihre speziellen Vorschläge, sie bezog sich nicht auf die biologische Forschung selbst. Sie erinnern sich vielleicht, der Hauptfehler, auf den ich Sie hingewiesen habe, bestand zum Beispiel darin, dass Sie nicht vorhatten, hinreichend viele Versuche durchzuführen, um aussagekräftige Statistiken zu erhalten. Alle Ergebnisse konnten so nur zu Hypothesen führen, die nicht in der Lage sind, eine der Fragen zu klären, die Sie sich selbst gestellt hatten. Um es klar zu sagen, unabhängig vom Endpunkt (sei dieser subjektiv, neurochemisch oder proteomisch), ist es entscheidend, ein Differenzierungsmittel zwischen Effekten durch HF-EMF und normaler Zufallsvariation (d.h. nicht mit HF-EMF verbunden) zur Hand zu haben. Anders gesagt: Die grundsätzliche Aussagekraft des untersuchten Endpunkts hängt davon ab, was Sie zu ergründen versuchen. Wenn Sie an der Behauptung interessiert sind, Menschen könnten es subjektiv wahrnehmen, wenn sie HF-EMF ausgesetzt sind (sei es durch bewusste Wahrnehmung der EMF oder durch das Vorhandensein eines subjektiv wahrgenommenen Symptoms), dann wären subjektive Endpunkte relevant. Wenn Sie aber die Hypothese aufstellen, dass HF-EMF die Cortisolwerte bei bestimmten Menschen beeinflussen, dann wären zweifellos die Cortisolwerte wichtig.

Wird fortgesetzt ...

Link zum englischen Originaltext

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Rodney Croft (V): Anwort auf Frage 4

H. Lamarr @, München, Sonntag, 08.11.2020, 15:52 (vor 345 Tagen) @ H. Lamarr

D. Leszczynski-4: Erklären Sie bitte diese äußerst rätselhafte Aussage "Mit 5G sind keine gesundheitlichen Schäden verbunden", und lassen Sie mich bitte wissen, welche wissenschaftlichen Studien von ICNIRP bei der Ausarbeitung der neuen Icnirp-Richtlinien verwendet wurden, Studien, die die Sicherheit der menschlichen Gesundheit gewährleisten wollen, obwohl keine ausreichende wissenschaftliche Forschung durchgeführt wurde.

R. Croft-4: Diese Aussage bezieht sich auf die solide wissenschaftliche Grundlage, die gezeigt hat, dass Expositionen innerhalb der Richtlinien von ICNIRP 2020 keinen gesundheitlichen Schaden verursachen, sowie auf die Annahme, dass 5G-Expositionen in den Bereichen vorkommen werden, welche die Richtlinien von ICNIRP 2020 abdecken. Die Annahme wird durch neuere Messstudien gestützt, aber wenn jemand 3G-, 4G-, 5G-, Bluetooth- oder FM-Radiosignale mit Pegeln erzeugen wollte, die stark genug sind, um die zuvor genannten Expositionsrichtlinien zu übertreffen, hängt es selbstverständlich von einer Reihe von Faktoren ab, ob die daraus resultierende Strahlenbelastung zu Schäden führen würde. Ihr Kommentar (im Gegensatz zu Ihrer Frage) deutet darauf hin, dass Sie besorgt darüber sind, dass es noch nicht genügend Forschung gibt, die gezielt bestimmte EMF-Frequenzen verwendet hat. Wenn dies tatsächlich Ihre Sorge ist, dann wird dies in meiner Antwort DL-1 oben angesprochen. Was die verwendeten Studien anbelangt, so gibt es viele Tausende von Studien, die herangezogen wurden, wobei in den Richtlinien selbst Schlüssel- oder Beispielstudien zitiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rodney Croft

5. November 2020

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Kommentare zu Dariusz' Fragenkatalog an Icnirp

H. Lamarr @, München, Sonntag, 08.11.2020, 17:05 (vor 345 Tagen) @ H. Lamarr

Dariusz' Fragenkatalog an Icnirp vom 6. Oktober 2020 führt (gegenwärtig) zu fünf Fremdkommentaren. Darunter einer von Wilhelm Mosgöller, der als Unterstützungsaktion für Dariusz' vorschlägt, man sollte Eric van Rongen anschreiben und danach fragen, ob man seine Antworten an Dariusz' in cc bekommen könne. Der Finne bedankt sich artig für den Vorschlag des Österreichers und macht diesen darauf aufmerksam, er werden Antworten, sollte er überhaupt welche bekommen, selbstverständlich in seinem Blog publizieren.

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