Risiko 5G: Und was tut die WHO? (Forschung)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 28.07.2020, 21:28 (vor 490 Tagen)

Auf ihrer Webseite 5G mobile networks and health gibt die WHO diverse Auskünfte, u.a. auch, was von ihr künftig in Sachen 5G zu erwarten ist (übersetzt mit deepl.com):

Die WHO führt eine Bewertung des Gesundheitsrisikos durch die Exposition gegenüber Hochfrequenzen durch, die den gesamten Hochfrequenzbereich, einschließlich 5G, abdeckt und bis 2022 veröffentlicht werden soll.

Die WHO wird die wissenschaftliche Evidenz in Bezug auf mögliche Gesundheitsrisiken durch 5G-Exposition überprüfen, sobald die neue Technologie eingesetzt wird und mehr Daten zur öffentlichen Gesundheit verfügbar werden.

Die WHO hat 1996 das Internationale Projekt zu elektromagnetischen Feldern (EMF) ins Leben gerufen. Das Projekt untersucht die gesundheitlichen Auswirkungen der Exposition gegenüber elektrischen und magnetischen Feldern im Frequenzbereich von 0-300 GHz und berät nationale Behörden beim Schutz vor EMF-Strahlung.

Die WHO setzt sich für die weitere Erforschung der möglichen langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen aller Aspekte der Mobilkommunikation ein. Die Organisation identifiziert und fördert entsprechende Forschungsprioritäten. Sie entwickelt auch Informationsmaterial für die Öffentlichkeit und fördert den Dialog zwischen Wissenschaftlern, Regierungen und der Öffentlichkeit, um das Verständnis rund um Gesundheit und Mobilkommunikation zu verbessern.

Mit der eingangs erwähnten Bewertung meint die WHO ihre lang erwartete neue EMF-Monographie, die im WHO-Sprachgebrauch auch EHC-Monograph heißt (Environmental Health Criteria). Die WHO bastelt seit vielen Jahre an ihrer EMF-Monographie, es ist nach 1993 erst die zweite, und legte im Oktober 2014 sogar schon einen ersten Entwurf (695 Seiten) zur öffentlichen Konsultation vor. Dieser löste den üblichen Hickhack vonseiten der Anti-Mobilfunk-Szene aus, die sich nicht hinreichend repräsentiert sah, und als dann auch noch ein schwerer Ebola-Ausbruch die volle Aufmerksamkeit der WHO auf Afrika zog, geriet die Monographie auf die lange Bank. Seit Ende 2019 plant die WHO nun einen zweiten Anlauf. Für die Ausarbeitung systematischer Übersichten zu zehn Fachgebieten wurden 300 Reviewer eingeladen, von denen 167 antworteten. Alle weiteren Verfahrensschritte zur Fertigstellung des Papiers hat die WHO <hier> auf gegenwärtig fünf Seiten dokumentiert.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
WHO, Monographie, Gesundheitsrisiko

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