Studiendatenbank EMF:data auf dem Prüfstand (I) (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 25.06.2020, 00:27 (vor 448 Tagen)

Die Idee zu der Studiendatenbank EMF:data inklusive der Namensgebung hatte schon 2004 Lothar Geppert, im März 2020 verstorbener Gründer von Diagnose-Funk. Über die Ankündigung kam er jedoch nie hinaus. Erst nach seinem Ausscheiden aus dem Verein realisierte dieser 2018 den Traum des Gründers. Das IZgMF unterzog jetzt eine der Studienbesprechungen in EMF:data exemplarisch einer Nagelprobe. Mit desaströsen Ergebnissen von unverständlichem Text bis hin zu verfälschten Messwerten.

Im "Content-Tag" der Diagnose-Funk-Studiendatenbank EMD:data steht: "Überblick über die Forschungslage im Bereich der elektromagnetischen Felder/Strahlung die von Mobilfunksendern, Handys, Routern, u.a. ausgesendet werden." Damit schmückt sich die Datenbank mit Federn, die ihr nicht zustehen. Denn wenn diese Datenbank eines nicht bietet, dann einen Überblick über die Forschungslage, wie dies das EMF-Portal ohne Vorselektion leistet. EMF:data liefert nur den kleinen Ausschnitt aus dem Datenbestand des EMF-Portals, von dem Diagnose-Funk glaubt, dass sich damit irrationale Ängste gegenüber elektromagnetischen Wellen prächtig schüren lassen. Wer auf Alarm gebürstet ist wird sich an diesem grob verzerrten Abbild der tatsächlichen Forschungslage durch EMF:data nicht stoßen, alle anderen sind im EMF-Portal weitaus besser aufgehoben. Auch noch aus einem anderen Grund, wie wir gleich sehen werden.

Nicht alles auf EMF:data ist der Alarmabteilung des EMF-Portals entlehnt, es gibt auch Eigengewächse, die zumeist von Isabel Wilke, einer Diplom-Biologin im Ruhestand, gegen Honorar in die Diagnose-Funk-Datenbank eingepflegt werden. Ein solches Gewächs ist die Studie "Wirkungen einer langfristigen Exposition bei 915 MHz unmodulierter Strahlung geringer Leistung auf Phaseolus vulgaris L.", die am 28. Mai 2020 in EMF:data aufgenommen wurde und auf die Peter Hensinger in einem Werbevideo explizit hinweist. Hensinger stupste mich sozusagen mit der Nase drauf, also tat ich ihm den Gefallen und versuchte mit EMF:data neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Um den Aufwand für mich klein zu halten, kommentiere ich nachstehend einige als Zitat formatierte Passagen aus der Studienbesprechung von Isabel Wilke. Es sind dies lediglich die Passagen, die mir auf Anhieb aufgefallen sind. Wahrscheinlich gibt es noch etliche versteckte Tellerminen, um diese habe ich mich nicht gekümmert. So habe ich die Botanik ausgeklammert, da ich davon nichts verstehe. Es blieb dennoch genug übrig für eine Abwertung der geprüften Studienbesprechung auf Ramschniveau.

In den nächsten 10 Jahren wird ein Anstieg der Strahlung um mehr als das 30-Fache erwartet, wodurch auch die Auswirkungen auf Lebewesen ansteigen werden.

Diese haltlose Behauptung entbehrt jeder Grundlage. Es wird weder eine Quelle genannt noch gesagt, wer diese Erwartung hegt. Möglicherweise der Bäcker um die Ecke. Auch der Anstieg von "Auswirkungen auf Lebewesen" ist eine nur dahergesagte Behauptung. Weder das eine noch das andere hat mit dem Thema der Studie etwas zu tun.

Für den Menschen haben IARC (2013) und EUROPAEM (2016) neue Richtlinien herausgegeben, die Gesundheitsprobleme beim Menschen vermindern sollen.

Die bedeutsame IARC tagte 2011 wegen EMF und hat 2012 keine der behaupteten "Richtlinien" herausgegeben, sondern die Monografie 102, welche die Ergebnisse der Tagung dokumentiert. Der unbedeutende Würzburger Verein EuropaEM erlitt 2016 nach vierjähriger Tragzeit eine Fehlgeburt, die sich EMF-Leitlinie nennt und sogenannten Elektrosensiblen gilt. Allein schon der Umstand, dass EuropaEM erwähnt wird ist verdächtig, denn unter Pseudowissenschaftlern ist es seit langem gängige Praxis, sich gegenseitig grundlos als Quelle zu benennen.

Das jetzige Experiment mit der Gartenbohne wurde mit kontinuierlicher 915-MHz-Strahlung geringer Feldstärke (unmodulierte Trägerfrequenz wie sie in der normalen Umgebung vorzufinden ist) über die gesamte Lebenszeit der Pflanzen durchgeführt.

Was für ein Unsinn! Unmodulierte Trägerfrequenzen sind wie eine Auto ohne Treibstoff, sie sind, weil nutzlose Energieverschwendung, in der "normalen Umgebung" niemals vorzufinden. Leser, beachte die "geringe Feldstärke", ich komme später darauf zurück.

Durch Verwendung nur der Trägerfrequenz werden Schwankungen in der Feldstärke vermieden.

Nein, bei 915 MHz durchläuft die Feldstärke sinusförmig pro Sekunde 915 Millionenmal alle Werte von Null bis zum positiven und negativen Maximalwert. Für biologische Prozesse ist dies allerdings viel zu schnell, z.B. bemerkt unser Auge kaum das 50-Hz-Flackern von Leuchtstofflampen oder alten TV-Geräten mit Bildröhre.

Geklärt werden sollte, ob Unterschiede im Wachstum auftreten, denn Pflanzen können sich besser anpassen und möglicherweise treten geringere Unterschiede auf.

Unterschiede von was zu was?

Die Pflanzen wuchsen in 2 getrennten abgeschirmten Räumen innerhalb einer Umgebung auf, die der eines Gewächshauses ähnelt. 36 Samen pro Gefäß wurden im Frühjahr ausgesät, je 3 Gefäße in jedem Raum platziert. Jedes Gefäß enthielt 6 Metallpole als Antennen. Die 36 Pflanzen pro Gefäß in den 3 Gefäßen in jedem Raum waren gleichmäßig um die 6 Pole verteilt, die Pflanzen wuchsen 120 Tage lang bis 220 cm vom Frühling bis zum Sommer.

Deutsche Sprache, schwere Sprache. Wer glaubt, diese Beschreibung vollständig verstanden zu haben, bitte melden.

Die Leistungsflussdichte betrug zwischen 4 und 10 mW/cm², einer normalen Verteilung der Feldstärken.

Deutsche Sprache, schwere Sprache. Was mag mit "einer normalen Verteilung der Feldstärken" gemeint sein? Wer verteilt womit die Feldstärken und können diese auch nicht normal verteilt sein? Meint Frau Wilke vielleicht eine Gaußsche Normalverteilung? Warum dann aber die Nennung der Leistungsflussdichte? Was soll's, bedeutsamer als dieses Kauderwelsch sind die Angaben 4 mW/cm² und 10 mW/cm². Das sind auf die hierzulande übliche Einheit W/m² umgerechnet 40 W/m² und 100 W/m². Und das sollen (siehe oben) geringe Feldstärken oder besser gesagt geringe Immissionswerte sein? Nicht zu fassen!

Ein Blick in den Abstract des Studienoriginals zeigt: Die Angaben in EMF:data sind falsch. Frau Wilke hat den richtigen Zahlenwerten falsche Einheiten zugeordnet, wo sie mW/cm² nennt, steht im Abstract des Originals mW/m² - macht einen Unterschied um Faktor 100 x 100 = 10'000. Verrechnen sich Mobilfunkgegner üblicherweise ausschließlich zu ihren Gunsten, ist es diesmal umgekehrt, statt mit bis zu 100 W/m² wurden die Bohnen nur mit maximal 10 mW/m² befeldet.

Screenshot der betrachteten EMF:data-Seite, aufgenommen am 25. Juni 2020.
[image]

Das massive Wurzelwachstum bei den bestrahlten Pflanzen war eine Reaktion nicht nur auf erhöhte physiologische Bedürfnisse einer größeren Pflanze, sondern auch auf die Strahlung, die durch das Wurzelsystem der Pflanzen in den Boden floss, und die Pflanze reagierte mit Anpassung.

Soso, die Strahlung floss also durch die Wurzeln in den Boden. Für Bäcker, Gärtner, Verwaltungsfachangestelle mag dies anschaulich klingen, mir als Nachrichtentechniker dreht sich bei dieser Formulierung der Magen um. Wenn da überhaupt etwas geflossen ist, dann waren das Ströme und keine Strahlung, die breitet sich nämlich nur durchdringend aus.

Das Experiment wurde mit einem festen unmodulierten Trägerfrequenzsignal durchgeführt. Da das Trägersignal in fast allen modulierten Kommunikationsmethoden genutzt wird, stellt sich die Frage: Welcher Anteil eines modulierten Signals beeinflusst die biologische Reaktion der Pflanze mehr? Nach Meinung der Forscher hat das digitale Informationssignal die spezifischeren biologischen Wirkungen und ist damit möglicherweise schädlicher. [Hervorhebung durch Postingautor]

Was will man zu diesem semantischen Totalschaden noch groß sagen?! Vielleicht passt das: Frau Wilke sollte beim Verfassen ihrer "Studienbesprechungen" besser etwas weniger Kirschlikör konsumieren und stattdessen mehr Mineralwasser trinken ;-).

Fazit
Wegen sprachlicher Defizite, Physik-Unkenntnis und falscher Immissionswerte ist die betrachtete Studienbesprechung stellenweise unverständlich und irreführend. Dennoch wurde sie von Diagnose-Funk in dieser Form veröffentlicht. Sollte der Verein überhaupt eine interne Qualitätskontrolle für EMF:data haben, so hat diese versagt. Obwohl seit rund vier Wochen im Netz hat offensichtlich niemand den Verein auf die falschen Immissionswerte hingewiesen, dies lässt Rückschlüsse auf die Anzahl und/oder die Fachkompetenz der Leser zu. Frau Wilke hat es versäumt, die aktuelle Arbeit ins Umfeld ähnlicher Studien einzuordnen. Beispiel: Warum sollen Bohnen auf mickrige Befeldung reagieren wenn Bäume von megastarker Radarbefeldung unbeeindruckt bleiben? Und wie bedeutsam ist es eigentlich, dass die befeldeten Pflanzen 19 Prozent höher wuchsen, die Trockenmasse von Stamm und Blättern um 20 Prozent zunahm, die Pflanzen 18 Prozent weniger Blütenstände und extrem langen Wurzeln zeigten? Ich meine, Wind und Wetter haben auf den Wuchs der Bohnen wahrscheinlich weitaus mehr Einfluss. Zudem behaupten die Autoren einen Kausalzusammenhang mit der Befeldung nicht, sie deuten diesen vorsichtig nur an. Für Diagnose-Funk aber bietet diese wenig aufregende Studie die Möglichkeit, den Zählerstand ihrer Alarmstudien um +1 zu inkrementieren. Mutmaßlich ist dieser (bei genauerer Betrachtung nichtssagende) Zählerstand auch das einzige, was den Verein und seine Anhänger interessiert.

Hintergrund
www.mobilfunkstudien.org - Totgeburt von Diagnose-Funk ...
Diagnose-Funk geht mit Romero-Ortega unter
Vorsicht, Infektionsgefahr - Diagnose-Funk sucht Unterstützung
Diagnose-Funk: Studienrecherchen, sogenannte
BfS & Krebspromotion: Falschinformation von Diagnose-Funk
Die Irrtümer des Peter Hensinger (Diagnose-Funk)

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Tags:
Fehler, Hensinger, Studiensammlung, Kompetenzgefälle, Wilke, EMF:Data, Fehldeutung, Hybris, Rosinenpickerei

Studiendatenbank EMF:data auf dem Prüfstand

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 25.06.2020, 14:52 (vor 448 Tagen) @ H. Lamarr

Das IZgMF unterzog jetzt eine der Studienbesprechungen in EMF:data exemplarisch einer Nagelprobe. Mit desaströsen Ergebnissen von unverständlichem Text bis hin zu verfälschten Messwerten.

Wie konnte es nur passieren, dass Diagnose-Funk Mobilfunkgegnern eine derart unverständliche Studienbesprechung zum Konsumieren anbietet? Mag sein, der Verein weiß, dass sowieso kaum jemand liest, was EMF:data zu berichten hat, weil Mobilfunkgegner nahezu ausnahmslos Laien sind und deshalb auch mit parawissenschaftlichen Inhalten kaum etwas anfangen können. Warum also sich Mühe geben, wenn die Kundschaft größtenteils ohnehin vorbeizieht und die wenigen Neugierigen am Vorgetragenen scheitern?

Damit es besser wird, müssten aus meiner Sicht Mobilfunkgegner bei Diagnose-Funk auf mehr Qualität und weniger Masse drängen. Dazu müssten Besucher von EMF:data sich jedoch erst einmal kritisch bewusst machen, was ihnen Diagnose-Funk überhaupt vorsetzt. Tipps, wie wir bewusster Lesen lernen und nicht wie Siebenjährige rezeptionsarm durch einen Text stolpern, gibt im Handelsblatt Dennis Fischer in seiner Kolumne: Warum man oft noch wie ein siebenjähriges Kind liest.

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Studiendatenbank EMF:data auf dem Prüfstand

Schutti2, Donnerstag, 25.06.2020, 17:24 (vor 448 Tagen) @ H. Lamarr

Damit es besser wird, müssten aus meiner Sicht Mobilfunkgegner bei Diagnose-Funk auf mehr Qualität und weniger Masse drängen.

(Heiterkeit)
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr.
Die Metapher "Kinderpost" für das Treiben von DF und seiner Kundschaft passt schon. Man muss nur beobachten -oder sich erinnern- wie vertieft und ernsthaft Kinder spielen können. Es ist deren Welt, deren Wahrheit.
Obwohl... DF -in Teilen zumindest- sowie seine "professionelle" Kundschaft könnte man auch als den erwachsenen Spiele-Hersteller sehen. Der weiß, was Kindern Freunde macht und sich also auch rechnet.

Eine Kritik noch:

Durch Verwendung nur der Trägerfrequenz werden Schwankungen in der Feldstärke vermieden.

Nein, bei 915 MHz durchläuft die Feldstärke sinusförmig pro Sekunde 915 Millionenmal alle Werte von Null bis zum positiven und negativen Maximalwert. Für biologische Prozesse ist dies allerdings viel zu schnell, z.B. bemerkt unser Auge kaum das 50-Hz-Flackern von Leuchtstofflampen oder alten TV-Geräten mit Bildröhre.

Einspruch!
Ein unmoduliertes Wechselfeld darf man getrost als eines mit konstanter, "nicht schwankender", Feldstärke, bei einer bestimmten Frequenz halt, ansprechen. (CW = "continuous wave")
Der Flacker-Vergleich hinkt: Licht ist ein Wechselfeld von einigen 100 THz. Ist seine Helligkeit konstant, schwankt seine Feldstärke auch nicht.
Moduliert man die Helligkeit, z.B. mit der Netzfrequenz, dann schwankt die Feldstärke, in dem Fall dann periodisch.

Das ist aber akademisch.
Der eigentliche Unsinn bleibt das Gerede von der besonderen Rolle (Gefährlichkeit) der Modulation, oder der Modulationsfrequenz. Ohne dass je die Frage erörtert wird, wie das Gewebe denn überhaupt die Demodulation zustande bringen soll.
Und, als Krone des Unsinns, das Gerede von der größeren Eindringtiefe kleinerer Frequenzen - bei dem Träger- und Modulationsfrequenz durcheinandergeworfen werden.

Tags:
Kinderpost, Kompetenzgefälle, EMF:Data

Studiendatenbank EMF:data auf dem Prüfstand

H. Lamarr @, München, Freitag, 26.06.2020, 00:49 (vor 447 Tagen) @ Schutti2

Damit es besser wird, müssten aus meiner Sicht Mobilfunkgegner bei Diagnose-Funk auf mehr Qualität und weniger Masse drängen.

(Heiterkeit)
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

[...]
Durch Verwendung nur der Trägerfrequenz werden Schwankungen in der Feldstärke vermieden.
Nein, bei 915 MHz durchläuft die Feldstärke sinusförmig pro Sekunde 915 Millionenmal alle Werte von Null bis zum positiven und negativen Maximalwert. Für biologische Prozesse ist dies allerdings viel zu schnell, z.B. bemerkt unser Auge kaum das 50-Hz-Flackern von Leuchtstofflampen oder alten TV-Geräten mit Bildröhre.

Einspruch!
Ein unmoduliertes Wechselfeld darf man getrost als eines mit konstanter, "nicht schwankender", Feldstärke, bei einer bestimmten Frequenz halt, ansprechen. (CW = "continuous wave")

Ist das jetzt eine näherungsweise Betrachtung oder streng physikalisch abgesichert? Ich habe mir meinen Einwand von einem "unmodulierten" 50-Hz-Wechselfeld, über Langwellen hergeleitet und auf Mobilfunkfrequenzen extrapoliert. Klar ist mir, integrierende Messtechnik bügelt die Feldstärkeschwankungen eines unmodulierten 915-MHz-Signals zu CW glatt. Ich meinte es jedoch theoretisch: Warum sollte der Feldstärkeverlauf (unter der "Lupe" betrachtet) konstant sein, wenn eine Senderendstufe mit einem unmodulierten sinusförmigen Signal gespeist wird?

Der Flacker-Vergleich hinkt: Licht ist ein Wechselfeld von einigen 100 THz. Ist seine Helligkeit konstant, schwankt seine Feldstärke auch nicht.
Moduliert man die Helligkeit, z.B. mit der Netzfrequenz, dann schwankt die Feldstärke, in dem Fall dann periodisch.

Stimmt, mir ging es ursprünglich um die biologischen Zeitkonstanten, die schnellen Signaländerungen nicht gewachsen sind. Aber: Nochmal drüber nachgedacht bestätigt diese Trägheit ihren Einwand, dass der Bohne meine 915 Millionen Feldstärkeschwankungen pro Sekunde reichlich wurscht sind, aus Sicht der Bohne wird sie mit CW konstanter Feldstärke befeldet :yes:.

[...]
Und, als Krone des Unsinns, das Gerede von der größeren Eindringtiefe kleinerer Frequenzen - bei dem Träger- und Modulationsfrequenz durcheinandergeworfen werden.

Sie haben sich den Volltext der Studie besorgt?

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Studiendatenbank EMF:data auf dem Prüfstand

Schutti2, Montag, 29.06.2020, 14:18 (vor 444 Tagen) @ H. Lamarr

Einspruch!
Ein unmoduliertes Wechselfeld darf man getrost als eines mit konstanter, "nicht schwankender", Feldstärke, bei einer bestimmten Frequenz halt, ansprechen. (CW = "continuous wave")

Ist das jetzt eine näherungsweise Betrachtung oder streng physikalisch abgesichert? Ich habe mir meinen Einwand von einem "unmodulierten" 50-Hz-Wechselfeld, über Langwellen hergeleitet und auf Mobilfunkfrequenzen extrapoliert. Klar ist mir, integrierende Messtechnik bügelt die Feldstärkeschwankungen eines unmodulierten 915-MHz-Signals zu CW glatt. Ich meinte es jedoch theoretisch: Warum sollte der Feldstärkeverlauf (unter der "Lupe" betrachtet) konstant sein, wenn eine Senderendstufe mit einem unmodulierten sinusförmigen Signal gespeist wird?

Ich meine es einfach technisch und sorry für den Eulenflug ins nachrichtentechnische Athen:
Momentanwert und Amplitude: Mit "konstant" meine ich die Amplitude, nicht den Momentanwert des Wechselfelds.
Trägerfrequenz f1 und Modulationsfrequenz f2:
Beispiel Licht - f1 bestimmt die Farbe, nicht die Helligkeit. Die Amplitude bestimmt die Helligkeit. f2 bestimmt den Zeitverlauf der Helligkeit.

Ein Wechselfeld mit konstantem Momentanwert gibt es nicht, das wäre ein Gleichfeld.
Ein moduliertes Gleichfeld... gibt´s auch nicht, das wäre ein Wechselfeld.

[...]
Und, als Krone des Unsinns, das Gerede von der größeren Eindringtiefe kleinerer Frequenzen - bei dem Träger- und Modulationsfrequenz durcheinandergeworfen werden.

Sie haben sich den Volltext der Studie besorgt?

Nein. Ich meinte allgemein das Gerede von Claessens et al.
Perlen in der Krone des Unsinns sind in meinen Augen Spekulationen über Polarisation (George Carlo, Olle Johansson et al.) als Maß der Bio-Gefährlichkeit von Funkwellen.

Oder die Kohärenz, um noch so ein schönes Wort zu bringen.
"Die im Körper für die Informationsübertragung zuständigen Biophotonen und Vektorpotentiale sind kohärent. Die Organismen waren vor der Erfindung des Funks und der Elektrotechnik nie kohärenten Wellen von außen ausgesetzt. Kohärenz war quasi für die innere Kommunikation reserviert. Da pfuscht heute die Technik massiv hinein. Wenn Verantwortliche das wider besseres Wissen gutheißen, wird die Angelegenheit kriminell."
Um mal Scheingraber und Spaarmann zu zitieren

Studiendatenbank EMF:data auf dem Prüfstand

H. Lamarr @, München, Montag, 29.06.2020, 17:01 (vor 444 Tagen) @ Schutti2

Ich meine es einfach technisch und sorry für den Eulenflug ins nachrichtentechnische Athen:
Momentanwert und Amplitude: Mit "konstant" meine ich die Amplitude, nicht den Momentanwert des Wechselfelds.
Trägerfrequenz f1 und Modulationsfrequenz f2:
Beispiel Licht - f1 bestimmt die Farbe, nicht die Helligkeit. Die Amplitude bestimmt die Helligkeit. f2 bestimmt den Zeitverlauf der Helligkeit.

Ein Wechselfeld mit konstantem Momentanwert gibt es nicht, das wäre ein Gleichfeld.
Ein moduliertes Gleichfeld... gibt´s auch nicht, das wäre ein Wechselfeld.

Jetzt sind wir beinand, ihre jetzigen Ausführungen verstehe sogar ich :yes:.

Ich meinte allgemein das Gerede von Claessens et al.

Das ist vorbei, unser Charles schweigt für immer.

Um mal Scheingraber und Spaarmann zu zitieren

Auch das ist vorbei, die beiden haben sich schon lange nicht mehr zu Wort gemeldet. Mit dem Untergang von "hese" ist zudem ihre wichtigste Verlautbarungsplattform auf dem Domain-Friedhof gelandet. Nur in historischen Sammlungen lebt ihr Wirken weiter fort ...

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Studiendatenbank EMF:data berichtigt Fehler

H. Lamarr @, München, Sonntag, 12.07.2020, 15:39 (vor 431 Tagen) @ H. Lamarr

Ein Blick in den Abstract des Studienoriginals zeigt: Die Angaben in EMF:data sind falsch. Frau Wilke hat den richtigen Zahlenwerten falsche Einheiten zugeordnet, wo sie mW/cm² nennt, steht im Abstract des Originals mW/m² - macht einen Unterschied um Faktor 100 x 100 = 10'000.

Es hat ein bisschen gedauert, doch jetzt hat Diagnose-Funk reagiert und ohne mein direktes Zutun die fehlerhafte Angabe 4 mW/cm² auf 4 mW/m² berichtigt. Na also, geht doch.

Weniger einsichtig ist der Stuttgarter Verein bei einer anderen Falschmeldung, die er trotz direkten Hinweises seit inzwischen rd. acht Jahren unberichtigt auf seiner Website kleben lässt.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Studiendatenbank EMF:data auf dem Prüfstand (II)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 11.10.2020, 19:53 (vor 340 Tagen) @ H. Lamarr

Eine 2010 in Indien durchgeführte Bienenstudie hat seit 2014 einen festen Platz auf dem Desinformationskanal kla.tv der in der Schweiz ansässigen christlichen Sekte OCG. EMF:data sprang erst 2017 auf den Zug der Inder auf, die von den Stuttgartern verlinkte Quelle (Current Science) war heute wegen eines Protokollfehlers unerreichbar. Ersatzweise führt dieser Link zum Volltext der Bienenstudie.

Und wieder fällt die Alarmstudiendatenbank von Diagnose-Funk unangenehm damit auf, dass technisch falsche Angaben nicht erkannt und ungeprüft weiter verbreitet werden. Im konkreten Fall betrifft dies die HF-Emission, die von den Autoren der Studie mit zwei handelsüblichen Mobiltelefonen im Bienenstock (Fachjargon: Beute) erzeugt und mit einem "Messgerät" gemessen wurde:

[...] The average radiofrequency (RF) power density was 8.549 μW/cm² (56.8 V/m, electric field). [...]

► Zunächst ist festzustellen, die Umrechnung der Autoren ist falsch. Denn 8,549 μW/cm² entsprechen keineswegs einer elektrischen Feldstärke von 56,8 V/m, sondern nur 5,68 V/m. Da muss den Autoren unbemerkt das Komma um eine Stelle verrutscht sein und alle die danach kamen, haben die fehlerhafte Umrechnung ungeprüft übernommen.

► Aus dem Text der Studie geht nicht hervor, ob der Messwert ein Spitzenwert (Peak Hold) oder ein Effektivwert ist.

► Über das verwendete Gerät zur Messung der Leistungsflussdichte schweigen sich die Autoren aus. Aus gutem Grund: Denn Figure 1 der Originalstudie zeigt ein Breitbandmessgerät der Holzklasse. Üblicherweise messen derartige Detektoren so ungenau, dass die technischen Daten der Geräte keine Angaben zum Messfehler machen. Mit einem solchen "Schätzeisen" einen Messwert dennoch auf drei Nachkommastellen genau anzugeben, dokumentiert ein tiefes Unverständnis der Autoren für elementare Fragen der Funkmesstechnik. Mutmaßlich ist den Autoren auch nicht klar, dass sie mit ihrem Detektor gut und gerne unerkannt ein fremdes Signal, z.B. das eines Rundfunk- oder TV-Senders, mitgemessen haben.

► Das Experiment arbeitete mit vier Beuten. Zwei waren mit Mobiltelefonen ausgestattet, eine mit einer Telefonattrappe und die vierte war eine reine Kontrolle. Welche Immissionen bei den beiden Vergleichsbeuten herrschten, verraten die Autoren nicht. Dies wäre zur Beurteilung des Expositionsunterschieds jedoch zwingend nötig gewesen.

► Die schwache Emission der Mobiltelefone lässt sich mit dem DTX-Modus von GSM-Funksystemen erklären. Dieser Modus bewirkt, dass in Sprechpausen keine Datenpakete übertragen werden. Anhand des Versuchsaufbaus ist nun ersichtlich: Maßnahmen sind nicht ergriffen worden, um zu verhindern, dass der DTX-Modus aktiviert wird (z.B. Einspielen von Stimmen/Geräuschen am Mikrofon der Mobiltelefone. Die schwache Emission könnte auch bedeuten, dass der Versuch in der Nähe einer Basisstation durchgeführt wurde, die wegen guten Empfang die Sendeleistung der Telefone auf niedrige Werte herunter regelte.

► Die Wellenlänge eines 900-MHz-Funksignals beträgt rd. 33 cm. Um valide Messwerte zu bekommen, darf die Antenne eines Messgeräts üblicherweise der Antenne einer Feldquelle auf maximal vier Wellenlängen angenähert werden. Dies würde bei 900 MHz einen Mindestabstand von 132 cm bedeuten, der gemäß Figure 1 nie und nimmer eingehalten ist. Wird der empfohlene Mindestabstand unterschritten, steigt der Messfehler bis zu etwa dem 1,5-fachen der Wellenlänge langsam und moderat an, bei weiterer Annäherung bis ins reaktive Nahfeld nimmt er sprunghaft zu. Wegen der von den Autoren verwendeten Messtechnik spielt der zu kleine Messabstand jedoch keine nennenswerte Rolle mehr.

► Die beiden GSM900-Mobiltelefone in der Beute können zu konstruktiver und destruktiver Interferenz führen, das heißt die beiden Funksignale überlagern sich stellenweise mal zur doppelten Amplitude (Feldstärke), mal löschen sie sich gegenseitig aus. Dies macht die Immission eines Versuchstieres davon abhängig, wo in der Beute es sich während der Befeldung aufgehalten hat. Üblicherweise werden Studien daher so angelegt, dass Interferenzeffekte vermieden werden.

► Der Versuchsaufbau suggeriert, die Autoren hielten die beiden GSM900-Mobiltelefone für Funkgeräte, zwischen denen eine direkte Funkverbindung aufgebaut wurde. Öffentlicher Mobilfunk aber funktioniert völlig anders, Verbindungen werden nicht direkt zwischen zwei Endgeräten aufgebaut, sondern immer über je eine Basisstation. Die Basistationen bestimmen auch anhand der momentanen Empfangsqualität, mit welcher Sendeleistung die Mobiltelefone arbeiten. Damit war es den Autoren nicht möglich, selbst zu bestimmen, wie stark die Bienen in der Beute befeldet wurden. Von einer kontrollierten Dosimetrie kann deshalb keine Rede sein, von einer zufallsgesteuerten hingegen schon.

► Zwei Mobiltelefone können in einer Beute allerlei Störgrößen bewirken. So sind bei etwa 35 °C Innentemperatur chemische Ausdünstungen nicht unwahrscheinlich, die Geräte könnten als Nebenwirkung des Betriebs akustische Störsignale erzeugen oder z.B. starke niederfrequente Magnetfelder infolge zeitweiser Sendetätigkeit. Die Studie kümmert sich weder um die genannten noch um andere Confounder, wie etwa die viermalige Störung der exponierten Bienen pro Tag anlässlich des erforderlichen Ein- und Ausschaltens der beiden Mobiltelefone.

► Die Autoren erwähnen in ihrer Studie nicht, dass ihr Experiment verblindet oder sogar doppelblind durchgeführt wurde. Es darf daher angenommen werden, dieses wichtige Qualitätsmerkmal wurde komplett außer acht gelassen. Wäre Diagnose-Funk seriös, hätte allein schon dieser Mangel für den Verein ein Ausschlusskriterium sein müssen.

Aus meiner Sicht ist die gesamte Dosimetrie der Studie so dilettantisch, dass ein Kausalzusammenhang zwischen den beobachteten Effekten und der Exposition der Bienen eher sehr unwahrscheinlich denn wahrscheinlich ist. EMF:data hingegen präsentiert diese schlecht entworfene und ebenso durchgeführte Studie, als wäre diese ohne jeden Fehl und Tadel. Ich sehe darin eine grobe Irreführung von Laien, wenn Diagnose-Funk offensichtliche Schrottstudien ohne kritische Kommentierung in seine Alarmstudiendatenbank aufnimmt, nur um damit laut aber substanzlos Krawall machen zu können. Niemand weiß, am allerwenigsten Diagnose-Funk, wie viele der gegenwärtig von EMF:data gesammelten 509 Alarmstudien das Prädikat Schrottstudie verdienen und bei seriösen Absichten des Vereins schnellstens aus dem Bestand genommen werden müssten. Mutmaßlich friert aber eher die Hölle zu, bevor Diagnose-Funk sich von einer seiner gesammelten Schrottstudien trennt. Ein wesentlicher Grund dafür dürfte sein: Peter Hensinger, für EMF:data zuständiger Vereinsvorstand, ist aufgrund fehlender Qualifikationen nicht imstande, gute von schlechten Studien unterscheiden zu können. Auch ich traue mir dies bestenfalls für die Dosimetrie zu, in Sachfragen der Biologie oder Medizin aber bin ich ebenso Laie wie Hensinger.

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Studiendatenbank EMF:data auf dem Prüfstand (II)

Gustav, Montag, 12.10.2020, 10:05 (vor 339 Tagen) @ H. Lamarr

► Die beiden GSM900-Mobiltelefone in der Beute können zu konstruktiver und destruktiver Interferenz führen, das heißt die beiden Funksignale überlagern sich stellenweise mal zur doppelten Amplitude (Feldstärke), mal löschen sie sich gegenseitig aus. Dies macht die Immission eines Versuchstieres davon abhängig, wo in der Beute es sich während der Befeldung aufgehalten hat. Üblicherweise werden Studien daher so angelegt, dass Interferenzeffekte vermieden werden.

Nein, GSM sendet auf verschiedenen Frequenzen und im TDMA Verfahren, d.h. zwei Mobiltelefone die nahe beieinander sind (d.h. gleiche "Timing-Advance") senden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nie gleichzeitig auf der gleichen Frequenz und können somit auch nicht interferieren.

Aber die Studie und ihre Durchführung ist deshalb trotzdem Schrott.

Keine Interferenz wegen Zeitschlitz-Verfahren

H. Lamarr @, München, Montag, 12.10.2020, 21:03 (vor 339 Tagen) @ Gustav

► Die beiden GSM900-Mobiltelefone in der Beute können zu konstruktiver und destruktiver Interferenz führen, das heißt die beiden Funksignale überlagern sich stellenweise mal zur doppelten Amplitude (Feldstärke), mal löschen sie sich gegenseitig aus. Dies macht die Immission eines Versuchstieres davon abhängig, wo in der Beute es sich während der Befeldung aufgehalten hat. Üblicherweise werden Studien daher so angelegt, dass Interferenzeffekte vermieden werden.

Nein, GSM sendet auf verschiedenen Frequenzen und im TDMA Verfahren, d.h. zwei Mobiltelefone die nahe beieinander sind (d.h. gleiche "Timing-Advance") senden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nie gleichzeitig auf der gleichen Frequenz und können somit auch nicht interferieren.

Aber die Studie und ihre Durchführung ist deshalb trotzdem Schrott.

Mist, Sie haben Recht, an das Zeitschlitz-Verfahren habe ich nicht mehr gedacht. Dieser Einspruch gegen die Bienenstudie ist damit hinfällig :yes:.

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Bienenstudie aus Indien referenziert deutschsprachige Quellen

Gustav, Montag, 12.10.2020, 19:47 (vor 339 Tagen) @ H. Lamarr

Eine 2010 in Indien durchgeführte Bienenstudie hat seit 2014 einen festen Platz auf dem Desinformationskanal kla.tv der in der Schweiz ansässigen christlichen Sekte OCG. EMF:data sprang erst 2017 auf den Zug der Inder auf, die von den Stuttgartern verlinkte Quelle (Current Science) war heute wegen eines Protokollfehlers unerreichbar. Ersatzweise führt dieser Link zum Volltext der Bienenstudie.

Man werfe mal einen Blick in das Literaturverzeichnis. Das who-is-who der (unwissenden) Mobilfunkkritiker: NY-Times, Bürgerwelle, Kompetenzinitiative, J. Kuhn, J. Stever.

Was mich ein wenig irritiert: Die indischen Autoren Ved Parkash Sharma and Neelima R. Kumar von der Panjab University in Chandigarh referenzieren grossteils auf deutschsprachige Quellen. Das muss nicht falsch oder schlecht sein aber ungewöhnlich ist es allemal.

[Admin: Postingtitel an Postinginhalt angepasst am 12.10.2020, 22:11 Uhr]

Bienenstudie aus Indien referenziert deutschsprachige Quellen

H. Lamarr @, München, Montag, 12.10.2020, 21:57 (vor 339 Tagen) @ Gustav

Was mich ein wenig irritiert: Die indischen Autoren Ved Parkash Sharma and Neelima R. Kumar von der Panjab University in Chandigarh referenzieren grossteils auf deutschsprachige Quellen. Das muss nicht falsch oder schlecht sein aber ungewöhnlich ist es allemal.

Mögliche Erklärung: Neelima R Kumar beschäftigt sich intensiv mit Forschung an Honigbienen und hat es gemäß Research Gate zuletzt auf immerhin 35 Veröffentlichungen gebracht. Eine ihrer ersten war 1993 in dem Journal "Bee World", Co-Autor war seinerzeit der Deutsche Jost H Dustmann, Celle, ein Wissenschaftler, der sich ebenfalls mit Bienen beschäftigt und dem "Deutscher Imkerbund e.V." als wissenschaftlich Beirat in Honigfragen zur Verfügung steht. Nach 2010 griff Neelima R Kumar noch 2-mal die Strahlungshypothese auf: 2011 mit "Exposure to cell phone radiations produces biochemical changes in worker honey bees" und 2013 mit "Biochemical changes in haemolymph of Apis mellifera L. drone under the influence of cell phone radiations". Dann verlor sie das Interesse an dieser Hypothese.

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