Der Mobilfunk und die Folgen (Allgemein)

KlaKla, Montag, 08.05.2006, 13:13 (vor 5682 Tagen)

Handyproblematik: Die Interessengemeinschaft betroffener Bürger informierte über die Auswirkungen des drahtlosen Telefonierens.

Die Betreiber könnten mit 100- bis 10 000-mal höheren Grenzwerten arbeiten als im europäischen Ausland erlaubt.

Kommentar: Soweit mir bekannt, gelten die ICNIRP-Wert auch im Europäischen Ausland. Kam mir jemand sagen, in welchem Europäischen Ausland die ICNIRP-Werte nicht zählen sollten?

Wie Frank Herdegen und Georg Schmidtlein von der Kleinsendelbacher Interessengemeinschaft abschließend bestätigten, haben sich inzwischen zahlreiche Mediziner aus Neunkirchen, Eckental, Igensdorf, Gräfenberg und Lauf der Gesundheitsproblematik von Mobilfunk und DECT-Anlagen besonders angenommen und warnen ihre Patienten mit Plakaten vor den Nebenwirkungen dieser gepulsten Strahlen.

Kommentar: Das sollten mehr Ärzte tun.

Quelle: Fränkischer Tag.de

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Wo gelten die ICNIRP-Grenzwerte und wo nicht

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Meine Meinungsäußerung

Damit werden Leute nur für dumm verkauft

H. Lamarr @, München, Montag, 08.05.2006, 13:56 (vor 5682 Tagen) @ KlaKla

Die Betreiber könnten mit 100- bis 10 000-mal höheren Grenzwerten arbeiten als im europäischen Ausland erlaubt.

Wenn wir uns nicht bald davon verabschieden, den Leuten derartigen Quatsch zu verzapfen, dann vergraulen wir auch noch die Gutmütigsten. Hier wird irreführend der Eindruck erweckt, als ob Deutschland 100- bis 10 000-mal höhere Grenzwerte hätte als das EU-Ausland! Besonders schlimm: Dass das blanker Unsinn ist, lässt sich für jede und jeden ziemlich einfach mit dem genannten Link über die Gültigkeit der ICNIRP-Grenzwerte nachprüfen. Es genügt, sich dort Punkt #9 (Are the limits based on ICNIRP?) anzuschauen! Yes bedeutet, dass im betrachteten Land die selben Grenzwerte wie bei uns gelten. In Westeuropa gibt es ganz überwiegend Yes zu sehen, nur in Osteuropa (z. B. in Polen) sind die Grenzwerte noch aus Zeiten des Eisernen Vorhangs (da gab's keine ICNIRP) niedriger angesetzt.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Damit werden Leute nur für dumm verkauft

charles ⌂ @, Montag, 08.05.2006, 15:35 (vor 5682 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Dienstag, 09.05.2006, 07:38

nein das stimmt nicht.

Z.B. verwendet belgien nur 25 % der ICNIRP Werte in uW/m², oder die Hälfte in V/m.
Also für D-Netz 20,6 statt 41 V/m
Für E-Netz 29,1 V/m statt 58 V/m
Und für UMTS 30,7 statt 61 V/m

Die Stadt Paris hat mit seinen Providern auch ein Abkommen für niedrigere Werte als die ICNIRP.
Undd es gibt eine provinz in Italien wo auch weniger gültig ist.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Damit werden Leute nur für dumm verkauft

H. Lamarr @, München, Montag, 08.05.2006, 22:23 (vor 5682 Tagen) @ charles

nein das stimmt nicht.

Was stimmt nicht?
a) Die Behauptung, im europäischen Ausland würden die Grenzwerte 100- bis 10000fach unter den deutschen Grenzwerten liegen?
b) Meine Behauptung, dass die Behauptung a) Quatsch ist.

Z.B. verwendet belgien nur 25 % der ICNIRP Werte in uW/m², oder die Hälfte in V/m.
Also für D-Netz 20,6 statt 41 V/m
Für E-Netz 29,1 V/m statt 58 V/m
Und für UMTS 30,7 statt 61 V/m

Die Stadt Paris hat mit seinen Providern auch ein Abkommen für niedrigere Werte als die ICNIRP.
Undd es gibt eine provinz in Italien wo auch weniger gültig ist.

Charles, ich gehe mal davon aus, dass Sie b) meinen. Okay, dann schauen wir uns mal die Grenzwerte in Belgien an, und zwar umgerechnet in die mir eher vertraute Leistungsflussdichte. Der niedrigste Grenzwert (D-Netz) wäre dort also 1,126 W/qm. Und das soll jetzt gut sein!? Natürlich nicht! Denn a) ist dieser Wert noch immer viel zu hoch und b) wird er (derzeit) sowieso nirgendwo erreicht, wo sich Menschen aufhalten. Dieser "niedrigere" Grenzwert ist faktisch folgenlos und deshalb nur eines: Opium für die Belgier.

Anders ist es z. B. in Polen. Die haben die maximal zulässige Leistungsflussdichte auf 0,1 W/qm begrenzt, also auf 100 mW/qm. Dies ist nun ein Wert, der bei uns hier in Deutschland stellenweise durchaus überschritten wird. Von so einem um den Faktor 100 (bezogen auf Leistungsflussdichte) niedrigeren Grenzwert hätten z. B. die Familien Kind und Kamppschulte etwas. Aber jetzt mal ehrlich: Würden Sie 100 mW/qm akzeptieren? Nein, sicherlich nicht, auch dieser Wert ist Ihnen noch viel zu hoch weil Baubiologen ja bis zu 1 µW/qm fordern. Also ist doch auch der Grenzwert der Polen nicht anzustreben, weil noch immer viel zu hoch.

Zum Finale sollte ich jetzt eigentlich etwas über den 10 000fach niedrigeren Grenzwert (das wäre dann
1 mW/qm) schreiben. Meines Wissens gibt es aber kein Land, in dem ein so niedriger Grenzwert gilt. Auch in Salzburg wie in ganz Österreich gelten verbindlich dieselben ICNIRP-Werte wie bei uns. Mittlerweile sollte ja hinreichend bekannt und akzeptiert sein, dass der alte Salzburger Vorsorgewert (1 mW/qm) eine lokal begrenzte Empfehlung ist, an die sich spätestens seit 2005 kein Betreiber in der Festspielstadt mehr hält. Diesen Vorsorgewert dennoch unbeirrt als gesetzlich gültigen Grenzwert eines ausländischen Staates zu verkaufen (siehe Faktor 10 000), halte ich gelinde gesagt für blauäugig, oder grob gesagt für hirnrissig.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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ICNIRP

Damit werden Leute nur für dumm verkauft

charles ⌂ @, Montag, 08.05.2006, 22:41 (vor 5682 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Dienstag, 09.05.2006, 07:37

Nein, Sie verstehen mich falsch.

Ich wollte nur andeuten dass im europäischen Ausland nicht überall die gleiche ICNIRP Werte angehalten werden.

Ich habe nicht behauptet das dies ausreichend sein wird.
Aber es gibt Unterschiede.

Man muss auch Unterschiede machen:

1. Wobei man Elektrosensible werden kann (100-200 uW/qm)
2. Ab wo Elektrosensible schon reagieren können ( 0,1-1 uW/qm)

Also, ich sehe 100-200 uW/qm als ein realistische Wert.
Dabei können einfachere Abschirmungen auch der gewünschte Effekt ressortieren.
Anders sieht das aus bei z.B. 20.000 oder 200.000 uW/qm.

--
Charles Claessens
www.milieuziektes.nl

Wasser predigen - Wein trinken

helmut @, Nürnberg, Dienstag, 09.05.2006, 17:49 (vor 5681 Tagen) @ KlaKla

Alles billige PR

zahlreiche Mediziner aus Neunkirchen, Eckental, Igensdorf, Gräfenberg und Lauf der Gesundheitsproblematik von Mobilfunk und DECT-Anlagen besonders angenommen und warnen ihre Patienten mit Plakaten vor den Nebenwirkungen dieser gepulsten Strahlen.

Und mit was telefonieren die Arzthelferinnen und Ärzte weiterhin in den Praxen?
... die haben keine Schnur dran ... wird wohl weiterhin die DECT-Anlage in Betrieb sein ... mit Schnur ist halt soooo unbequem

- Warum sollen die es auch anders machen als meine Nachbarn? -
(aber ich wiederhole mich schon wieder)

MfG
Helmut

--
In der Mobilfunk-BI und
"In der Abendsonne kann selbst ein kleiner Zwerg große Schatten werfen" (frei nach Volker Pispers)


Meine Kommentare sind stets als persönliche Meinungsäußerung aufzufassen

Wasser predigen - Wein trinken

Karl, Dienstag, 09.05.2006, 18:20 (vor 5681 Tagen) @ helmut

Und mit was telefonieren die Arzthelferinnen und Ärzte weiterhin in den Praxen?
... die haben keine Schnur dran ... wird wohl weiterhin die DECT-Anlage in Betrieb sein ... mit Schnur ist halt soooo unbequem

- Warum sollen die es auch anders machen als meine Nachbarn?

Helmut stellt liebend gern immer wieder diese Behauptung auf.
Er ist lediglich ein frustrierter Standortvermieter. Er verdient Geld mit der Mobilfunkantenne auf seinem Dach aber glücklich scheint's ihm nicht zu machen.

Schichtwechsel

H. Lamarr @, München, Dienstag, 09.05.2006, 19:08 (vor 5681 Tagen) @ Karl

Helmut stellt liebend gern immer wieder diese Behauptung auf. Er ist lediglich ein frustrierter Standortvermieter. Er verdient Geld mit der Mobilfunkantenne auf seinem Dach aber glücklich scheint's ihm nicht zu machen.

What shall's! Ist doch nur ein Schichtwechsel: Nachdem Schutti sich offenbar hier k.o.-gepostet hat, übernimmt jetzt eben Helmut den Schichtdienst und schlüpft in die Rolle des Advocatus Diaboli. Wahrscheinlich ist Helmut, dessen Pseudonym meines Wissens nicht enttarnt wurde, - eine Frau! Todsicheres Indiz: die widersprechen auch immer!

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Nur noch Polemik?

helmut @, Nürnberg, Dienstag, 09.05.2006, 20:48 (vor 5681 Tagen) @ H. Lamarr

Helmut stellt liebend gern immer wieder diese Behauptung auf. Er ist lediglich ein frustrierter Standortvermieter. Er verdient Geld mit der Mobilfunkantenne auf seinem Dach aber glücklich scheint's ihm nicht zu machen.


What shall's! Ist doch nur ein Schichtwechsel: Nachdem Schutti sich offenbar hier k.o.-gepostet hat, übernimmt jetzt eben Helmut den Schichtdienst und schlüpft in die Rolle des Advocatus Diaboli. Wahrscheinlich ist Helmut, dessen Pseudonym meines Wissens nicht enttarnt wurde, - eine Frau! Todsicheres Indiz: die widersprechen auch immer!<<


Nur noch Polemik statt Argumente?

Karl, gehen Sie doch mal in die Arztpraxen in Ihrer Umgebung. Sie werden am Empfang sicherlich, so gut wie immer, DECT-Telefone sichten. Meinen Sie in der fränkischen Schweiz haben die Ärzte ihre DECT-Telefonanlagen weggeschmissen, bloß weil da ein paar Wichtigtuer hausieren gehen?
- Nix billiger und einfacher als eine DECT-Telefonanlage: ISDN-Anschluß und Analogadapter mit 3 Anschlüssen, ein Fax und 2 DECT-Basisgeräten und ca 5 Handgeräte. Das alles ohne Zimmerverkabelung. Echt billig und bequem!

Spatenpauli, ich und Anonym :lol: , wir beide haben miteinander schon mehrere Emails geschrieben, ist allerdings schon ein paar Tage her. Habe hier auch schon mit Vor- und Nachnamen unterzeichnet. In Postings bei RDW hat einer meiner Nachbarn meinen vollen Namen mit kompletter Adresse genannt, kam sich anscheinend furchtbar cool und wichtig vor. -Auch so einer mit Handynummernangabe- Aufmerksame Beobachter hätten mit Google soundso kein Problem.
Aber nix für ungut .....
Verdammt, schon wieder Unfalltote und Schwerverletzte während ich das hier schrieb ...

MfG
Helmut

--
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Nur noch Behauptungen

Karl, Mittwoch, 10.05.2006, 10:11 (vor 5680 Tagen) @ helmut

Sie stellen nur eine Behauptungen auf, keine Argumente.

Karl, gehen Sie doch mal in die Arztpraxen in Ihrer Umgebung. Sie werden am Empfang sicherlich, so gut wie immer, DECT-Telefone sichten.

Nein, meine Ärzte haben keine DECT-Telefone. :-P
Je kleiner die Paxis, desto weniger benötigt man DECT.

Nein, Tatsachen

helmut @, Nürnberg, Mittwoch, 10.05.2006, 11:18 (vor 5680 Tagen) @ Karl

Nein, meine Ärzte haben keine DECT-Telefone. :-P
Je kleiner die Paxis, desto weniger benötigt man DECT. <<

Hallo Karl,

keine Praxis benötigt DECT, aber die meisten haben DECT.

Sind Sie froh, daß Ihr Arzt kein DECT verwendet. Die typische Arztpraxis mit 2 Sprechzimmern und 2-3 Arzthelferinnen ist aber genau die Größe für eine DECT-Anlage.

Sie wissen doch Karl, ich habe mir schon öfter den Spaß gemacht, bei Leuten die sich in der Zeitung recht wichtig machten -Heilpraktiker, Mastnachbarn usw-, mit Analyser und sehr "schmaler" Antenne zu messen, wo die DECT-Telefone stehen. Und damit kann man in "ländlicher" Bebauung, wie auch Charles es kann, das Zimmer feststellen, wo die DECT-Basis steht.

Beispiele: "Schneeglöckchenstraße München", "Strahlenschutzzaun Weilersbach", "Meine Nachbarschaft" u. a.

aber ich wiederhole mich schon wieder

MfG
Helmut

--
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Nur noch Polemik?

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 10.05.2006, 14:22 (vor 5680 Tagen) @ helmut

Spatenpauli, ich und Anonym :lol: , wir beide haben miteinander schon mehrere Emails geschrieben, ist allerdings schon ein paar Tage her. Habe hier auch schon mit Vor- und Nachnamen unterzeichnet. In Postings bei RDW hat einer meiner Nachbarn meinen vollen Namen mit kompletter Adresse genannt, kam sich anscheinend furchtbar cool und wichtig vor. -Auch so einer mit Handynummernangabe- Aufmerksame Beobachter hätten mit Google soundso kein Problem.

Ach Helmut, ersparen Sie mir diesmal doch die Detektivarbeit und nennen Sie Roß und Reiter beim Namen. Alles Müller - oder was? :-)

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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