Lübeck - 5G-Tea-Party (Allgemein)

KlaKla, Mittwoch, 04.03.2020, 09:38 (vor 566 Tagen)

Die Hansestadt Lübeck hat ca. 217000 Einwohner und eine Bürgerinitiative gegen 5G. „5G-freies Lübeck“ Aktivistin Wiltrud Wagner ist eine freie Illustratorin. Sie scheint Diagnos-Funk belesen und hat Angst vor Funkstrahlung. Ihre Ängste und ihr Wissen will sie teilen.

Dafür empfänglich die Fraktion „Die Unabhängigen“ Fraktionsvorsitzender Detlev Stolzenberg

„Die Unabhängigen“ organisierten eine 5G-Veranstaltung im Lübecker Rathaus.
Ihr Gastredner, Baubiologe Jörn Gutbier. In der Nebenrolle die Lübeckerin Wiltrud Wagner vom der AG 5G-freies Lübeck oder Lübeck-5-G-frei und lebenswert.

Hier kann man sich die Veranstaltung, die fast 2 Stunden dauerte ansehen.

Auf den Inhalt des Baubiologen J. Gutbier muss man hier nicht weiter eingehen. Er nutzte mVn die Veranstaltung um Ängste gegen Funk zu schüren und amtliche Stellen wie das BfS zu entwerten. Lobhudelei auf längst verstorbene wie N. Cherry und Laien/Dilettanten. Gutbiers Aussage nach betrügt die ICNIRP die Bürger. Alles tendenziöse Aussagen, welche zu erwarten sind, bei einem Nutznießer, der in der Regel als befangen zu bewerten ist. Ob das im Einverständnis „der Unabhängigen“ statt fand oder diese überrumpelt wurden mit dem Inhalte seines Vortrages ist unklar. Titel der Veranstaltung „Chancen und Risiken“.

Im Publikum waren ca. 250 Bürger. Einige davon schon belesene Diagnose-Funker, was zu erkennen ist anhand ihrer Fragen/Bemerkungen (Stichwort: Barrie Trower). Beim Netzausbau 5G wollen einige Besucher ähnlich wie in Schweiz mitbestimmen. Auch verstehen sie nicht, warum WLAN ohne ihre Mitbestimmung in Lübeck ausgerollt wird. Unverständlich für einige Anwesenden, das Gemeindevertreter sich nicht die Mühe machen alle Studien zu lesen, sich statt dessen auf die Aussagen des BfS verlassen. Herr, lass Hirn regnen.

Fazit: Mehr Investition in Bildung damit man frühzeitig erkennt, mit wem oder was man es zu tun hat bei derartigen Veranstaltungen.

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Nutznießer, Trittbrettfahrer, Splitterpartei, Gutbier, 5G-Tea-Party, 5G-Moratorium

Lübeck - 5G-Tea-Party nun mit Hensinger

KlaKla, Sonntag, 18.10.2020, 08:55 (vor 338 Tagen) @ KlaKla

Nach Gutbier kommt Peter Hensinger, Drucker i.R. von privaten Lobbyverein Diagnose:Funk nach Lübeck.
Der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen, Detlev Stolzenberg sieht erhebliche Informationsdefizite:

Vielleicht mal beide Augen auf Herr Stozenberg.

... Der Vortrag von Peter Hensinger schließt an die Veranstaltung vom Frühjahr 2020 an und befasst sich intensiv mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Funk.

Kommentar: Ein erhebliches Informationsdefizite liegt aller Voraussicht nach, beim Architekten D. Stolzenberg vor. Oder will er seiner Zunft dienlich sein? Statt einen echten Experten holt er wiederholt einen Laien auf die Bühne. Der belesene Laie Peter Hensinger spricht zu Laien über gesundheitliche Auswirkungen von Funk. So trägt Stolzenbger dazu bei, dass Laien für dumm verkauft werden. Am Ende solcher Vorträge bleiben beim Laien u.a. diffuse Ängste vor Funkmasten. Diese Angst beflügelt später die Geschäfte der Baubiologie, Umweltmediziner und eine Vielzahl von Esoterikern oder religiöser/politischer Rand Gruppierungen.

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Werbung, Marketing, Desinformation, Lobbyismus, Gehilfe, Lübeck

Lübeck - 5G-Tea-Party, Heimspiel für Diagnose-Funk

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.10.2020, 22:59 (vor 338 Tagen) @ KlaKla

Hier kann man sich die Veranstaltung, die fast 2 Stunden dauerte ansehen.

Bei wem Diagnose-Funk landen kann

Stunde 1.40.00: Ältere Frau aus Publikum stellt fest, wir hätten ja nun schon das Internet und die Möglichkeit uns zu informieren. Da dürfe man von Politikern zumindest einmal erwarten, dass auch diese sich mal wirklich informieren, was es alles über 5G zu erfahren gibt. Sie, die Frau, habe im Internet Diagnose-Funk gefunden und sich bei denen auch etwas bestellt. Auch einen Strahlenschutzexperten habe sie im Internet gefunden, das sei so fürchterlich gewesen, was der zu berichten wusste, dass sie von Gutbier wissen wolle, ob auch er etwas davon gehört habe. Nämlich, dass diese Strahlung schon seit 1949 vom Militär genutzt werde bla, bla, bla [...]

Wie das Gift von Diagnose-Funk in Holzköpfe sickert

Stunde 1.42.20: Johannes Hartwig, Leiter der Abteilung Technologie im schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium sagt etwas vermeintlich Selbstverständliches: "Wir orientieren uns natürlich an den Aussagen, die uns das Bundesamt für Strahlenschutz gibt [...]". Weiter kam Hartwig nicht, denn Holzköpfe unter den angeblich 250 Besuchern der Veranstaltung quittierten seien Satz mit deutlich vernehmbaren Missfallensbekundungen. Das muss man sich mal vorstellen: Eine Mitarbeiter eines Wirtschaftsministeriums beruft sich öffentlich auf die deutsche Fachbehörde für Strahlenschutz und erntet dafür aus dem Publikum lauten Protest. Wie kann so ein Irrwitz sein?! Meine Erklärung:

1. Jörn Gutbier durfte unmittelbar zuvor rd. eine Stunde lang das Laien-Publikum mit seinem hinlänglich bekannten populistischen Geschwafel gegen das Amt aufhetzen. Das Thema der politischen Veranstaltung war zudem so gewählt (Wie viel Strahlenbelastung tolerieren wir in unserer Stadt ...), dass bevorzugt Mobilfunkgegner angelockt wurden. Gutbier konnte also sicher sein, ein Heimspiel ohne allzu unbequeme oder fachlich anspruchsvolle Fragen absolvieren zu können.

2. Wie kinderleicht sich fachliche Laien gegen etwas ihnen Fremdes aufhetzen lassen zeigt ein Experiment mit der tödlich wirkenden Substanz DHMO.

3. Diagnose-Funk und Co. versuchen seit Jahren, mit alternativen Fakten die Integrität des Bundesamt für Strahlenschutz zu untergraben. Und wenn es stimmt, dass jeder eine Wirkung größer Null hat, gilt dies sogar für Diagnose-Funk.

4. Die Wirkung von Diagnose-Funk ist auf fachliche Laien begrenzt, Fachleuten geht das Diagnose-Funk-Personal konsequent und vorsorglich seit Jahren aus dem Weg.

In der 49-köpfigen Lübecker Bürgerschaft sind "Die Unabhängigen" mit vier Mitgliedern vertreten. Die ÖDP ist im Lübecker Rathaus nicht präsent. Bestimmend sind in der Bürgerschaft mit je rd. ein Dutzend Mitgliedern SPD, CDU und Grüne. Dass sich "Die Unabhängigen" mit Diagnose-Funk verbünden zeugt mMn a) von geringer Kenntnis der Mobilfunkdebatte oder b) von festem Willen zur Verbreitung alternativer Fakten oder von Beidem.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Entwertung, Populismus, Gutbier, Diagnose:Funk, Lübeck

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